„Wenn Wegschauen tötet“ – Vortrag zum NSU

Sonntag, 18.01.2015, 20 Uhr, KTS Freiburg

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Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den „Sicherheitsbehörden“ wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie” bescheinigt.

Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht im Jenaer Untergrund. In Nazi-Strukturen wie dem „Thüringer Heimatschutz“ wurden sie politisch sozialisiert. In dem Vortrag werden die in Jena damals bestehenden gesellschaftspolitischen Bedingungen, welche zur Entstehung des NSU führten, detailliert dargestellt. Außerdem werden die Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Nazi-Netzwerk thematisiert.

Die Referentin Katharina König war Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss und wird in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Referat für Politische Bildung des StuRa Freiburg und der Autonomen Antifa Freiburg.

Am Mittwoch, den 14. Januar, zeigt das Referat für Politische Bildung um 19 Uhr im Medienraum der Uni Freiburg, KG IV, 5. OG: „Der NSU-Prozess – Die szenische Lesung als Film“