• Sonntag, 11.04.2021

    Das Nazimagazin „Arcadi“ von Yannick Noé aus Leverkusen steht nach fünf Jahren vor dem Aus. Das Portal für AfD-Nazis, „Identitäre“ und Naziburschen ist nicht mehr aufrufbar. Laut Blick nach Rechts findet sich beim Handelsregister Dresden ein aktueller Liquidationseintrag für „Arcadi“ Media UG.

  • Sonnabend, 10.04.2021

    Am Montag, den 12. April, steht in Mannheim der Klimaaktvist Locke vor Gericht. Ihm wird Hausfriedensbruch im Rahmen einer Besetzungaktion des Großkraftwerks Mannheim (GKM) am 8. August 2020 vorgeworfen. Außerdem wurde er wegen des Fundes einer Nadel im Hosenbund wegen versuchter Körperverletzung angezeigt, was lächerlicherweise mit der Inkaufnahme einer mutwilligen Verletzung eines Bullen durch die Nadel begründet wird. Die Besetzung des GKM im Sommer 2020 war nach mehreren Stunden vom SEK geräumt und die KlimaaktivistInnen für 38 Stunden festgehalten worden. Gegen die Kriminalisierung des Klimaprotests gibt es am 12. April um 10 Uhr eine Solikundgebung und um 18 Uhr eine Solidemo vor dem Amtsgericht Mannheim in der Bismarckstraße 14. Schon vor über zehn Jahren gab es in Mannheim Proteste gegen die Pläne für den Ausbau des GKM.

  • Freitag, 09.04.2021

    Nachder bei der „Querdenker“-Demo vom Karsamstag in Stuttgart nach aktuellen Schätzungen 15.000 Corona-LeugnerInnen ohne Masken und Abstand demonstrierten, hat die Stadt zwei Demos am 17. April verboten. Damit schwenkt CDU-Oberbürgermeister Frank Nopper auf Linie des grünen Landessozialministeriums unter Manfred Lucha, das bereits vor Ostern ein Verbot der Querdenker-Demos gefordert hatte. Auch Heilbronn und Rastatt sind dem Stuttgarter Beispiel gefolgt und haben für den 10. April „Querdenker“-Demos verboten.
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  • Donnerstag, 08.04.2021

    Trotz Teillockdown, Ausgangsbeschränkungen und Quer-Infizierenden gab es seit Frühjahrsbeginn weiterhin militante Eingriffe von Links. Schon zur Antirep-Demo des 20. März in Stuttgart, an der sich 1.000 Antifas beteiligten, wurde gegenüber dem Landgericht Farbe bekannt. Rund um die Räumung der Meuterei in Berlin gab es zahlreiche Autobrände, unter anderem am 19. und 23. und 25. März. Am 23. März wie auch am 1. April wurden Bullen in der Hauptstadt mit Steinen beziehungsweise Feuerlöschern angegangen. Kaputte Streifenwagenscheiben konnten am 25. März auch in Kiel verzeichnet werden während Autonome BerlinerInnen die Querdenker-nahe Kneipe ScotchAndSofa entglasten. In der Glasbruch-Liga konnte sich Leipzig mit Scheiben der (Ver-)Sicherungs-Unternehmen Allianz und Zenner am 27. März hervortun. Am 31. März demolierten Kölner Antifas Scheiben der Landeszentrale für polizeiliche Dienste. Am 27. März wurde der Fuhrpark der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft angezündet und in Wuppertal traf es einen WISAG-Transporter. Bremer Autonome zündelten am 1. April mehrfach gegen Knastprofiteur Dussmann und auch die Bühne der lächerlichen Querdenker-Oster-Versammlung an der Weser ist nur noch ein Haufen Asche.
    In jeder Stadt und in jedem Land, mach eine Faust aus deiner Hand

