• Mittwoch, 05.08.2015

    Wir haben unsere Website und das Archiv der Antifa Freiburg neu programmiert. Die Seiten basieren nun auf der aktuellen Version 3.0 des Content Management Systems SPIP und auf dem Framework SPIPr. Durch den Einsatz von Bootstrap ist die Seite responsive und somit auch auf mobilen Geräten lesbar. Auch ohne JavaScript sollte die Seite voll funktionsfähig sein, so dass sie beispielsweise auch mit Orweb oder NoScript benutzt werden kann. Den Audio Flash-Player haben wir durch einen HTML5-Player ersetzt. Zudem haben wir den Rewrite für eine Restrukturierung der Seiten und viele kleine Detailverbesserungen genutzt. Sollten euch Fehler auffallen, freuen wir uns über eine Nachricht.

  • Dienstag, 04.08.2015

    Nach der großen No-TAV Wanderung im Juli und der gerichtlichen Ablehnung der Klagen gegen den Flughafenneubau bei Notre-Dame-des-Landes in der Bretagne, bleibt die ZAD-Szene in Frankreich in Bewegung. Die Klagen wegen Wasserschutzbelangen auf dem seit Jahren besetzten Gebiet nördlich von Nantes waren am 17. Juli abgeschmettert worden, anders als im Fall der ZAD Roybon gegen Luxustourismus in der Isère. Premier Valls verkündete schlagartig dies bedeute die baldige Wiederaufnahme der gestoppten Bauarbeiten des Vinci-Konzerns, trotz des anhaltenden Widerstandes zehntausender (Film o.V.; en)...
    Ebenfalls im Juli gab es ein Vernetzungstreffen von ZAD-Aktiven. In Bure in der Lorraine findet noch bis zum 10. August ein Treffen linker Bewegungen gegen die Atommüllentsorgungspläne des Andra-Konzerns statt. Unsere FreundInnen in Dijon planen ihrerseits die zweite Bauphase des sogenannten Öko-Quartiers („Vauban 2.0“) zu verhindern und rufen für den 17. Oktober zur Demonstration für den Erhalt der seit März 2010 besetzten Gemeinschaftsgärten und Wohnprojekte des Quartier des Lentillères auf.
    Les ZAD, c’est la révolte!

  • Montag, 03.08.2015

    Am 1. August fand in Schönenberg bei Zürich ein „Blood & Honour“-Konzert. Als Nazibands traten Amok (CH), Flathead FH:33 (UK), Kommando S3 (D) und Die Lunikoff Verschwörung (D) auf. Es nahmen über 100 Nazis teil. Die Bullen führten zwar Kontrollen durch, ließen die Nazis aber ansonsten gewähren. Die Sonntagszeitung berichtete außerdem über den Amok-Aushilfsbassisten Alexander Gorges und dessen Waffendeal mit Michel Friedrich. Zu Friedrich wurden weitere Antifarecherchen auf Indymedia veröffentlicht.

  • Sonntag, 02.08.2015

    Am 31. Juli wurde auf Hacker News ein Dump der Generalbundesanwaltschaft veröffentlicht, vermutlich als Reaktion auf die Repression gegen den geheimdienstkritischen Blog netzpolitik.org. Neben öffentlichen Texten von der Website wurden per SQL-Injections auch Anmeldeinformationen für ein PHP-Backend erbeutet.

  • Sonntag, 02.08.2015

    „In Hamburg entsteht eine neue Rote Flora“ warnt das Abendblatt und in der Tat, sollte das besetzte Kollektive Zentrum im Münzviertel weiterhin schikaniert werden, könnten viele ReisechaotInnen ihren Weg in die Hansestadt finden.
    Autonome Räume statt populistische Klatschpresse!

  • Sonnabend, 01.08.2015

    In der Nacht auf den 31. Juli gab es einen Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Balingen im Zollernalbkreises. Unbekannte haben Benzin auf den Kellerabgang geschüttet, was um 7:20 Uhr entdeckt wurde. Daraufhin wurde das Gebäude, in dem über 50 Flüchtlinge wohnen, kurzzeitig evakuiert. Am 2. August wird es um 14 Uhr vor der Stadtkirche am Marktplatz eine Kundgebung gegen Rassismus geben.

