Meldungen November 2015

  • Sonntag, 01.11.2015

    In Mainz wurde ein Auftritt der Pegida-Frau Tatjana Festerling auf dem Haus der „Burschenschaft Germania Halle zu Mainz“ von fast 700 Menschen von Autonomen bis zur CDU mit massivem Lärm gestört. Die Burschenschaft ist Mitglied der „Deutschen Burschenschaft“ und der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“. Ein „Alter Herr“ der Naziburschenschaft attackierte einen SWR-Kameramann und zerstörte dessen Mikrofon. In der Nacht zuvor wurden Graffitis ans Burschenhaus gesprüht.

  • Montag, 02.11.2015

    Laut Badischer Zeitung wurde am 31. Oktober das Verbindungshaus der „Landsmannschaft im CC Neoborussia Halle zu Freiburg“ von „20 bis 25 teilweise vermummten Täterinnen und Tätern“ überfallen, die „mehrere Verletzte unter den Neoborussen“ hinterließen. Laut Burschi-Homepage fand am Wochenende ein „Silberkartelltreffen“ auf dem Hause der „Landsmannschaft“ im „Coburger Convent“ statt. Noch ist nicht bekannt, wer hinter dem Überfall steckt. Gewalt unter Verbindungen ist nicht unüblich, aber die Landsmannschafter haben natürlich noch mehr FeindInnen – wer mag schon Burschis?

  • Dienstag, 03.11.2015

    Zaghaft geht der Staat gegen das Erstarken der deutschen FaschistInnen vor. Nach dem Brandanschlag auf eine bewohnte Geflüchtetenunterkunft in Porta Westfalica am 14. September wurden zwei Wochen später, am 30. Oktober, zwei Nazis festgenommen. Einer der beiden wurde gleich aus der U-Haft entlassen, da sein Brandsatzwurf weniger professionell als der seines Kameraden erschien. In den sächsischen Städten Dresden und Dippoldiswalde wurden in der Nacht des 31. Oktober Brände in zukünftigen Flüchtlingunterkünften gelegt, ohne jegliche Fahndungserfolge. Ebenfalls „unbekannt“ sind den Wismarer Bullen nach wie vor die Nazis, die am 31. Oktober syrische Flüchtlinge vor der AsylbewerberInnen-Unterkunft mit Baseballschlägern angriffen und verletzten. Am 1. November gab es einen vergleichbaren Übergriff mit verletzten Flüchtlingen in Magdeburg. In der Bremer Kreuzstraße und Bremen-Walle gab es am Wochenende zwei ungeklärte Brände in künftigen AsylbewerberInnen-Unterkünften. Im sächsischen Meerane gab es am 1. November rassistische Blockaden und Übergriffe auf ankommende Geflüchtete. Ebenfalls am 1. November wurde ein Nazibrandanschlag auf eine bewohnte Geflüchtetenunterkunft im niedersächsischen Sehnde bei Hannover verübt. Daraufhin gab es mindestens eine Festnahme. In Castrop-Rauxel wurde am 2. November ein 20-Jähriger festgenommen, der ebenfalls am 31. Oktober einen Brandsatz auf einen als Notunterkunft vorgesehenen leerstehenden Jugendclub warf. Wegen des Anschlags in Ludwigshafen am 22. Oktober gab es nur vorübergehende Festnahmen und Freilassung gegen Auflagen.
    Ob Ost, ob West – Nieder mit der Nazipest!

  • Mittwoch, 04.11.2015

    Für Freitag, den 13. November, haben wir Gerhard Schäfer in die KTS eingeladen, damit er über das Verhältnis von Korporationen und Männlichkeit referiert. Traditionell sind Studentenverbindung reine Männerbünde, die das Patriachat aktiv und bewusst reproduzieren. Im Vortrag werden Kontinuitäten und Brüche in der Entwicklung der Studentenverbindungen als Schulen der Männlichkeit aufgezeigt. Beginn ist um 20 Uhr im Café der KTS, Korporierte haben selbstverständlich Hausverbot.

  • Donnerstag, 05.11.2015

    Die NPD Mannheim jammert auf ihrer Facebook-Seite über einen „linksextremistischen Anschlag“ am 4. November. Dabei wurden bei den Autos des NPD-Landesvorsitzenden Alexander Neidlein und des NPDlers Arthur Sitarz aus Laudenbach alle Scheiben eingeschlagen und die Reifen aufgestochen. Den NPD-Bundesparteitag am 21. und 22. November in Weinheim stören + blockieren + verhindern!

