• Freitag, 30.09.2016

    Im Vorfeld der Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober wurden in Dresden am Abend des 26. September Bombenanschläge auf die Fatih-Camii-Moschee an der Hühndorfer Straße im Stadtteil Cotta und auf das Kongresszentrum an der Devrientstraße am südlichen Elbufer unweit der Altstadt verübt. Bei den Anschlägen entstand Sachschaden, aber es wurde niemand verletzt. Kurz darauf wurde auf Indymedia linksunten ein offensichtlich von Nazis formuliertes „Bekennerschreiben“ veröffentlicht, mit dem AntifaschistInnen die Verantwortung für die Anschläge zugeschoben werden sollte. Das Fake-Posting wurde vom sächsischen CDU-Innenminister Markus Ulbig dankbar aufgegriffen, um das säschsische Naziproblem zu verharmlosen und die Unfähigkeit von Polizei und Verfassungsschutz bei den Ermittlungen nach den TäterInnen zu kaschieren. Am 29. September wurde an der Dresdner Marienbrücke eine Sprengsatz-Attrappe gefunden.
    Neben diversen linken Demonstrationen wollen am 3. Oktober auch Nazis in Dresden auf die Straße gehen. Zum „Tag der Einheit der Bürgerbewegungen“ gibt es aus Baden-Württemberg zwei konkurrierende Nazibusse. Einer der Busse wird von Ester Seitz organisiert, die in letzter Zeit durch die Organisation von Naziaufmärschen in Karlsruhe auffiel und mittlerweile in Heilbronn wohnen soll. Der von Seitz organisierte Bus soll von Speyer über Karlsruhe, Stuttgart und Öhringen nach Dresden fahren. Der andere Nazibus wird vom AfDler Reinhard Eiberger aus Mössingen organisiert und soll von Reutlingen über Stuttgart nach Dresden fahren.
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  • Donnerstag, 29.09.2016

    Das 2011 gegründete und seit Frühjahr 2015 besetzte autonome Kulturzentrum Sportamt in Bremen ist zu weiteren Verhandlungen bereit. Bisher scheiterten Gespräche mit dem Senat, was die Grüne Bürgerschaftsfraktion scheinbar sehr bedauert. Hände weg von allen Freiräumen!

  • Mittwoch, 28.09.2016

    Die AfD ist mit ihrem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Thema „Linksextremismus“ vorerst gescheitert. Die restlichen Parteien lehnten den Antrag der beiden noch gespaltenen AfD-Fraktionen ab und änderten auch gleich noch das Untersuchungsausschussgesetz und die Geschäftsordnung des Parlaments. In Zukunft können nur noch zwei Fraktionen einen Ausschuss einsetzen, wenn sie aus unterschiedlichen Parteien stammen. Wir bedauern die Ablehnung zutiefst, denn die AfD hat nicht nur höchst interessante Fragen (PDF) gestellt, sondern auch noch die Aussicht auf Einsicht in Unterlagen zu Spitzeln in der linken Szene geboten.

  • Dienstag, 27.09.2016

    Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe prüft derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, wegen weiteren Vernichtungen wichtiger Beweismittel im NSU-Skandal. Noch im November 2014 wurden offenbar Akten zum Chemnitzer Nazi Jan Werner durch die oberste Strafverfolgungsbehörde der Republik geschreddert.
    In Karlsruhe arbeiten noch immer zu viele „harte Kämpfer für das Recht, für die demokratische Grundordnung, für die Sicherheit der Bundesrepublik“.

  • Montag, 26.09.2016

    Weit im Vorfeld des geplanten G20-Gipfels in Hamburg vom Sommer 2017 wurden bereits am 23. September 2016 die Autos des Bullenpräsidenten Enno Treumann mitsamt Carport angezündet.
    Die GenossInnen laden in der Anschlagserklärung dazu ein (...) in Hamburg und anderswo Tschüss zu sagen zu allem, was uns auf dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft im Wege steht.