  • Freitag, 31.07.2015

    Die JVA Freiburg hat ein Telefonverbot gegen Thomas Meyer-Falk aufgehoben. Verhängt wurde die repressive Maßnahme gegen Thomas, weil dieser sich mit einem Mitgefangenen, der sich im Hungerstreik befand, solidarisiert hatte. Gegen die Sperrung des Telefonkontos gab es Proteste der Roten Hilfe.

  • Donnerstag, 30.07.2015

    Nachdem der Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ Strafanzeige gegen die Betreiber von netzpolitik.org wegen der Veröffentlichung von Geheimdienstumtrieben gestellt hat, ermittelt nun die Bundesanwaltschaft wegen Landesverrats. Dieser Versuch politische Zensur mittels des juristischen Gummiparagraphen Landesverrat durchzusetzen ist ein Testballon zur Unterdrückung freier Medien im Internet.

  • Mittwoch, 29.07.2015

    Nach der Veröffentlichung unseres Communiqués zum geplanten Waffendeal zwischen Michel Friedrich und Alexander Gorges gab es diverse Presseberichte. Bereits in der Nacht auf den 28. Juli wurden bei beiden Nazis Razzien durchgeführt.
    bnr | jW | taz | FR | HNA

  • Dienstag, 28.07.2015

    Wir haben ein Communiqué über einen geplanten Waffendeal zwischen den „Combat 18“-Nazis Michel Friedrich und Alexander Gorges veröffentlicht.

  • Montag, 27.07.2015

    Berthold Ruf, Singersbach 4, 77793 Gutach, hat auf Facebook ein Nazitreffen in seinem Berghof in Gutach (Schwarzwaldbahn) angekündigt. Ruf will eine Vereinigung namens „Berghof-Elite“ gründen und danach den Mitgliedern unter anderem einen „Kampf- und Trainingsplatz“ sowie einen Versammlungsraum für etwa 600 Personen zur Verfügung stellen.

  • Sonntag, 26.07.2015

    Am 25. Juli gab es im Rahmen der Aktionstage „Stadt selber machen“ einen Rave durch die Innenstadt und anschließend eine symbolische Hausbesetzung in der Bertoldstraße 22. Die Aktionstage endeten am 26. Juli mit VoKü und Film in der KTS.

  • Sonnabend, 25.07.2015

    Beim Landesparteitag der Rest-AfD am 25. Juli in Pforzheim wurden der Stuttgarter Lothar Maier, der Pforzheimer Bernd Grimmer und der Karlsruher Jörg Meuthen, der auch im AfD-Bundesvorstand ist, zu den neuen Landesvorsitzenden gewählt. Weitere Mitglieder des Landesvorstands sind die stellvertretenden SprecherInnen Marc Jongen, Rüdiger Klos und Christina Baum sowie der Schatzmeister Wolfram Hirt und der Schriftführer Joachim Kuhs. Bereits am 17. Juli wurde bei der Mitgliederversammlung der AfD Freiburg der Antrag auf Auflösung des Kreisverbands mit 13 zu 9 Stimmen von der Tagesordnung genommen, womit sich die rechten Hardliner durchsetzten. Neuer Sprecher der AfD Freiburg ist Jack Gelfort, Schatzmeister bleibt Michael Dyllick-Brenzinger, als Rechnungsprüfer fungieren Andreas Schumacher und Lorenz Drabke. Die Presse berichtete weder über den Hitlergruß bei der Mitgliederversammlung noch über die bisherigen Aktivitäten des neuen Beisitzers Detlef Huber. Diese führten von der Hamburger Burschen-Wahlliste „Uni aktiv“ über die rechtsradikale Organisation „Die Deutschen Konservativen e.V“ bis zur Schill-Partei. Zudem ist der Rechtsanwalt und Geschäftsmann Detlef Huber Mitglied der Naziburschenschaft „Germania Hamburg“ in der „Deutschen Burschenschaft“.