  • Freitag, 06.11.2015

    Beim alljährlichen antikapitalistischen "Million Mask March" am 5. November kam es in London zu vielseitigen Ausschreitungen. Mindestens 50 DemonstrantInnen wurden noch am Abend verhaftet, es gelang allerdings auch einiges an Sachbeschädigungen in der City und darüber hinaus. Obendrein gab es auch noch hartes Reittraining für die Londoner Bullen.
    Bereits am 1. November hatte es zu einem Rave etwas Riot im Süden der englischen Hauptstadt gegeben.
    "Remember remember the fifth of November
    Gunpowder, treason and plot.
    I see no reason why gunpowder, treason
    Should ever be forgot..."

  • Sonnabend, 07.11.2015

    Das Informationszentrum 3. Welt organisiert zusammen mit den Freiburger Bullen am 24.11.2015 im Bürgerhaus Zähringen eine Tagung zum Thema „Jugend und Salafismus“, bei der auch ein Referent des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg auftreten soll.

  • Sonntag, 08.11.2015

    Der Spiegel berichtet über einen weiteren Spitzel im Umfeld des NSU. Der Mann soll als V-Mann des Landesamtes für Verfassungsschutz in Chemnitz gelebt haben.

  • Sonntag, 08.11.2015

    Die NPD hat einen Infostand in der Freiburger Innenstadt gemacht, um Unterstützungsunterschriften für die Landtagswahl 2016 zu sammeln. Es gab spontane Proteste und die Nazis wurden abfotografiert.

  • Montag, 09.11.2015

    Nachdem am 28. Oktober unter dem Einsatznamen Pandora 2, einer Folgeoperation der Dezember-Razzien von 2014, neun AnarchistInnen in Manresa und Barcelona verhaftet wurden, nahmen die spanischen Bullen am 4. November bei der Operation ICE sechs AnarchistInnen in Madrid fest. Bei einer großangelegten Razzia gegen anarchistische Strukturen im Rahmen der Operation Piñata verhafteten die Bullen am 30. März vorübergehend 26 Linksradikale.
    ¡Muerte al Estado de España!

  • Dienstag, 10.11.2015

    400 Linke verhinderten am Sonntag den 8. November einen als „Abendspaziergang“ deklarierten RassistInnenaufmarsch gegen AsylbewerberInnen in Weil am Rhein. Bullenpressesprecher Dietmar Ernst hatte „mit der Massivität der Antifa nicht gerechnet” – die lächerlichen Dreiländereck-Pegidas wohl auch nicht.
    Presse: 1 2 3 4 5

  • Dienstag, 10.11.2015

    Bei Indymedia Linksunten wurde eine deutschsprachige Übersetzung eines im Sommer publizierten Hintergrundberichts (en) tschechischer Antifas zur international vernetzten Naziklamotten- und Kampfsportgruppierung White Rex veröffentlicht.

  • Dienstag, 10.11.2015

    Seit ihrem Landeskongress am 25. Juli hat die JN Baden-Württemberg einen neuen Vorsitzenden: Maximilian Reich aus Illingen. Maximilian Reich, geboren am 04.10.1991, war bereits seit 2008 in Hessen als umtriebiger Naziaktivist aufgefallen. Er war führender Kopf des „Freien Netz Hessen“ und kandidierte 2011 für die NPD. Der Informatiker Reich betrieb diverse Naziwebsites wie fn-hessen.net und israelmordet.info und bewirbt online sein nationalsozialistisches „Antikapitalistisches Kollektiv Hessen“. Auch an Naziaufmärschen wie etwa am 1. Mai 2015 in Saalfeld nimmt er regelmäßig teil. Zudem betreibt Reich seit wenigen Tagen den Nazi-Webshop „Revoltopia“, wofür er sein langjähriges Pseudonym „Jonas Freytag“ verwendet. Nach seinem Umzug von Frankfurt nach Illingen im Enzkreis zu Nina Seidel entschloss sich Maximilian Reich, bei der Jugendorganisation der NPD Karriere zu machen – bisher allerdings, ohne mit seinem Namen in die Öffentlichkeit zu treten.

  • Mittwoch, 11.11.2015

    Der Bloc Anti Fasciste de Nancy hat unser Communiqué zu Roland Sokol auf französisch übersetzt: « Hammerskin Roland : La mort d’un indic ». Am 14. November organisiert das BAF eine Antifademo gegen die „Hammerskins“ in Verdun.

