Meldungen Juni 2007

  • Freitag, 01.06.2007

    Der bekannte Nazikader Christian Worch war am 1. Juni einem weißen VW-Golf mit dem Kennzeichen HH-IF 1778 auf dem Weg nach Norden.

  • Sonnabend, 02.06.2007

    Die Staatsanwaltschaft Freiburg ermittelt wegen des Verdachts rassistischer Äußerungen und Körperverletzung gegen mehrere Bullen. Wie schon berichtet sollen mehrere Polizisten einen Hund auf eine Person gehetzt haben und dabei „Friss den Neger“ gerufen haben. Obwohl sich dieser Vorfall, bei dem das Opfer durch 12 Bisswunden verletzt wurde, Anfang April stattfand und schon damals durch die Presse ging, wird erst jetzt ermittelt.

  • Sonntag, 03.06.2007

    Am 2. Juni gab es neben den flammenden Protesten tausender Autonomer in Rostock gegen den G8-Gipfel auch einige kleinere Aufmärsche von Nazis, der symbolträchtigste von einem kleinen Faschohaufen in Berlin durchs Brandenburger Tor. Der größte Aufmarsch fand im niedersächsischen Lüneburg statt, dort marschierten 350 Nazis. Anschließend trafen sich die NPD-Kader — unter anderem Peter Marx, Stefan Köster, Udo Pastörs, Stefan Rochow, Frank Franz und Birger Lüssow — in Neuhaus in der Nähe des Hofes von Thomas Wulff in Vorderhagen in McPomm.

  • Montag, 04.06.2007

    In Aachen sind zwei Nazis der „Kameradschaft Aachener Land“ wegen Geiselnahme, schweren Raubes und Körperverletzung vor dem Landgericht Aachen angeklagt. Sie hatten mit zwei weiteren Nazis zwei Frauen entführt, um den Aufenthaltsort des Bruders einer der Frauen zu erfahren. Sie bedrohten die Frauen mit Waffen, bekamen die Infos, fuhren zu dem Ort und schlugen den Mann im Beisein seiner Schwester zusammen.

  • Montag, 04.06.2007

    Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert, Einsatzkräfte mit Distanzwaffen auszustatten. Die Industrie habe wirksame Gummigeschosse entwickelt, die in vielen Ländern erfolgreich eingesetzt würden. „Nur in Deutschland werden Polizistinnen und Polizisten immer wieder Hundertschaftsweise zur Steinigung freigegeben“ so der Landeschef der Deutsche Polizeigewerkschaft Nordrhein-Westfalen Rainer Wendt. Was solche Gummigeschosse alles anrichten können kann bei PigBrother begutachtet werden.

  • Montag, 04.06.2007

    Die vor einer Woche niedergebrannte Hekhal Haness-Synagoge im Genfer Stadtteil Malagnou wurde durch Brandstiftung zerstört.

  • Montag, 04.06.2007

    In Hamburg hat ein Nazi einem Mann in der Nacht auf den 1. Juni beide Beine durchschossen, weil er sich in seiner Ruhe gestört fühlte.

  • Dienstag, 05.06.2007

    Der Bundestagsabgeordnete Ole Schröder (CDU) fordert den Einsatz der GSG 9 um gegen den "Schwarzen Block" vor zugehen. Dass der GSG-9-Einsatz rund um Heiligendamm allerdings längst beschlosse Sache ist, scheint ihm nicht bekannt zu sein. Somit hinken wiedermal sogar reaktionärste Forderungen der Realität hinterher.

  • Mittwoch, 06.06.2007

    Ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, verkündete Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Es soll auf einem Platz gegenüber dem Holocaust-Mahnmal aufgestellt werden. Nur wenige Tage vorher forderte die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag ein „Zentrum gegen Vertreibungen“ in Berlin, also ein Denkmal auch für TäterInnen des NS. Dies zeigt mal wieder, dass die simple Logik Ursache und Folge bei Weitem noch nicht bei allen angekommen ist.

