Autonome Antifa Freiburg
Faschismus bedeutet Krieg
Freitag, 03.09.2010

Nachdem die Nazidemo in Dortmund am 4. September wegen des Fundes von Bomben bei Nazis verboten wurde, steht nun nur noch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus. Die Mobilisierung zu den Gegenprotesten geht weiter!
Nieder mit dem Kraakverbod
Donnerstag, 02.09.2010

In den Niederlanden soll am 1. Oktober das umstrittene Kraakverbod in Kraft treten, welches das bisher äußerst liberal gehandhabte besetzen leerstehender Immobilien verbietet. Dagegen regt sich Widerstand. In einzelnen Städten entstehen erneut Vernetzungsplena von Besetzungs-SympathisantInnen. Am 25. September wird es eine Sleep-in-Aktion in Amsterdam geben und am 2. Oktober eine Demonstration in Nijmegen. Whatever they say, Squatting will stay!
Weitere Verurteilung zur Kessel-Demo
Donnerstag, 02.09.2010

Am 2. September sprach Richterin Lempfert eine weitere Person wegen Vermummung im Rahmen der Antifaschistischen Demontration vom 14. November 2009 schuldig. In diesem weiteren Prozess wurde die Angeklagte zu 15 Tagessätzen, anstatt den von der Staatsanwältin geforderten 30, verurteilt.
Die Spiele beginnen
Mittwoch, 01.09.2010

Im ersten Freiburger Prozess wegen der antifaschistischen KTS-Demonstration vom 14. November 2009 hat Richterin Scheuble am 1. September einen Freiburger Linken erstinstanzlich wegen Vermummung zu 40 Tagessätzen verurteilt. Bereits am 2. September findet um 9 Uhr vor dem Amtsgericht am Holzmarkt der nächste Prozess zur Siempre-Antifa-Demonstration statt. Weitere Prozesse sind im Laufe des Herbstes geplant. Wir werden nicht kürzer treten…
Thilo schafft sich ab
Mittwoch, 01.09.2010

Der wegen seiner rassistischen Äußerungen in die Öffentlichkeit geratene und im Vorstand der Bundesbank engagierte SPD-Mann Thilo Sarrazin wird in den kommenden Wochen mehrfach Lesungen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ in Literaturforen, Banken und Verlagshäusern des gesamten Bundesgebietes durchzuführen versuchen. Die Antifa-NT aus Bayern hat dazu ein Communiqué veröffentlicht, in dem sie zum Protest gegen den Vortrag im Literaturhaus München am 29. September aufruft. In Baden-Württemberg plant der rassistische Sozialdemokrat am 8. November im Forum der Pforzheimer Zeitung, am 15. November im Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg, und am 30. November in der Röhm Buch und Büro GmbH in Sindelfingen Lesungen seines neuen Buches.
Erster Prozess wegen Kesseldemo
Dienstag, 31.08.2010

Am morgigen Mittwoch, den 1. September, findet der erste Prozess wegen angeblichen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz auf der verhinderten Antifademo vom 14. November 2009 statt. Los geht’s um 8.30 Uhr im Amtsgericht Freiburg, Saal VI, 2.OG, Holzmarkt 2.
Berliner Umsonstladen geräumt
Dienstag, 31.08.2010

In Berlin wurde am 31. August der Umstonstladen in der Kastanienallee 86 von circa 150 Bullen geräumt.
NPD-Kandidaten für Landtagswahl
Dienstag, 31.08.2010

Die NPD hat ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2011 für den Raum Freiburg gekürt. Florian Stech und Thomas Stöckle kandidieren für die Wahlkreise Freiburg I und II, Klaus Louis für den Wahlkreis Breisgau, Markus Leiber für den Wahlkreis Lahr und Alexander Franke für den Wahlkreis Emmendingen. In diesen Wahlkreisen wurde bislang keine einzige der für den Wahlantritt notwendigen Unterschriften gesammelt.
Anarchistisches Netz Linksunten
Montag, 30.08.2010

Am 28. August gründete sich in den Räumlichkeiten des Arbeitersportvereins in Mannheim-Jungbusch das Anarchistische Netzwerk Südwest, das soweit aus sieben libertären Gruppen aus der Region besteht. Y-en a pas un-sur-cent, et pourtant ils existent…
Noch ein Nazibrandanschlag in Dresden
Sonntag, 29.08.2010

In Dresden haben Nazis erneut einen Brandanschlag verübt. Am Morgen des 29. August versuchten Nazis das Begräbnishaus des Neuen Jüdischen Friedhofs in Dresden-Johannstadt niederzubrennen.
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Antinazi-Festival in der Wetterau
Sonnabend, 28.08.2010

Am Samstag fand das Echzell-Festival gegen die zunehmenden Naziaktivitäten im hessischen Wetterau-Kreis und den angrenzenden Landkreisen statt. Die Naziszene in Echzell wird angeführt von Patrick „Schlitzer“ Wolf. Der Tattooladenbesitzer organisiert regelmäßig Nazievents auf seinem Grundstück in der Wiesengasse 6 in Echzell, Ortsteil Gettenau.
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Wer kauft den Nazihof?
Freitag, 27.08.2010

Eine weitere der von Rieger verwalteten Immobilien steht offenbar wieder zum Verkauf: der Heisenhof in Dörverden. Die Briefkastenfirma „Wilhelm-Tietjen-Stiftung“ als Verwalterin der „Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung“ um Marc Müller hat den sächsischen Nazianwalt Frithjof Arndt aus Radebeul mit dem Verkauf des Geländes beauftragt.
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Zum Heisenhof: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
Brandanschlag in Döbeln
Donnerstag, 26.08.2010