  • Donnerstag, 12.11.2015

    Am 24. Oktober referierte der erzreaktionäre ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Werner Münch bei der „Burschenschaft Teutonia“ in der Maria-Theresia-Straße 12 zum Thema „25 Jahre deutsche Einheit – dargestellt am Beispiel Sachsen‐Anhalt, politische und persönliche Erinnerungen“. Der papsttreue Katholik Münch trat 2009 aus der CDU aus. Er war einer der Erstunterzeichner der rechtskonservativen „Aktion Linkstrend stoppen“, die sich gegen die vermeintlich zu linke Politik der CDU richtet.

  • Donnerstag, 12.11.2015

    Noch immer hält die Welle rechter Gewalt in der Bundesrepublik an. In der Nacht auf den 8. November schändeten Nazis die Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge in Eisenach. In Peißen bei Halle an der Saale warfen ebenfalls Samstagnacht Nazis drei Molotow-Cocktails in eine geplante AsylbewerberInnenunterkunft. Am 9. November gab es Brandanschläge auf geplante Geflüchtetenunterkünfte im Leipziger Land. Dort brannten Gebäude in Lobstädt und in Beucha. Am 10. November gab es in Berlin unter anderem Schüsse aus einer Luftdruckwaffe auf ein Flüchtlingswohnheim in der Salvador-Allende-Straße in Köpenick. Im südbadischen Bad Säckingen wurde am 10. November scheinbar „aus Spaß” mit Softair-Pistolen auf eine Flüchtlingsunterkunft geschossen. Am helllichten Nachmittag des 11. November wurde im brandenburgischen Bad Belzig eine 21-jährige hochschwangere Asylbewerberin aus Somalia krankenhausreif geprügelt. In der Nacht auf den 12. November wurde ein Brandsatz auf eine Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Crimmitschau geworfen, woraufhin mehrere Nazis festgenommen wurden. Auch wegen des Brandanschlags auf ein Flüchtlingswohnheim in Dresden-Prohlis vergangenen Monat gab es Festnahmen.

  • Freitag, 13.11.2015

    Der Mobilisierungsblog des Block NPD-Bündnisses gegen den Bundesparteitag der NPD am 21. und 22. November in Weinheim wurde auf Betreiben der Mannheimer Staatsanwaltschaft zensiert. Jetzt erst recht: Auf nach Weinheim!

  • Sonnabend, 14.11.2015

    Radio Dreyeckland hat ein Interview mit dem Referenten unseres Vortrags zur anarchistischen Zeitung APATRIS gesendet.
    RDL-Interview

  • Sonntag, 15.11.2015

    Infolge der verheerenden Terror-Anschläge der Daesh am 13. November in Paris verspürt die mitunter islamophobe AsylgegnerInnen-Front in Frankreich neuen Aufwind. Im bekanntesten französischen Flüchtlingscamp La Jungle in Calais brach am 14. November, angeblich wegen einer Kerze, ein Großbrand aus, der unter dem Jubel rechter Lokalpatrioten große Teile des Camps zerstörte.

  • Sonntag, 15.11.2015

    In der Nacht auf den 15. November zerstörten Nazis in Trassenheide in Mecklenburg Vorpommern eine Geflüchtetenunterkunft, die ab kommender Woche bezogen werden sollte. Bereits am 11. Oktober scheiterte ein Nazibrandanschlag auf die Unterkunft.

  • Sonntag, 15.11.2015

    Am Samstag, den 14. November, demonstrierten zwischen 80 und 100 FreundInnen, KollegInnen und UnterstützerInnen von Tomas Elgorriaga Kunze für seine Freilassung und gegen die in den nächsten Tagen drohende Auslieferung nach Frankreich. Auch eine große Delegation aus Tomas’ Heimatort Hondarribia im Baskenland nahm an der Kundgebung teil.

  • Montag, 16.11.2015

    Am Freitag, den 13. November, wurde durch das Oberlandesgericht Karlsruhe die Auslieferung von Tomas Elgorriaga Kunze nach Frankreich bewilligt und bereits am heutigen Montag wurde er ausgeliefert! Am Samstag fand noch eine gemeinsame Kundgebung von Tomas’ FreundInnen, KollegInnen und GenossInnen statt, an der auch eine große Delegation aus seinem Heimatort Hondarribia teilnahm.