  • Sonntag, 25.09.2016

    Am kommenden Freitag, den 30. September, wird um 20 Uhr im Strandcafé die Premiere des Films "Beyond the red lines – Systemwandel statt Klimawandel" des Freiburger Medienkollektives Cinerebelde gezeigt. „Beyond the red lines (Jenseits der roten Linien) ist die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.“

  • Sonnabend, 24.09.2016

    Trotz des Einknickens der Weiler Nazis demonstrierten am 24. September 300 Antifas gegen rechte Umtriebe im Dreyeckland.

  • Freitag, 23.09.2016

    Indymedia linksunten hat ein Communiqué (deutsch | english) veröffentlicht. Darin wird die Notwendigkeit der JavaScript-Vorschaltseite erklärt, welche die Webseite vor digitalen Attacken auch aus dem Pegida- und AfD-Umfeld schützt. Neuerdings könnt ihr zusätzlich auch per Bitcoin für freie Medien, Bekenner*innenschreiben und Outings spenden.

  • Donnerstag, 22.09.2016

    Am 10. September haben finnische Nazis den linken 28-jährigen Jimi Joonas Karttunen in Helsinki so schwer verprügelt, dass er am 16. September an den Folgen verstarb. Remembering means Fighting!

  • Mittwoch, 21.09.2016

    Am 8. Oktober findet in Verdun im französischen Département Meuse eine Antifademo gegen das Hammerskin-Lokal „Taverne de Thor“ in Combres-sous-les-Côtes statt. Beginn der Demo ist 15 Uhr auf dem Parking du 8 mai am Rande der Innenstatt. Hammerskins et néo-nazes, dehors !

  • Dienstag, 20.09.2016

    Nachdem am 9. September 200 Nazis gegen Flüchtlinge in Bautzen marschierten, gab es in der Nacht des 14. September massive Auseinandersetzungen zwischen rund 20 Geflüchteten und 80 Rechten. Die Bullen schilderten danach einen Angriff der "unbegleitete(n) minderjährige(n) Asylbewerber" auf den vierfach überlegenen Deutschen Mob. Die Pogromstimmung gegen die Flüchtlinge führte zu Gegendemonstrationen, hunderte Bullen wurden nach Bautzen verlegt und gegen Geflüchtete eine Ausgangssperre verhängt. Bereits im Februar gab es im Rahmen der rechtsradikalen Anschlagsserie einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Bautzen.
    Stellungnahmen zu den Ausschreitungen: ARI Berlin | RAA Sachsen

  • Montag, 19.09.2016

    Im Rahmen des offenen Abends der KTS am 14. Oktober beginnen wir unsere Filmtrilogie zur neuesten Freiburger Widerstandsgeschichte mit einem Film zu Berufsverboten. Gefeiert wird am 22. Oktober bei der 10. AAF-Soliparty. Am 11. November zeigen wir einen Film zum AKW-Widerstand in Wyhl und am 9. Dezember einem Film zu Häuserkämpfen.

  • Sonntag, 18.09.2016

    Am 17. September beteiligten sich um die 500 Leute an den Aktionen gegen fundamentalistischen ChristInnen, die in Bern einen „Marsch fürs Läbe“ veranstalteten. Die Reden der homofeindlichen, nationalistischen und patriarchalen ChristInnen gingen im Lärm der Gegenproteste unter.

  • Sonnabend, 17.09.2016

    In sieben deutschen Großstädten haben am 17. September den VeranstalterInnen zufolge über 300.000 Menschen gegen die drohenden transatlantischen TTIP- und CETA-Verträge demonstriert.

  • Sonnabend, 17.09.2016

    Das Apabiz hat auf dem Blog Berlin rechtsaußen einen Bericht über das rechtsradikale Netzwerk der Berliner AfD veröffentlicht. Ähnlich wie in Baden-Württemberg sind insbesondere die Verbindungen und personellen Überschneidungen mit den „Identitären“ und der „Deutschen Burschenschaft“ auffällig.
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  • Freitag, 16.09.2016

    Trotz des abgesagten Naziaufmarschs findet am 24. September eine Antifa-Demo in Weil am Rhein statt. Los geht es um 14 Uhr im Rheinpark in Friedlingen.