  • Mittwoch, 07.04.2021

    Seit mindestens zehn Jahren ist bekannt, dass demokratische Staaten Daten von Social Media-Platformen bekommen. Mindestens genauso lange wird Facebook schon gehackt und gelöscht. Auch so mancher AfD-Politiker stürzte schon über Facebook-Nachrichten. Aber noch nie waren alle NutzerInnen von Facebook gleichermaßen Ziel eines Hacks. Es wurden 533 Millionen Datensätze von Facebook-Accounts veröffentlicht, darunter sechs Millionen aus Deutschland. Die Daten sind aus dem Jahr 2019 und umfassen Telefonnummer und persönliche Daten wie Name und Geschlecht, aber teilweise auch Mailadresse und Arbeitgeber. Finger weg von Facebook!

  • Dienstag, 06.04.2021

    Ungeachtet der Kritik internationaler PartnerInnen, Nicht-Regierungs-Organisationen, Menschenrechtsgruppen und breiten Teilen der Zivilgesellschaft, wurde das mäßig überarbeitete Polizeigesetz „Loi Sécurité Globale“ (nun „Loi pour un nouveau pacte de sécurité respectueux des libertés“) nach dreitägiger Debatte vom französischen Senat am 18. März mit überwältigender Mehrheit gebilligt. Nicht einmal ein Drittel der 1.418 Änderungsanträge wurde debattiert, eine Kommission aus ParlamentarierInnen und SenatorInnen muss nun eine Endfassung erarbeiten, welche erneut beiden Kammern vorgelegt wird und dann noch die Hürde des Verfassungsrates nehmen muss. Demnach ist es mit möglichem Widerstand gegen den Polizeistaat Frankreich noch nicht vorbei. Macron und seinem Premier ist es dennoch gelungen, ein hoch-autoritäres Werk in Recht zu gießen – Zehntausende protestierten erneut gegen die Entscheidung des Senats. Klar geregelt wurde die Legalisierung von moderner umfassender Drohnen- und Videoüberwachung, teilweise mit Gesichtserkennung (Artikel 20, 21 und 22) zu fast beliebigen Anlässen. Die ohnehin mit Füßen getretene Pressefreiheit wird auch im Nachhinein abgestuft: Der umstrittene Artikel 24 soll nun die „Provozierung einer Identifizierung von Bullen“ bestrafen. Die Cochonaille darf nun auch außerhalb des Dienstes Schußwaffen mitführen (Artikel 25). Dennoch gibt es auch Positives aus dem Nachbarland zu berichten, wie etwa die Besetzungen von Kunststätten gegen die neoliberale Arbeitsmarktreform. Mittlerweile sind über 70 Theater in Frankreich besetzt. Die Regierung steht ohnehin wegen ihrer Untätigkeit mit Blick auf den alle Krankenhaus-Kapazitäten überlastenden Gesundheitsnotstand in der Kritik. Und auch des Nachts gab es zahlreiche erhellende Momente im gesamten ersten Pandemiejahr, wie einer druckfrischen anarchistischen Brochure (en) (pdf) entnommen werden kann. Tout continue ...

  • Montag, 05.04.2021

    In Hannover, Hamburg und Halle gab es zu Beginn des Osterwochenendes linke Proteste gegen die Ausgangssperren. Die Bullen gingen auch gegen kleinere Spontis wegen Pyrotechnik vor. In Berlin gab es Stunk beim Vertreiben Jugendlicher aus einem Park. Shutdown für die Wirtschaft – weg mit den Ausgangssperren!

  • Sonntag, 04.04.2021

    Im Athener Stadtteil Viktoria, in dem vor bald neun Jahren die historische Besetzung der Villa Amalias brutal geräumt wurde, gab es eine große Besetzung: Das soziale Zentrum Ζιζάνια schließt an die kämpferischen Zeiten an. Unkraut vergeht nicht!