  • Dienstag, 17.11.2015

    Nach den Daish-Anschlägen des 13. November in Paris gibt es in ganz Frankreich, wie bereits nach dem Attentat auf Charlie Hebdo im Januar, zahlreiche islamophobe und rassistische Angriffe. In Lille störten Nazis eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Pariser Anschlags. Am Rande eines rechtsradikalen Aufmarschs in Pontivy in der Bretagne wurde ein aus Nordafrika stammender Passant zu Boden geschlagen. Sonntagnacht gab es Schüsse in der Nähe der Moschee des Stadtteils Pontanezen in Brest. Mit Pyrotechnik und Parolen störten Nazis eine weitere Gedenkversammlung in Metz. In Pontarlier, im Franche-Comté, wurde an einer muslimischen Gebetsstätte Schweinefleisch verteilt und Hakenkreuze sowie die Parolen “La France aux Français” und “Libéré la Gaule” (sic) geschmiert. In Créteil wurden blutfarbene Kreuze an die Sahaba-Moschee gemalt. In Cambrai schossen Männer unter rassistischen Beleidigungen aus einem Auto auf einen türkischstämmigen Passanten, während einer von ihnen die Trikolore schwenkte. In Barentin, Seine-Maritime, wurde ein Kebab-Laden mit Pflastersteinen entglast. In Evreux wurde das Rathaus mit Parolen wie “La Valise ou le Cercueil” oder “Mort aux Musulmans” beschmiert. Im südwestfranzösischen Oloron wurden ein Gebetssaal und eine Halal-Metzgerei von FaschistInnen beschmiert. “La France réveille-toi” (sic) sprühte dort eine faschistische Gruppe, die Bezug auf die Kollaborations-Bewegung LVF (Légion des volontaires français contre le bolchevisme) im Zweiten Weltkrieg nahm. Sämtliche der hier genannten Angriffe fanden zwischen der Nacht auf den 14. November und dem 16. November statt.
    Derweil will der Staat Frankreich zur Bekämpfung des „Extremismus” die ohnehin schon harten Sicherheitsgesetze verschärfen. Der Ausnahmezustand soll nun nach einer kommenden Gesetzesänderung für bis zu 90 Tage gelten, was geltendes Recht in den meisten Belangen vorübergehend außer Kraft setzt. Shooting-Star Premierminister Manuel Valls meint dazu „Manchmal gehört eine gewisse Anzahl an Freiheiten eingeschränkt“. So wurde im gleichen Atemzug angekündigt: „Öffentliche Begleitveranstaltungen zum Weltklimagipfel COP21 wird es nicht geben können“.
    Le monde aux humains !

  • Mittwoch, 18.11.2015

    In der KTS wird am Wochenende 27. bis 29. November mit einer Plakatausstellung an die anarchistische Revolution von 1936 in Spanien erinnert. Die Ausstellungs-Eröffnung ist am Freitag um 18 Uhr. Um 20 Uhr gibt es ein Input-Referat und anschließend ab 21 Uhr Stromsoli-Konzerte solidarischer Bands. Am Samstag wird die Ausstellung von 14 bis 21 Uhr zugänglich sein. Um 17 Uhr wird der Film „Un pueblo en armas“ gezeigt und ab 23 Uhr ist Elektro-Dub-Party. Am Sonntag ist die Ausstellung im KTS-Café von 14 bis 20 Uhr geöffnet, ab 15 Uhr gibt es im Café unbestimmt Kaffee und Kuchen und was immer ihr an Leckereien mitbringt.

  • Donnerstag, 19.11.2015

    In der Nacht auf den 1. November wurde in Magdeburg ein Kleinbus und Teile des Geschäftsgebäudes der Gerüstbaufirma „Bever“ im Besitz der Familie von Beverfoerde abgefackelt. Freifrau Hedwig von Beverfoerde ist die Hauptorganisatorin, Anmelderin und das politische Gesicht der reaktionären und homophoben Bewegung, die insbesondere in Stuttgart unter dem Label „Demo für alle“ auftritt. In Berlin wurde in der Nacht auf den 18. November der Lautsprecherwagen des „Pegida“-Ablegers „Bärgida“ abgefackelt. Der Besitzer Olaf Reihmund versuchte sich und anderen Nazis auf Facebook Mut zu machen, aber an einem neuen Auto führt trotzdem kein Weg vorbei.

