• Montag, 09.12.2019

    Mit Wolfram Eisenecker ist ein Mitglied der „KDStV Hercynia Freiburg“ als Beisitzer in der Kreisvorstand der AfD gewählt worden. Der neue Vorsitzende ist Jens Bellemann, stellvertretender Kreissprecher ist Tilman Mehler (statt wie bisher Detlef Huber) und Schatzmeister bleibt Michael Dyllick-Brenzinger. Als Beisitzer wurden Dubravko Mandci, Karl Schwarz und Wolfram Eisenecker gewählt.

  • Sonntag, 08.12.2019

    Wie in Schottland sollen nun auch in Frankreich Bullenwachen flächendeckend mit Geräten ausgestattet werden, um beschlagnahmte Handys knacken zu können. Die Geräte der Firma Cellebrite versprechen, dass die meisten angeschalteten Handys trotz Softwaresperren ausgelesen werden können. Bei ausgeschalteten und verschlüsselten Handys hingegen ist der Zugriff deutlich schwieriger bis unmöglich. Deshalb: Handys aus vor jeder Bullenkontrolle!

  • Sonnabend, 07.12.2019

    In Leipzig wurde in der Nacht auf den 7. Dezember ein Brandanschlag auf das Landesamt für Steuern und Finanzen verübt. Letztes Wochenende wurde ein Molotowcocktail gegen das Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts im Leipziger Stadtzentrum geworfen, in dem am 29. Januar der Prozess gegen das Verbot von linksunten stattfindet. Niemand hat sich erwischen lassen.

  • Freitag, 06.12.2019

    Am Abend des 25. Januar 2020 will die Aktivitas der „Freiburger Burschenschaft Alemannia“ zum sechsten Mal einen „Studentenball“ durchführen. Die Tanzveranstaltung der Burschen soll erneut im Peterhofkeller der Universität Freiburg stattfinden, nach dem Ende des Balls wird auf dem Haus der „Alemannia“ weitergesoffen. Die Uni vermietet die repräsentativen Räumlichkeiten an den „Alemannia“-Tarnverein „Freiburger Studentenball e.V.“ Die von den Burschen beworbenen Gratis-Tanzkurse im Vorfeld finden wie schon in den Vorjahren bei der „Alemannia“ in der Günterstalstraße 56 statt und werden von der Tanzschule Fritz durchgeführt.

  • Donnerstag, 05.12.2019

    Die KTS Freiburg hat eine Solierklärung für die kämpfenden GenossInnen in Dijon veröffentlicht. Anlass ist das Aus für die Bauphase 2 des vermeintlichen „Ökoviertels ‚des maraichers‘“ und damit der Fortbestand des „Quatier libre des lentillères“. Wir bleiben alle!

  • Mittwoch, 04.12.2019

    Am morgigen 5. Dezember steht in Frankreich alles still. Der Generalstreik gegen die neoliberalen Rentenreformpläne wird in einer umfassenden Blockade der Wirtschaft und des Staates münden. Die Streikaktionen werden bisher von Gewerkschaften etwa bei Radio France und der SNCF, von Verkehrsbetrieben mehrerer Großstädte, bei Air France, von hunderten Krankenhäusern, im Bildungssektor, unter JuristInnen, bei der Feuerwehr, bei Beschäftigten der Energieversorgergungsunternehmen, in der Logistikbranche, von ChemiearbeiterInnen, von Entsorgungbetrieben, über die Gelbwesten hin zu Beschäftigten von Arbeitsämtern wie Containerhäfen getragen. Der Widerstand gegen die verhasste Herrschaft von Macron dürfte mindestens für mehrtägigen Krawall sorgen, während der anhaltende Rückbau der Sozialsysteme bis hin zu Arbeitsniederegungen in den Reihen der Bullen zu führen droht. Auf zum Marais, auf zum Elysée!

  • Dienstag, 03.12.2019

    Das Amtsgericht Freiburg verurteilte am 3. Dezember einen jugendlichen Hausbesetzer der Guntramstraße 44 zu 35 Arbeitsstunden anstatt der 80 von der Staatsanwaltschaft geforderten. Der Prozess war der erste einer anstehenden Reihe juristischer Angriffe auf die vor einem Jahr gestartete Squatting-Kampagne der WG. Vor dem Amtsgericht versammelten sich rund 20 UnterstützerInnen unter Polizeischutz – das Gericht hatte die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen.

  • Montag, 02.12.2019

    Am 3. Dezember findet anlässlich des ersten Prozesses wegen der Besetzung der Guntramstraße 44 eine Kundgebung vor dem Amtsgericht in Freiburg statt. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Holzmarkt, der anschließende Prozess im Saal 8 ist auf 10:00 Uhr terminiert. Seit der Verdrängung der ehemaligen MieterInnen wegen angeblichem Eigenbedarf der Familien Feil und Wütz sind nun nach Sanierungsarbeiten völlig andere MieterInnen eingezogen. Nicht nur die Entmietung, sondern auch die Vollstreckung der Räumung und die Konstruktion des Hausfriedensbruchs müssten demnach als illegal eingestuft werden. Gemeinsam gegen Spekulation, Zweckentfremdung und Verdrängung!

  • Sonntag, 01.12.2019

    In der Bundeswehr sind mal wieder Faschos in hohen Positionen aufgeflogen, wieder einmal beim sich als soldatische Elite gebenden KSK in Calw. Ein rechtsradikaler Unteroffizier in der Feldwebellaufbahn wurde seit Monaten vom MAD überwacht und soll nun suspendiert werden. Zwei weiterer Stabsoffiziere gerieten ebenfalls in den Fokus des Militärgeheimdiensts, da sie bei einer Feier des Unteroffiziers Hitlergrüße zeigten. Und bereits im Februar wurde der Oberstleutnant Daniel Kaufhold entlassen, da er Anhänger der „Identitären Bewegung“ gewesen sein soll und bereits vor Jahren einer kritischen Soldatenvereinigung mit „Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht“ drohte.