  • Sonntag, 04.04.2021

    Am 3. April demonstrierten weit über 10.000 Corona-LeugnerInnen in Stuttgart gegen die Pandemiebeschränkungen. Nahezu alle verstießen gegen die Abstandsgebote und Maskenauflagen, doch die Bullen lösten die Versammlungen nicht auf. Es gab Angriffe auf die Presse und es wurden Steine geworfen. Am 20. März demonstrierten in Kassel über 20.000 „Querdenker“ gewalttätig gegen die Corona-Maßnahmen. Das rabiate Vorgehen einzelner Bullen gegen linke GegendemonstrantInnen hatte zwar personelle Konsequenzen, aber die Bullen haben die „Querdenker“ in beiden Städten weitestgehend ungestört marschieren lassen.
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  • Sonnabend, 03.04.2021

    Am 23. März wurde in Zürich die Witikonerstrasse 400 besetzt. Das Communiqué zur Besetzung des einst schweizer und dann chinesischen Restaurants schließt mit den Worten: Wir wissen noch nicht, ob die Küche gutbürgerlich oder asiatisch wird. Wir können beides. Auf jeden Fall fordern wir Glückskekse für alle.
    Bereits am 1. März war die Magnusstrasse 27 in Zürich besetzt worden.

  • Sonnabend, 03.04.2021

    Damit der Spargel und die Erdbeeren auf den Tisch und in die Supermärkte kommen, startet am Oberrhein das große Stechen um die Frühlings-Luxusgüter und Arbeitskräfte. Der Bauernverband kündigt einen entspannten Verlauf im Vergleich zum Vorjahr an, in dem Teile der Ernte pandemiebedingt ausfielen. Diesmal wurden trotz verstärktem Pandemiegeschehen wie üblich zehntausende Erntegehilfen angeheuert, vor allem in Rumänien, Polen, Bulgarien, Ungarn und zunehmend auch aus Georgien. Die Einreise erfolgt im Gegensatz zu 2020 dezentral und nicht per Sonderflugzeug. Die Beschäftigten sollen Vierer-Bezugsgruppen bilden und die Unterkünfte außerhalb der Arbeitszeit möglichst nicht verlassen. Sonderregeln ermöglichen eine 102 Tage sozialversicherungsfreie Beschäftigung zugunsten der Arbeitgeber. Bereits zu Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr geriet Erdbeergigant Fritz Wassmer aus Bad Krozingen in die Kritik, da in seinem mangelhaften Betrieb der Beschäftigte Nicolae Bahan an den Folgen einer Covid19-Infektion starb. 2021 geht das Geschäft kritisiert von Gewerkschaften und staatlich gefördert unter noch schlechteren Bedingungen weiter.

  • Freitag, 02.04.2021

    Niederländische Bullen haben am 29. März das NoState-tech-collective angegriffen und mit der Beschlagnahme von Servern weltweit mehrere anarchistische Informationsplattformen lahmgelegt. Solidarity doesn’t tweet.

  • Donnerstag, 01.04.2021

    Nachdem am 23. März die seit Oktober 2018 besetzte Casa Cantoneira in den italienischen Alpen in Oulx geräumt wurde, reorganisiert sich die Antira-Bewegung in den Bergen. Die GenossInnen rufen zur Mobilisierung an die französisch-italienische Grenze auf, um die Zerstörung des Willkommenshauses für Geflüchtete nicht unkommentiert stehen zu lassen und neue Infrastrukturen durchzusetzen. Solidarität muss praktisch werden!

  • Mittwoch, 31.03.2021

    Die Schweizer Bullen haben wie erwartet Ende März mit der Räumung der von UmweltaktivistInnen besetzten Zone bei Eclépens in der Schweiz begonnen (Radio RaBe). Die Besetzung und Gründung der ZAD de la Colline richtet sich gegen die Erweiterung der Zementindustrie des Konzerns LafargeHolcim, dessen Erweiterungsmaßnahmen das Mormont-Massiv akut bedrohen. Der französische Weltkonzern steht ohnehin seit Jahren in der Kritik, denn er geriet unter Verdacht, bei Syrien-Geschäften Schutzgelder an den IS gezahlt zu haben.
    Am 26. März gab es eine solidarische Aktion gegen ein Werk der Industriegruppe nahe Marburg. Nun schickt der Baustoffriese die Schweizer Bullen für seine Profite und den Preis dutzender Verletzter und Festnahmen, den besetzten Hügel in der Schweiz zu zerstören. Dieser Tage finden teils heftige Auseinandersetzungen auf dem Gelände statt. Nieder mit Lafarge!

