• Donnerstag, 12.04.2007

    Seit neun Tagen wird die Grevener Straße 59 in Münster instandbesetzt. In dieser Zeit war das Haus mit bis zu 80 Leuten trotz kurzfristiger Ankündigungen gut gefüllt, es gab Konzerte, einen Poetry Slam und sogar einen Tanzworkshop. Nach den Arbeiten an der Fassade werden in den nächsten Tagen die sanitären Anlagen in Schuss gebracht. Was in den letzten 20 Jahren von der Stadt versäumt wurde, nehmen nun die BesetzerInnen in Angriff. Dabei zeigt sich immer wieder, dass es keinen Grund gibt, das Haus abzureißen.
    Bisher: 1 2

  • Donnerstag, 12.04.2007

    „Die auf dem neuen Reisepass enthaltenen biometrischen Merkmale sind ausschließlich auf dem Pass gespeichert“ sagte der ehemalige Innenminister Schily 2005 vor der Einführung der neuen Reisepässe. Nun sollen die Bullen automatisierten Zugriff auf die Passfotos bekommen und Innenminister Schäuble will ihnen auch gleich noch den Zugriff auf die ab November auf dem Chip gespeicherten digitalisierten Abdrücke beider Zeigefinger ermöglichen.

  • Mittwoch, 11.04.2007

    Am 11. April gab es im Freiburger Münster ein skandalöses Staatsbegräbnis für den Altnazi Filbinger. Zu Ehren des „furchtbaren Juristen“ kamen Ministerpräsidenten Günter Oettinger, OB Dieter Salomon, Unirektor Wolfgang Jäger und viele mehr. Sie kamen teils aus Bewunderung vor dem Lebenswerk dieses christlichen Kämpfers, teils weil „mit dem Tod die Feindschaft endet“. Dieser Kniefall vor einem Träger des Faschismus und der bundesrepublikanischen Demokratie blieb zum Glück nicht unwidersprochen. Mit verschiedenen Aktionen wurde versucht, den Staatsakt zu stören.

  • Mittwoch, 11.04.2007

    In Sachsen-Anhalt tritt die NPD bei der Kommunalwahl am 22. April fast flächendeckend an und führt einen aggressiven Wahlkampf. Schon länger versucht die Nazipartei mit kulturellen und sozialen Angeboten wie beispielsweise Spielnachmittagen und Ausflügen für Kinder und Jugendliche die kulturelle Hegemonie in weiten Teilen des Landes zu erreichen. Auf der anderen Seite führt sie Spontandemos und Überfälle auf alternative Jugendzentren und MigrantInnen durch. Voigts „Drei Säulen Strategie“ beginnt im Osten zu greifen, die „National Befreiten Zonen“ werden zahlreicher.
    Mehr: 1 2 3 4 5 6

  • Mittwoch, 11.04.2007

    In Düren wurde der Nazi Denis Unruh an seinem Wohnort An der Kuhbrücke 1b geoutet. Offenbar benutzt er seinen blauen Opel Astra mit dem Kennzeichen DN-XM-180, der regelmäßig auf der Zülpicher Straße parkt, um zu auswärtigen Naziaufmärschen zu fahren und NPD-Infostände zu transportieren. Ach ja, die Nazis und ihre Autos...
    Zu Düren: 1 2 3

  • Mittwoch, 11.04.2007

    In Halberstadt wurden am 31. März BesucherInnen eines Konzerts im Soziokulturellen Zentrum Zora von Nazis mit Steinen beworfen. In der Nacht auf den 8. April warfen Nazis eine Rauchbombe in die Räume und in der Nacht auf den 9. April scheint es einen Brandanschlag auf das linke Zentrum gegeben zu haben. Erneut häufen sich wie 2005 die Naziangriffe auf die Zora. Viel Kraft den GenossInnen in Sachsen-Anhalt, no pasarán!
    Zum braunen Halberstadt:
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  • Mittwoch, 11.04.2007

    In Karlsruhe hat sich nach zwei Jahren wieder eine Antifa gegründet. Die Autonome Antifa Karlsruhe ist im Web unter karlsruhe.antifa.net und per Mail unter karlsruhe at autonome-antifa dot org (public key) erreichbar. Sie organisiert Ende April mit der Antifa Gruppe 76, der Antifa Landau, der Antifa Pforzheim und der Antifa Suburbia die Kampagne „Kein ruhiges Hinterland“ im Karlsruher Umland, sowie am Samstag, den 12. Mai, um 18 Uhr in Karlsruhe ein Antifa Festival im Juz Südstadt in der Augartenstraße. Die autonome Organisierung vorantreiben!