  • Freitag, 20.11.2015

    Der Nazibursche Torben Braga von der „Burschenschaft Germania Marburg“ wurde von der Sitzung des Innenausschusses des Thüringer Landtags ausgeschlossen. Die AfD hatte den aktuellen Sprecher der „Deutschen Burschenschaft“ als Praktikant in das Gremium entsandt, was auf Antrag der Koalitionsfraktionen im Thüringer Landtag unterbunden wurde.

  • Freitag, 20.11.2015

    Auf der BKA-Herbsttagung in Mainz durfte der seit gut 11 Monaten im Amt befindliche deutsche Oberkriminalist Holger Münch verkünden, die Behörde habe dieses Jahr 700 Straftaten gegen Asylunterkünfte wahrgenommen und eine Verfünffachung der Gewalttaten gegen Asylsuchende festgestellt. Und: „Man wolle bloß nicht noch einmal von einer Gruppierung wie dem ’NSU’ überrascht werden!“.
    Zu Ermittlungserfolgen gegen die Nazis gab es ebenfalls nichts neues für die Öffentlichkeit.
    Allerdings gab es in den letzten Tagen bundesweit weitere Brände in Flüchtlingsunterkünften und rassistische Angriffe. Am 14. November gab es einen Brandanschlag auf das Auto einer türkischstämmigen Familie im baden-württembergischen Jungingen. Die Betroffenen vermuten ein rassistisches Motiv. Am 16. November wurde eine geplante Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Ahrbergen angezündet. Sprüche wie „Raus mit Euch“ und weitere fremdenfeindliche Parolen sprühten Nazis in den vergangenen Tagen gleich mehrfach an eine Geflüchtetenunterkunft in Leipzig-Grünau. Am 19. November gab es einen Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft im niedersächsischen Barnstorf im Landkreis Diepholz.
    Auch im Dorf Münschecker in Luxemburg zündeten Unbekannte bereits am 16. November ein Wohnhaus an und sprühten Hakenkreuze.

  • Sonnabend, 21.11.2015

    Im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Expo in Mailand am 1. Mai gab es am 12. November Festnahmen in Griechenland und in Italien. Solidarität ist eine Waffe!

  • Sonnabend, 21.11.2015

    Die „Burschenschaft Frankonia Erlangen“ wird neuerdings vom bayerischen Verfassungsschutz überwacht. Anlass war der neurechte „Zwischentag“ am 4. Juli auf dem Haus der „Frankonia“. Am 13. November referierte der Nazi, Buchautor und ehemalige Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Thüringen, Helmut Roewer, bei der „Burschenschaft Thessalia zu Prag“. Beide „Burschenschaften“ gehören dem Nazidachverband „Deutsche Burschenschaft“ an.

  • Sonnabend, 21.11.2015

    Nachdem das Karlsruher OLG der Auslieferung des Freiburger Soziologen Tomas Elgorriaga Kunze an Frankreich am 13. November zugestimmt hatte, wurde Tomas in den frühen Morgenstunden des 16. November nach über einem Jahr Haft in der JVA Mannheim von deutschen Bullen abgeholt. Schnell wurde er an die französischen Bullen übergeben. Nach der sehr plötzlichen Abschiebung aus seiner Zelle gab es zunächst über drei Tage lang keine Informationen über Tomas Verbleib – weder für Angehörige noch für AnwältInnen. Mittlerweile ist klar, dass er nach zwei Tagen Knast in Strasbourg weiter nach Paris gebracht wurde. Tomas, der in Frankreich in Abwesenheit zu 17 Jahren Freiheitsentzug wegen angeblicher Unterstützung der ETA verurteilt wurde, sitzt vorerst in Europas größtem Knast Fleury-Mérogis, südlich von Paris. Die für 2850 Gefangene ausgelegte Haftanstalt aus den 1960er Jahren war zuletzt mit über 4.100 InsassInnen massiv überbelegt. Schreibt Tomas:
    Tomas Elgorriaga Kunze
    c/o Maison d´arrêt hommes Fleury-Mérogis
    7 Avenue des Peupliers
    91705 - Sainte-Geneviève-des-Bois
    France

