• Sonntag, 13.10.2019

    Das Verbot des Nazikampfsportevents „Kampf der Nibelungen“ im ostsächsischen Ostritz bleibt bestehen. Das sächsischen Oberverwaltungsgericht bestätigte eine Entscheidung des Dresdner Verwaltungsgerichts, welches einen Eilantrag der Nazis gegen das Verbot abgelehnt hatte. Die Nazikampfsportszene ist seit Jahren ein Organisationsmodell militanter Neonazis.

  • Sonnabend, 12.10.2019

    Am 12. Oktober demonstrierten bis zu 1.000 Menschen gegen den türkischen Angriffskrieg auf Kurdistan in der Freiburger Innenstadt. Zuvor hatten bereits knapp dreihundert Menschen unter anderem aus der progressiven Fußball-Fanszene eine Kundgebung gegen die neuen Polizeigesetze abgehalten die danach mit der Demo gegen Erdogan verschmolz. Gemeinsam gegen die rechte Gewalt!

  • Freitag, 11.10.2019

    Das Programm der autonomen Kulturwoche vom 16. bis 27. Oktober 2019 wurde veröffentlicht. Elf Tage lang wird die autonome Politik der letzten 25 Jahre mit politischen Vorträgen, Workshops, Konzerten und Aktionen gefeiert. Auf die nächsten 25!

  • Donnerstag, 10.10.2019

    Der Nazi Stephan Balliet hat am 9. Oktober, dieses Jahr das Datum des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur, die Synagoge in Halle überfallen und die Tat live ins Internet gestreamt. Mit selbstgebauten Schusswaffen sowie Brand- und Sprengsätzen attackierte er die Synagoge in der Humboldtstraße, schaffte es jedoch nicht in das Gebäude einzudringen. Neben Antisemitismus waren auch Frauenfeindlichkeit und Rassismus handlungsleitende Motive des Täters. Vor der Tür der Synagoge tötete er aus Frust wahllos eine Passantin und fuhr dann ziellos durch Halle. Balliet hielt an einem Dönerladen und tötete in dem Laden einen Mann, ein weiterer Mann und eine Frau wurden verletzt. Nach einer Flucht in einem gestohlenen Taxi konnte Balliet gestoppt werden. Ursprünglich hatte Stephan Balliet wohl einen Angriff auf ein Antifa-Zentrum oder eine Moschee erwogen. Er gab in einer Art Bekennerschreiben als Zweck seiner Tat an: „The whole deal is to show the viability of improvised guns. After all some of you fellows don’t have the luxury of industrial-made equipment.“ Er gab zudem an, die STL-Dateien zur Herstellung der von ihm eingesetzten Waffen mittels eines 3D-Druckers veröffentlicht zu haben. Balliet wollte offenbar Nachahmer produzieren und praktisch unterstützen. Der rechtsradikale Attentäter erinnert wie Maurice Konstantinov an die “lone wolves”, die in der Studie White Homicide Worldwide untersucht wurden.

  • Mittwoch, 09.10.2019

    Verschiedene NGOs haben Strafanzeige „wegen Verstoßes gegen § 18 Abs. 2 Nr. 1 und § 18 Abs. 5 Nr. 1 des Außenwirtschaftsgesetzes gegen Herrn Markus Meiler, Geschäftsführer der Elaman GmbH, Herrn Holger Rumscheidt, Geschäftsführer der Elaman GmbH, Herrn Carlos Gandini, Geschäftsführer der FinFisher GmbH, Herrn Lucian Hanga, Geschäftsführer der FinFisher Labs GmbH, Herrn Holger Tesche, Geschäftsführer der FinFisher Labs GmbH, weitere, namentlich nicht bekannte Mitarbeiter:innen der Elaman GmbH, der FinFisher GmbH und der FinFisher Labs GmbH, alle geschäftsansässig in der Baierbrunner Straße 15, 81379 München, gestellt. Die Verdächtigen geben, soweit sie Angehörige der Firmen FinFisher GmbH und FinFisher Labs GmbH sind, postalisch als Geschäftssitz an: c/o Kanzlei hph, Sapporobogen 6-8, 80637 München.“ Nun hat FinFisher mit einer Unterlassungsklage wegen der Namensnennungen reagiert, woraufhin Artikel offline genommen wurde.