  • Freitag, 24.07.2015

    Am 24. Juli wurden die Aktionstage „Stadt selber machen“ mit einer Platzbesetzung begonnen. Im Park neben den Gutleutmatten gab es VoKü und ein Freiluftkonzert vor Gewitterkulisse.

  • Donnerstag, 23.07.2015

    Nachdem die Katholische Süddeutsche Studentenverbindung (KSStV) Alemannia zu München im Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV) im Münchner Hofbräukeller randaliert und Nazilieder gegröhlt hat, will der Wirt nun gegen alle Studentenverbindungen vorgehen. Es ist abzusehen, dass der Rauswurf am Ende nur gegen explizite Naziverbindungen bestehen bleibt, aber immerhin muss die Deutsche Burschenschaft dann woanders saufen.

  • Mittwoch, 22.07.2015

    Am 20. Mai 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die griechische Insel Kreta. Die Nazitruppen verübten in den vier Jahren Besatzung grausame Massaker an der Bevölkerung der Mittelmeerinsel. Das Autonome Medienkollektiv Kreta hat sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben und einen Medienkollektivartikel auf deutsch und englisch veröffentlicht. Wir zeigen am 13. September um 20 Uhr den Kreta-Film „Als die Deutschen vom Himmeln fielen“ in der KTS Freiburg. Kein Vergessen, kein Vergeben!

  • Dienstag, 21.07.2015

    Die Göttinger Bullen haben über Jahre von linken Demos Verlaufsberichte an den Verfassungsschutz übermittelt. Heraus gekommen ist der Skandal durch die Klage des Göttinger Anwalts Sven Adam auf Akteneinsicht beim VS.

  • Dienstag, 21.07.2015

    Am 21. Juli gab es Repression bei der Ankunft der Alternatiba-Fahrradtour auf dem Hof der Gartencoop in Tunsel.

  • Montag, 20.07.2015

    Am Sonntag, den 26. Juli, laden wir um 21 Uhr in die KTS zum Ciné Dimanche ein. Im Rahmen der „Stadt selber machen“-Aktionstage zeigen wir den Film Une vie de lutte über den Mord an Clément Méric.

  • Sonntag, 19.07.2015

    Autonome Gruppen haben wegen der unter anderem von der SPD praktizierten rassistischen Bundespolitik das Dienstgebäude des Bremer Innensenators Ulrich Mäurer angegriffen.

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    Der Kasseler Michel Friedrich will in den nächsten Tagen zwei halbautomatische Pistolen vom Kaliber 9 mm samt zugehöriger Munition an Alexander Gorges verkaufen. Beide Nazis kennen sich seit Jahren und gehören zum Netzwerk von „Combat 18“ in Deutschland. Wir veröffentlichen die Details kurz vor dem Zustandekommen des Waffendeals, um die weitere Verbreitung von Schusswaffen unter Nazi-Terroristen zu behindern.

    Die konkreten Planungen für Kauf der Pistolen begannen am 20. Juni 2015. An diesem Abend bekam Gorges von Friedrich die ersten Details des Waffendeals mitgeteilt: „Para 9mm. 1600 soviele du willst....mit muni. .wird noch geklärt wieviele jeweils dabei sind. Haken...Vorkasse ..weil dann einfuhr erst“. Friedrich offerierte also eine beliebige Anzahl Pistolen vom NATO-Standardkaliber 9 mm Parabellum für 1.600 Euro pro Stück samt Munition. Er forderte Vorkasse, da erst dann die Waffen per Mittelsmann im Ausland bestellt würden. Daraufhin äußerte Gorges Bedenken: „Also kann auch sein das die nicht kommt wenn der gepackt wird ? Und wie schnell kommt die ?“ Friedrich versuchte die Bedenken zu zerstreuen und Gorges zum Kauf von möglichst vielen Waffen zu bewegen: „Doch das gibt ne garantie das die ankommen....zwischen zwei und fünf tagen. Je mehr desto besser. ..weil für eine is die fahrt halt immer zu Risiko haft“. Gorges bestellte „2 bis 3“ Pistolen und Friedrich lockte mit weitergehenden Waffendeals für den Fall eines erfolgreichen Geschäfts: „Kein Problem. ..wenn die klappen kann man auch über was anderes reden ;-)“