In der Nacht auf den 26. August wurde ein an der Fassade des selbstverwalteten Kulturzentrums Treibhaus im sächsischen Döbeln hängendes antirassistisches Transparent angezündet. Am Tag zuvor fand am Döbelner Amtsgericht der letzte Prozesstag gegen drei Mitglieder der verbotenen Nazikameradschaft „Sturm 34“ aus Mittweida statt. Diesen war vorgeworfen worden, im Februar 2007 an einem Überfall auf das Café Courage im Treibhaus beteiligt gewesen zu sein, bei welchem vier Menschen teilweise schwer verletzt worden waren. Die Verfahren endeten mit einer Einstellung für Pierre N., einem Freispruch für Rainer S. und einer Bewährungsstrafe von acht Monaten für Carsten J.
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Limesse in Oberhausen
Mittwoch, 25.08.2010

Vom 3. bis 5. September findet in Oberhausen im Ruhrgebiet die Limesse statt — die 1. Libertäre Medienmesse. Neben libertären Verlagen werden auf der LiMesse auch Radios, Internetprojekte, Bibliotheken, Videoprojekte und andere ProduzentInnen libertärer Medien ihre Arbeit vorstellen.
Betriebsbesetzung in Freiburg
Dienstag, 24.08.2010

Nachdem die neuen Eigentümer des insolventen Leuchtenherstellers Spectral die Halle im Gewerbegebiet Haid am 24. August leerräumen wollten, haben die Mitarbeiter das Gelände besetzt. Besetzungen sind in Freiburg mittlerweile über die linksradikale Szene hinaus ein akzeptiertes Mittel außerparlamentarischer Politik.
Wieder Nazibrandanschlag in Dresden
Dienstag, 24.08.2010

Erneut haben Nazis einen Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt in Dresden verübt. Am Morgen des 24. August versuchten sie mit einem Molotow-Cocktail das Haus im Stadtteil Pieschen in Brand zu setzen. Das Wohnprojekt ist seit längerem im Visier von Nazis. Seit März 2010 wurden in Dresden Aufkleber verklebt, die die Fassade des Hauses zeigen und die Aufschrift „Antideutsche Strukturen — Robert-Matzke-Straße 16 angreifen“ tragen. Keine Woche nach dem heimtückischen Brandanschlag in Dresden-Löbtau ist dies die zehnte Nazibrandanschlag in Sachsen in diesem Jahr.
NPD will Bürohaus in Thüringen kaufen
Dienstag, 24.08.2010

Die NPD will das das „Bürohaus Europa“ in Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis kaufen und dort ihre thüringische Landeszentrale betreiben. Das vierstöckige Gebäude mit rund 1.600 m² wäre nach dem „Schützenhaus“ in Pößneck und der „Erlebnisscheune“ in Kirchheimder der dritte große Veranstaltungs- und Versammlungsort der Naziszene in Thüringen. Rund 250 Menschen protestierten am 21. August gegen die NPD-Pläne.
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Hausbesetzungen in Wien
Montag, 23.08.2010

In Wien laufen zur Zeit „Sommer, Sonne, Squatting Action“-Aktionstage. Am 13. August wurde die die Burggasse 2 von AktivistInnen besetzt. In der gleichen Nacht auf den 14. August wurden an der Fassade des vor kurzem geräumten Hausprojektes in der Eichenstraße 9 Transparente angebracht. Die Burggasse 2 wurde am 17. August geräumt. Als nächstes Haus wurde die Lackierergasse 10 besetzt und danach, in der Nacht auf den 20. August, wurde das Haus in der Humboldtgasse 32 im 10. Wiener Bezirk besetzt. Kein Tag ohne besetztes Haus!
Konny kommt in die Gartenstraße
Sonntag, 22.08.2010

Am Dienstag, 24. August, spielt Konny von Revolte Springen abends um acht live und ohne Verstärkung im besetzten Haus in der Gartenstraße 19. Kommt vorbei und bringt Essen und Getränke mit!
Anti-Heß-Aktionen in Nordbaden
Sonnabend, 21.08.2010

In Karlsruhe fand am 21. August eine antifaschistische Kundgebung mit 400 TeilnehmerInnen gegen den von Nazis abgesagten Heß-Marsch statt. Anschließend demonstrierten 80 Antifas gegen das Nazi-Zentrum in Rheinmünster-Söllingen.
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Der Gewerkschaftskampf geht weiter
Sonnabend, 21.08.2010

Das Verbot für die Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin sich Gewerkschaft zu nennen, wurde am 10. Juni aufgehoben. Anlass für das Verbot war der Arbeitskampf im Berliner Kino Babylon. Sechs FAUistas wurden zu 30 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt, der Rechtskampf hat insgesamt 15.000 Euro gekostet. Die FAU bittet daher um Spenden unter dem Verwendungszweck „Spende Gewerkschaftsfreiheit“.
Repressionswelle in Chile
Freitag, 20.08.2010

Am 13. August wurden in Chile 14 GenossInnen wegen angeblichen Terroranschlägen festgenommen. In Santiago und weiteren Städten wurden mehrere Wohnungen und besetzte Häuser im Rahmen einer Großoperation chilenischer Sondereinheiten durchsucht. Solidarität mit den Compañerxs!
Nazis sagen Aufmarsch in Karlsruhe ab
Freitag, 20.08.2010

Der Naziaufmarsch am 21. August in Karlsruhe wurde von den Nazis abgesagt, da sie angeblich die Kosten für den Rechtsstreit nicht aufbringen können. Die Mobilisierung läuft jedoch weiter, um spontan auf Ausweichmobilisierungen der Nazis ins Karlsruher Umland reagieren zu können.
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Nazibrandanschlag in Dresden
Donnerstag, 19.08.2010