  • Dienstag, 08.10.2019

    Weil er am 8. Dezember 2017 in Notwehr den Falangisten Víctor Láinez vor einer Kneipe in Saragossa tödlich verletzte, fordert die spanische Staatsanwaltschaft 25 Jahre Haft gegen den Antifa Rodrigo Lanza. Sein Prozess ist vom 4. bis 11. November terminiert. Unterstützt Rodrigo und sein Umfeld!.
    Spenden an:
    Associació Espai Trobada (ASSET)
    ES93 3025 0002 4314 3342 9402 (Bank: Caixa d’Enginyers)
    Als Betreff einer Überweisung muss "donación" (Spende) angegeben werden. Bei Summen die über 100 € gehen muss ein voller Name und die ID-Nummer eines Ausweispapieres angegeben werden

  • Montag, 07.10.2019

    Jock Palfreeman wurde 2009 in Sofia zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er bei einem rassistischen Überfall eingegriffen hatte. Eine Gruppe rechter Hooligans attackierte damals einen Roma. Einer der Angreifer, Andrej Monov, Sohn eines ranghohen Regierungsmitarbeiters und früheren Polizeibeamten, wurde durch einen Messerstich tödlich verletzt. Der australische Staatsbürger Jock wurde mit 21 Jahren wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt und sitzt seit 2007 in einem bulgarischen Knast. Die nach bulgarischem Recht eigentlich endgültige Entscheidung vor zwei Wochen, Jock auf Bewährung zu entlassen, hat einen Aufschrei unter Nazis und rechten Politikern hervorgerufen, so dass der Generalstaatsanwalt in einem beispiellosem Schritt beim Gericht beantragt hat, die Bewährung zu widerrufen. Das oberste Berufungsgericht will nun binnen zwei Wochen entscheiden, ob die Bewährung für Jock doch noch widerrufen wird.

  • Sonntag, 06.10.2019

    Nachdem die Präfektur in Dijon das besetzte Haus in der CPAM am 9. September räumen ließ, gab es zahlreiche Aktionen und Solidaritätsbekundungen. Der unhaltbare Zustand eines von der Gemeinde geduldeten Camps wurde durch die Besetzung eines leerstehenden Hauses in der rue Becquerel 11 am 28. September beendet. Nun haben die 70 Geflüchteten aus der CPAM wieder ein Zuhause – der Unterpräfekt Frédéric Sampson posiert derweil in einem Fernsehinterview grimmig vor dem Bild des Präsidenten mit Gendarmenhelm auf dem Arbeitstisch.

  • Sonnabend, 05.10.2019

    In den vergangenen Tagen gab es einiges an Bewegung in der deutschsprachigen autonomen Szene. Im Rahmen des TuMalWat-Kongresses in Berlin gab es mehrere Hausbesetzungen und Angriffe – ein Genosse ist seit einer Räumung in U-Haft. In Köln wurde am 3. Oktober ein Haus besetzt, dass im Gegensatz zur Hausbesetzung in Frankfurt am Main wieder geräumt wurde. In Flensburg wurde die Burgstraße 36 besetzt und in Bern besetzten Linksradikale am Wochenende das Betagtenheim Zollikofen. Auch die Besetzung der Gartenstraße 7 in Tübingen geht weiter und die G19 in Freiburg wurde noch nicht geräumt. Derweil feiert die Rote Flora in Hamburg ihr 30-jähriges Bestehen und die KTS ihr 25-jähriges. Auf einen heißen Herbst!