  • Sonnabend, 30.11.2019

    Am 30. November veranstaltete die AfD ihren Bundesparteitag in Braunschweig. An der antifaschistischen Vorabenddemo beteiligten sich 1.500 Linksradikale und zu den Gegenprotesten und Blockaden ab 7 Uhr morgens versammelten sich um die 20.000 AfD-GegnerInnen. Währenddessen wurden bei den Aktionen von Ende Gelände mehrere zentrale Orte der Kohle-Infrastruktur in der Lausitz und im Leipziger Revier von 4.000 Klima-AktivistInnen besetzt.
    Bei dem AfD-Parteitag, der am 1. Dezember mit der Wahl der Beisitzer fortgesetzt werden soll, wählten die 600 AfD-Delegierten Tino Chrupalla und Jörg Meuthen als Bundessprecher. Stellvertretende erste Bundessprecherin wurde Alice Weidel, stellvertretender zweiter Sprecher der kürzlich vom Vorsitz des Bundestags-Rechtsausschuss abgewählte Stephan Brandner und dritte Stellvertreterin Beatrix von Storch. Klaus Fohrmann, der wie Meuthen schon wieder mit dem AfD-Spendenskandal zu kämpfen hat, wurde als Bundesschatzmeister bestätigt, zu seinem Stellvertreter wurde Carsten Hütter gewählt.
    Die baden-württembergischen Nazi-AfDler hingegen scheiterten am ersten Tag des Parteitags in Braunschweig: Stefan Räpple mit seinem Antrag auf Streichung der „Identitären Bewegung“ von der Unvereinbarkeitsliste der AfD, Dubravko Mandic beim Versuch, sich in das Bundesschiedsgericht der AfD wählen zu lassen und der immer noch nicht aus der Partei ausgeschlossene Wolfgang Gedeon mit seiner Kandidatur als Bundessprecher.
    Presse: 1 2 3 4 5 6

  • Freitag, 29.11.2019

    Einen Tag vor den Ende Gelände-Protesten am Tagebau Jänschwalde haben in der Lausitz neun Cottbusser Bullen vor einem Nazi-Graffiti posiert: „Stoppt Ende Gelände“. Neben dem Graffiti ist ein Nazi-Logo zu sehen, zuvor stand auf der Wand „Cottbus bleibt deutsch“. Zwar werden die Bullenschweine wegen Verstoßes gegen das Neutralitätsgebot nicht bei den Klimaprotesten am Wochenende eingesetzt, aber ein deutliches Zeichen, wo die deutsche Polizei politisch steht, wurde mal wieder gesetzt.
    Presse: 1 2 3

  • Donnerstag, 28.11.2019

    Das am 6. August geräumte soziale Zentrum XM24 in Bologna hat seit dem 15. November neue Räumlichkeiten: Die ehemalige Kaserne in der Via Ferrarese 199 wurde besetzt. Per una Bolognina libera!

  • Donnerstag, 28.11.2019

    Linksradikale Strukturen in der Isère haben erste Berichte zu den Razzien vom 26. November veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Ermittlungen mindestens 26 Aktionen im Großraum Grenoble betreffen, die von einfachen Sachbeschädigungen bis hin zu sehr effektiven Brandstiftungen reichen. Am Tag der Razzia wurden rund 60 Menschen kontrolliert von denen sich derzeit fünf Menschen in Abschiebegefängnissen befinden und zwei eine Aufforderung zur Ausreise bekommen haben. Es wurde auf verschiedenste Art und Weise DNA festgestellt und unendlich viele Notizen, Laptops, Handys, USB-Sticks und sonstige technische Gegenstände wurden beschlagnahmt.
    Für mehr besetzte Kasernen und brennende Knäste!

  • Donnerstag, 28.11.2019

    In Italien wurden 19 Nazis festgenommen, die nach Angaben der Behörden eine Partei gründen wollten. Die Gruppe hatte Kontakte zu Combat 18 in Großbritannien und New Social Order in Portugal. Bei landesweiten Razzien wurden unter anderem Waffen und Sprengstoff gefunden. Der Ausbilder der militanten Gruppe ist ein ehemaliges hochrangiges Mitglied der kalabrischen Mafia ‘Ndrangheta, der vor einiger Zeit zum Kronzeuge wurde und seitdem mit der Polizei kooperiert. Er ist auch ehemaliges Mitglied der faschistischen Partei Forza Nuova und war deren Kontaktperson für Ligurien.

  • Mittwoch, 27.11.2019

    In Grenoble und im Département Isère gab es in den frühen Morgenstunden des 26. November Razzien gegen eine WG, die ZAD Roybon und vier besetzte Häuser. Hintergrund sind die zahlreichen feurigen Attacken seit 2017 die unter anderem die Partei der Republikaner, städtische Verkehrsbetriebe, den EdF-Dienstleister Enedis, die Gendarmerie in Grenoble, die Gendarmerie in Meylan, ein Technik-Forschungszentrum, ein Verwaltungsgebäude von Eiffage-VINCI, das Propagandaorgan France-Bleue Isère, die Kirche St. Jacques und das Rathaus von Grenoble empfindlich trafen. Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

  • Mittwoch, 27.11.2019

    Der unter anderem wegen Riots in Genua 2001 diesen Sommer in der Bretagne verhaftete Aktivist Vincenzo Vecchi wurde am 15. November wieder aus der Haft entlassen. Liberi tutti!