  • Donnerstag, 07.06.2007

    Nach der Demonstration am Samstag in Rostock sind acht festgenommene DemonstrantInnen in Schnellverfahrenverurteilt worden. Schon am Dienstag wurde der erste Demonstrant vom Amtsgericht Rostock in einem Schnellverfahren (auch beschleunigtes Verfahren genannt) verurteilt. Wegen schweren Landfriedensbruchs und Körperverletzung wurde er zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Am Mittwoch erhielten sechs Männer und eine Frau Strafen zwischen sechs Monaten mit Bewährung und zehn Monaten Haft ohne Bewährung. Alle acht Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Diese schweren Strafen und allein schon die Praxis der Schnellverfahren dienen rein der Abschreckung und Einschüchterung der DemonstrantInnen.

  • Donnerstag, 07.06.2007

    Der Sprecher des rechten „Seeheimer Kreises“ der SPD und Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrssagte sagte der „Bild“ über sogenannte „Steinewerfer“: „Was diese Typen machen, ist versuchter Mord — und genauso müssen sie vor Gericht behandelt werden“. Ausserdem meinte er zu wissen, dass die Deeskalationsstrategie der Polizei an der „Gewalt-Orgie der Autonomen“ gescheitert sei. Polizeistaatlicher Unfug kommt also nicht nur aus der CDU/CSU.

  • Donnerstag, 07.06.2007

    In Erlanger griffen drei Nazis einen Antifaschisten an, dabei wurde ihm mit einer zerbrochenen Bierflasche Gesicht und Arme aufschnitten. Die zahlreichen Passanten schauten, wie so oft bei rechten Straftaten, einfach weg und halfen nicht.

  • Freitag, 08.06.2007

    Scheinbar haben sich 220 ihrer Gesundheit überdrüssiger Nazis am 7. Juni getroffen, um das Convergence Center gegen den G8 in Rostock Evershagen anzugreifen. Die Bullen nahmen die naiven Nazis zu ihrem eigenen Schutz in Gewahrsam, da sie bei mehreren tausend Autonomen in Rostock und Umgebung nicht für die Sicherheit der Dumpfbacken garantieren konnte.

  • Sonnabend, 09.06.2007

    Alle AusländerInnen, die nicht Angehörige von EU-Staaten oder der Schweiz sind und in Deutschland leben, müssen vermutlich bald ihre Fingerabdrücke abgeben. Diese sollen dann im Ausländerzentralregister (AZR) gespeichert werden. So steht es jedenfalls im Gesetzentwurf des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble.

  • Sonntag, 10.06.2007

    In Rom kam es bei Protesten von 150.000 Menschen gegen die amerikanische Kriegspolitik im Irak anlässlich des Treffens von Bush und Ratzinger zu Ausschreitungen. Autonome warfen Flaschen und entglasten Geschäfte, die Bullen setzten Reizgas ein. Zuvor gab es Proteste in Florenz und Ancona, in Venedig, Mestre und Padua wurde der Zugverkehr blockiert.
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  • Montag, 11.06.2007

    Die Antifaschistische Aktion und Stattweb haben auf den Leserbrief des SPDlers Stefan Baumgartner zu unserem gemeinsamen Communiqué „Weg mit der Freiburger Nazikneipe!“ reagiert. Im Gegensatz zu Baumgartner hat die Antifa das direkte Gespräch mit der SPD gesucht.

  • Dienstag, 12.06.2007

    Am 13. Juni ist weltweiter Aktionstag für das bedrohte linke Zentrum Köpi in Berlin, am 16. Juni gibt es in Berlin eine internationale Demo. Protest und unser Widerstand gehen immer Hand in Hand!

  • Dienstag, 12.06.2007

    In Ravensburg zerstörten in der Nacht auf den 3. Juni bisher Unbekannte die Fensterscheiben, die gläserene Eingangstür und eine Glastheke im Kulturladen Rhizom, es entstand hoher Sachschaden. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Naziübergriff, da in den letzten Wochen von Nazis dazu aufgerufen wurde, gegen Globalisierungsgegner und linke Projekte in der Region vorzugehen, darunter auch das Rhizom.