  • Freitag, 04.10.2019

    Am Wochenende um den 22. September gab es ein feministisches Wochenende bei Bure und eine Demo von fast 500 FLTI zum CIGEO-Labor. Am 27. September haben Autonome den Knast von Nancy-Maxéville angegriffen und am 28. September demonstrierten rund 2.500 Menschen für den sofortigen Baustopp und gegen die massive Repression der EdF-Regierung. Alle Mittel sind gut – Hauptsache kein Tiefenendlager!

  • Donnerstag, 03.10.2019

    Das Berliner Kammergericht hat seine „eingeschränkte Erreichbarkeit“ bekannt gegeben. Der Erpressungstrojaner Emotet zeigte keinen Respekt vor den ehrwürdigen Richtern und ihren dienstbeflissenen Lakaien und verschlüsselte gnadenlos dutzende Rechner der Berliner Berufungsinstanz. Zum Glück geht das Fax noch!

  • Mittwoch, 02.10.2019

    Der Ex-NPD-Politiker Maik Schneider wurde vom Landgericht Potsdam unter anderem wegen eines Brandanschlags im August 2015 auf eine Turnhalle im brandenburgischen Nauen in eine, Revisionsverfahren zu neun Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Das Gericht begründete die um 10 Monate länger als von der Staatsanwaltschaft geforderte Haftstrafe mit Schneiders rassistischem Motiv, denn in der Turnhalle hätten Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Schneider war im Januar wegen „vermeidbarer Verfahrensverzögerungen“ aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Verfahren musste nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs wegen der Befangenheit eines Schöffen neu aufgerollt werden.

  • Dienstag, 01.10.2019

    Exif Recherche hat neue Details rund um den Mord an Walter Lübcke am 2. Juni veröffentlicht. Stephan Ernst und Markus Hartmann, der Kasseler Mörder des nordhessischen Regierungspräsidenten und sein Waffenlieferant und Helfer, haben demnach am 1. September 2018 an einem AfD-Aufmarsch in Chemnitz teilgenommen. Beide waren damit entgegen der Behauptungen der Behörden auch in jüngster Vergangenheit politisch aktiv.

  • Montag, 30.09.2019

    Der zweite parlamentarische Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags zum NSU hat seinen Abschlussbericht (PDF) vorgelegt. Wie nicht anders zu erwarten, kommt der Untersuchungsausschuss zu dem Ergebnis: „Wären alle den Sicherheitsbehörden vorliegenden Informationen zum untergetauchten Kerntrio richtig ausgewertet, analysiert und bei der Zielfahndung zusammengefasst worden, hätte dies vermutlich zum Auffinden von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe geführt und damit die Mordserie des ‚Nationalsozialistischen Untergrundes‘ verhindert werden können.“

  • Sonntag, 29.09.2019

    Radio Dreyeckland hat unsere Veranstaltung mit Peter Gelderloos vom 13. September in der KTS Freiburg dokumentiert: Ausschnitte | Mitschnitt

  • Sonnabend, 28.09.2019

    Am Mittwoch, den 02. Oktober 2019, findet auf dem Platz der alten Synagoge in Freiburg ab 14 Uhr eine Mahnwache anlässlich des bundesweiten Aktionstags der Psychiatrie-Toten statt. Es soll der durch, oder infolge von, psychiatrischer Behandlungen verstorbenen Menschen gedacht werden. Es wird darum gebeten in schwarzer Kleidung zu kommen. Zum Thema „Psychiatrie und Menschenrechte“ gibt es am Freitag, den 04. Oktober 2019, einen Vortrag um 18 Uhr in der KTS Freiburg.

  • Freitag, 27.09.2019

    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 25. September entschieden, zwei Klagen gegen das deutsche Gesetz zur anlasslosen Massenüberwachung dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zur Entscheidung vorzulegen. Bis dahin bleibt die Vorratsspeicherung ausgesetzt und Telekommunikationsanbieter müssen auch weiterhin keine Daten ihrer KundInnen speichern.