In Dresden-Löbtau wurde in der Nacht auf den 19. August ein Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt „Praxis“ verübt. Durch glückliche Zufälle konnte der Brand auf ein Zimmer begrenzt werden, es bestand jedoch Lebensgefahr für die BewohnerInnen.
Ausufernde Nazigewalt in Wilhelmshaven
Mittwoch, 18.08.2010

In Wilhelmshaven gab es in den letzten Tagen zwei Nazianschläge auf das entstehende Autonome Epizentrum. Am 10. August gab es einen Brandanschlag, am 18. August fielen Schüsse.
Naziaufmarsch in Karlsruhe verboten
Dienstag, 17.08.2010

Der für den 21.08.2010 geplante Naziaufmarsch des „Freien Widerstands Süd“ unter dem Motto „Trotz § 130 — Mord bleibt Mord“ wurde von der Stadt Karlsruhe verboten, wogegen die Nazis umgehend Rechtsmittel eingelegt haben. Natürlich mobilisieren wir weiterhin zu Protesten gegen den Naziaufmarsch, da mit einer Aufhebung des Verbotes im letzten Moment gerechnet werden muss.
Stadt(bau) auf Kollisionskurs zu Rhino
Montag, 16.08.2010

Der Konflikt um die Wagenburg Kommando Rhino spitzt sich zu. Am 4. August wollte die Stadt Probebohrungen vornehmen, ohne die BewohnerInnen des besetzten M1-Geländes vorher zu informieren. Durch diese Maßnahme erfuhren die BesetzerInnen erst vom konkreten Baubeginn im Mai 2011. Obwohl bisher kein Ersatzgelände gefunden werden konnte, hält die Stadtbau am Baubeginn fest und wird darin von der notorisch wagenburgfeindlichen CDU unterstützt. Ohne Frage: Ohne Ersatzgrundstück wird der Konflikt auf der Straße ausgetragen!
Badische Zeitung: 1 2 3 4
Aktiver Staatsschutz für Nazis
Sonntag, 15.08.2010

Die Nazis haben ihren Aufmarsch am 14. August in Ludwigshafen gegen den Christopher Street Day in Mannheim kurzfristig abgesagt. Im Anschluss an eine antifaschistische Kundgebung mit etwa 300 TeilnehmerInnen zog eine Spontandemo durch den Nazistadtteil Ludwigshafen-Süd. Eine anschließende Spontandemo, die als Reaktion auf die Naziprovokation zum Haus des Nazikaders und Aufmarsch-Anmelders Christian Hehl in Mannheim lief, wurde von dort wartenden Bullen brutal angegriffen.
Indyberichte: 1 2 3 4
Investigate Hermannsland
Sonntag, 15.08.2010

Nach Thor Steinar und Erik & Sons ist nun eine weitere Bekleidungsmarke für Nazis aufgetaucht. In Zukunft sollte neben den klassischen Symbolen auch auf die Schriftzüge ’Hermannsland’, ’Nebelland’, ’Nordvolk’ und ’Gottesrune’ geachtet werden. Die Bekleidung wird vom ehemaligen Frontmann der Band Landser, Michael ’Lunikoff’ Regener, entworfen und von der Firma Imperium Tex, mit dem Geschäftsführer Alexander Gast, vermarktet. Nach den Veröffentlichungen der Thor Steinar- und Erik & Sons-Kundendatenbanken schauen wir optimistisch in die Zukunft.
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Nazimutter Sabine und Übermutter Enibas

Communiqué vom 03.06.2010

Sabine Rasch aus Mannheim – Nazimutter, „Thiazi“-Moderatorin, Anti-Antifa-Fotografin

Sabine Rasch aus Mannheim ist überzeugte Nationalsozialistin, Moderatorin des wichtigsten deutschsprachigen Naziforums, Anti-Antifa-Aktivistin und Mutter von zehn Kindern. Neben ihrem bürgerlichen Leben mit Eigenheim und Ehrenamt marschiert sie am Wochenende mit NPD und Kameradschaften und verbreitet ihre Nazipropaganda im Internet.

Am 2. Juni wurde Sabine Rasch in Mannheim-Käfertal mit Flugblättern geoutet. Direkt danach änderte sie den Namen ihres Accounts auf thiazi.net mit der ID 11196 von „Enibas“ in „Heller_Schatten“. Sie begann mit der Löschung ihrer strafrechtlich relevanten Postings auf „Thiazi“ und nahm ihre private Website tulpenstrasse.de offline.

Weg einer Nationalsozialistin

Sabine Rasch wurde am 4. Oktober 1959 als Sabine Kuhn in Berlin geboren und lebt seit 1990 in Mannheim. Seit 1998 wohnt sie mit ihrer Familie in der Tulpenstraße 4b in 68309 Mannheim-Käfertal, Telefon 0621/7152177, Telefax 0621/7152178, Handy 0172/7690563, Steuernummer: 37321/35536. Die Familien-Website tulpenstrasse.de ist auf „EDV-Service Rasch“ angemeldet, ihre Mailadresse ist sabine.rasch@tulpenstrasse.de. Sie ist 170 cm groß und wiegt 66 kg und hat rot gefärbte Haare. Sie hat einen D1-Führerschein für den Fiat Ducato-Familienbus mit dem Kennzeichen MA-BF 683, besitzt ein Motorrad der Marke Yamaha XVS 650 Drag Star, benutzt Inline-Skates, wenn sie mit Hund Asia unterwegs ist und fährt ansonsten meistens Fahrrad.