  • Mittwoch, 13.06.2007

    In Bad Oldesloe und Hamburg wurden am 13. Juni elf Wohnungen und Projekte durchsucht. Ziel der Aktion war unter anderem das vom Verein „Initiative — Verein zur Förderung von Jugendprojekten e.V.“ betriebene Inihaus in Bad Oldesloe sowie diverse Wohnungen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Anlass der Bundesanwaltschaft ist — mal wieder — der §129a. Eine terroristische Vereinigung soll in den letzten Jahren Anschläge unter anderem auf Fahrzeuge der Bundeswehr verübt haben.
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  • Donnerstag, 14.06.2007

    Am Freitag, den 15. Juni, findet um 15 Uhr eine öffentliche, kreative und aufmüpfige Aktion auf dem Faulerspielplatz in Freiburg statt. Dieser soll für zwei Jahre einer Großbaustelle für eine neue unterirdische Turnhalle der Angell-Schule weichen. Die Stadt Freiburg informierte weder Anwohner- und NutzerInnen über den geplanten Bau noch über die Konsequenzen. Dazu findet am Montag, den 18. Juni, um 16:15 Uhr im Rathaus eine öffentliche Hauptausschusssitzung statt. Kreative Protestformen auf allen Ebenen sind erwünscht.

  • Freitag, 15.06.2007

    Während der Proteste gegen den G8-Gipfel ging der Staat mit Repression gegen die Bewegung vor. Großaufgebote der Bullen provozierten, Agents Provocateurs versuchten Gewalt zu schüren, Gefangene erlitten weiße Folter, brutale Polizeigewalt verursachte mehrere Schwerverletzte und allerlei Widerlinge waren unterwegs. Die G8-Proteste waren bereits im Vorfeld starker Repression ausgesetzt und sind es noch immer. Wir aber bleiben dabei: In der Geschichte ist nichts für immer!

  • Sonnabend, 16.06.2007

    Am Freitag, den 15. Juni, demonstrierten in Rostock etwa 60 AntifaschistInnen spontan gegen den neu eröffneten Naziladen „East Coast Corner“. Die DemonstrantInnen machten mit zahlreichen Flugblättern auf den Laden und die menschenverachtende Ideologie der Nazis aufmerksam. Allein das besonnene Verhalten der Antifas verhinderte eine Eskalation, als die Nazis versuchten, die Demonstration aus dem Laden heraus anzugreifen. Mit allen Mitteln auf allen Ebenen gegen Naziläden!
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonnabend, 16.06.2007

    Am 14. Juni fand in Friedrichshafen eine zweieinhalbstündige Infoveranstaltung über die Nazisszene in BaWü statt. Örtliche ANler und Naziskins tauchten auf und versuchten einzuschüchtern. Die Veranstaltung wurde von dem Vertreter der Polizei insbesondere zum Anlass genommen, auf die Linke als GewalttäterInnen hinzuweisen.
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  • Sonnabend, 16.06.2007

    In Nürnberg wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 16. Juni, der pinke VW-Bus der NPD militant, wahrscheinlich von AntifaschistInnen, angegriffen: Die Reifen wurden zerstochen, die Scheiben eingeschlagen, und in den Motorraum wurde Teerfarbe geschüttet. Der Bus, welcher mit dem Kennzeichen N-OA 687 bereits auf zahlreichen Demos und Aktionen als Transportmittel und Lautiwagen eingesetzt wurde, konnte so von den Nazis nicht genutzt werden, um auf den NPD-Bayerntag in Schmidgaden zu fahren.
    Antifa heißt Angriff !

  • Sonntag, 17.06.2007

    Der Berliner Antifaschist Christian S. muss am 14. Juni eine Haft von insgesamt 40 Monaten antreten. Das Strafmaß setzt sich aus einer Verurteilung wegen Landfriedensbruch am 1. Mai 2004 und einem Bewährungswiderruf wegen Landfriedensbruch am 12. März 2000 zusammen. Beide Straftaten waren gegen die Durchführung von Großaufmärschen der NPD gerichtet. Trotz einiger Erfolge im skandalösen Prozess und seiner schweren Erkrankung muss Christian nun also doch in den Knast, wir jedenfalls setzen uns weiter für seine Freiheit ein!