  • Donnerstag, 26.09.2019

    Trotz der Heftigkeit der staatlichen Angriffe der letzten Wochen ist linker Widerstand in Griechenland weiterhin in vollem Gang. Am 12. September gab es einen Sprengstoffanschlag auf den Sitz der Néa Democratía in Pefki. Am 14. September gab es einen Brandanschlag auf das Bullenrevier Zografou. Am 15. September gab es in Athen autonome Angriffe auf die Néa Democratía und zahlreiche Banken. Am 20. September wurde in Exarchia das im August geräumte Squat Spirou Trikoupi 17 wieder besetzt. Auf einen heißen Herbst!

  • Mittwoch, 25.09.2019

    In den Morgenstunden des 20. September gab es erneut ein Angriff auf die linke Szene in Italien. Wegen der Auschreitungen infolge der Räumungen im Februar wurden elf Aufenthaltsverbote für die Provinz Turin ausgesprochen – die drei Compas Ammanuel Francesco Rezzonico, Federico Daneluzzo und Patrick Bernardone wurden festgenommen. Schreibt ihnen:
    C.C. Lorusso Cotugno
    via Adelaide Aglietta 35
    cap 10149 Torino

  • Dienstag, 24.09.2019

    In Dresden gab es am 24. September Razzien bei sieben Nazis. Neben einem Verfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung laufen auch Ermittlungen wegen besonders schwerer Landfriedensbrüche im Zusammenhang mit dem Pogrom am Flüchtlingsheim in Heidenau sowie den Angriffen auf ein Zeltlager für Flüchtlinge in Dresden im Sommer 2015.

  • RSS Meldungen

  • RSS Artikel

    25 Jahre KTS Jubiläum – Programmübersicht

    KTS Jubiläum vom 16. bis 27. Oktober 2019 in Freiburg

    Programmübersicht zu den Autonomen Kulturtagen in der KTS Freiburg vom 16. bis 27. Oktober 2019

    JPEG - 4.4 MB

    Mittwoch, 16.10.

    18:00: Vortrag: "Wie funktioniert Gentrifizierung/Verdrängung? Und was können wir dagegen tun?" (R-a-S)

    19:30: Filme: Freiburger Freiraumkämpfe I

    Véto Noir (dark post pop) | First Spring (Punk) | congreed | The Cavities, Cockroach Planet

    Donnerstag, 17.10.

    20:00 Uhr,Vortrag: "Extinction Rebellion (XR) vs. Diversity of Tactics" (englisch)

    seafood shows: Lassie (synth. Garage, Leipzig) De Klumb (weird flute, Leipzig) Lobster Lobster (powerpop, F***burg)

    Freitag, 18.10.

    15:00 - 18:00 Workshop: Hangry zine :: "D.I.T. workshop :: Let’s destroy body norms!"

    Konzerte: Infoladen-Geburtstag Low-end Models Dog Dimension Der ganze Rest

    Samstag, 19.10.

    19:00 Infoveranstaltung: "Was tun wenn’s brennt?" (EA Freiburg)

    23.00 Dub-Club, Digital Steppaz & ECHOLOT & Feministischer Rap – 2nd floor: RENÉ_BINAMÈ + support 20:30

    Sonntag, 20.10.

    ganztägig: OpenSpace

    10:00-15:00 Workshop: Skills for Action Training

    15:00 Clown-Impro ’Colombina’ | Lucie Betz

    17:00 Offenes Treffen zu den Squattingdays

    19:00 Theater: Spontan Brutal Improtheater im Café

    Montag, 21.10.

    19.00 Vortrag: Das Archiv für soziale Bewegung - Geschichte selber schreiben

    20.00 Vortrag: radar.squat.net (englisch)

    21:30 Vortrag: Squatting in the Netherlands (englisch)

    22:30: Filme: Freiburger Freiraumkämpfe II

    Dienstag, 22.10.

    19:00 Vortrag: Stand der Dinge in den Verfahren um linksunten.indymedia.org

    21:00: Hadji Ahmed und Früchte des Zorns (FAU-Soli) + 23.00 Boom

    Mittwoch, 23.10.