  • Dienstag, 10.04.2007

    Sachsens CDU-Justizminister Geert Mackenroth (CDU) will das Versammlungsrecht verkrüppeln, angeblich um den Freistaat vor Nazis zu schützen. Ganze Innenstädte könnten für DemonstrantInnen deshalb zur Sperrzone werden (1 2). Derweil will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach Angaben des nordrhein- westfälischen Innenministers Ingo Wolf (FDP) einen „Überwachungsstaat“ installieren (1).

  • Dienstag, 10.04.2007

    In Berlin wurde der aus Burundi stammende Evariste S. am 1. April nach dem Besuch einer Veranstaltung des AK-Afrika der SPD Berlin-Nordost zusammengeschlagen — nach eigenen Angaben während einer kurzen Wachphase nach dem Überfall. Er befindet sich noch immer im Koma, doch die Bullen „lassen sich bei der Bewertung des Falls zu keinerlei Spekulationen hinreißen“. Die SPD ruft für den 21. April zu einer Kundgebung gegen Rassismus auf. Wie so oft wird von offizieller Seite abgewiegelt, statt das Naziproblem offen anzusprechen. Und Nazis gibt es in jeder Stadt...
    Presse: 1 2

  • Montag, 09.04.2007

    Nicht nur in Freiburg werden soziale Randgruppen wie die Strassenpunx wie der letzte Dreck behandelt. In Paris wurden Sans-Papiers, die das Gewerkschaftshaus « Bourse du travail » seit dem 10. Februar besetzt hatten, von den GewerkschaftlerInnen geräumt: „Es ist nicht unser Stil die Polizei zu rufen. Die Besetzung musste beendet werden.“ Die einschlägig vorbestrafte Rassistin Brigitte Bardot kommentierte: „Ist es nicht gut, dass sie bei ihnen bleiben, anstatt Kirchen zu besetzen und ihre Notdurft hinter Säulen zu verrichten?“
    Le problème quand tu tombes c‘est pas la chute, c‘est l‘atterrissage...

  • Sonntag, 08.04.2007

    Anfang April fand im Rahmen der bayerweiten Antifa Kampagne „Nazis unplugged“ eine Infotour zu dem historischen Freikorps und Bund Oberland sowie zur bis heute existierenden Kameradschaft Freikorps und Bund Oberland statt. Im Laufe der Tour (Traunreut, Landshut, Dorfen, Regensburg, Salzburg, München, Augsburg) besuchten rund 200 Menschen die Infoveranstaltung.

  • Sonnabend, 07.04.2007

    Am 7. April fand eine Antifademo im niederbayrischen Geiselhöring gegen den dort ansässigen Wikingerversands statt. Der Versand bietet alles, was der kauffreudige Nazi von heute sich so wünscht, von String-Tangas mit dem eindeutigen Zahlencode 88 über T-Shirts bis hin zu diversen Nazi-CDs. Einmal pro Quartal findet dort ein Sonderverkauf statt, diesmal kam auch die Antifa.
    Indy berichtete: 1 2

  • Freitag, 06.04.2007

    Der Heisenhof darf vorerst doch nicht verkauft werden. Das Landgericht Gera hat nach einer Beschwerde Jürgen Riegers dem Nachtragsliquidator Alf-Heinz Borchardt gestern per einstweiliger Anordnung untersagt, nicht rückgängig zu machenden Tatsachen zu schaffen. Auch in Pößneck ruhen deshalb die Aktivitäten zum Verkauf des Schützenhauses.

  • Freitag, 06.04.2007

    Die Strassenpunx haben einen Aufruf zur Teilnahme an der Love or Hate-Parade am 1. Mai 2007 verfasst.