  • Sonntag, 17.06.2007

    Am 17. Juni führte ein antifaschistischer Sonntagsausflug nach Spielberg bei Karlsruhe. Mit Flugblättern und Gesprächen wurden die Anwohnerinnen über das Treiben ihres Nachbarn Jürgen Doderer informiert. Doderer ist neuer Kreisvorsitzender der NPD Karlsruhe-Land.

  • Montag, 18.06.2007

    Die Rote Hilfe Greifswald hat ein Spendenkonto für die am 2. Juni in Schwerin von Repression Betroffenen eingerichtet: (Rote Hilfe Greifswald, Konto 4007238307, BLZ 43060967, GLS-Bank, BIC: GENODEM1GLS, IBAN: DE34 4306 0967 4007 2383 07. Unterstützt die GenossInnen!

  • Montag, 18.06.2007

    Am Donnerstag, den 21. Juni, wird im Kulturcafé des u-asta in der Belfortstrasse 24 um 20 Uhr der Film „Oaxaca — Zwischen Rebellion und Utopie“ gezeigt, der umfassend den Kampf der APPO (Vollversammlung der Völker Oaxacas) nachzeichnet (spanisch mit deutschem Untertitel, ca. 80 min.). Im Juni 2006 begann mit dem Protest der LehrerInnengewerkschaft ein Aufstand im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca, der sich zu einer Rebellion entwickelte. An dieser nahmen breite Bevölkerungsschichten teil. Der Bundesstaat befand sich über ein halbes Jahr in der Hand der Aufständischen, die Erhebung wurde mit brutaler Polizeigewalt und Repression niedergeschmettert.

  • Montag, 18.06.2007

    Im oberpfälzischen Schmidgaden wurden 133 Antifas von der Sondereinheit USK willkürlich schikaniert und festgenommen. Die Antifas wollten gegen eine NPD-Veranstaltung demonstrieren, was die Bullen unbedingt verhindern wollten.
    Indy berichtete: 1 2 3 4 5

  • Montag, 18.06.2007

    Am Samstag, den 23. Juni, findet ab 11 Uhr ein Tagesseminar zum Thema „Antisemitismus und Nationalsozialismus“ mit David Goldner in der KTS statt. Grundlage ist der gleichnamige Text von Moishe Postone aus dem Jahre 1979, der zu dem Seminar gelesen sein sollte. In dem Text führt Postone die materialistische Erkenntnistheorie an, um die ökonomischen Grundlagen des Antisemitismus und deren Folgen herauszuarbeiten.

  • Montag, 18.06.2007

    Am 16. Juni fand in Berlin eine internationale Großdemo gegen die Repression gegenüber den G8-Gipfel- GegnerInnen und für den Erhalt des autonomen Kulturzentrums Köpi statt. 3.000 TeilnehmerInnen und eine ungeheure Anzahl von Bullen begleiteten den Protestzug durch Berlins Westen. Gegen Abend demonstrierten erneut über 1.000 Menschen für den Erhalt der Köpi.
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  • Dienstag, 19.06.2007

    Im Prozess um die Ermordung Oury Jallohs durch deutsche Bullen am 7. Januar 2005 in Dessau fand der 10., 11., 12., 13., 14., 15. und 16. Prozesstag statt. Immer deutlicher werden die Lügen der Bullen, der Prozess wurde auf 37 Verhandlungstage ausgeweitet. Nichts ist vergessen und niemand!
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  • Dienstag, 19.06.2007

    In Berlin wurden am 19. Juni vier Wohnungen auf Grundlage des (Anti-)Terror-Paragraphen 129a durchsucht. Damit wurde die Kriminalisierungswelle rund um den Protest gegen den G8-Gipfel fortgesetzt. Nach dem Gipfel wurden zuletzt in Hamburg und Schleswig- Holstein Wohnungen von Linken wie in Berlin mit der Begründung, antimilitaristische Anschläge aufklären zu wollen, durchsucht.
    Indy berichtete: 1 2

  • Mittwoch, 20.06.2007

    Die Außenfassade des Versandhandels „Nix Gut“ an ihrem Firmensitz in Winnenden wurde in der Nacht auf den 12. Juni mit einem Hakenkreuz, einem Judenstern, und „Rote Sau“ beschmiert.
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  • Mittwoch, 20.06.2007