  • Sonnabend, 21.11.2015

    Am 21. November gab es massive Proteste gegen den Bundesparteitag der NPD in Weinheim. Hunderte AntifaschistInnen versuchten die anreisenden NPDlerInnen zu blockieren, insgesamt 1.700 aggressive Bullen schützten die Nazis. Es gab 120 verletzte Linke durch Polizeigewalt, bei einer Demonstrantin besteht der Verdacht auf einen Halswirbelbruch. Insgesamt wurden 201 Linke in Gewahrsam genommen. Letztendlich konnte der erste Tag des auf zwei Tage angesetzten Parteitags stattfinden, wenn auch mit Verzögerungen. Die 143 NPD-Delegierten wählten Baldur Landogart und Olaf Rose als Beisitzer in den Parteivorstand. Am Nachmittag gab es noch eine große antifaschistische Demonstration mit etwa 2000 TeilnehmerInnen durch Weinheim.
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  • Sonntag, 22.11.2015

    Auf thueringen-rechtsaussen.net wurde im Vorfeld des Prozessbeginns gegen die Ballstädter Schlägernazis ein Rechercheartikel veröffentlicht. Bei einem Naziangriff am 9. Februar 2014 waren 10 Personen teilweise schwer verletzt worden. Die Prozesskosten versuchten die Nazis mit einer Reihe von Nazikonzerten zu decken, angefangen mit dem Blood & Honour-Konzert am 19. April 2014. Der damalige Konzertorganisator Alexander Gorges pflegt auch nach seinem aufgeflogenen Waffendeal Kontakte nach Südbaden, etwa zu René „Gurke“ Gürgen und Sven Risch. Die beiden südbadischen Nazis versuchen sich als Nazimusiker und nehmen wie der ebenfalls an der Organisation des B&H-Konzerts beteiligte Ramon Mallens an den „Pegida“-Naziaufmärschen in Weil am Rhein teil, Risch am 22. November sogar am Mikrofon.
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  • Montag, 23.11.2015

    Als Teil der Freiburger Demo für eine konsequente Bekämpfung der Klimaerwärmung trifft sich am 28. November um 11 Uhr ein Strohhut-Blöckchen von linken KleinbäuerInnen an der Johanneskirche. Von dort geht es als Teil des Freiburger Sternmarschs im Vorfeld des Weltklimagipfels COP21 in Paris weiter zum Stühlinger Kirchplatz.

  • Dienstag, 24.11.2015

    Von den sieben Nazis, die am 7. November unter Polizeischutz NPD-Werbung in der Freiburger Innenstadt verteilt haben, konnten bisher vier mit Name und Adresse identifiziert werden:
    Klaus Ohnemus aus der Hildastraße 11 in 77972 Mahlberg, NPD-Kandidat für die Landtagswahl am 13. März 2016 im Wahlkreis Kehl und Ersatzkandidat im Wahlkreis Emmendingen. Ohnemus betreibt die Firma „HVD Ohnemus Dienstleistungen“, hvd-ohnemus.com. Außerdem ist die Website stopptdielinken.org auf ihn registriert.
    Hans-Peter Grebing aus der Westenstraße 6 in 77948 Friesenheim. Er ist NPD-Kandidat in den Wahlkreisen Lahr und Rastatt. Grebing betreibt das Unternehmen hpg-baden.de: „Materialverkauf, Dienstleistung und Maschinentechnik“.
    Fredy Kälber und Patricia Cammalleri, beide aus dem Schildackerweg 20 in 79115 Freiburg. Kälber ist NPD-Ersatzkandidat in beiden Freiburger Wahlkreisen.

  • Mittwoch, 25.11.2015

    In Gottmadingen im Landkreis Konstanz sorgt der Fall des NPDlers Siegfried Pauly für Schlagzeilen, der im örtlichen Boxclub Jugendliche trainiert. Pauly ist einer der aktivsten NPD-Kader der Bodensee-Region und gilt als Anführer der militanten „Kameradschaft Höri-Bodensee“. Er betreut die örtlichen Facebook-Auftritte der NPD und ist der NPD-Kandidat für die Landtagswahlen 2016 in den Wahlkreisen Konstanz und Singen. Siegfried Pauly lebt in der Schauinslandstraße 12 in 78224 Singen, wurde am 30.12.1974 geboren und war zwischenzeitig unter dem Namen Siegfried „Siggi“ Günther bekannt - Pauly ist sein Geburtsname, den er auch nach seiner Scheidung wieder trägt. Er pflegte engen Kontakt zu dem Nazibombenwerfer Oliver Rösch. In der Clique um Rösch, Wurster und Hiller war zudem unter der Hand von angeblich durch Pauly angelegten Waffenlagern im Wald die Rede.

