Sonnabend, 24.07.2021

Am 24. Juli, sechs Wochen nach Hagermans Messerangriff und der von einem Freiburger Bullen angeführten rassistischen Hetzjagd, demonstrierten über 600 Linke unangemeldet gegen die Nazi- und Polizeigewalt. Vom Technischen Rathaus im Stühlinger ging es um 14 Uhr zum Tatort der Hetzjagd auf der Ochsenbrücke und weiter in die Haslacher Straße. Als die Demo versuchte von der Markgrafen- in die Gerstenhalmstraße abzubiegen, wurden laut BZ „zwei Beamte von Vermummten mit einem Feuerlöscher besprüht und direkt im Gesicht getroffen“. Die Bullen setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Es konnte aber ad hoc niemand identifiziert werden und die Denunziationsaufrufe der Bullen wurden ignoriert, so dass es keine Festnahme vor Ort gab. Nach Angaben des SWR wurden insgesamt elf Bullen verletzt. Einige Zeit später konnte die Demo dann durch Haslach, an BZ, KTS und Polizeirevier Süd vorbei bis zum Konzerthaus weiterlaufen, wo sie sich auflöste. Am 19. Juni, eine Woche nach den Naziangriffen, hatte es bereits eine Antifademo zum Tatort des Naziangriffs durch Robert Hagerman gegeben, an der sich 350 Linke beteiligt hatten.