  • Donnerstag, 15.09.2016

    Am 15. September demonstrierten nach massiven Protesten gegen das El-Khomri-Gesetz im ersten Halbjahr trotz der Sommerpause erneut zehntausende in über 60 französischen Städten. Bei der größten Versammlung in Paris kam es zu massiven Ausschreitungen und teilweise Schwerverletzten auf allen Seiten. Tout continue.
    Indy: 1 2 3 4 | RDL.

  • Mittwoch, 14.09.2016

    In Indien gab es am 2. September die zahlenmäßig vermutlich größte Streikaktion aller Zeiten mit einer Beteiligung von 150 Millionen ArbeiterInnen. Einerseits wird sich gegen den wachsenden neoliberalen Umbau der Gesellschaft, niedrige Löhne, Willkür der Zentralregierung und den massiven Druck internationaler Konzerne auf zahlreiche existentielle Lebensbereiche des 1.200.000.000 Menschen-Staates gewehrt. Andererseits droht in diesem "Protektionismus-Streit" bei vielen Gewerkschaften auch ein Kampf für einen nationalistischeren Bezugsrahmen. In Bangalore entbrennt zugleich eine Auseinandersetzung um die Erlaubnis der Wassernutzung in den ausgedörrten südlichen Bundesstaaten Karnataka und Tamil Nadu. Dort gab es bereits mindestens zwei Tote auf der Straße. Die juristische Entscheidung zum Wasserzugang begünstigt die Ethnisierung dieses Ressourcenkonfliktes, während täglich tausende an den Folgen der Lebensmittel- und Trinkwasserknappheit sterben.

  • Dienstag, 13.09.2016

    In Basel wurde ein Genosse zu 18 Monaten Knast ohne Bewährung verurteilt, der seit der Riotdemo am 24. Juni in Untersuchungshaft saß. Die RichterInnen werteten eine DNA-Spur an einem nach einer Riot-Demo am 21. Mai 2010 auf der Straße gefunden Handschuh als Beweis für die Beteiligung des Angeklagten an den Sachbeschädigungen in Höhe von 270.000 Franken.

  • Montag, 12.09.2016

    Nach der Sommerpause wollen sich zahlreiche AkteurInnen der sozialen Bewegungen in Frankreich nicht mit dem autoritär beschlossenen neuen Arbeitsmarktgesetz zufrieden geben. Während SchülerInnen, Linksradikale und das MILI ab sofort zu Blockaden und Besetzungen aufrufen, ist für den 15. September ein landesweiter Aktionstag der Gewerkschaften CGT, FO und SUD in über 50 Städten geplant. Neue nächtliche Platzbesetzungen sind unter anderem in Toulouse geplant. Auch die Großdemo in Paris wurde heute vom Präfekten genehmigt – In Poitiers gab es einen Knastaufstand. Solidarisieren, mit demolieren!

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    Im Frühling 2015 wurde die „Taverne de Thor“ in dem Ort Combres-sous-les-Côtes in Frankreich eröffnet. Das Lokal dient einer gefährlichen, rassistischen und internationalen Gruppe von Neonazis als Ort für ihre Aktivitäten, Konferenzen und Konzerte, den Hammerskins.

    Ein Beispiel für die Gefahr, die von den Hammerskins ausgeht, ist ein bewaffneter Überfall 2013 in Metz. Mitten in der Innenstadt haben die Hammerskins damals einen Senegalesen mit einem Messer angegriffen – einfach nur, weil er schwarz war.

    Die Hammerskins sind Anhänger der Ideologie der „Weißen Vorherrschaft“, denn sie fordern offen die Dominanz der „weißen Rasse“. Inspiriert durch den Ku Klux Klan und der American Nazi Party (ANP), definieren sie sich selbst als „Arier“. Auf anti-ausländischen und rassistischen Versammlungen und Demonstrationen sind sie stets dabei. Außerdem sind sie bekannt für Angriffe auf Gay Pride Parades und andere linke Demonstrationen.