    Am Donnerstag, den 21. Juni, verleiht um 16 Uhr im Kollegiengebäude I, Hörsaal 1199, Minister Frankenberg den Landesforschungspreis an das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik Freiburg „für die Entwicklung einer bi-spektralen Infrarot-Kamera, [...] die im Flugkörperwarnsystem des Airbus A400M verwendet werden [soll].“

  • Mittwoch, 20.06.2007

    In Krauchenwies bei Sigmaringen fand am 16. Juni ein faschistisches Konzert mit mehr als 200 Naziskins statt. Gastgeber war der Rockerclub „Uncommon Ghost MC“.
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  • Mittwoch, 20.06.2007

    Die faschistische DVU lädt für den kommenden Samstag, 23. Juni, zu einer Mitgliederversammlung mit Gästen nach Karlsruhe ein. Die Veranstaltung beginnt um 14h in der „Gut badisch Stub“ (Karlstraße 115). Treffpunkt für antifaschistische Gegenaktivitäten ist um 13 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Kolpingplatz.

  • Mittwoch, 20.06.2007

    In Berlin wurden am 20. Juni nach Bullenangaben mal wieder zwei Autos abgefackelt: „Hochwertiger Pkw in Brand gesetzt“. Dabei ist der Volxsport Aktionsmonat doch schon vorbei...
    „Unbekannte setzten heute früh gegen 3 Uhr 50 auf einem Hof in der Gärtnerstraße in Friedrichshain einen ‚Audi A 4‘ Kombi in Brand. Das Feuer griff auf einen daneben stehenden ‚Toyota Avensis‘ über, der ebenfalls erheblich beschädigt wurde. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.“
    Schon Émile Henry sagte 1894 vor seiner Guillotinierung: „Sollten wir nur die Abgeordneten, die Gesetze geben und erlassen, die Magistrate, die diese Gesetze anwenden und die Polizisten, die uns dann verhaften, angreifen? Ich glaube nicht.“

  • Mittwoch, 20.06.2007

    Am 20. Juni wurde in Chemnitz das alte Redaktionsgebäude der 1933 von den Nazis verbotenen KPD-Tageszeitung „Der Kämpfer“ besetzt.
    Indy berichtete: 1 2 3

  • Donnerstag, 21.06.2007

    Als Reaktion auf eine antifaschistische Intervention wurde die DVU-Veranstaltung am 23. Juni in Karlsruhe abgesagt. Alerta antifascista!

  • Donnerstag, 21.06.2007

    Am 7. Juli wollen Nazis der NPD und verschiedener „Freier Kräfte“ aus dem gesamten Bundesgebiet in Frankfurt am Main unter dem Motto „Arbeit statt Dividende — Volksgemeinschaft statt Globalisierung“ aufmarschieren. Als RednerInnen haben sich bis jetzt Eckehard Bräuninger (NPD Berlin), Peter Naumann (NPD Sachsen), Daniela Wegener (Freie Kräfte HSK), Marcel Wöll (NPD Hessen) und Christian Worch („Freie Kräfte Hamburg“) angekündigt. Es ist davon auszugehen, dass über 1.500 Nazis nach Frankfurt kommen werden, um ihre rassistische und antisemitische Propaganda zu verbreiten. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es wie in den Jahren 2001 und 2002, ein Desaster für die Nazis wird!

  • Donnerstag, 21.06.2007

    Knapp eine Woche nach der Eröffnung des Naziladens „East Coast Corner“ und spontanen Protesten kam es in der Nacht zum 21. Juni in Rostock zu einem Naziübergriff in unmittelbarer Nähe des Ladens. Mehrere Nazis hetzten einen Mann durch die Doberaner Straße, bis zum Eintreffen der Polizei. In Anwesenheit dieser gab es weitere Drohungen der Nazis gegen ihr Opfer: „Wir gehen jetzt jeden Abend ab 22:00 Uhr Streife, dass kannst du ruhig weitersagen, du Arschloch!“ und weiter: „Am besten meidet ihr in Zukunft diese Straßenseite“.