  • Dienstag, 30.03.2021

    In Sachsen haben 17 Bullen eines mobilen Einsatzkommandos (MEK) des LKA Sachsen über 7.000 Schuss Munition für Pistolen, Maschinenpistolen und Sturmgewehre gestohlen. Unter den vier Hauptbeschuldigten befindet sich auch der Leiter der Sondereinheit. Die Bullen kauften sich mit der Munition unter anderem ein Schießtraining bei „Baltic Shooters“ des „Nordkreuz“-Nazis Frank Thiel in Mecklenburg-Vorpommern. Ein offizieller Antrag auf das Schießtraining war zuvor abgelehnt worden. Im November 2020 trat der mecklenburgische Innenminister Lorenz Caffier zurück, weil er von Thiel eine Waffe gekauft hatte. Auch der Ex-SEK-Bulle Marko Groß hatte bei Thiel trainiert.
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  • Montag, 29.03.2021

    Das Auto des Freiburger „Querdenkers“ Marc Schwär wurde in der Nacht auf den 28. März vor seiner Wohnung in der Habsburgerstraße 110 demoliert. Schwär ist bekannter Anmelder der rechten Corona-Demonstrationen in Freiburg und versuchte sich prompt beim nächsten Autokorso zum Provinzmärtyrer zu stilisieren.

  • Sonntag, 28.03.2021

    Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat den Naziburschen Marko Böhme geoutet, der „im Verteidigungsministerium in der Abteilung SE III (Hilfeleistung der Bundeswehr im In- und Ausland) als höherer Beamter tätig“ ist. Bereits im September 2020 hatte das Bündnis den Naziburschen Jan Ganschow als höheren Beamten im Verteidigungsministerium geoutet. Beide Naziburschen sind oder waren bis zu ihrem Austritt wie der Freiburger AfD-Stadtrat Detlef Huber „Alte Herren“ der „Hamburger Burschenschaft Germania“ in der „Deutschen Burschenschaft“.

  • Sonnabend, 27.03.2021

    Am 27. März demonstrierten in der Lörracher Straße vor der Badischen Zeitung rund 90 Corona-LeugnerInnen. Etwa 120 GegendemonstrantInnen standen Ihnen getrennt durch die Bullen gegenüber. Die üblichen Spinner spielten grauenhaft Musik und hielten Grundgesetze in die Höhe, als wären es Mao-Bibeln. Vereinzelte dreiste Querdenker trauten sich in die Nähe der KTS. Sie sahen dann aber schnell ein, dass schnelle Flucht das Gebot der Stunde war.

  • Freitag, 26.03.2021

    Zwei Antifaschistinnen berichten von gewalttätigen Naziangriffen am 8. März und in der folgenden Woche, bei denen die Täter einen Zusammenhang mit den „Querdenker“-Autokorsos herstellten. Laut Badischer Zeitung gab es eine rassistische Beleidigung in der Freiburger Stadtbahn. Im Stühlinger ist ein gezeichneter Nazisticker geklebt worden, auf dem die stilisierte Tribüne der Sportpalastrede mit Coronavirus statt Hakenkreuz zu sehen ist. Goebbels fragt „Wollt ihr den totalen Lockdown?“ und die Menge antwortet „JAAAAAA!“. Außerdem wurden im Stühlinger Hakenkreuze und SS-Runen in ein Mutter-Kind-Piktogramm auf dem Fußweg gesprüht. Für Samstag, den 27. März, um 12 Uhr rufen „Querdenker“ zu einer Demonstration gegen die Badische Zeitung an der Ecke Lörracher/Basler Straße in unmittelbarer Nähe zur KTS auf.