    20:00 Vortrag mit Buchvorstellung: "Künstliche Intelligenz - digitalisierte Fremdbestimmung" mit Autor*innenkollektiv Capulcu (EA Freiburg)

    21:30 Konzerte: DR MOKSHA(indy) Les Givashits Cellar (Punk/Hardcore)

    22:30 Film+Diskussion "Verdrängung hat viele Gesichter"

    Donnerstag, 24.10.

    17:00 Vortrag: "The worst counter-summit of all times"/ G7 2019 in Euskal-Herria (d/en)

    21:30 Konzerte: ZE KVRTS (zad-sounds) + Taste Freeze (Punk/Hardcore) + Rat.Ten (Punk)

    Freitag, 25.10.

    18:00 Nachttanzdemo: "Raven gegen Rechtsruck und Repression", Stühlinger Kirchplatz

    Aftershow gegen 23Uhr: D1ST1 (rap aus toulouse)! + TH_WOOFA

    Samstag, 26.10.

    Surprise Action-Day

    19:30 Film+Diskussion Deckname Jenny (Ort: t.b.a.)

    Sonntag, 27.10.

    Punk@s-Picnic am Heiligen Münster

    Infos zu den Squatting-days (18.-28.10.)

    Wohnraum Gestalten

    KTS-Jubiläum – 25 Jahre und kein Ende in Sicht!

    Autonome Kulturtage 16.-26. Oktober 2019

    PNG - 2.2 MB

    Das Autonome Zentrum KTS Freiburg existiert seit 25 Jahren und wir wollen mit euch diesen einzigartigen Raum für Kultur und Politik feiern. Vom 16. bis zum 26. Oktober 2019 erwartet euch ein vielfältiges Programm mit unkommerziellen Ausstellungen, DIY-Kultur, Protest, Demos und Festen. Wir erwarten ein krachendes Festival voller libertärer, autonomer, queer-feministischer, radikal-ökologischer und bildungspolitischer Interventionen, das unsere Strukturen stärkt und unsere antikapitalistischen Utopien sichtbar machen kann.

    Das "neue AZ" hat sich nach den Kämpfen der 1980er Jahre und über Besetzungen ab 1994 auf dem Vauban-Gelände seit 1998 an der Baslerstraße etabliert. Hier organisieren wir uns und kämpfen für Emanzipation und gegen die Rechten – und gedenken weiterhin ein Dorn im Auge der Reaktionären zu bleiben. Die Repression der letzten Jahre, Angriffe unserer politischen Feind*innen und das Verfahren gegen Indymedia linksunten halten uns nicht davon ab, weiterhin diesen Raum für anarchistische Politik auszubauen. Mittlerweile feiern und kämpfen mehrere Generationen unter dem Dach des AZ und stellen sich mit aller Kraft gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft – was nötiger erscheint denn je.

    Während der zehntägigen Festlichkeiten im Oktober erwarten wir Freund*innen aus nah und fern, um uns über die Lage der verschiedenen linken Räume auszutauschen und gemeinsam gegen Verdrängung aktiv zu werden. Wir freuen uns auf heiße Herbsttage mit euch, das Programm ist in Arbeit und wird im Laufe des Sommers verfügbar gemacht. Wir organisieren die Infrastruktur und das Kulturprogramm sowie einige Überraschungen in der Hoffnung, dass auch ihr etwas beitragen werdet. Bei Fragen und Rückmeldungen könnt ihr an die untenstehenden Kontaktadressen schreiben.