    Der Geldtransfer sollte per Briefpost stattfinden, da sowohl eine Banküberweisung als auch eine Bezahlung per Western Union von den beiden Nazis als zu unsicher verworfen wurde: „Per Post is das beste. ..da gibt’s keinen Nachweis. Hier schon mal meine Adresse: Michel Friedrich, Simmershäuserstr. 102 D, 34125 Kassel“. Am 25. Juli bestellte Gorges schließlich die Waffen: „2 Stück Geld geht Moin raus sobald ich nen Preis hab ich weiß ner mehr genau was es war“. Friedrich nannte erneut als Summe „Einssechs. ..pro...“ und Gorges kündigte den Versand des Geldes für den 27. Juli an: „Ok alles pack ich heute ein und Montag bringt die Frau es weg !“. Friedrich bestätigte noch einmal den Deal: „Ok. ..wenn es da is kann ich bestellen”. Mindestens eine der Waffen will Gorges mit einem Aufschlag von 100 Euro für 1.700 Euro in Nazikreisen weiterverkaufen.

    Michel Friedrich, geboren am 12.06.1985 in Meiningen, trägt auf seiner Brust ein Tattoo, das einen schießenden Soldaten mit dem Leitspruch von „Combat 18“ zeigt: „Mögen sie uns hassen, solange sie uns fürchten“. Auf seinem Bauch steht groß eintätowiert „Sturm 18“, der Name einer Kassler Kameradschaft, deren Gründungsmitglied Friedrich war. Die Worte „Blut“ und „Ehre“ auf seinen Waden erinnern an die Inschrift auf den Fahrtenmessern der Hitlerjugend, die namensgebend für das Nazinetzwerk „Blood and Honour“ war.

    Seit seiner Jugend ist Friedrich als Hooligan und rassistischer Gewalttäter bekannt. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Bereits im Sommer 2012 wurde er wegen seiner Mitgliedschaft bei den „Bandidos“ Kassel in der Presse als Bindeglied zwischen Naziszene und organisierter Kriminalität dargestellt. Insbesondere wegen seiner Aussage, die beiden NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos bei Konzerten gesehen zu haben, steht er im Fokus von Presse und antifaschistischer Recherche. Friedrich meinte sich zu erinnern, Uwe Mundlos möglicherweise bei einem von ihm mitveranstalteten Konzert am 18. März 2006 in Kassel gesehen zu haben. Das Konzert soll anlässlich des 30. Geburtstags des „Sturm 18“-Mitbegründers Stanley Röske im damaligen Clubhaus der „Bandidos“ in der Wilhelm-Speck-Straße 13 in Kassel stattgefunden haben.

    Friedrich soll am 18. März 2006 als Mitglied der „Streetfighting Crew“ der Dortmunder „Combat 18“-Band „Oidoxie“ für die Security bei diesem Konzert verantwortlich gewesen sein. Knapp drei Wochen später, am 6. April 2006, wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in der Holländischen Straße 82 in Kassel mit der Česká CZ 83 des NSU ermordert. Der Verfassungsschützer Andreas Temme befand sich zu diesem Zeitpunkt in Yozgats Internetcafé. Temmes V-Mann Benjamin Gärtner war gut mit Michel Friedrich alias „Leihgabe“ bekannt und berichtete seinem V-Mann-Führer regelmäßig über dessen Aktivitäten, von der „Deutschen Partei“ bis zu „Sturm 18“. Andreas Temme wiederum sprach bei seiner Zeugenaussage im April 2014 in München nur von „Randerkenntnissen“ im Zusammenhang mit „Sturm 18“.