Sie ist seit 1988 mit Nils-Carsten Rasch verheiratet und war von Ende 1988 bis Mitte 2000 „nahezu dauerschwanger“. Sabine Rasch unterstützt mit ihrer Tätigkeit als freischaffende Künstlerin und studierte Graphikdesignerin ihren Ehemann. Nils-Carsten wurde am 4. November 1964 in Mannheim geboren und ist dort im EDV-Bereich der RC Document Service GmbH der Runtime-Gruppe angestellt. Familie Rasch muss auch in den nächsten Jahren noch die Raten für ihr Eigenheim abbezahlen: „Da mein Mann der Alleinverdiener ist, waren wir natürlich darauf angewiesen, dass er weiterhin seinen Arbeitsplatz erreichen kann. Am Ende blieb uns nichts weiter übrig, als selber zu bauen. An den Raten fürs Haus knabbern wir immer noch und so wird es auch die nächsten Jahre weitergehen.“

Musik und Internet als Einstieg

Sabine Rasch bekam über ihren Mann Kontakt mit der Nazisubkultur: „Ich hatte schon seit Ende der 90er Jahre gerne Onkelz gehört. Und dann hat mir mein Mann die erste RAC [1]-Scheibe geschenkt: ,Sturm 18 - Komm zu uns‘ Auch wenn das jetzt nicht jeder versteht, aber diese Scheibe war für mich das Schlüsselerlebnis!“ Eine ihrer Lieblingsbands ist „Arische Jugend“: „Bisher kannte ich ja nur die ,Juda raus‘, doch Ende letzen Jahres hab ich die ,Sturmabende‘ bekommen. Was für eine Steigerung!“

Durch ihren Mann begann sie sich auch für das Internet zu interessieren, das sie bald für politische Zwecke nutzte: „Mein Mann musste mich fast zwingen, mich mit diesem Medium zu beschäftigen, heute bereuht er es fast, wenn er merkt, wie oft ich am Rechner sitze.“ Zunächst schrieb sie auf onkelz-forum.de als „Enibas“: „Ach ja ich heiße übrigens Sabine (rückwärs gelesen).“ Kurz darauf begann sie auf skadi.net zu schreiben. Dort übersetzte sie unter anderem „Blut muß fließen! Knüppelhageldick!“ in „Blood must flow! extreme intensive!“. Nach der Gründung des deutschsprachigen Ablegers thiazi.net brachte sie es dort bis zur Moderatorin: „Anfang 2006 begann ich nach Kontakten in meiner Umgebung und auch im Weltnetz zu suchen. Beides habe ich gefunden, im Netz war es erstmal das Skadi Forum und dann das daraus entstehende Thiazi.“

Ein Forum für alle Nazis

Das Forum thiazi.net ist das größte und wichtigste Forum für die deutschsprachige Naziszene. Registriert sind knapp 25.000 Nazis, davon sind über 3.000 besonders aktiv. Das Forum dient dem Austausch von Informationen, der Vernetzung und Mobilisierung. Auf „Thiazi“ werden faschistische Veranstaltungen beworben, Naziaufmärsche nachbereitet und mit Nazimusik und -devotionalien im großen Stil gehandelt. Vielen dient das Forum als Einsteig in die organisierte Naziszene und die Ideologie aktiver Nazis wird durch die politische Propaganda gefestigt.

Das „Thiazi-Forum“ geht zurück auf das Ende der 1990er Jahre gegründete Nazi-Musik-Forum „WPMP3“ [2]. Dieses fusionierte später mit der „Sturmseite“ zum „Nationalen Forum“ und ging 2004 als deutschsprachige Sektion innerhalb des englischsprachigen „Skadi-Forums“ auf. Bereits Anfang 2007 spaltete sich der deutschsprachige Teil von skadi.net ab und wurde zu thiazi.net. Beide Namen stammen aus der bei Nazis beliebten germanischen Mythologie.

Mutter Thiazi

Im „Thiazi-Forum“ ist Sabine Rasch Moderatorin für das gesamte Forum und verantwortlich für die Rubriken „Nationalsozialisten Privatforum“ und „Ab 18“. Im Forum ist sie äußerst beliebt, sie wird als gefestigte Nationalsozialistin und „Übermutter“ verehrt und bekam von der „Thiazi-Gemeinde“ eine „Auszeichnung des Bragi“ für ihre fast 3.000 Beiträge. Ihre endlosen Wiederholungen und langweilige Biederkeit tragen zu ihrem gewollt seriösen Image bei.

Mittlerweile kennt Sabine Rasch einige Nazis aus dem Forum persönlich und macht regelmäßig Ausflüge mit ihren Kameraden. So fuhr sie beispielsweise mit „Richthofen“ nach Berlin-Kreuzberg, denn sie hat „ja die 80er Jahre in Kreuzberg SO36 gewohnt“. Sie feierte mit anderen Forumsmitgliedern Hitlers Geburtstag und besuchte im April 2008 ein Konzert von „Breakdown“ und „Tobsucht“ in der Vorderpfalz. Ebenfalls mit „Kameraden“ fuhr sie zum NPD-Festival „Rock für Deutschland“ am 30. Juni 2007 in Gera und zur NS-„Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel. Obwohl Familie Rasch sehr wenig Geld zur Verfügung hat, bekam „Enibas“ auf „Thiazi“ einen „Orden für Großspender“.