  • Dienstag, 26.11.2019

    Am 25. November hat die Stadtverwaltung Dijon die Bauphase 2 des neuen „Ökostadtteils“ abgesagt, dessen Bauplatz seit fast 10 Jahren von Autonomen besetzt gehalten wird. Zweihundert Linke feierten den Etappensieg und demonstrierten in der Innenstadt nach der Verkündung. Im kommenden April wird es ein großes Fest zur zehnjährigen Besetzung des 10 Hektar-Geländes geben und der Sieg über die grünen BetonentwicklerInnen gebührend zelebriert. Hände weg von unseren Freiräumen!

  • Montag, 25.11.2019

    In Göttingen gab es in der Nacht auf den 25. November einen Brandanschlag auf die Ausländerbehörde. Das Bekenner*innenschreiben nennt als Anlass für den Anschlag die für den 26. November geplante Lesung des ehemaligen Innen- und Verteidigungsministers Thomas de Maziere aus seinem Buch „Regieren“. Ein erster Leseversuch am 22, Oktober im Rahmen des Göttinger Literaturherbst wurde von Linken verhindert. Zu dem Brandanschlag heißt es: „Die Tat habe im Gebäudeinnern erhebliche Schäden verursacht. Über die genaue Schadenshöhe sei zurzeit nichts bekannt.“
    Presse: 1 2 3

  • Sonntag, 24.11.2019

    Die NPD hat ihren Aufmarsch am 23. November in Hannover gerichtlich vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg durchgesetzt. Mehr als 7.000 Menschen demonstrierten gegen das Häuflein von 120 Nazis in der seit kurzem grün regierten niedersächsischen Hauptstadt. Der Aufmarsch richtete sich gegen namentlich genannte antifaschistische JournalistInnen. Die Strategie der mittlerweile weitestgehend unbedeutenden NPD ist es offenbar, sich mit immer provokanteren Aktionen gegenüber der Nazikonkurrenz von der AfD zu profilieren. Es steht zu befürchten, dass die AfD den Tabubruch früher oder später durch eigene Aufmärsche versucht zu normalisieren.
    Presse: 1 2 3 4 5 6 7 8 9

  • Sonnabend, 23.11.2019

    Der Hacker Phineas Fisher hat einen Hack Bounty für Hacks im öffentlichen Interesse ausgelobt. Aber Hacken kostet Zeit und Zeit ist im Kapitalismus bekanntlich Geld: „Ich versuche niemanden reich zu machen. Ich versuche nur genug Mittel zur Verfügung zu stellen, so dass Hacker ein gutes Leben für gute Arbeit führen können.“ Bereits 2016 wurde die Cayman Bank and Trust Company auf der Isle of Man von Phineas Fisher gehackt und jetzt wurden auch die Daten veröffentlicht. Das Geld aus dem Raubzug ist bereits ausgegeben, aber es gibt ja noch mehr Banken. Vor fünf Jahren veröffentlichte WikiLeaks „Kopien waffenfähiger deutscher Überwachungs-Malware, die weltweit von Geheimdiensten genutzt wird, um JournalistInnen, politische DissidentInnen und andere auszuspionieren“. Die Malware der deutschen Firma FinFisher war ursprünglich von Phineas Fisher erbeutet worden. Auch heute ist die alte Forderung noch aktuell: Kein Verkauf waffenfähiger Malware!

  • RSS Meldungen

  • RSS Artikel

    Update: Aufgrund der Veröffentlichung dieses Communiqués wurden der „Deutschen Burschenschaft“ die Räume gekündigt und die „Verbandstagung“ musste kurzfristig verlegt werden.

    Am 8. und 9. November will der rechtsradikale Dachverband deutscher und österreichischer Burschenschaften, die Deutsche Burschenschaft, in Frankreich in der Nähe des elsässischen Colmar eine „Verbandstagung“ abhalten. Am 81. Jahrestag der antisemitischen Pogrome vom 9. November 1938 treffen sich die von einem „Großdeutschland“ träumenden, völkischen Burschenschafter ausgerechnet im Elsass. Die Tagung mit dem Titel „Fortbestand des Deutschen Volkes in einer multikulturellen Mehrheitsgesellschaft“ soll großteils in Husseren-les-Châteaux stattfinden. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion auch eine Stadtführung in Colmar, ein Besäufnis auf der Hohlandsbourg und eine interne Sitzung des „Verbandsrats“ auf einem Winzerhof. Aber warum findet die Veranstaltung in Frankreich statt? Hier dürften neben der Erwartung, dass die Deutsche Burschenschaft in Frankreich weniger bekannt ist als in Deutschland und folglich mit weniger Widerstand zu rechnen ist, auch ideologische Überlegungen eine Rolle spielen: Das Treffen ist eine deutschnationale Machtdemonstration in Frankreich.

    Was planen die Burschen?

    Vor dem Beginn der Tagung, zu der alle Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft eingeladen sind, findet am 8. November um 18:30 Uhr eine interne Sitzung des Exekutivgremiums des Dachverbands statt, genannt „Verbandsrat“. Die Verbandstagung beginnt am 8. November um 19 Uhr mit einem Begrüßungsabend auf dem Winzerhof Schueller in der Route du Vin in Husseren-les-Châteaux nahe Colmar – von den Burschenschaftern wird das Örtchen konsequent „Häusern“ genannt. Am 9. November beginnt um 8:30 Uhr die Tagung in der Mehrzweckhalle in Husseren-les-Châteaux. Anschließend soll ab 14 Uhr eine Stadtführung durch Colmar angeboten werden. Für den Abend planen die Burschenschafter eine Besichtigung der nahegelegene Hohlandsbourg, wo sie ab 19 Uhr auch zu Abend essen und ab 20:15 Uhr ihren „Festkommers“ veranstalten. Dafür wurde die Brasserie der Hohlandsbourg angemietet.

    Wer sind die Referenten?

    Als Referenten der „Verbandstagung“ sollen drei Mitglieder der rechtsradikalen Partei Alternative für Deutschland auftreten: Dimitrios Kisoudis, Dubravko Mandic und Jens Lange.