  • Freitag, 22.06.2007

    Die Führung der Uni Greifswald gedenkt am 21. Juni dem seit 50 Jahren toten Nazi und Nobelpreisträger Johannes Stark. Stark gilt als ein Vertreter der „arischen Physik“. Talking is over — räumen wir endlich die braun durchwachsenen Rektorate und Unipräsidien!

  • Freitag, 22.06.2007

    Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik Freiburg rühmte sich am 21. Juni im Auditorium 1199 der Universität, und erhielt durch Wissenschaftsminister Mister Frankenberg den diesjährigen Landesforschungspreis. Gelobt wurde vor allem eine kleine Infrarot- Sensation, die besonders im Bereich der militärischen Überwachungstechnologie von Nutzen sein soll. Es kann „Raketenabwehrsystemen“ für Truppentransporter dienen und wurde nun von einer unabhängigen Jury mit 100.000 Euro belohnt. Etwa 20 Personen unter anderem vom Rüstungs- Informations- Büro, protestierten um den gut bewachten Hörsaal herum. Es gelang zeitweise die Veranstaltung zu stören.

  • Freitag, 22.06.2007

    In der Nacht auf den 21. Juni wurde ein Brandanschlag auf die Ausländerbehörde Kassel verübt. Es gab 15.000 Euro Sachschaden, verletzt wurde niemand.

  • Freitag, 22.06.2007

    In Belgien wurde das Soziale Zentrum Villa Squattus Dei in Leuven am 18. Juni nach sieben Jahren Besetzung geräumt. Vor drei Wochen wurde bereits ein besetztes Haus von der Polizei überfallen, das besetzte Kloster in Antwerpen.
    Indy berichtete: 1 2

  • Freitag, 22.06.2007

    Seit dem 15. Juni befindet sich in Rostock auf der Doberaner Straße ein Laden „Von der Szene — für die Szene“. Nachdem es in der Nacht auf den 21. Juni zu Naziangriffen auf Anwohner kam, erfolgte nun prompt die Gegenreaktion. Und diese fiel heftig aus...

  • Sonnabend, 23.06.2007

    In der Nacht auf den 22. Juni wurde der Naziladen „Goaliat!“ in der Oskar Hoffmann Straße 47 in Bochum entglast. Niemand wurde verhaftet.
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonnabend, 23.06.2007

    Am 7. Juli wollen allerlei zwielichte Gestalten nach Freiburg ins Konzerthaus kommen. Anlässlich der 550 Jahr-Feier der Universität wurden der Präsident der Europäischen Kommission und Kriegsbefürworter Barroso, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Befürworterin von Studiengebühren Schavan, sowie Ministerpräsident von BaWü und Geschichtsrevisionist Günther Oettinger eingeladen. Mal sehen, was wir so an dem Tag machen...

  • Sonntag, 24.06.2007

    In Rostock gab es mal wieder (1 2 3) eine Aktion gegen den neuen Naziladen „East Coast Corner“. Nach dem Kröpeliner Stadtteilfest entschieden sich am Abend einige Leute dazu, mit einer Sitzblockade die Doberaner Straße in der Nähe des Ladens zu blockieren. Eskaliert wurde das ganze von der Polizei, die mit mehreren Hundertschaften und einem Heli anrückte, 40 Personen wurdne in Gewahrsam genommen. Eine Polizeikette die sich zum Schutz des Naziladen postiert hatte wurde von 150 Autonomen mit Steinen, Flaschen und Feuwerkskörpern angegriffen, mehr als ein Dutzend Bullen wurde verletzt. Die Nazis sinnen auf Rache, die Autonomen machen weiter.
    Berichte: 1 2 3 4

  • Sonntag, 24.06.2007

    In Bochum wurde der „Thor Steinar“-Laden des Nazis Thorsten Kellerhoff nach der Entglasung vom 22. Juni nun aufgegeben. Der Laden wurde komplett leergeräumt und ein Zettel mit der Aufschrift „Antifa: Ihr könnt mich mal!!!“ sowie der Telefonnummer +49 151 1562 6225 an die Tür gehängt.
    Und auch in Magdeburg musste der Naziladen ‚Insider‘ nach mehreren antifaschistischen Aktionen dichtmachen. Der Laden von Matthias H. führte neben „Thor Steinar“ auch die Nazimarke „Rizist“.