  • Freitag, 06.04.2007

    Am 5. April demonstrierten etwa 60 Menschen durch die Karlsruher Innenstadt. Anlass war die Räumung des autonomen Wohn- und Kulturprokjekts Ex-Steffi vor genau einem Jahr am 6. April 2006. Die Demonstration verlief friedlich, aber sehr lautstark, durch die Haupteinkaufsstraße. Am Vormittag war eine ehemalige Bewohnerin der Ex-Steffi wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu 45 Tagessätzen verurteilt worden. Am 6. April demonstrierten erneut 70 Linke gegen das Tanzverbot am Karfreitag und für die Ex-Steffi.

  • Freitag, 06.04.2007

    In Horb am Neckar, südwestlich von Tübingen, wollen Nazis am am 12. Mai um 13 Uhr am Bahnhof aufmarschieren. Organisiert wird die Demo angeblich von „parteifreie Kräfte aus Süddeutschland“ und dem „NPD-KV Schwarzwald-Baar“, wobei die Parteideppen entweder nicht angefragt wurden oder ihre Seite nur halbjährlich aktualisieren. Kein ruhiges Hinterland!

  • Donnerstag, 05.04.2007

    Die Gemeinde Dörverden will Riegers Heisenhof kaufen. Der Nazianwalt, Vorsitzende der Hamburger NPD und Anmelder der Heßmärsche hat in letzter Zeit aber auch echt Pech mit seinen Immobilien. Bereits in Delmenhorst, Wunsiedel und Pößneck kamen ihm die jeweiligen Gemeinden in die Quere.
    Zum Heisenhof: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

  • Donnerstag, 05.04.2007

    In Sachsen wurden am 4. April zahlreiche Objekte und Wohnungen der verbotenen Naziorganisation „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS) durchsucht, darunter der Nazitreffpunkt „Mühle am Brausenstein“ in Rosenthal-Bieletal. Drei Naziführer wurden verhaftet.
    Zur SSS: 1 2 3

  • Donnerstag, 05.04.2007

    Die Strassenpunx haben das besetzte Haus im Laubenweg verlassen, da die Bullen mit Räumung drohten. Und wenn die Häuserzeile im Laubenweg nicht abgerissen wird, steht sie wohl auch in zehn Jahren noch leer.

  • Donnerstag, 05.04.2007

    Der Bayerische VGH hat am 3. April die Verbote der Heßmärsche in Wunsiedel in den vergangenen beiden Jahren bestätigt, das Landratsamt konnte sich im Hauptsache- Verfahren durchsetzen. Das BVerfG in Karlsruhe wird nun über die Rechtmäßigkeit des §130 Abs. 4 StGB („Volksverhetzung“, „Billigung, Verherrlichung oder Rechtfertigung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft“) entscheiden. Eventuell könnte das bedeuten, dass die Nazis dieses Jahr wegen „mehrmaliger Verweigerung einer einstweiligen Anordnung“ wieder aufmaschieren dürfen.
    Berichte: 1 2

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    25 Jahre KTS Jubiläum – Programmübersicht

    KTS Jubiläum vom 16. bis 27. Oktober 2019 in Freiburg

    Programmübersicht zu den Autonomen Kulturtagen in der KTS Freiburg vom 16. bis 27. Oktober 2019

    Infos zu den Squatting Days (18.-28.10.)

    JPEG - 4.4 MB

    Mittwoch, 16.10.

    18:00: Vortrag: "Wie funktioniert Gentrifizierung/Verdrängung? Und was können wir dagegen tun?" (R-a-S)

    19:30 Filme: Freiburger Freiraumkämpfe I

    Véto Noir (dark post pop) | First Spring (Punk) | congreed | The Cavities, Cockroach Planet

    Donnerstag, 17.10.

    20:00 Vortrag: "Extinction Rebellion (XR) vs. Diversity of Tactics" (englisch)

    seafood shows: Lassie (synth. Garage, Leipzig) De Klumb (weird flute, Leipzig) Lobster Lobster (powerpop, F***burg)

    Freitag, 18.10.

    15:00-18:00 Workshop: Hangry zine :: "D.I.T. workshop :: Let’s destroy body norms!"

    Konzerte: Infoladen-Geburtstag Low-end Models Dog Dimension Der ganze Rest

    Samstag, 19.10.