    Dimitrios Kisoudis

    Dimitrios Kisoudis, geboren am 21.04.1981, studierte in Freiburg, lebt in Öhringen und trat im Jahr 2015 in die AfD ein. Er publiziert in diversen rechten Verlagen und Zeitschriften, war zunächst Referent des AfDlers Marcus Pretzell im Europäischen Parlament und arbeitet seit 2017 als Referent für den AfD-Abgeordneten Martin Hess im Deutschen Bundestag. Kisoudis soll auf der „Verbandstagung“ zum Thema „Staat und Volk im Lauf der Zeit“ referieren. Im Ankündigungstext seines Vortags beklagt er den Verlust der „Nation“ durch Migration:

    „Die Nation ist das politisch formierte Volk, in ihr kommen Volk und Staat zur Deckung. Doch die Migration stellt die Nation in Frage. Die Homogenität des Staatsvolks geht verloren, der Tribalismus kehrt zurück, der Staat entfremdet sich den Bürgern. Wie kann das Volk auf diese Wende zwischen zwei Epochen reagieren, wie ein Staat noch funktionieren?“

    Kisoudis strebt einen klerikalen Obrigkeitsstaat an, den er „Ordnungsstaat“ nennt.

    Dubravko Mandic

    Dubravko Mandic ist ein rechtsradikaler Burschenschafter, der nach internen Machtkämpfen von seiner Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg ausgeschlossen wurde, sich jedoch kürzlich erfolgreich wieder einklagte. Unter seiner Regie wurde die Junge Alternative gegründet und die Gründungsfeier fand auf dem Haus der Saxo-Silesia auf dem Freiburger Lorettoberg statt. Mandic ist deutschlandweit nicht nur wegen seiner rechtsradikaler Hetze, sondern auch wegen seiner Straftaten gegen politische GegnerInnen und JournalistInnen bekannt und wurde im Mai 2019 für die AfD in den Freiburger Gemeinderat gewählt. Zuvor war er Vorsitzender des Bundesschiedsgerichts der JA, Mitglied des Landesschiedsgericht der AfD Baden-Württemberg und erfolgloser Bundestagskandidat der AfD für den Wahlkreis Tübingen. Seine „Bundesbrüder“ aus der Aktivitas der Saxo-Silesia verschaffen ihm als Redner auf der „Verbandstagung“ ein Podium zur Verbreitung seiner völkischen Weltanschauung. Mandic soll über die „Ethnogenese der Serben, Kroaten und Bosnier unter der Einwirkung der türkischen Herrschaft“ referieren und Angst vor einer „Islamisierung“ schüren:

    „Michel Houellebecq entwarf in dem Bestseller ‚Unterwerfung‘ ein realistisches Szenario einer möglichen islamischen Machtübernahme in Frankreich. Jean Raspail erzählte in seinem Buch ‚Das Heerlager der Heiligen‘ bereits 1973 wie sich eine westlich-liberale Gesellschaft mit all ihren relevanten Protagonisten im Angesicht einer millionenfachen plötzlichen Einwanderung aus der Dritten Welt verhalten würde und legte damit eine Blaupause für die Grenzöffnung vom September 2015 vor. Sieferle behandelte in seinen posthum erschienen Werken die mögliche Transformation westlicher Gesellschaften hin zu einer Retribalisierung. Angesichts der vielfältig möglichen Szenarien, die alle die Annahme einer Islamisierung beinhalten, lohnt ein Blick auf die islamische Landnahme auf dem Balkan im 14. Jh. und die darauf folgenden Jahrhunderten osmanischer Herrschaft.“

    Jens Lange

    Den dritten Vortrag soll Jens Lange alias „Johann Felix Baldig“ halten: „Das Reservat als konstitutioneller Verfallsgrad – Zur Zukunft Deutscher Verfasstheit“. Hier können sich die Burschen auf einen wirr-schwurbeligen und vor Pathos triefenden Vortrag gefasst machen:

    „Segregation, Tribalisierung, Zonierung mit der Maßgabe des Besser-Nicht-Betreten-Sollens, Raumbeobachtung, Raumneuordnung, Raumneuausverhandlung, endlich Wolfserwartung, ob in der Menschenbiosphäre, ob in der reinen, totalen Biosphäre der maximalen Verwilderung und Austreibung von Technik und Aufklärung – das Reservat wird zum Schrittmacher konstitutionellen Verfalls und zugleich zum Maß einer fortschreitenden Derogation des Grundgesetzes. ‚Wie wollen wir künftig leben?‘ fragen die diversen staatlichen Kommissionen unter der drohlichen Überschrift ‚gleichwertige Lebensverhältnisse‘. Aus verfassungstheoretischer Sicht stellt sich dagegen die neue Frage: Wird das Prinzip praktischer Konkordanz von einer befrieden sollenden Aushandelungsinstanz ersetzt, die immer öfter Freiheits- und Deutschengrundrechte allein im Reservat, im eng abgezirkelten Gefilde zuzulassen die Kraft findet?”

    Jens Lange kommt aus Questenberg im Südharz, wurde am 30.12.1974 geboren und trat im Jahr 2016 in die AfD ein. Lange publiziert unter seinem Pseudonym in rechtsradikalen Zeitschriften wie „Compact“ und „Tumult“. Er arbeitet seit 2017 für die AfD-Bundestagsfraktion und für den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann. Lange kandidierte im November 2016 als Beisitzer für den „Flügel“ und im Mai 2019 für den Kreistag von Mansfeld-Südharz, den Gemeinderat Südharz und Ortschaftsrat Questenberg und bewegt sich im „Umfeld der neonazistisch beeinflussten neuheidnischen Künstlergruppierung Orphischer Kreis“.