  • Sonntag, 24.06.2007

    Immer wieder kommt es vor, dass Ermittlungsverfahren eingestellt werden, wenn kein genügender Anlass zur Anklageerhebung besteht. Oft werden die Beschuldigten dann gar nicht über die Verfahren unterrichtet. Abhilfe schafft ein Auskunftsersuchen bei der Generalsbundesanwältin. Aber auch die Behörden, welche keine Angabe von Anlässen oder einem „besonderen Interesse“ verlangen, bieten sich für massenhafte Anfragen an. Kostet uns nur ’ne Briefmarke...

  • Montag, 25.06.2007

    Auf Indymedia wurde ein Artikel zu den Aktionen der „Rebel Clown Army“ am 8. Juni in Kühlungsborn veröffentlicht. Im Laufe des Tages wurde die ARD-Pressetribüne geentert, woraufhin ein Clown von den Bullen leicht verletzt wurde, als diese ihn von der zwei Meter hohen Bühne schubsten.

  • Montag, 25.06.2007

    In der Nacht auf den 18. Juni gab es einen Brandanschlag auf den Naziladen „Showdown“ in Görlitz, zu dem auch der „More H8“-Versandhandel gehört. Das mit dem Abfackeln der Haustür mittels Grillanzündern hat nicht geklappt, aber die Saison ist ja noch lang...

  • Montag, 25.06.2007

    In Berlin sind bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Nazischlägern und Antifas in der Nacht auf den 25. Juni in Neukölln ein Fascho schwer und mehrere andere Beteiligte auf beiden Seiten leicht verletzt worden. Die Bullen stürmten im Anschluss ein Jugendzentrum in der Nähe.

  • Montag, 25.06.2007

    In Erfurt wurde am Abend des 23. Juni die Nazikneipe „Alter Fritz“ von 30 Autonomen entglast und entrümpelt. Im Anschluss wurden 14 Autonome festgenommen, gegen die nun wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt wird.

  • Dienstag, 26.06.2007

    Am 30. Juni will die NPD in Rostock durch den alternativen Stadtteil Kröpelin Tor Vorstadt marschieren, um sich gegen den „roten Terror“ zu wehren. Seit zwei Wochen wird der Naziladen „East Coast Corner“ mitten in der KTV immer wieder von Antifas militant angegriffen. Die Nazis stilisieren Rostock zur „Frontstadt“ und ihren Aufmarsch zum finalen Machtkampf mit der Antifa. Rostock, do it again!
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  • Dienstag, 26.06.2007

    Das Soziale Zentrum Subversiv in Stuttgart zieht Anfang Juli um in die Burgstallstraße 54 (Ecke Neugereutstraße).

  • Dienstag, 26.06.2007

    Die Bundeswehr will mal wieder neue Mörder in Uniform ausbilden. Am Donnerstag, den 28. Juni wird es dagegen eine Flugblattaktion des RIB bei der Agentur für Arbeit in der Lehener Straße 77 in Freiburg geben. Der Anlass ist die Veranstaltung „Berufe in Uniform“, Beginn ist um 13:45 Uhr.
    Zur Zeit ermitteln die Bullen gegen den Verein wegen einer Aktion am 8.Mai gegen die Rüstungsfirma LITEF in der Lörracherstraße 18: Es liege ein „Anfangsverdacht wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz vor“. Die Bullen versuchen also bei den „friedlichen Linken“ das demokratiefeindliche Versammlungsgesetz durchzusetzen, was ihnen bei den „gewaltbereiten Linken“ in Freiburg bisher nicht gelingt. Gegen die Spaltung — Widerstand braucht keine Anmeldung!