  • Donnerstag, 26.11.2015

    Am 5. März 2016 will Manuel Mültin von der Nazipartei „Die Rechte“ einen Fackelmarsch in Bruchsal organisieren. Startpunkt soll um 13 Uhr der Bahnhof in Bruchsal sein.

  • Donnerstag, 26.11.2015

    Auf Indymedia wurden drei Angriffe der Nazischläger Fredy Kälber und Patricia Cammalleri dokumentiert. Am 10. April 2015 griff Cammalleri einen Linken mit einem Totschläger an, am 13. Juni attackierte und verletzte Kälber zwei Besucher der KTS und am 12. November verletzte Kälber einen Linken mit einem Schlagstock. Beide Nazis wohnen im Schildackerweg 20 in Freiburg und sind als aggressiv und gefährlich einzustufen.

  • Freitag, 27.11.2015

    Wir haben den Vortrag mit dem Titel „Schulen der Männlichkeit. Studentische Verbindungen gestern und heute.“ auf Indymedia veröffentlicht, den Gerhard Schäfer am 13. November in der KTS gehalten hat.

  • Freitag, 27.11.2015

    Wie fudder berichtet, schließt die Polizei einen linken Hintergrund des Überfalls am 31. Oktober auf die „Landsmannschaft Neoborussia im Coburger Convent“ in der Hansastraße 6 in Herdern aus. Bei dem Angriff wurden mehrere „Neoborussen“ verletzt. Solche Keilereien sind unter Studentenverbindungen nicht unüblich, wie das Beispiel „Vandalia vs. Redaria-Allemannia“ zeigt. Damals attackierte eine KSCV-Verbindung die Vorsitzende der „Deutschen Burschenschaft“ in Rostock.

  • Freitag, 27.11.2015

    Der Protest gegen die Baupläne der Bahn im Rheintal spitzt sich weiter zu. Am 15. November demonstrierten bereits rund 1.000 Menschen gegen die Pläne des Konzerns in Müllheim. Die Bahn erstattet nun Strafanzeige, da AnhängerInnen der Bürgerinitiative gegen das Projekt einer modifizierte Antragstrasse für den Bauabschnitt Buggingen-Schliengen seit dem 17. Juli ein Auggener Bahnwärterhäuschen als “Basislager” besetzt halten.

  • Sonnabend, 28.11.2015

    An diesem Wochenende gibt es weltweit Proteste für Klimagerechtigkeit, während in Paris die Weltklimakonferenz COP21 beginnt. Auch in Freiburg gab es am 28. November eine Demonstration von rund 2.000 UmweltschützerInnen. In Frankfurt wurde der ICE mit der deutschen COP21- Delegation durch eine Kletteraktion blockiert.
    In Frankreich wird der infolge der Pariser Terroranschläge verhängte Ausnahmezustand vom Staat missbraucht, um massiv gegen de sozialen Bewegungen um den Klimagipfel vorzugehen. Neben Hausarrestverordnungen gab es Demoverbote und Festnahmen bei Versammlungsversuchen bereits vergangene Woche. Heute gab es Razzien in mehreren linken Projekten und Squats. Aus Angst vor Besetzungen wurden mehrere Universitäten in Paris geschlossen. Der zuvor mehrfach schikanierte ZAD-Konvoi veranstaltete das große Auftakt-Bankett direkt am Schloß von Versailles.
    TouTEs à Paname!

  • Sonntag, 29.11.2015

    Zum Auftakt der Weltklimagipfelproteste versammelten sich in Paris am 29. November über 5.000 Menschen, trotz des Ausnahmezustandes und Demoverbot. An der place de la République gab es Auseinandersetzungen, die Bullen setzten wie üblich Tränengas in rauen Mengen ein und nahmen mehr als 300 Menschen vorübergehend fest.
    Auf die Straße, für die Freiheit, für die Zukunft!

  • Montag, 30.11.2015

    Andrea Röpke hat einen Rechercheartikel zur Naziorganisation „Sturmvogel – Deutscher Jugendbund“. Die Nachfolgeorganisation der „Wiking Jugend“ und der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ organisiert Wehrsportlager für Kinder und Jugendliche von Nazis. Im Artikel wird von einem Sommerlager bei Grabow berichtet, an dem 2015 rund 70 Nachwuchsnazis teilnahmen.