    19:00 Infoveranstaltung: "Was tun wenn’s brennt?" (EA Freiburg)

    23:00 Dub-Club, Digital Steppaz & ECHOLOT & Feministischer Rap – 2nd floor: RENÉ_BINAMÈ + support 20:30

    Sonntag, 20.10.

    ganztägig: OpenSpace

    10:00-15:00 Workshop: Skills for Action Training

    15:00 Clown-Impro ’Colombina’ | Lucie Betz

    17:00 Offenes Treffen zu den Squattingdays

    19:00 Theater: Spontan Brutal Improtheater im Café

    Montag, 21.10.

    19.00 Vortrag: Das Archiv für soziale Bewegung - Geschichte selber schreiben

    20.00 Vortrag: radar.squat.net (englisch)

    21:30 Vortrag: Squatting in the Netherlands (englisch)

    22:30: Filme: Freiburger Freiraumkämpfe II

    Dienstag, 22.10.

    19:00 Vortrag: Stand der Dinge in den Verfahren um linksunten.indymedia.org

    21:00: Hadji Ahmed und Früchte des Zorns (FAU-Soli) + 23.00 Boom

    Mittwoch, 23.10.

    20:00 Vortrag mit Buchvorstellung: "Künstliche Intelligenz - digitalisierte Fremdbestimmung" mit Autor*innenkollektiv Capulcu (EA Freiburg)

    21:30 Konzerte: DR MOKSHA(indy) Les Givashits Cellar (Punk/Hardcore)

    22:30 Film+Diskussion "Verdrängung hat viele Gesichter"

    Donnerstag, 24.10.

    17:00 Vortrag: "The worst counter-summit of all times"/ G7 2019 in Euskal-Herria (d/en)

    Konzerte: ZE KVRTS (zad-sounds) + Taste Freeze (Punk/Hardcore) + Rat.Ten (Punk), Peels (Punk), Jimmy (Cliffhanger), Satan’sShoeShop (satans brew), femBPM (feminist music)

    Freitag, 25.10.

    18:00 Nachttanzdemo: "Raven gegen Rechtsruck und Repression", Stühlinger Kirchplatz

    Aftershow gegen 23Uhr: Aftershow | TH_WOOFA

    Samstag, 26.10.

    Surprise Action-Day

    19:30 Film+Diskussion Deckname Jenny (Ort: t.b.a.)

    Sonntag, 27.10.

    Punk@s-Picnic am Heiligen Münster

    KTS-Jubiläum – 25 Jahre und kein Ende in Sicht!

    Autonome Kulturtage 16.-26. Oktober 2019

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    Das Autonome Zentrum KTS Freiburg existiert seit 25 Jahren und wir wollen mit euch diesen einzigartigen Raum für Kultur und Politik feiern. Vom 16. bis zum 26. Oktober 2019 erwartet euch ein vielfältiges Programm mit unkommerziellen Ausstellungen, DIY-Kultur, Protest, Demos und Festen. Wir erwarten ein krachendes Festival voller libertärer, autonomer, queer-feministischer, radikal-ökologischer und bildungspolitischer Interventionen, das unsere Strukturen stärkt und unsere antikapitalistischen Utopien sichtbar machen kann.

    Das "neue AZ" hat sich nach den Kämpfen der 1980er Jahre und über Besetzungen ab 1994 auf dem Vauban-Gelände seit 1998 an der Baslerstraße etabliert. Hier organisieren wir uns und kämpfen für Emanzipation und gegen die Rechten – und gedenken weiterhin ein Dorn im Auge der Reaktionären zu bleiben. Die Repression der letzten Jahre, Angriffe unserer politischen Feind*innen und das Verfahren gegen Indymedia linksunten halten uns nicht davon ab, weiterhin diesen Raum für anarchistische Politik auszubauen. Mittlerweile feiern und kämpfen mehrere Generationen unter dem Dach des AZ und stellen sich mit aller Kraft gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft – was nötiger erscheint denn je.

    Während der zehntägigen Festlichkeiten im Oktober erwarten wir Freund*innen aus nah und fern, um uns über die Lage der verschiedenen linken Räume auszutauschen und gemeinsam gegen Verdrängung aktiv zu werden. Wir freuen uns auf heiße Herbsttage mit euch, das Programm ist in Arbeit und wird im Laufe des Sommers verfügbar gemacht. Wir organisieren die Infrastruktur und das Kulturprogramm sowie einige Überraschungen in der Hoffnung, dass auch ihr etwas beitragen werdet. Bei Fragen und Rückmeldungen könnt ihr an die untenstehenden Kontaktadressen schreiben.