  • Mittwoch, 27.06.2007

    Am Samstag, den 30. Juni, wollen vier Nazibands in der Nähe von Ulm auf einem Konzert spielen. Mit der Band „Carpe Diem“ tritt auch einer der Veranstalter auf, Sascha Deuerling, der Inhaber des Nazversands „RACords“. Gegen diese Veranstaltung wird es eine Demo in Stuttgart geben, Treffpunkt ist um 16:00 Uhr Augsburger Platz (Haltestelle U1), von dort aus geht es dann zu dem besagten Naziversand.
    Nazis den Ton abdrehen!

  • Donnerstag, 28.06.2007

    Aufgrund der zunehmenden Repression musste die Rote Hilfe trotz Mitgliederzuwachs die Unterstützung pro Repressionsfall kürzen. Dadurch stieg die finanzielle Belastung der einzelnen Repressionsopfer: Wir müssen solidarischer werden. Nur gemeinsam können wir uns gegen Faschismus wehren und für ein Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen: Hinein in die Rote Hilfe!

  • Donnerstag, 28.06.2007

    Laut der Roten Hilfe Rostock sitzen zwei Menschen inzwischen die vierte Woche wegen angeblichem Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt in Untersuchungshaft.
    Auch in Freiburg ist die Repression gegenwärtig: Die Kriminalpolizei verschickte Vorladungen wegen dem angeblichen Verstoßes einiger flugblattverteilenden FriedensaktivistInnen gegen das Versammlungsgesetz, und Staatsschützer Kronbiegel bat bereits Ende Mai mindestens einen Linken zu einem „kooperativen Gespräch bezüglich Ihrer geplanten Aktivitäten im Zusammenhang mit den G8-Protesten.“ Aber Anna & Arthur halten’s Maul!
    Die Rote Hilfe Freiburg trifft sich dienstags um 20 Uhr in der KTS, um Euch im Kampf gegen Repression zu unterstützen. Wenn ihr Probleme, Informationen oder Anregungen habt, kommt vorbei!

  • Donnerstag, 28.06.2007

    Die Zeit um die Gipfelproteste um Heiligendamm war geprägt von einem Medienhype, der uns die fantastischsten Dinge vermitteln sollte. Clowns griffen angeblich PolizistInnen mit Säure und Einwegspritzen an, der ominöse schwarze Block tauchte zufällig immer dann auf, wenn die Bullen prügelten und Menschen bewaffneten sich mit Mollies und Wurfgeschossen, die mit Rasierklingen und Nägeln gespickt waren, hieß es. Der Medienmaschinerie ist nichts zu schade, um den legitimen Widerstand gegen die Politik der G8 zu diffamieren. Don’t believe the hype!

  • Freitag, 29.06.2007

    Nach Auseinandersetzungen am Rande einer israelsolidarischen Infoveranstaltung in Magdeburg eskalierte die jahrtausendalte Feindschaft zwischen antideutschen und antiimperialistischen Gruppen in der Antifa-Szene in einen offenen Krieg.

  • Freitag, 29.06.2007

    Nach der militanten Verteidigung eines besetzten Hauses in München sitzen drei 17- bis 19-jährige Punks wegen versuchten Totschlags in U-Haft. Artikel 14: Eigentum verpflichtet — Wohnraum muss genutzt sein!
    Indy berichtete: 1 2

  • Sonnabend, 30.06.2007

    Das am 30. Juni ursprünglich im Raum Ulm geplante Nazikonzert wurde mit einer NPD-Veranstaltung im Saarland zusammengelegt. Nach einer antifaschistischen Intervention fragte die Südwest Presse am 28. Juni bei den Bullen nach, die nach eigenen Angaben keine Ahnung vom Veranstaltungsort des Konzertes hatten. Am 29. Juni wurde das Konzert dann kurzfristig verboten und die Nazis mussten ins Saarland ausweichen.

  • Sonnabend, 30.06.2007

    In Rostock marschierten am 30. Juni trotz der großmäuligen Ankündigungen der NPD nur etwa 180 Nazis. Bei der Anreise griffen die Nazis einige Antifas in einem Zug in Pölchow an, verletzten mehrere schwer und filmten ihre Angriffe auch noch. Viele der Angreifer und einer der Rädelsführer (links mit gegelten Haaren und Sakko) lief mit Wissen der Bullen auf der Demo mit. Für den 7. Juli haben die Nazis eine weitere Demonstration angemeldet.