    Was ist die Deutsche Burschenschaft?

    Die Deutsche Burschenschaft ist ein Dachverband völkischer deutscher und österreichischer Burschenschaften. Während die Deutsche Burschenschaft in Österreich seit Jahrzehnten de facto das Funktionärs-Reservoir der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) darstellt, hat sie in Deutschland erst seit 2015 in der radikalisierten Alternative für Deutschland (AfD) eine politische Heimat gefunden. Zwischen 2011 und 2015 spaltete sich der Großteil der weniger offen faschistisch auftretenden Bünde von der Deutsche Burschenschaft ab. Übrig blieben nach dem Richtungsstreit etwa die Hälfte der Bünde, ein harter Kern von 67 stramm rechtsradikalen Burschenschaften mit insgesamt mehreren tausend Mitgliedern.

    Das oberste Organ der Deutschen Burschenschaft ist der jährlich nach Pfingsten in Eisenach stattfindende „Burschentag“. Hier wird jedes Jahr eine der Mitgliedsburschenschaften zur „Vorsitzenden Burschenschaft“ gewählt, die dann im kommenden „Geschäftsjahr“ (Kalenderjahr) den Vorsitz innehat. Seit Anfang 2019 ist die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia Vorsitzende der Deutschen Burschenschaft. Im Januar 2020 wird sie von der im Mai 2019 gewählten Burschenschaft Tuiskonia Karlsruhe abgelöst werden. Für die Organisation der Veranstaltung im Elsass ist also die Freiburger Saxo-Silesia verantwortlich. Wie innerhalb der einzelnen Bünde werden auch auf Ebene der Vorsitzenden „Sprecher“ und „Stellvertreter“ bestimmt. Die „Vorsitzmannschaft“ der Saxo-Silesia besteht aus dem Sprecher Falk van der Helm (DBx), dem ersten stellvertretenden Sprecher Marco Erat (DBxx) und dem zweiten stellvertretenden Sprecher Rudolf Gut (DBxxx).

    Was ist der Verbandsrat?

    Während eines laufenden Geschäftsjahrs werden die Geschäfte der Deutschen Burschenschaft durch die „Vorsitzende Burschenschaft“ und den sogenannten „Verbandsrat“ geführt. Dem Verbandsrat gehören als stimmberechtigte Mitglieder neben dem Sprecher der „Vorsitzenden Burschenschaft“ und einem Vertreter der „gewesenen Vorsitzenden Burschenschaft“ (der Vorsitzenden des Vorjahres) zwei auf dem Burschentag gewählte „Verbandsobmänner“ und zwei „Beisitzer“ an. An den Sitzungen können noch einige weitere Mitglieder mit eingeschränkten Stimm-, Rede- und Antragsrechten teilnehmen, insgesamt sind meist etwa ein Dutzend Burschenschafter anwesend. Es finden meist drei Verbandsratssitzungen pro Jahr statt und eine der Sitzungen wird aus logistischen Gründen an die jährlich stattfindende Verbandstagung gekoppelt. Sie beginnt üblicherweiset vr dem allgemeinen Begrüßungsabend der Verbandstagung, soll also auf dem Öko-Winzerhof Schueller in Husseren-les-Châteaux stattfinden.

    Die Mitglieder des Verbandsrats 2019

    Neben Falk van der Helm, Marco Erat und Rudolf Gut von der Vorsitzenden Burschenschaft Saxo-Silesia gehört Jakob Scheffel als Vertreter der Gewesenen Vorsitzenden Münchner Burschenschaft Alemannia dem Verbandsrat im Geschäftsjahr 2019 an. Der aktuelle „Verbandsobmann für Hochschul- und allgemeine Politik“ ist Christopher von Mengersen von der Wiener Burschenschaft Teutonia und der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn. „Verbandsobmann für burschenschaftliches Fechten, Nachwuchswerbung und Sport“ ist Mattis Mayer von der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz. Beisitzer im Verbandsrat sind Wilhelm Haase von der Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg und John Fritz Hoewer von der Kölner Burschenschaft Germania und der Burschenschaft Germania Magdeburg. „Ersatzobmann“ ist Daniel Malsam von der Braunschweiger Burschenschaft Thuringia.

    Was ist die Verbandstagung?

    Üblicherweise einmal im Jahr veranstaltet die Deutsche Burschenschaft als identitätsstiftendes Event eine sogenannte „Verbandstagung“, bei der sich die Mitgliedsbünde für Vorträge, ein Rahmenprogramm und ein gemeinsames Besäufnis treffen. Bei der Verbandstagung handelt es sich um einen Pflichttermin für alle Bünde: Nichterscheinen kostet Geld. Ausgerichtet wird die Tagung von der jeweiligen „Vorsitzenden“ und oft findet sie auch in dem Ort statt, an dem diese ansässig ist. Im Jahr 2018 allerdings wurde Prag als Ort gewählt – wie das Elsass 2019 ein bewusstes politisches Statement. Im Jahr 2017 wurde das Wartburgfest in Eisenach zur „Verbandstagung“ erklärt und 2016 wurde im österreichischen Schärding getagt. Die Tagungen in Jena 2015 und Dresden 2014 verliefen weniger spektakulär als jene in Innsbruck 2013. In Innsbruck sah sich die Deutsche Burschenschaft mit Widerstand, Gegenprotesten und Kündigungen der von ihr angemieteten Messehalle konfrontiert.

    Elsass: „Das ganze Deutschland soll es sein“

    Die Deutsche Burschenschaft gibt sich stets traditionsbewusst und schreibt die Geschichte der Burschenschaften als eine kontinuierliche Geschichte. Elsass-Lothringen spielt in dieser Geschichtsschreibung eine wichtige Rolle. Ausgeblendet werden allerdings die Verbrechen während der deutschen Besatzung des Elsass nach dem 15. Juni 1940 oder gar die Beteiligung von Burschenschaftern am Nationalsozialismus.