Jude als Schimpfwort

Sabine Rasch ist überzeugte Antisemitin und stellt es offen zur Schau: „,Jude‘ ist wieder Schimpfwort, den Leuten geht langsam ein Licht auf“ und „ein gewisser Antisemitismus ist normal und gesund. Ich traue mir das in den meisten Fällen zu, zwar nicht auf den ersten Blick, doch wenn man ins Gespräch kommt, erkenne ich schon oft, wer Jude ist und wer nicht. Es ist ja nicht nur das Aussehen und der Name, es ist die Körperhaltung, die Gestik, diese Verschlagenheit und diese heimtückische Freundlichkeit, wenn sie glauben auf diese Weise Vorteile zu erlangen.“ Im Anschluss zitiert sie ein antisemitisches Gedicht von Wilhelm Busch: „Kurz die Hose, lang der Rock, // krumm die Nase und der Stock, // Augen schwarz und Seele grau, // Hut nach hinten, Miene schlau - // So ist Schmulchen Schievelbeiner. // Schöner ist doch unsereiner!“.

In dem Thread „Rassisch inkorrekte Paare“ schrieb „Enibas“ unter einem Foto von Michel Friedman und Bärbel Schäfer: „Steck beide in nen Sack und hau mit nem Knüppel drauf, triffst immer richtig.“ Michel Friedman war von 2000 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und von 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses. Friedman und Schäfer heirateten am 16. Juli 2004, sie konvertierte kurz nach der Hochzeit zum Judentum.

Reinrassig und stolz

Rassismus und die „reinrassige“ Großfamilie sind weitere Grundpfeiler der Nazi-Ideologie, die Sabine Rasch offensiv propagiert: „Da kann jemand perfektes Hochdeutsch sprechen, blond sein und blaue Augen haben, aber wenn da in seiner Wohnung ein 7-armiger Leuchter steht, dann kommen doch deutliche Zweifel auf. Innerhalb des deutschen Volkes mache ich keine antropologischen Wertungen. Ein tüchtiger alpiner Mann ist mir um einiges lieber als ein nordider Tunichtsgut, selbst wenn der nordische Mann besser aussähe.“

Sie hetzt gegen „Durchrassung“ und propagiert „Rassebewußtsein“ und „Rassestolz“, um das „deutsche Volk“ zu erhalten: „Gegen die Durchrassung ist der Rassestolz notwenig, aber für den Volkserhalt ist es notwendig, daß Mann und Frau wissen, daß das höchste Glück auf Erden in vielen Kindern und einer guten Ehe liegt.“ Als Konsequenz verdammt sie „fremdrassigen Sex“: „Ich bin der Meinung, dass ein Mensch mit einem gesunden Rassebewußtsein einfach kein Verlangen nach fremdrassigen Sex hat.“ Homosexualität ist für sie „keine ,Laune der Natur‘ sondern eine Abartigkeit, eine Perversion, eine Krankheit, für die es leider noch keine Heilung gibt.“ Dahinter steht ihr völkisches Familienbild: „Wie bitteschön soll ein Schwuler sich für das Volk einsetzen, wenn er andere Männer dazu verführt, gleichgeschlechtlichen Sex zu haben, anstatt eine deutsche Familie zu gründen?“

Naziprojekt Großfamilie

Sabine Rasch präsentiert sich selbst als Idealtypus einer nationalsozialistischen Mutter, wie ihn Nazi-Propagandaminister Goebbels bei einer Rede im März 1933 definierte: „Den ersten, besten und ihr gemäßesten Platz hat die Frau in der Familie und die wunderbarste Aufgabe, die sie erfüllen kann, ist die, ihrem Volk Kinder zu schenken.“ Ihr ehrgeizigstes Projekt ist ihre „reinrassige“ Großfamilie: „Die gesunde Familie ist die Keimzelle eines gesunden Staates.“ Doch gebären ist ihr nicht genug: „Kinder in die Welt zu setzen reicht auch noch nicht. Die Kinder müssen auch mit deutschen Werten aufwachsen, mit der Liebe zur Heimat groß werden und sie dürfen nicht in Versuchung kommen durch Rassenvermischung ihr eigenes Volk zu eliminieren.“

In der Kabel 1-Reportage „Unternehmen Großfamilie“ vom 3. Juni 2004 über die Familie Rasch geht es jedoch lediglich um „ihren manchmal etwas chaotisch anmutendenen Alltag“ und die „sieben Meerschweinchen und drei Hamster“, Hakenkreuzfahnen und „Rassestolz“ kommen nicht vor. Auch die SWR 1-Reportage vom 15. April 2007 stellt völlig unkritisch das „Familienoberhaupt“ der Großfamilie und die „Managerin“ dar, die gleichzeitig „aber auch Näherin, Friseurin, Nachhilfelehrerin und Krankenschwester“ ist — und nicht etwa die Nazihetzerin und Anti-Antifa-Aktivistin. Ein Bericht über die „Ehrenpatenschaft für das 7. Kind“ durch den Bundespräsidenten verkauft sich wohl besser als einer über die Rechtsradikale, die vom Triumph der Nazibewegung träumt: „Nach der Machtübernahme dürfen wieder Mütter mit überdurchschnittlich vielen Kindern wie Skadixx und ich stolz das Mutterkreuz tragen.“

Sabine, die Holocaustleugnerin

Sabine Rasch ist überzeugte Holocaustleugnerin. Bei einer Umfrage zum Thema Holocaust, bei der zwei Drittel der „Thiazi“-NutzerInnen den Holocaust leugnen, wählt sie die Option „Ich habe vorher geglaubt, daß der HC stattgefunden hat, aber glaube jetzt, daß der HC nicht stattgefunden hat“. Sie leugnet offen die Ermordung von Jüdinnen und Juden durch Giftgas in den Vernichtungslagern: „Inzwischen bin ich mir sicher, dass zwar viele Menschen in Konzentrationslagern starben (Seuchen, Unterernährung, Fluchtversuche, Sabotage etc.) jedoch nicht an Gas!“