    Das vorherige Veranstaltungslokal der Hammerskins im lothringischen Toul wurde anlässlich einer St. Patrick-Feier am 16. März 2013 geschlossen. Nur wenige Monate zuvor hatten sich dort noch 2.000 AnhängerInnen der „weißen Rasse“ aus ganz Europa zu RAC-Konzerten („Rock against Communism“) versammelt, die von einem deutschen Chapter der Hammerskins organisiert worden waren. Solche Events dienen den Hammerskins zur Verbreitung ihrer rassistischen und sexistischen Ideologien.

    Das werden wir nicht länger tolerieren.

    Momentan stehen den Hammerskins seitens der Behörden keine Hindernisse im Weg, um ihr Lokal in Combres-sous-les-Côtes zu eröffnen, obwohl eine Online-Petition von 50 000 Menschen unterschrieben wurde. Wir müssen noch mehr öffentlichen Druck ausüben, um sie aufzuhalten, deshalb müssen wir viele sein, um sie zu vertreiben.

    Wir werden keine Aktivitäten einer Gruppe dulden, die den Genozid propagiert.
    Wir werden nicht dulden, dass sich hier bei uns rechtsextremistisches Gedankengut ausbreitet.
    Wir werden nicht dulden, dass hasserfüllte Plakate unsere Umwelt verunstalten.
    Wir werden nicht dulden, dass diesen Bewegungen, die Menschen gegeneinander ausspielen, die alle unter den selben Übeln und unter den selben Ungerechtigkeiten leiden, beim geringsten Anlass ein Sprachrohr geboten wird.

    Hammerskins und Neonazis raus!

    Aufruf: de | fr | en

    Demonstration
    Samstag, 8. Oktober 2016, 15 Uhr
    Parking du 8 mai, Verdun, Frankreich

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    Ein Film von Bodo Kaiser und Siggi Held

    Anhand dreier Interviews bzw. Lebensentwürfe im Raum Freiburg wird deutlich, wie sich das Berufsverbot der 70er Jahre auf die Entwicklung der Betroffenen bis heute (beruflicher Werdegang, Familie, existenzielle Situation, etc.) ausgewirkt hat. Der Film versucht, sich der damaligen „K-Gruppen Zeit“ behutsam zu nähern und öffnet somit die Möglichkeit, damalige Positionen (KBW, DKP, KPD/AO) kritisch zu überdenken.

    Originalmaterialien internationaler Aktionen und Demonstrationen – mit Einschnitten aus Politik, Kunst, Kultur und Natur – vermitteln einen lebendigen und authentischen Eindruck des Lebensgefühls der 70er und 80er Jahre.

    Jeweils am 2. Freitag im Oktober, November und Dezember zeigt die Autonome Antifa Freiburg einen Teil der Filmtrilogie von Bodo Kaiser und Siggi Held zu Berufsverboten, Anti-AKW-Protesten in Wyhl und den Häuserkämpfen in Freiburg Anfang der 80er Jahre.

    Autonome Antifa Soliparty

    Samstag, 22. September, 21 Uhr, KTS Freiburg

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    Es ist soweit, das Jahr beugt sich Richtung Mütze tragen und der See ist nicht mehr das 2. Zuhause. Die „ich geh mal rein“-Saison beginnt, gleichzeitig auch das verlangen nach elektronischer Musik. Wie gerufen kommt die 10. Soliparty der Autonomen Antifa am 22. Oktober in der KTS Freiburg. Hier wird mal wieder alles kombiniert: essen, trinken, rauchen, Musik hören und Politik finanzieren!

    Los geht’s um 21 Uhr in der Kneipe mit dem unglaublich guten Essen der VoküfA. Danach gibt es Live-Musik von Human Niagara, die euch mit Post-Punk auf den Abend einstimmen, und politischen Hip Hop aus Frankfurt von Das Mutti Love Inferno. Wenn die Stimmung den Siedepunkt erreicht, übernimmt DJane Iguana aus Freiburg mit Minimal und Funk-Breakbeats. Am Ende erleuchtet DJ Freemerge wie jedes Jahr seine treue Fangemeinde mit Break-Core, Blasphemie, Krach und Zerstörung.