    Auf der Website der Deutschen Burschenschaft wird stattdessen ausführlich Johann Georg August Wirth gefeiert. Aus Sicht der Burschen war er beim Wartburgfest 1832 „der einzige Redner, der konkrete Vorschläge unterbreitet“ hat: „Zugleich warnte er vor der ‚Mithilfe Frankreichs‘, das doch nur die Rheingrenze als Preis dieser Hilfe im Kopf habe, was die anwesenden Franzosen ebenso wie die Rückforderung Elsaß-Lothringens nicht wenig verletzte.”

    Im Jahr 2017 feierte sich die Deutsche Burschenschaft in Eisenach mit ihrer „200-Jahr-Feier“ des Wartburgfests. Im von den Burschen herausgegebenen Programmheft sind auch die Liedtexte der Lieder abgedruckt, die im Rahmen dieser Veranstaltung gesungen werden sollten. Im Imagefilm der „Deutschen Burschenschaft“ zu „200 Jahre Wartburgfest“ kommt ein „Alter Herr“ zu Wort: „Das gemeinsame Singen, das gemeinsame Zusammensein, das gemeinsame Erleben, dassman dann auch weitergeben kann, ist einfach etwas Erhebendes.“ Eines der Lieder ist „Was ist des Deutschen Vaterland“) von Ernst Moritz Arndt aus dem Jahr 1813:

    Was ist des Deutschen Vaterland? Ist’s Preußenland, ist’s Schwabenland? Ist’s, wo am Rhein die Rebe blüht? Ist’s, wo am Belt die Möwe zieht? O nein! nein! Nein! |:Sein Vaterland muß größer sein!:|

    (...)

    Was ist des Deutschen Vaterland? So nenne endlich mir das Land! So weit die deutsche Zunge klingt und Gott im Himmel Lieder singt: Das soll es sein! Das soll es sein! |:Das, wackrer Deutscher, nenne dein!:|

    (...)

    Was ist des Deutschen Vaterland, wo Zorn vertilgt den welschen Tand, wo jeder Franzmann heißet Feind, wo jeder Edle heißet Freund. Das soll es sein! Das soll es sein! |:Das ganze Deutschland soll es sein!:|

    (...)

    Das völkische Selbstverständnis, die großdeutschen Bestrebungen und das antifranzösischen Ressentiment dieses Texts, auf den sich nicht nur die historische, sondern auch die heutige Deutsche Burschenschaft bezieht, findet sich auch im „Strategieprogramm“ der Deutschen Burschenschaft. In einem Entwurf dieses zwischen 2010 und 2013 diskutierten Grundsatzprogramms finden sich unter der Überschrift „Was ist des Deutschen Vaterland“ einige Überlegungen des „Volkstumsbeauftragten“ der „Deutschen Burschenschaft“. Dieser stellt darin fest: „Die berühmte Frage des Liedes von Ernst Moritz Arndt vor knapp 200 Jahren ist heute genauso aktuell wie seinerzeit.“ Er geißelt „Frankreich mit seinem etatistischen, d.h. staatsbezogenen Nationsbegriff, wobei alle Staatsbürger ‚Franzosen‘ sind ohne Berücksichtigung von z.B. Normannen, Deutschen, Bretonen, usw., die auch keinen Volksgruppen-Minderheiten-Schutz genießen“ und stellt für „das deutsche Volk“ das Gegenteil fest: „Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß sich, zumindest was das deutsche Volk betrifft, sicher kein etatistischer, rein staatsbezogener Nationsbegriff anwenden läßt. Denn wer würde wohl behaupten, daß ein Sudetendeutscher kein Deutscher ist, obwohl er vielleicht heute im Staat Tschechien lebt. Oder war bis 1989 ein Deutscher nur, wer in der Westzonen-BRD lebte?“ Der Burschenschafter führt weiter aus: „Für einen Binnendeutschen im zentraleuropäischen Raum mit deutscher Muttersprache ist es nur ‚natürlich‘, daß er ein Deutscher ist“ und schlussfolgert:

    „Die Belgien-Deutschen in Eupen-Malmedy, die Elsässer, die Deutschen Südtirols und vom Kanaltal, die Gottscheer und Untersteirer Deutschen in Slowenien, die deutschen Donauschwaben in Kroatien, Serbien und Ungarn, in Rumänien die Banater Schwaben, Berglanddeutschen, Siebenbürger, usw., die Karpatendeutschen in der Slowakei, die Sudetendeutschen in Tschechien, die Deutschen in Schlesien, Posen, West- und Ostpreußen, die Balten-Deutschen und die Deutschen im dänischen Nord-Schleswig sind ein bedeutender Teil des gesamten deutschen Volkskörpers.“

    „Deutschland“ wird also als Siedlungsraum aller „Deutschen“ im völkischen Sinne begriffen und das Elsass wird als Teil Großdeutschlands verstanden. Dass die Deutsche Burschenschaft im Jahr 2019 ihre „Verbandstagung“ im Elsass durchführen will, ist der physische Ausdruck dieser revisionistischen Bestrebungen.

    Kein „Großdeutschland“ für Naziburschen!

    Autonome Antifa Freiburg

    Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [français]

    Mise à jour : Suite à la publication de ce communiqué, la « Deutschen Burschenschaft » a vu ses réservations annullées et le congrès a du être déplacé à la dernière minute.