    Die Überschneidungen zwischen „Sturm 18“ aus Kassel und der „Streetfighting Crew“ um Marko Gottschalk aus Dortmund sind gut dokumentiert, ebenso die terroristischen Umtriebe von Mitgliedern der „Streetfighting Crew“ wie Robin Schmiemann und Sebastian Seemann. Auch aus anderen Quellen geht die enge Verbindung zwischen „Sturm 18“ und der „Streetfighting Crew“ hervor. So schrieb der wegen Verstoß gegen das Waffengesetz mehrere Jahre lang inhaftierte und aktuell wegen Drohbriefen an die Rote Hilfe unter Bewährung stehende Mario Messerschmidt am 27.02.2015 über Stanley Röske:

    „Für mich ist er [Anm.: Stanley Röske] kein Kamerad und dafür hat er mir einst sehr deutlich den Beweis geliefert, als ich nämlich meinen Führerschein opferte, er war der Fahrer, ich nahm es nach Absprache mit allen Beteiligten (Lev [Anm.: Mario „Leverkusener“ von Sturm 18], Leihgabe [Anm.: Michel Friedrich], Stanley und noch eine Person aus Thüringen) auf meine Kappe. Die anderen wollten für "alle mir entstehenden Kosten" aufkommen. Was so nie geschah. Bei der Gründung der Oidoxie Streetfighting Crew in Dortmund sollte mir Stanley eigentlich 200 Taler (Ratenweises abzahlen) übergeben, stattdessen erschien es Stanley wichtiger das Geld für seine Tättowierungen zu investieren. Das war ein Grund, warum ich aus der Crew sofort wieder ausgetreten bin. Ich führte damals über meine Gründe ein kurzes Gespräch mit Gottschalk (weiß aber nicht ob dieser sich noch daran erinnert, liegt ja schon etwas zurück) und dass ich einigen Leuten schlichtweg nicht mehr vertrauen kann. Hin und wieder schickte Stanley dann "Düse" [Anm.: Danyel Huth] vor um mich auszuhorchen und als ich endlich handlungsfähig war (ich glaube, du weißt was ich damit sagen will...) und Düse schöne Grüße an Stanley und Co. ausrichten ließ ... erst da konnte er auf einmal etwas zahlen.“

    Mario Messerschmidt soll bei dem von Michel Friedrich mitorganisierten Konzert am 18. März 2006 ebenfalls anwesend gewesen sein und dort ein T-Shirt mit der Aufschrift „Sturm 18 Thüringen“ getragen haben. Bei einer Lichtbildvorlage will Michel Friedrich Uwe Böhnhardt von einem gemeinsamen Besäufnis in Thüringen wiedererkannt haben und empfahl, für Details bei Mario Messerschmidt nachzufragen. Messerschmidt ist ein alter Bekannter von Alexander Gorges.

    Alexander Gorges, geboren am 7. Mai 1982 in Leinefelde, lebt aktuell bei seiner derzeitigen Freundin Anna Stegmair in der Sommerstrasse 4a in 86444 Affing bei Augsburg. Gorges rückte im Nachgang des „Blood & Honour“-Konzerts am 19. April 2014 im Elsass erstmalig in den Fokus antifaschistischer Veröffentlichungen. Er begann seine Nazikarriere in Duderstadt und noch immer pflegt er Kontakt zu dortigen „Kameraden“ wie Fabian Schwedhelm, mit dem er kürzlich nach Spanien flog und unter anderem Saragossa besuchte. Nach seinem Wegzug aus Duderstadt war Gorges in Dortmund und Zürich in „Combat 18“- und „Blood & Honour“-Kreisen aktiv.