    Im Großen Raum beginnt das elektronische Spektakel um Mitternacht mit J. Kazimierz und Hans Klein vom Kollektiv Roter Sternenfunken aus Mannheim. Nach vier Stunden Tanzen und Raven lassen Hall und Rausch mit Bass Music back to back mit DJ Goldfrettchen mit Orientech die Träume schweben. Den ganzen Abend lang gibt’s von notanotherbrickinthewall deliziöse Visual Art für die Augen. Kommt in die KTS und feiert mit uns!

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    Ein Film von Bodo Kaiser und Siggi Held

    40 Jahre ist es her, seit der Bauplatz für das geplante Kernkraftwerk in Wyhl erfolgreich besetzt wurde – trotz massivem Polizeiaufgebot. Die Basis dieses Erfolgs: eine entschlossene Kaiserstühler Bevölkerung und radikal politisierte StudentInnen – darunter viele organisierte Kommunisten. „Whyl“ gilt aus heutiger Sicht als Gründungsmythos der Ökobewegung.

    ZeitzeugInnen-Interviews, alte Filmaufnahmen, historische Fotos, Flugblätter und Lieder-Texte zeichnen die Ereignisse um den Widerstand gegen das AKW eindrucksvoll nach – dabei werden auch die Widersprüche im Zusammenhang zwischen Ökonomie und Ökologie angesprochen.

    Der Schwerpunkt des Films kreist um die Fragen: Welche Rolle spielten die Linken? Welchen Einfluss hatten sie auf den Verlauf des Geschehens? In bisherigen Veröffentlichungen werden diese Fragen meist nur am Rande aufgegriffen.

    Jeweils am 2. Freitag im Oktober, November und Dezember zeigt die Autonome Antifa Freiburg einen Teil der Filmtrilogie von Bodo Kaiser und Siggi Held zu Berufsverboten, Anti-AKW-Protesten in Wyhl und den Häuserkämpfen in Freiburg Anfang der 80er Jahre.

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    Ein Film von Bodo Kaiser und Siggi Held

    Anfang der 80er Jahre erlebte die Bundesrepublik die bis dahin größte Welle von Hausbesetzungen. In Stadt und Land brachte man es auf über vierhundert besetzte Häuser. Spielte der maoistische KBW während der ersten Häuserkampfbewegung um die Freiau 1975 in Freiburg noch eine gewisse Rolle, standen die nachfolgenden Auseinandersetzungen (zum Beispiel Dreisameck, Schwarzwaldhof) eher unter dem Zeichen der Verwirklichung alternativer Kultur- und Lebensformen.

    In dem Zusammenhang war die »Szene« in unterschiedliche Blöcke aufgeteilt: Aufgeklärte und politisch interessierte Bürger, politisierte Intellektuelle, linksgerichtete Dozenten und Studenten, Mitglieder kommunistisch organisierter Gruppen, Kulturszene, Autonome, Halbautonome, Punkszene, RAF Sympathisanten, Bejaher alternativer Lebensformen usw. Sie stellten jenen Mix dar, der es schaffte, Demonstrationen von 10.000 Menschen zu mobilisieren. Dabei spielt die Gewaltfrage auf dem Hintergrund der politisch-ideologischen Anschauun-gen der Hausbesetzer eine zentrale Rolle.

    Diogenes in Freiburg beleuchtet diesen Prozess ausführlich, indem er sowohl die »Szene« als auch die »Stadtpolitik« mit Interviews, dokumentarischem Material und »Zwischenspielen der Hausbesetzerinnen und Hausbesetzer« auf informative und unterhaltsame Art und Weise vor Augen führt.

    Jeweils am 2. Freitag im Oktober, November und Dezember zeigt die Autonome Antifa Freiburg einen Teil der Filmtrilogie von Bodo Kaiser und Siggi Held zu Berufsverboten, Anti-AKW-Protesten in Wyhl und den Häuserkämpfen in Freiburg Anfang der 80er Jahre.