    Du 8 au 9 novembre, l’organisation faîtière d’extrême-droite des corporations étudiants allemands et autrichiens, la Deutsche Burschenschaft, veut tenir son congrès en France, non loin de la ville de Colmar. Lors du 81ème jour anniversaire des pogromes antisémites du 9 novembre 1938, les corpos nationalistes rêvant d’une « Grande Allemagne » se réunissent donc, comme par hasard en Alsace, sous le titre « Pérennité du peuple allemand dans une société multiculturelle majoritaire ». Le congrès devrait se dérouler en grande partie à Husseren-les-Châteaux. Au programme sont prévus, en plus de conférences et d’une table ronde, une visite de la ville de Colmar, une beuverie au château du Hohlandsbourg et une réunion interne du « Verbandsrat », l’instance décisionnelle de la Deutsche Burschenschaft, dans une ferme viticole. Mais pourquoi tout cela se déroule en France ? Outre l’absence de célébrité de la Deutsche Burschenschaft en France et donc moins de résistance par rapport à sa présence, une dimension idéologique devrait avoir son importance : Ce congrès est une démonstration de force nationaliste allemande en France.

    Qu’ont prévu les corpos ?

    Avant le début du congrès auquel toutes les corporations membres de la Deutsche Burschenschaft sont invitées, a lieu à 18h30 une réunion interne du comité exécutif, le « Verbandsrat », de la DB. Le congrès débute le 8 novembre à 19 heures avec une soirée d’accueil à la ferme viticole Schueller sur la Route du Vin à Husseren-les-Châteaux près de Colmar, hameau nommé en conséquence par les corpos « Häusern ». Le 9 novembre débute la séance plénière à 8h30 dans la salle polyvalente de Husseren-les-Châteaux. Une visite guidée de Colmar doit ensuite être proposée à partir de 14 heures. Concernant la soirée, les corpos prévoient une visite du château du Hohlandsbourg situé à proximité, où ils ont reservé leur dîner à 19 heures et veulent tenir leur « Festkommers » (NdT : beuverie ritualisée) à partir de 20h15. Pour cela, la brasserie du Hohlandsbourg a été louée.

    Qui sont les intervenants ?

    Trois membres du parti d’extrême-droite Alternative für Deutschland sont prévus comme intervenants lors de ce congrès : Dimitrios Kisoudis, Dubravko Mandic et Jens Lange.

    Dimitrios Kisoudis

    Dimitrios Kisoudis, né le 21 avril 1981, a étudié à Freiburg, vit désormais à Öhringen et a rejoint l’AfD en 2015. Il publie dans des maisons d’édition et des magazines d’extrême-droite divers, a été ensuite l’assistant personnel de Marcus Pretzell, membre de l’AfD au Parlement Européen et travaille depuis 2017 en tant qu’assistant personnel pour le député de l’AfD Martin Hess au parlement national allemand. Kisoudis devrait lors du congrès intervenir sur le thème « État et peuple dans le cours du temps ». Dans l’intitulé de son intervention, il se plaint de la perte de la « nation » dûe à la migration :

    « La nation est le peuple formé politiquement, dans celle-ci le peuple et l’État ne font qu’un. Cependant, la migration remet en cause la nation. L’homogénéité du peuple souverain se perd, le communautarisme revient en force, l’État s’éloigne des citoyens. Comment le peuple peut-il réagir entre deux époques et un État encore fontionner ? »

    Kisoudis ambitionne un état clérical autoritaire qu’il nomme « État de l’ordre ».

    Dubravko Mandic

    Dubravko Mandic est un corpo d’extrême-droite, qui a été rejeté par sa propre corporation suite à des querelles de pouvoir Saxo-Silesia Freiburg, mais qui a pu se réhabiliter récemment. Sous sa régie a été créée l’alternative jeune (NdT : Junge Alternative), organisation de jeunesse de l’AfD et la fête pour cette fondation s’est déroulée dans la maison Saxo-Silesia sur le Lorettoberg fribourgeois. Mandic est connu partout en Allemagne, non seulement pour son incitation à la haine typique de l’extrême-droite, mais aussi pour ses délits commis à l’encontre de journalistes et d’adversaires politiques. En mai 2019, il a été élu pour l’AfD dans le conseil municipal de Freiburg. Avant cela, il était président du tribunal arbitral fédéral de la Junge Alternative, membre du tribunal arbitral de l’AfD de Baden-Württemberg et candidat recalé au parlement national allemand pour la circonscription de Tübingen. Ses « frères de corporation » actifs de la Saxo-Silesia lui donnent un podium lors du congrès en tant qu’intervenant pour propager sa vision nationaliste de la société. Mandic devrait intervenir sur « La Genèse ethnique des Serbes, des Croates et des Bosniaques sous le joug de la domination turque » et ainsi invoquer la peur d’une prétendue « islamisation » :

    « Michel Houellebecq a esquissé dans le best-seller « Unterwerfung » (« Soumission ») un scénario réaliste d’une potentielle prise de pouvoir islamique en France. Jean Raspail racontait déjà en 1973 dans son livre « Das Heerlager der Heiligen » (« Le Camp des Saints ») comment une société libérale occidentale avec l’ensemble de ses protagonistes majeurs se comporterait face à une immigration soudaine de plusieurs millions de personnes du tiers-monde. Il a ainsi présenté une orientation pour l’ouverture des frontières en septembre 2015. Monsieur Sieferle a traité dans son oeuvre posthume, la potentielle transformation des sociétés occidentales jusqu’à une retribalisation (procès d’une transformation vers le tribalisme). Au regard de multiples scénarios possibles, qui contiennent tous l’acceptation d’une islamisation, il vaut la peine de porter un regard sur l’acquisition de terrain dans les Balkans au XIVième siècle et dans les siècles suivants la domination ottomane.