  • Donnerstag, 25.03.2021

    Die Kiezkneipe Meuterei in der Reichenberger Straße 58 in Berlin-Kreuzberg wurde am 25. März geräumt. Es waren 1.100 Bullen im Einsatz, um die Räumung abzusichern. Auf der Abenddemo zogen rund 1.500 Linke vom Mauerpark zum Rosa-Luxemburg-Platz. In ganz Berlin brannten Autos aus Protest gegen die Räumung.
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    Vor dreieinhalb Jahren hat die Polizei eine Razzia in der KTS Freiburg gemacht. Morgens um halb sechs, am 25. August 2017, hat das Landeskriminalamt aus Stuttgart alle Räume der KTS durchsucht und mitgenommen, was wertvoll war. Unterlagen, Computer und Geld, richtig viel Geld. Türen wurden aufgebrochen, Tresore aus den Wänden gerissen, selbst Kaffeekassen geplündert. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat im Oktober 2020 festgestellt: Die Razzia war illegal. Im April 2021 wurden die beschlagnahmten Asservate und das Geld nun endlich herausgerückt.

    Das Geld wurde nach der Razzia auf ein Konto der Bundeskasse in Trier eingezahlt. Mehr als dreißigtausend Euro sind viel Geld für ein Autonomes Zentrum, in dem alles so unkommerziell wie möglich ist. Statt Spenden für politische Projekte zu sammeln, musste die KTS erst einmal das Loch in der eigenen Tasche stopfen. Das ganze Geld wurde als angebliches „Vereinsvermögen“ der linksradikalen Nachrichtenseite linksunten.indymedia.org eingezogen. Natürlich gab es nie einen linksunten-Verein. Ein linksradikales Medienprojekt ist das Gegenteil deutscher Vereinsmeierei und die KTS ist sowas wie die Antithese eines Vereinsheims.

    Die Computer wurden zur Entschlüsselung an eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Polizei und Geheimdienst übergeben. LKA, Bundespolizei und Bundesamt für Verfassungsschutz haben sich gemeinsam drei Jahre die Zähne an einer stinknormalen Linux-Verschlüsselung ausgebissen. Am Tag der Razzia sollte das LKA dem VS beschlagnahmte Mitgliederlisten bringen, auf dass der Geheimdienst weitere Ziele benennen möge. Diese Arbeitsgruppe ist ein eklatanter Verstoß gegen das Trennungsgebot von Polizei und Geheimdiensten.

    Die Unterlagen gingen an das Bundesamt für Verfassungsschutz nach Köln. Eben jene Behörde, die mit Reinhold Kapteina laut Verfahrensakten einen Spitzel zu mehreren öffentlichen Treffen von Indymedia linksunten geschickt hatte: „Dem BfV liegt nachrichtendienstliches Informationsaufkommen (nd-Aufkommen) zum 12. Treffen von ‚linksunten.indymedia.org‘ vor, welches im Zeitraum vom 1. bis 3. Februar 2013 im ‚Kulturtreff in Selbstverwaltung‘ (KTS) in Freiburg/Breisgau stattfand.“ Der damalige VS-Chef Hans-Georg Maaßen ist seit November 2018 im einstweiligen Ruhestand, weil er die Nazihetzjagden in Chemnitz leugnete. Sein Bundesamt konnte über drei Jahre in unseren Unterlagen schnüffeln, obwohl die Beschaffung dieser Unterlagen illegal war.

    Seit den Razzien gab es wieder mehrere Anwerbeversuche des Geheimdienstes im Umfeld der KTS. Wir finden es immer skandalös, wenn staatliche Behörden versuchen, Menschen zum Verrat zu verführen. Aber zu versuchen, Minderjährige als Spitzel anzuwerben, ist bemerkenswert niederträchtig. Und illegal ist es auch.