In ihrer Anbetung des Nationalsozialismus zeigt Sabine Rasch eine naive Überidentifikation. Sie veröffentlicht beispielsweise Fotos von Torten mit „Schwarze Sonne“-Zuckerguss und Hakenkreuz-Dekoration aus Schokostreuseln – „natürlich selbstgebacken“. Zusammen mit ihren Kindern schneidert sie schwarz-weiß-rote Hakenkreuzfahnen und veröffentlicht die Schnittvorlage: „Mein Tipp: selber nähen, das ist sehr günstig, geht schnell und es besteht kaum ein Risiko.“ Als sie mit ihrem „Sechsjährigen bei Karstadt in der Stoffabteilung“ Fahnenstoff kaufen wollte und die Verkäuferin ihr „stolz einen Stoffballen Schwarz-Rot-Gold (Meterware)“ anbot, entsetzte sich ihr Sohn: „Das ist aber nicht unsere Fahne.“

Manipulation durch Unterwanderung

Gleichzeitig gibt sie sich „volksnah“ und empfiehlt eine Strategie der Unterwanderung: „Will man dem Volk Gutes tun, braucht man auch eine gewisse Volksnähe. Und es gibt so viele Möglichkeiten, der Sportverein ist nur eine. Auch im Eltermbeirat, Tierschutzverein, Bikerklub usw. (die die Liste wäre nahezu unendlich) kann man mit normalen deutschen Menschen zusammenkommen.“ Sabine Rasch wendet diese Unterwanderungsstrategie selbst an: „Ich glaube niemand würde mich mehr in den Elternbeirat unserer Schule wählen, wenn ich in der NPD wäre. Dann täte man mich als ,bösen Nazi‘ abstempeln und niemand würde mir mehr zuhören. So gesehen ist mein Einfluss auf die Menschen wesentlich größer, wenn ich nirgends offiziell organisiert bin.“ Dennoch wählt Sabine Rasch die NPD und sie überzeugte auch ihre Eltern die Nazipartei zu wählen.

Allerdings argumentiert sie auch in ihrer Funktion als Elternsprecherin offen nationalsozialistisch: „Wichtig ist allerdings ein ernsthaftes Engagement an der Sache, mit Freizeitnazis ist niemandem nicht gedient. Mir persönlich hat das Weltnetz (insbesondere Skadi) enorm geholfen, mein lückenhaftes Wissen über den Nationalsozialismus zu ergänzen. Und als Elternsprecherin in zwei Schulklassen meiner Kinder hat es mir gutes Argumentaionsmaterial geliefert.“ Unter der Überschrift „Neulich in der Schule“ amüsiert Sabine Rasch die „Thiazi“-Mitglieder mit einer Anekdote über „eine der Schulen“, an denen sie „im Elternbeirat der Schule aktiv“ ist und die „gerade das Projetkt ,Schule ohne Rassismus‘“ durchführt, wo „natürlich auch über ,böse, böse Nazis‘ gesprochen“ wird. Sie macht auf thiazi.net „eine Schülerin (Oberstufe)“ lächerlich, die „in der Straßenbahn einen Nazi gesehen“ und „ganz furchtbare Angst“ gehabt habe. Sie amüsiert sich über das „dumme Gesicht“ der Schülerin, die einen Nazi am Aussehen erkannt haben will, obwohl Sabine Rasch „die ganze Zeit“ ihre „Jacke mit dem Schwarze-Sonne-Pin“ trägt: „Ich bleibe völlig ruhig und gelassen, die anderen Schüler beginnen zu lachen und die besagte Schülerin wird knallrot im Gesicht.“

Agitation als Elternvertreterin

An den „Mulattenkindern“ in den Schulklassen ihrer Kinder lässt sie dementsprechend kein gutes Haar: „Ich kenne über die Schulklassen meiner Kinder 3 Mulattenkinder. In allen Fällen haben sich die schwarzen Väter (falls man die überhaupt so nennen kann) aus dem Staub gemacht - nachdem sie gewalttätig gegen Frau und Kinder geworden sind. Bei einer homogen-rassigen Familie hätte ich Mitleid mit den Frauen, aber wenn die Dummheit bzw. Ignoranz allem Vernünftigen gegenüber so extrem ist, dann kann ich nur den Kopf schütteln und ,Selber schuld!‘ sagen.“ Ihr Rassismus ist gnadenlos, für sie gilt: „Mischlingskinder bleiben Mischlingskinder, selbst wenn sie nett und gescheit sind.“

Ihre eigenen Kinder hat Sabine Rasch bereits erfolgreich nationalsozialistisch indoktriniert: „Das Interesse an Politik ist bei meinen Kindern unterschiedlich ausgeprägt. Es schwankt zwischen mehr oder weniger rechts. Total unpolitisch ist niemand und links schon gar nicht.“ Eine ihrer Töchter wurde bereits wegen eines Hitlergrußes zeitweise von der Schule verwiesen: „Meine eine Tochter hatte bereits einen zeitlich befristeten Schulverweis (Armhaltung) erhalten. Meine nächstjüngere Tochter ist Schülersprecherin, in ihrem Verhalten aber wesentlich suptieler als ihre ältere Schwester, doch auch sie eckt natürlich bei gewissen Lehrern an.“