    Lasst uns lautstark und ausgelassen das 25-jährige Bestehen der KTS feiern – für mehr Autonome Zentren und eine antifaschistische Zukunft!

    do-it-together(at)kts-freiburg.org

    Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [English] [français] [italiano]

    Am 16.05.2019 gegen 20:45 Uhr attackierten die AfD-Gemeinderatskandidaten Dubravko Mandic und Robert Hagerman auf der Kaiserstuhlbrücke bei der Freiburger Messe einen Radfahrer und verletzten ihn. Die AfDler hatten nahezu ausschließlich auf der Brücke provozierende Wahlplakate aufgehängt und warteten in einem Hinterhalt auf Linke, die versuchen würden, die Plakate abzuhängen. In Freiburg wenig verwunderlich geschah dies auch nach kurzer Zeit, wie von den beiden AfDlern erhofft. Mandic als Fahrer und Hagerman als Beifahrer fuhren in einem Mercedes aus ihrem Versteck auf die Brücke, stiegen aus, brüllten die Linken an, hielten ihre Fahrräder fest und riefen dann die Polizei. Ein unbeteiligter Fahrradfahrer stoppte und fragte nach dem Grund der aggressiven Festhaltesituation. Er wurde wegen eines linken Aufklebers an seinem Rad sofort verbal von den beiden AfDlern angegangen und von Hagerman in ein Gerangel verwickelt.

    Die beiden Linken konnten sich in dieser Situation auf ihren Rädern entfernen, während Mandic eine große Pfefferspray-Flasche aus dem Auto holte. Hagerman schlug dem Radfahrer unvermittelt mit einer Metallzange mit voller Wucht an die Schläfe. Nur durch den Fahrradhelm des Radfahrers wurden schwere Kopfverletzungen verhindert, der Helm wurde dabei irreparabel beschädigt. Mandic sprühte ihm unmittelbar nach dem Zangenangriff Pfefferspray ins Gesicht und hüllte ihn in eine dichte Pfefferspray-Wolke. Der Fahrradfahrer wurde von Mandic und Hagerman zu Boden gestoßen und als „Ratte“ und „Zecke“ beschimpft, während er vor Schmerzen schrie. Als der Fahrradfahrer versuchte sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen, wurde er wieder zu Boden gestoßen und Mandic attackierte ihn erneut mit einer großen Menge Pfefferspray. Das ganze Geschehen wurde von mindestens einer Zeugin beobachtet. Der Radfahrer bat mehrere vorbeifahrende Autofahrer inständig die Polizei zu rufen, während die AfDler sie beschwichtigten, so dass niemand anhielt. Gegen die beiden AfDler wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.

    Neben Polizei kam auch ein Rettungswagen zur Kaiserstuhlbrücke, so dass eine Erstversorgung des verletzen Radfahrers durch Sanitäter durchgeführt werden konnte. Noch am Tatort hatten die beiden AfDler versucht, die Situation gegenüber der Polizei auf eine für sie günstige Weise zu verdrehen. Sie erstatteten ihrerseits Anzeige gegen den Fahrradfahrer und behaupteten, dass nicht sie sondern er die Zange mitgeführt hätte. Dreist versuchte die AfD Freiburg anschließend aus dem Überfall auch noch politisches Kapital zu schlagen. In ihrer Pressemitteilung behauptet die AfD, der „Angriff [des Radfahrers] konnte abgewehrt werden“, obwohl doch tatsächlich die AfDler eine Falle gestellt und Waffen mitgeführt hatten. Dieses scheinheilige Verhalten entspricht der Linie von Dubravko Mandic, der zum Wahlkampf für den Gemeinderat mehrfach angekündigt hat, Linke zu „jagen“ und mit Anzeigen zu überziehen. Allein in der letzten Woche erstatte er dann auch Strafanzeigen gegen rund ein Dutzend Freiburger Linke.