    Lasst uns lautstark und ausgelassen das 25-jährige Bestehen der KTS feiern – für mehr Autonome Zentren und eine antifaschistische Zukunft!

    do-it-together(at)kts-freiburg.org

    Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [English] [français] [italiano]

    Am 16.05.2019 gegen 20:45 Uhr attackierten die AfD-Gemeinderatskandidaten Dubravko Mandic und Robert Hagerman auf der Kaiserstuhlbrücke bei der Freiburger Messe einen Radfahrer und verletzten ihn. Die AfDler hatten nahezu ausschließlich auf der Brücke provozierende Wahlplakate aufgehängt und warteten in einem Hinterhalt auf Linke, die versuchen würden, die Plakate abzuhängen. In Freiburg wenig verwunderlich geschah dies auch nach kurzer Zeit, wie von den beiden AfDlern erhofft. Mandic als Fahrer und Hagerman als Beifahrer fuhren in einem Mercedes aus ihrem Versteck auf die Brücke, stiegen aus, brüllten die Linken an, hielten ihre Fahrräder fest und riefen dann die Polizei. Ein unbeteiligter Fahrradfahrer stoppte und fragte nach dem Grund der aggressiven Festhaltesituation. Er wurde wegen eines linken Aufklebers an seinem Rad sofort verbal von den beiden AfDlern angegangen und von Hagerman in ein Gerangel verwickelt.

    Die beiden Linken konnten sich in dieser Situation auf ihren Rädern entfernen, während Mandic eine große Pfefferspray-Flasche aus dem Auto holte. Hagerman schlug dem Radfahrer unvermittelt mit einer Metallzange mit voller Wucht an die Schläfe. Nur durch den Fahrradhelm des Radfahrers wurden schwere Kopfverletzungen verhindert, der Helm wurde dabei irreparabel beschädigt. Mandic sprühte ihm unmittelbar nach dem Zangenangriff Pfefferspray ins Gesicht und hüllte ihn in eine dichte Pfefferspray-Wolke. Der Fahrradfahrer wurde von Mandic und Hagerman zu Boden gestoßen und als „Ratte“ und „Zecke“ beschimpft, während er vor Schmerzen schrie. Als der Fahrradfahrer versuchte sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen, wurde er wieder zu Boden gestoßen und Mandic attackierte ihn erneut mit einer großen Menge Pfefferspray. Das ganze Geschehen wurde von mindestens einer Zeugin beobachtet. Der Radfahrer bat mehrere vorbeifahrende Autofahrer inständig die Polizei zu rufen, während die AfDler sie beschwichtigten, so dass niemand anhielt. Gegen die beiden AfDler wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.

    Neben Polizei kam auch ein Rettungswagen zur Kaiserstuhlbrücke, so dass eine Erstversorgung des verletzen Radfahrers durch Sanitäter durchgeführt werden konnte. Noch am Tatort hatten die beiden AfDler versucht, die Situation gegenüber der Polizei auf eine für sie günstige Weise zu verdrehen. Sie erstatteten ihrerseits Anzeige gegen den Fahrradfahrer und behaupteten, dass nicht sie sondern er die Zange mitgeführt hätte. Dreist versuchte die AfD Freiburg anschließend aus dem Überfall auch noch politisches Kapital zu schlagen. In ihrer Pressemitteilung behauptet die AfD, der „Angriff [des Radfahrers] konnte abgewehrt werden“, obwohl doch tatsächlich die AfDler eine Falle gestellt und Waffen mitgeführt hatten. Dieses scheinheilige Verhalten entspricht der Linie von Dubravko Mandic, der zum Wahlkampf für den Gemeinderat mehrfach angekündigt hat, Linke zu „jagen“ und mit Anzeigen zu überziehen. Allein in der letzten Woche erstatte er dann auch Strafanzeigen gegen rund ein Dutzend Freiburger Linke.