    Nach einer Steilvorlage im baden-württembergischen Landesverfassungsschutzbericht nutzten das Innenministerium und die Badische Zeitung im Juni 2020 die damalige Razzia für einen politischen Angriff auf KTS und Antifa. Das CDU-Landesinnenministerium warb beim Freiburger Oberbürgermeister für ein Ende der Unterstützung der KTS und das gleiche versuchte die Badische Zeitung bei den Freiburger Gemeinderatsfraktionen zu erreichen. Allerdings ohne Erfolg, denn auch das liberale Freiburg weiß, wie wichtig ein Autonomes Zentrum im Kampf gegen Rechtsradikale und Reaktionäre ist.

    KTS bleibt!

    Communiqué vom 25.04.2021
    KTS Freiburg

    Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [français]

    25 Jahre KTS Freiburg

    Communiqué der KTS vom 28.10.2019

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    Der Kampf für das Autonome Zentrum KTS begann 1994 und so hatte die KTS Freiburg vom 16. bis 26. Oktober 2019 zu in einer Jubiläumswoche und am 25. Oktober zu einer Nachttanzdemo nach Freiburg eingeladen. Während der zeitgleich zum Jubiläum stattfindenden Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober wurde die Eigentumsfrage mehrfach ganz praktisch gestellt. Trotz Räumungen und Repression war es eine wunderschöne Woche und nicht Wenige sind in diesen Tagen mit einem Lächeln eingeschlafen.

    Während der Jubiläumswoche vom 16. bis 26. Oktober kamen weit über 1.000 Gäste, die zum Teil eine weite Anreise hatten. In den zehn Tagen wurde in der KTS ein vielfältiges und buntes Programm geboten. Es gab Vorträge, Diskussionen und Workshops zu vielen Themen der radikalen Linken, dazu jeden Tag leckeres Essen. Kulturell reichte das Angebot von Improtheater über Filmvorführungen bis zu Konzerten, die gelegentlich zu Partys wurden. Die Badische Zeitung war beeindruckt von den ganzen jungen Leuten und beschrieb die KTS zum 25. Jubiläum als immaterielles Lokalerbe – umstritten, aber akzeptiert.

    Höhepunkt der Woche war die wie immer unangemeldete Nachttanzdemo am 25. Oktober, an der wiederum rund 1.300 Menschen teilnahmen. Bei der Auftaktkundgebung wurde über aktuelle Kämpfe in Rojava und Chile informiert, die Situation Geflüchteter und das neue Polizeigesetz thematisiert und zu mehr und konsequenterem Feminismus und Antifaschismus aufgerufen. Mit zwei Soundwägen zog die Demo durch die Innenstadt bis zum Platz der Alten Synagoge. Auf dem Weg zurück zur KTS kam die Demonstration an einem leerstehenden und geraden besetzten Haus vorbei. Also fand die Abschlusskundgebung vor der besetzten Villa in der Kronenstraße 21 statt.

    Die Hausbesetzung in der Kronenstraße war auch der Höhepunkt der Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober. Es gab drei Hausbesetzungen in einer Woche, beim zweiten Mal mit Konzert, beim dritten Mal mit 800 Leuten vorm Haus – wir leben in bewegten Zeiten. Aber drei Hausbesetzungen bedeuten leider immer noch drei Räumungen, davon zwei durch Sondereinheiten. Wir sind wütend über die Polizeigewalt auf der Straße und die teilweise erniedrigende Behandlung der Gefangenen. Zwar führt Repression zu Wut, aber eben auch zu Solidarität. Und die war in den letzten Tagen in der KTS zu spüren. Wir sagen danke für die schönen Tage und die dunklen Nächte.

    Auf die nächsten 25 Jahre!

    Autonomes Zentrum
    KTS Freiburg


    Antifaschistischer Redebeitrag bei der Auftaktkundgebung der Nachttanzdemo