    Die Plakate mit dem Mandic-Konterfei auf der Kaiserstuhlbrücke waren offensichtlich eine gezielte Falle für die Schattenparker. Mandic schrieb am Folgetag abfällig auf Facebook, dass „in der Nähe [Wagenburgler]“ (in Anführungszeichen) „wohnen“, die in der Lage sind „die ganze linke Szene in Freiburg“ zu mobilisieren. Mandic versucht nicht nur in Freiburg und nicht erst seit Kurzem durch gewalttätige Angriffe und Provokationen eine maximale Öffentlichkeit zu erreichen. Beim Flügel-Treffen am 05.05.2019 fränkischen Greding entriss er einer Journalistin ihr Mobiltelefon und am 01.03.2016 schlug er vor dem Freiburger Konzerthaus mit einem Regenschirm auf einen Anti-AfD-Demonstranten ein, um dann anschließend wahrheitswidrig zu behaupten, er sei attackiert worden. Sein Wählerklientel weiß Mandic am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums, wo körperliche Angriffe auf Linke mit Wahlstimmen honoriert werden.

    Doch die Strafanzeigen der AfDler erfüllen noch einen anderen, perfideren Zweck. Dubravko Mandic und zunehmend auch seine jungen Nachläufer instrumentalisieren die Ermittlungsbehörden, um an die Wohnanschriften von Linken zu gelangen. Die im Rahmen von Akteneinsichten ausgehändigten Polizeidossiers werden in rechten Kreisen herumgereicht und teilweise von Mandic auf Facebook veröffentlicht. Mandic und Hagerman filmen zudem systematisch Linke auf Demonstrationen, um diese anschließend in sozialen Medien als zukünftige Ziele zu markieren. Auch beim Hinterhalt an der Kaiserstuhlbrücke hat Hagerman die Linken gefilmt, aber die Kamera kurz vor dem gewalttätigen Angriff auf Geheiß von Mandic abgeschaltet. Robert Hagerman aus der Langemarckstraße 86A wurde von uns bisher fälschlicherweise als Julian Delitzsch identifiziert.

    Dubravko Mandic zieht in Freiburg seit Jahren systematisch Nazinachwuchs heran. Bevor der Korporierte in der AfD von der „Saxo-Silesia“ ausgeschlossen wurde, „keilte“ er mehrere junge Burschen aus dem Spektrum der „Identitären“. Auf seine Initiative hin wurde die Freiburger Ortsgruppe der „Jungen Alternative“ auf dem Burschenhaus begründet. Versprengte Kameradschaftler wie Harald Dresel werden von Mandic protegiert und verhetzt.

    Mandic imponiert dem Nachwuchsnazis durch sein autoritäres und anmaßendes Sheriff-Gehabe. Beispielsweise hielten Mandic und Hagerman am 16.05.2019 gegen 10 Uhr in der Freiburger Bertoldstraße zwei Linke beim Plakatieren fest und riefen die Polizei. Mandic weitete diese inszenierte Festnahme sogar noch zu einer rassistischen Kontrolle aus, indem er einen zufällig vorbei gehenden Schwarzen auffordert, den Inhalt seines Rucksacks vorzuzeigen. Auch bei antifaschistischen Protesten gegen einen AfD-Wahlkampfstand am 19.05.2019 in der Freiburger Innenstadt verwendeten Trillerpfeifen und Transparente dramatisierte Mandic zu einem „Angriff“ und setzte gegenüber der Polizei ein hartes Durchgreifen gegen die jugendlichen Antifas durch.

    Durch seine dreisten Anwaltsfloskeln versteht es Dubravko Mandic immer wieder juristische Laien und die Polizei einzuschüchtern. Doch Selbstjustiz durch vorsätzliche gefährliche Körperverletzung wie auf der Kaiserstuhlbrücke bringt Mandic nicht nur in Konflikt mit dem Gesetz, sondern auch mit der rechtsanwaltlichen Berufsordnung. Aber es wäre falsch, einzig auf eine Verurteilung oder einen Entzug der Anwaltzulassung zu hoffen, denn bisher arbeitet die bürgerliche Justiz für und nicht gegen den Nazianwalt Mandic. Jemand, der sich selbst in Anlehnung an den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann den Spitznamen „Mandy Eichmann“ gibt, muss mit allen Mitteln bekämpft werden.

    Autonome Antifa Freiburg