    Die Plakate mit dem Mandic-Konterfei auf der Kaiserstuhlbrücke waren offensichtlich eine gezielte Falle für die Schattenparker. Mandic schrieb am Folgetag abfällig auf Facebook, dass „in der Nähe [Wagenburgler]“ (in Anführungszeichen) „wohnen“, die in der Lage sind „die ganze linke Szene in Freiburg“ zu mobilisieren. Mandic versucht nicht nur in Freiburg und nicht erst seit Kurzem durch gewalttätige Angriffe und Provokationen eine maximale Öffentlichkeit zu erreichen. Beim Flügel-Treffen am 05.05.2019 fränkischen Greding entriss er einer Journalistin ihr Mobiltelefon und am 01.03.2016 schlug er vor dem Freiburger Konzerthaus mit einem Regenschirm auf einen Anti-AfD-Demonstranten ein, um dann anschließend wahrheitswidrig zu behaupten, er sei attackiert worden. Sein Wählerklientel weiß Mandic am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums, wo körperliche Angriffe auf Linke mit Wahlstimmen honoriert werden.

    Doch die Strafanzeigen der AfDler erfüllen noch einen anderen, perfideren Zweck. Dubravko Mandic und zunehmend auch seine jungen Nachläufer instrumentalisieren die Ermittlungsbehörden, um an die Wohnanschriften von Linken zu gelangen. Die im Rahmen von Akteneinsichten ausgehändigten Polizeidossiers werden in rechten Kreisen herumgereicht und teilweise von Mandic auf Facebook veröffentlicht. Mandic und Hagerman filmen zudem systematisch Linke auf Demonstrationen, um diese anschließend in sozialen Medien als zukünftige Ziele zu markieren. Auch beim Hinterhalt an der Kaiserstuhlbrücke hat Hagerman die Linken gefilmt, aber die Kamera kurz vor dem gewalttätigen Angriff auf Geheiß von Mandic abgeschaltet. Robert Hagerman aus der Langemarckstraße 86A wurde von uns bisher fälschlicherweise als Julian Delitzsch identifiziert.

    Dubravko Mandic zieht in Freiburg seit Jahren systematisch Nazinachwuchs heran. Bevor der Korporierte in der AfD von der „Saxo-Silesia“ ausgeschlossen wurde, „keilte“ er mehrere junge Burschen aus dem Spektrum der „Identitären“. Auf seine Initiative hin wurde die Freiburger Ortsgruppe der „Jungen Alternative“ auf dem Burschenhaus begründet. Versprengte Kameradschaftler wie Harald Dresel werden von Mandic protegiert und verhetzt.

    Mandic imponiert dem Nachwuchsnazis durch sein autoritäres und anmaßendes Sheriff-Gehabe. Beispielsweise hielten Mandic und Hagerman am 16.05.2019 gegen 10 Uhr in der Freiburger Bertoldstraße zwei Linke beim Plakatieren fest und riefen die Polizei. Mandic weitete diese inszenierte Festnahme sogar noch zu einer rassistischen Kontrolle aus, indem er einen zufällig vorbei gehenden Schwarzen auffordert, den Inhalt seines Rucksacks vorzuzeigen. Auch bei antifaschistischen Protesten gegen einen AfD-Wahlkampfstand am 19.05.2019 in der Freiburger Innenstadt verwendeten Trillerpfeifen und Transparente dramatisierte Mandic zu einem „Angriff“ und setzte gegenüber der Polizei ein hartes Durchgreifen gegen die jugendlichen Antifas durch.

    Durch seine dreisten Anwaltsfloskeln versteht es Dubravko Mandic immer wieder juristische Laien und die Polizei einzuschüchtern. Doch Selbstjustiz durch vorsätzliche gefährliche Körperverletzung wie auf der Kaiserstuhlbrücke bringt Mandic nicht nur in Konflikt mit dem Gesetz, sondern auch mit der rechtsanwaltlichen Berufsordnung. Aber es wäre falsch, einzig auf eine Verurteilung oder einen Entzug der Anwaltzulassung zu hoffen, denn bisher arbeitet die bürgerliche Justiz für und nicht gegen den Nazianwalt Mandic. Jemand, der sich selbst in Anlehnung an den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann den Spitznamen „Mandy Eichmann“ gibt, muss mit allen Mitteln bekämpft werden.

    Autonome Antifa Freiburg