Von Äpfeln und Stämmen

Sie nimmt ihre Kinder mit zu Naziveranstaltungen und gerät dabei mit der Polizei in Konflikt: „Einmal war ich mit drei meiner Kinder bei den Wikingerspielen auf einem privaten Gründstück eingeladen […] irgendwer hat die Polizei geholt und die kamen dann auch mit einem Riesenaufgebot. Die Personalien aller Beteiligten wurden aufgenommen. Nach einer knappen Stunde rückte die Polizei zwar ab, aber meine Kinder waren danach ziemlich verstört.“ Wie ihre Kinder fürchtet sich auch Sabine Rasch vor Polizei: „I was never arrested and I hope it will never happends“ und Gefängnis: „Gefangenschaft – für mich undenkbar!“

Sie selbst versucht ihre Propaganda subtil und mit dem „Bonus“ der Großfamilie zu verbreiten: „Ich bin selber bei zwei meiner Kinder Elternvertreterin und wenn ich mich mit anderen zum Elternstammtisch treffe und es etwas lockerer zugeht, dann haben die meisten Eltern eine recht gesunde Auffassung, was Erziehung betifft, doch sie wenden sie kaum an. Hier bietet sich für mich die Gelegenheit einen subtilen Einfluß zu haben. ,Wir müssen nun schmiegsam und anpassungsfähig sein‘ – wie es unser Führer so ergreifend sagte.“

Enibas glaubt ihre eigene Propaganda

In ihren Vorträgen und Reden zum Nationalsozialismus aber, die sie regelmäßig vor anderen Nazis hält, spricht sie Klartext. Den Vortrag „Eliteschulen im Dritten Reich“ motiviert sie mit ihrer Funktion als Mutter und Erziehungsberechtigte: „Als Mutter einer Großfamilie interessiere ich mich natürlich für Themen, die mit Erziehung und Schule zu tun haben. Folglich stellte sich mir die Frage, wie es im nationalsozialistischen Deutschland um dieses Thema bestellt war.“ Sie lässt keinen Zweifel daran, welches Schulsystem sie bevorzugt: „Heute wird leider mit den Eliteschulen des Dritten Reichs nur Frühsport und paramilitärischer Drill bis in die Nacht assoziiert. Doch nach genauerer Betrachtung muss man feststellen, dass es sich bei diesen Ausleseschulen um eine ganzheitliche Erziehung nach dem klassisch-antiken Vorbild ,ein gesunder Geist kann nur in einem gesunden Körpereistieren‘ handelt.“ Wenig verwunderlich ist somit ihr abschließendes Urteil: „So gesehen war die Erziehung während der Zeit des Nationalsozialismus äußerst fortschrittlich und unserem heutigen Erziehungssystem weit überlegen.“

Für einen Vortrag über die Organisation „Kraft durch Freude“, mit der die Nationalsozialisten die Freizeit-Aktivitäten der Bevölkerung kontrollieren und gleichschalten wollten, kann sie auf ihre Diplomarbeit zurückgreifen: „Vor ein paar Wochen habe ich einen Vortrag zum Thema Kraft durch Freude (KdF) gehalten. Diesen möchte ich euch nicht vorenthalten und zeige hier auch die Plakate, die ich zu diesem Thema gesammelt habe. Ursprünglich ist das ein kleiner Ausschnitt meiner Diplomarbeit zum Thema ,Visuelle Kommunikation und Tourismus‘ und passt recht gut zu diesem Strang.“ Selbstverständlich bejubelt sie die Propagandareisen der Nazi-Organisation: „Wenn man sich aber vergegenwärtigt, dass die Zeit des Nationalsozialismus nur 12 Jahre gedauert hat, wobei die Hälfte davon Kriegsjahre waren, so ist es enorm, was in dieser Zeit geleistet wurde. Die KdF-Organisation war eine erfolgreiche Pionierarbeit in Sachen Freizeit und Urlaub. Ohne sie wäre unser heutiger Tourismus nicht denkbar.“

Die Straße frei den braunen Bataillonen

Wenn sie sich unter überzeugten Nazis wähnt, spricht Sabine Rasch offen ihre Ideologie und ihre Strategie der Unterwanderung. Anlässlich einer Naziveranstaltung zum Todestag des SA-„Sturmführers“ Horst Wessel schwadroniert sie in einer Rede mit dem Titel „Handeln im Sinne unserer Bewegung“ über die „Opferbereitschaft der Märtyrer“ und empfiehlt seriöses Auftreten und subtile Manipulation: „Um an die Menschen zu kommen muss man sich mitunter in einen Schafspelz kleiden“ und „das Zauberwort sollte Propaganda sein, jedoch subtil, nicht mit dem Vorschlaghammer.“ Als „äußerst gefährlichen Gegner“ identifiziert sie „die Medien“, denn „wann immer wir in der Presse und im Fernsehen gezeigt werden, versucht man uns schlecht zu machen.“ Sie schließt ihre Rede mit den Worten: „In diesem Sinne: Nichts für uns — alles für Deutschland“

Als ihre Vorbilder nennt Sabine Rasch neben Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Robert Ley und diversen SS-Männern auch mehrere Nazi-Frauen. Ihr Profilbild zeigt die Nazipilotin Hanna Reitsch: „a very exciting woman!“ Sie bewundert Leni Riefenstahl und ihren nationalsozialistischen Propagandafilm „Triumph des Willens“. Sie betrauert den letzten Vorsitzenden der 1995 verbotenen Nazipartei FAP mit den Worten: „Friedhelm Busse, ruhe in Frieden, du wirst in unserer Erinnerung weiterleben und uns als Vorbild dienen.“ Mit dem Nazi-Anwalt, NPD-Funktionär und Großfinancier der Nazi-Szene Jürgen Rieger verbindet sie nicht nur die NS-Rassenideologie, sondern auch ihr Engagement in der rassistischen, neuheidnischen „Artgemeinschaft“: „Noch vor wenigen Wochen bin ich Jürgen bei der Artgemeinschaft begegnet. Nie hätte ich da gedacht, dass sein Leben ein so plötzliches Ende haben wird. Mein herzliches Beileid an alle Verwandten, Freunde und Kameraden, die ihm nahe standen.“

