Christian Siebold ist in der „Kameradschaft Sturm Hochrhein“ politisch organisiert, die von seinem Freund Stefan Zimmermann geleitet wird. Siebold ist Mitglied der NPD, wie der verhinderte JN-Bombenleger Thomas Baumann in der südbadischen Naziszene verankert und an Sprengstoff interessiert. Siebold wird vom Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche im Umgang mit Chemikalien ausgebildet. Kurz nach Baumanns Enttarnung schrieb Siebold im SchülerVZ: „naja manch einer behauptet ich hätte momentan falschen umgang... seh das aber nicht so“. Christian Siebold führt ein klassisches Doppelleben: im Alltag angepasst und unauffällig, unter „Kameraden“ bösartig und hetzerisch.

Christian Siebold wohnt bei seiner Mutter im Peter-Baur-Weg 7 in 79713 Bad Säckingen, die Festnetznummer ist 07761/919499, seine Handynummer 0160/95122754. Christian Siebold wurde am 30.09.1991 geboren. Er hat kürzlich seinen Bootsführerschein gemacht, die KFZ-Führerscheinprüfung bestanden und fährt einen Ford Fiesta, Baujahr 1999. Siebold nutzt die Mailadressen chris.siebold@yahoo.de, christian.siebold@roche.com und budofighter@hotmail.de. Seine ICQ-Nummer ist 376607003, bei Skype und YouTube nennt er sich „budofighter88“, sein last.fm-Name ist „budofighter“ und sein Account bei eBay heißt „budofighter123“. Auch im SchülerVZ, bei Facebook, bei wer-kennt-wen und bei Amazon ist er mit seiner Mailadresse registriert. In den Naziforen „thiazi.net“ und „vae-victis.org“ ist Siebold ebenfalls als „budofighter“ angemeldet. Als Desktop-Hintergrund für seinen PC hat Siebold die „Schwarze Sonne“ gewählt, die zwölf „Siegrunen“ der SS.

Siebold ist Mitglied der Flößergilde Wallbach, der Freiwilligen Feuerwehr Bad Säckingen und des Bushidoclubs Hochrhein. In allen drei Vereinen betreut Siebold die Webauftritte. Laut Badischer Zeitung vom 14.01.2010 wurde Siebold nach Beendigung der Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr in die „aktive Wehr“ übernommen. Er organisiert Kampfkunst-Auftritte bei Dorffesten und bringt als Nachwuchstrainer Kindergruppen Hapkido und Taekwondo bei. Siebold selbst wird in seinem Verein in Hapkido, Taekwondo und Kickboxen unterrichtet. Zusätzlich bildet ihn Rainer Walter in Straßenkampf mit und ohne Waffen aus. Siebold organisierte für „Rainer, der wo das SKT Training macht“, und seine Kampfkunstlehrerin das Hochzeitsspalier vor dem Standesamt in Lahr. Da Walter laut Badischer Zeitung vom 11.09.2009 Ausbilder der baden-württembergischen Polizei ist, waren auch die Kollegen von der Bereitschaftspolizei zugegen.

Christian Siebold machte 2008 seinen Abschluss an der Werner Kirchhofer Realschule in Bad Säckingen. Anschließend begann er eine Lehre zum Laborant EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis), Fachrichtung Chemie, am Hauptsitz des Chemiekonzerns Hoffmann-La Roche AG in Basel, Abteilung PSHTAC CH, Gebäude 92 / 3.36A, Raum 4070 und seine Suva-Versicherungsnummer ist 4.91948.09.4/46. Er besucht zur Zeit die Allgemeine Gewerbeschule Basel, von wo aus er im „vae-victis“-Forum am 11.02.2010 schrieb: „bin grad in der schule :) // und besuche böse böse nazi seiten :D:D:D:D // sooo ich bin mal wieder was "lernen" // sieg heil!“. Auf seiner SchülerVZ-Seite schreibt Siebold: „Ich mache eine Ausbildung als Chemielaborant!! Was ich da mache: na was wohl.... sachen in die luft jagen!!!“

Seine vorherige SchülerVZ-Seite wurde wegen rassistischer Äußerungen gelöscht. In den persönlichen Nachrichten hetzt er allerdings noch immer: „die linken und die spd sind schwachsinig. reine judenparteien.“ Siebold schrieb der stellvertretenden Vorsitzenden der Basler Sektion der Schweizer Nazipartei PNOS Jasmine Eminger: „Ich weis nicht wie ihr das seht. Ich habe jedoch nichts gegen Schweizer. Im Gegenteil! Ich finde man muss zuerst einmal diese Kommunistischen Schweine und die Südländischen Parasiten bekämpfen. Und dazu sollte Deutschland und die Schweiz an einem Strang ziehen und sich wehren.“ Dem Vorsitzenden der PNOS Basel, Philippe Eglin, wurde von Novartis, einem anderen Basler Pharmakonzern, im November 2009 wegen seiner Naziaktivitäten gekündigt.

Siebold mag „Rock Against Communism“ und hört als faschistischer Metal-Fan „National Socialist Black Metal“. Jedes Jahr besucht er das „Baden in Blut“-Festival in Lörrach. Er ist Mitglied beim Nazimusiktauschforum „vae-victis.org“ und begrüßt andere Nazis gerne „mit einem donnernden Sieg Heil hier im Forum“. In seinem Vorstellungsposting mit dem Titel „sieg Heil“ schreibt Siebold am 22.11.2009: „heil euch kameraden // Ich bin 18 Jahre alt und komme aus dem schönen Südbaden.“ Am 29.11.2009 berichtet Siebold über geplante Propagandaaktivitäten: „heil euch // einige Kameraden und ich wollen mal wieder eine schön große Aufkleber-Aktion machen. Dafür brauchen wir so ca 5000 Aufkleber.“

Alle Postings von Christian Siebold enden mit den Worten: „Ein Heil unsrer Kampfflagge // Schwarz Weiß und Rot“. In einem Liedtext-Ratespiel zitiert er eine Textzeile aus dem Lied „Ab in den Ofen“ von der brandenburgischen „Blood and Honour“-Band „Macht und Ehre“: „Au weia, was ist das, ist das ein Jude? // Kommt lasst uns anzünden, seine Synagogenbude.“ Auch präsentiert er eine ihn treffend charakterisierende Zeile aus dem Lied „Rebellion“ der nordrhein-westfälischen Naziband „Sleipnir“: „Sie tragen keine Bomberjacken, // sind trotz allem national. // Gehn zum Fußball oder baden, // ihre Köpfe sind nicht kahl. // Man kann nur schwer erkennen, // wer sie sind und was sie wollen. // Doch wenn es um Deutschland geht, // dann hört man sie von Weitem grollen.“

Auch wenn die Nazis schwer zu erkennen sind: wir kriegen sie alle.

Autonome Antifa Freiburg


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