Keine Toleranz den Dealern

Communiqué vom 20.10.2009

Die Badische Zeitung berichtete am 19.10.2009 auf ihrer Internetseite, dass in der Nacht auf den 18.10.2009 ein 27-jähriger von der KTS „verwiesen und anschließend heftig geschlagen worden sei. Der Angegriffene wies Verletzungen am Kopf und an den Beinen auf.“ Bei dem Mann handelt es sich um einen Liquid Ecstasy-Dealer. Er hatte zuvor auf vorgetäuschtes Kaufinteresse mit einem Verkaufsangebot dieser Droge reagiert, führte erhebliche Mengen in Flakons mit Pipetten mit sich und bot an, noch größere Mengen besorgen zu können.

Bei Liquid Ecstasy handelt es sich um 4-Hydroxybutansäure oder auch Gamma-Hydroxybuttersäure, kurz GHB — besser bekannt unter dem Namen „K.O.-Tropfen“. Während GHB in geringen Mengen euphorisierend wirkt, kann es in höherer Dosierung oder in Wechselwirkung mit Alkohol zu Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Atemstillstand führen. Die Droge wird auf Partys und in Clubs in die abgestellten Getränke ahnungsloser Gäste gekippt, um sie anschließend zu berauben oder zu vergewaltigen.

Weiter zitiert die Badische Zeitung die Freiburger Polizei: „Versuche der Polizei, mit Besuchern oder Betreibern der KTS den Vorfall zu klären, scheiterten, da den Beamten die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde.“ Wir rufen in solchen Fällen nicht die Polizei, sondern verweisen Dealer konsequent der Räumlichkeiten. Am 24.10.2009 ist eine Autonome Antifa Soliparty in der KTS und wir warnen aus diesem Anlass alle Dealer harter Drogen, dass sie im Autonomen Zentrum unerwünscht sind und im Falle einer Missachtung dieser Warnung mit direkten Konsequenzen rechnen müssen.

Autonome Antifa Freiburg


Auf verschiedenen Seiten wurde unser Communiqué kontrovers diskutiert. Die Soliparty am 24.10.2009 verlief ohne Probleme und war ein voller Erfolg.