Mehr als nur Internetnazi

Sabine Rasch zeigt großes Interesse für die am 31. März 2009 verbotene „Heimattreue Deutsche Jugend“. Sie schreibt über den Besuch der „Pfadfindergruppen“ ihrer Kinder bei einer Nazi-Kultstätte: „Bei uns in der Nähe gibt es eine Thingstätte. Wir haben mit unserer Familie schon selber öfters Ausflüge hierher gemacht und zwei meiner Kinder sind mit ihrer jeweiligen Pfadfindergruppe hier gewesen.“ Sie beschwert sich über die Repression gegen die „Pfadfinder“: wenn „Eltern ihren Kinder traditionelle, Werte vermitteln wollen und sie außderdem von volkszersetzenden Einflüssen fernzuhalten wollen, wenn sie dann die Kinder in ein Pfadfinderlager geben, z.B. eines der HDJ, dann ist gleich die Hölle los.“

Seit ihre Kinder in der Schule sind, findet Sabine Rasch mehr und mehr Zeit, um ihre Ideologie mit Aktionen zu verknüpfen: „Seit dem jetzt auch mein Jüngster in die 3. Klasse geht und entsprechend selbstständig geworden ist, bietet sich mir die Gelegenheit doch hin und wieder an einer Demo, Flugblattverteilung oder Plakatierungsaktion teilzunehmen.“ Sie bringt ihre Fähigkeiten in die Nazibewegung ein, wo sie kann: „An sonsten mache ich regelmäßig Übersetzungen bei einem nationalen Magazin, helfe bei Bühnen- & Festdekoration – und bin als ausgebildete Graphikerin natürlich auch auf diesem Gebiet tätig.“ Sabine Rasch hat eine „SanH-Ausbildung (Sanitätshelfer)“ und betont gerne ihre Sanitäterinnenrolle auf Demonstrationen.

Feindin aller Linken

Fast immer nimmt Sabine Rasch eine ihrer Kameras mit, denn „die Kamera ist ja bei mir schon fast ein Körperteil.“ Neben Kindern und Kunst fotografiert sie am liebsten Linke und veröffentlicht die Fotos anschließend auf thiazi.net. Solche fotografischen Denunziationen wurden von Nazis als Gegenstrategie zur antifaschistischen Aufklärungsarbeit entwickelt. Die Tätigkeit wird von ihnen als „Anti-Antifa“-Politik bezeichnet und soll Linke einschüchtern, identifizierbar machen und zum Abschuss freigegeben.

Sabine Rasch fotografierte antifaschistische GegendemonstrantInnen auf den Aufmärschen am 21.07.2007 in Zweibrücken/Pirmasens, am 07.07.2007 in Frankfurt, am 03.10.2007 in Germersheim/Speyer, am 20.02.2008 in Dresden, am 01.05.2008 in Kaiserslautern/Neustadt, am 12.07.2008 in Bonn, am 14.02.2009 in Dresden, am 19.03.2009 in Bad Dürkheim, am 13.02.2010 in Dresden und am 01.05.2010 in Schweinfurt. In all diesen Fällen veröffentlichte sie die Fotos anschließend unter den jeweiligen Aufmarschberichten, teilweise ist sie mit anderen Anti-Antifa-Fotografen unterwegs.

Ihre Fotos von Linken reichert sie durch Hetze an: „hier sind noch ein paar Fotos vom aufgebrachten Mob“, „auf Bild 4 wird gerade eine randalierende Zecke dingfest gemacht“ und „hier meine kleine Galerie des Abschaums“. Für ihre „Anti-Antifa“-Politik benutzt Sabine Rasch unterschiedliche Fotoapparate. Meistens macht sie ihre „Anti-Antifa“-Fotos mit einer schwarz-silbernen Kompaktkamera Panasonic Lumix DMC-TZ3 oder ihrer silbernen Kompaktkamera Ricoh Caplio RZ1. Selten benutzt sie ihre schwarze Spiegelreflex-Kamera Canon EOS 300D mit dem Kit-Objektiv EF-S 18-55/3.5-5.6, ihr 28-200/3.8-5.6 Superzoom-Objektiv wurde bisher nicht bei Aufmärschen gesehen.

Erkennen und handeln

Sabine Rasch ist eine Gefahr. Ihre eigenen Kinder werden von ihr zu Nazis erzogen und andere werden durch ihre Tätigkeit im Elternbeirat beeinflusst. Sie indoktriniert Nazis im „Thiazi“-Forum, wie sie selbst durch „Skadi“ und „Thiazi“ indoktriniert wurde. Sie schult gefestigte Nazis in Hintergrundvorträgen und nimmt selbst an Naziveranstaltungen teil. Auf Nazidemonstrationen ist sie Teilnehmerin, Sanitäterin und „Anti-Antifa“-Fotografin. Durch die Veröffentlichung der Fotos bringt sie alle in Gefahr, die sich gegen Naziaufmärsche wehren. Ihr Handeln muss beendet werden.

Thiazis haben Namen und Adressen!

Autonome Antifa Freiburg


Fotos und Reaktionen auf linksunten.indymedia.org


[1] Rock Against Communism

[2] White Power mp3


3. Juni 2010 - DruckversionURL - Top