    Die „Combat 18“-Szene ist geprägt von Konkurrenzdenken und offenen Feindschaften. Stanley Röske, der sich im Mai 2014 gemeinsam mit anderen Nazis für Schießübungen in den Niederlanden aufgehalten haben soll, erhob gemeinsam mit Jonas Käufler im Nachgang des Konzerts im Elsass schwere Vorwürfe gegen Gorges. Dieser hätte die Konzerteinnahmen veruntreut und anmaßend ein ihm nicht zustehendes Logo getragen. Zudem gilt Gorges in den mit ihm zerstrittenen Teilen der „Combat 18“-Szene nach wie vor als Spitzel und V-Mann. Patrick de Bruin aus den Niederlanden wurde bei einem Nazi-Event in Dortmund-Dorstfeld sogar körperlich angegriffen, als er zu erkennen gab, mit Gorges zu sympathisieren. Gorges wiederum sprach davon, dass der Emmendinger Nazi Philipp Mang bei dem Konzert im Elsass 1.800 Euro gestohlen hätte. In internationalen Zusammenhängen stellt sich Gorges nach wie vor als „Blood & Honour“ Deutschland und als „Combat 18“ dar. Er handelt weiterhin mit Nazimusik und -shirts und pflegt in diesem Zusammenhang regen Kontakt mit dem Berliner David Halwass, der auch indizierte Musik vertreibt. Nach diversen Bandmitgliedschaften, unter anderem bei „Oidoxie“ aus Dortmund, ist Gorges inzwischen bei Nazibands wie „Bloodline“ oder der Schweizer „Blood & Honour“-Band „Amok“ aktiv. Der „Amok“-Sänger Kevin Gutmann soll Anführer einer Nazibande gewesen sein, die am 4. Juli in Zürich einen orthodoxen Juden angegriffen hat. Die Naziband „Amok“ plant für den 1. August einen Auftritt in der Schweiz.

    Wie im Falle des Nazi-Bombenbauers Thomas Baumann zeigt sich wieder einmal, dass autonome antifaschistische Recherche notwendig ist, um terroristische Bestrebungen und Bewaffnung von Nazis zu sabotieren.

    Autonome Antifa Freiburg


    Communiqué und Reaktionen auf Indymedia linksunten

    Ciné Dimanche: Als die Deutschen vom Himmel fielen

    Sonntag, 13. September 2015, 20 Uhr, KTS Freiburg

    Am Sonntag, den 13. September zeigen wir den Kreta-Film „Als die Deutschen vom Himmeln fielen“. Der Film erzählt vom Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen. Für die Frauen, Männer und Kinder war es ein Kampf um Freiheit, gegen die Vernichtung ihrer Angehörigen und die Zerstörung der Dörfer.

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    Doch die Erzählungen offenbaren auch die Konflikte, die sich während der Besatzungszeit innerhalb des Widerstandes an der Frage der politischen Zukunft des Landes entzündeten und unter Einflußnahme der Alliierten und der deutschen Truppen im Bürgerkrieg mündeten. Den Erzählungen der griechischen Protagonisten folgend greift der Film eine weitere Spur auf. An 1941 errichteten Ehrenmälern pflegen Wehrmachtsveteranen im Schulterschluss mit Bundeswehrsoldaten ihre Geschichtsschreibung: Es ist der Mythos von mutigen und opferbereiten Soldaten, die der Pflicht der Vaterlandsverteidigung gefolgt seien.

    Kreta – die meisten Deutschen verbinden mit dem Namen nicht mehr als eine Urlaubsinsel im Mittelmeer. Heutzutage ist wenig bekannt, dass die deutsche Wehrmacht mit der Invasion vom 20. Mai 1941 eine vier Jahre währende Besatzung der Insel begann. Die deutschen Soldaten – insbesondere die Spezialeinheiten der Fallschirmjäger und der Gebirgsjäger – verübten grausame Massaker an der Zivilbevölkerung und brannten aus Rache für den Widerstand der kretischen Widerstandsbewegung Andartiko gegen den deutschen Überfall ganze Ortschaften nieder.

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    Das Autonome Medienkollektiv Kreta hat sich anlässlich der Jubiläumswoche eines anarchistischen Squats in Heraklion auf die Spuren der Vergangenheit begeben und Interviews mit Überlebenden geführt. Kein Vergessen, kein Vergeben!

    Medienkollektivartikel auf deutsch und englisch