    Jens Lange

    Jens Lange alias « Johann Felix Baldig » est en charge de la troisième intervention intitulée « La réserve comme degré de déclin constitutionnel – Sur l’avenir de la responsabilité allemande ». Les corpos peuvent déjà se préparer à une oraison confusioniste remplie de pathétisme :

    (NdT : blabla intraduisible)
    „Segregation, Tribalisierung, Zonierung mit der Maßgabe des Besser-Nicht-Betreten-Sollens, Raumbeobachtung, Raumneuordnung, Raumneuausverhandlung, endlich Wolfserwartung, ob in der Menschenbiosphäre, ob in der reinen, totalen Biosphäre der maximalen Verwilderung und Austreibung von Technik und Aufklärung – das Reservat wird zum Schrittmacher konstitutionellen Verfalls und zugleich zum Maß einer fortschreitenden Derogation des Grundgesetzes. ‚Wie wollen wir künftig leben ?‘ fragen die diversen staatlichen Kommissionen unter der drohlichen Überschrift ‚gleichwertige Lebensverhältnisse‘. Aus verfassungstheoretischer Sicht stellt sich dagegen die neue Frage : Wird das Prinzip praktischer Konkordanz von einer befrieden sollenden Aushandelungsinstanz ersetzt, die immer öfter Freiheits- und Deutschengrundrechte allein im Reservat, im eng abgezirkelten Gefilde zuzulassen die Kraft findet ?“

    Jens Lange vient de Questenberg dans le sud du Harz, est né le 30 décembre 1974 et a rejoint l’AfD en 2016. Lange publie sous son peudonyme dans des magazines d’extrême-droite comme « Compact » et « Tumult ». Il travaille depuis 2017 pour la fraction de l’AfD au parlement national allemand et pour le député du même parlement Frank Pasemann. Lange a posé sa candidature en novembre 2016 comme suppléant pour le « Flügel » (NdT : une alliance interne au parti de l’AfD regroupant ses membres les plus à l’extrême-droite) et en mai 2019 pour le conseil de communauté des communes de Mansfeld-Südharz, pour le conseil municipal de Südharz et le conseil du village de Questenberg. Il est actif dans le milieu du groupuscule d’artistes paiens « Orphischer Kreis », d’inspiration néonazie.

    Qu’est-ce que la Deutsche Burschenschaft ?

    La Deutsche Burschenschaft est une organisation faîtière de corporations étudiantes nationalistes d’Allemagne et d’Autriche. Si la Deutsche Burschenschaft en Autriche représente depuis des décennies le réservoir de fonctionnaires du Freiheitlichen Partei Österreichs (NdT : FPÖ, parti d’extrême-droite autrichien), elle a trouvé en Allemagne seulement depuis 2015 une famille politique dans la désormais radicalisée Alternative für Deutschland (AfD). Entre 2011 et 2015, la majorité des corporations membres moins désireuses de porter le message nationaliste publiquement a quitté la Deutsche Burschenschaft. Environ la moitié des corporations sont restées après la dispute sur la ligne politique à adopter, un noyau dur de 67 corporations étudiantes d’extrême-droite avec en totalité quelques milliers de membres.

    L’instance la plus haute de la Deutsche Burschenschaft est le « Burschentag » se dérouland à Eisenach chaque année après la Pentecôte. A cette occasion, une corporation membre de la DB est élue comme corporation présidente pour une année civile. Depuis début 2019, la corporation fribourgeoise Saxo-Silesia préside la DB. En janvier 2020, elle sera relayée par la corporation Tuiskonia Karlsruhe, choisie en mai 2019. La corporation fribourgeoise Saxo-Silesia est donc responsable pour l’organisation du congrès en Alsace. Comme pour les corporations elles-même, le présidium est constitué d’un porte-parole et d’un suppléant. L’« équipe » du présidium de la Saxo-Silesia inclut le porte-parole Falk van der Helm (DBx), le premier suppléant du porte-parole Marco Erat (DBxx) et le second suppléant du porte-parole Rudolf Gut (DBxxx).

    Qu’est-ce que le « Verbandsrat » ?

    Pendant l’année civile en cours, les affaires de la Deutsche Burschenschaft sont menées par la corporation présidente et le soi-disant « Verbandsrat ». Ce comité est constitué de membres habilités à voter : le porte-parole de la corporation présidente, un représentant de la corporation présidente de l’année dernière, deux « Verbandsobmänner » élus lors du « Burschentag » ainsi que leurs deux suppléants. Quelques membres supplémentaires peuvent participer, avec un droit de vote, de parole et de regard restreints, aux réunions. Au total, une douzaine de corpos sont la plupart du temps présents. Plusieurs réunions du « Verbandsrat » ont lieu chaque année et une des séances se déroule pendant le congrès annuel pour des raisons logistiques. Celle-ci commence en règle générale avant la soirée d’accueil du congrès, elle devrait donc se dérouler également à la ferme viticole artisanale Schueller à Husseren-les-Châteaux.

    Les membres du « Verbandsrat » en 2019

    A part Falk van der Helm, Marco Erat et Rudolf Gut de la corporation présidente Saxo-Silesia, Jakob Scheffel appartient également en tant que représentant de la corporation présidente de l’année dernière, la corporation munichoise Alemannia, au « Verbandsrat » pour l’année civile 2019. Le « Verbandsobmann » actuel en charge de la politique universitaire et générale s’appelle Christopher von Mengersen de la corporation viennoise Teutonia et de la corporation silésienne Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn. Le « Verbandsobmann en charge de l’escrime estudiantine, du recrutement et du sport » s’appelle Mattis Mayer de la corporation Germania Halle zu Mainz. Les suppléants au « Verbandsrat » sont Wilhelm Haase de la corporation fribourgeoise Saxo-Silesia ainsi que John Fritz Hoewer de la Kölner Burschenschaft Germania et de la Burschenschaft Germania Magdeburg. Un dernier suppléant s’appelle Daniel Malsam de la Braunschweiger Burschenschaft Thuringia.

    Qu’est-ce que le congrès ?

    En règle générale, la Deutsche Burschenschaft organise une fois par an un événement pour renforcer sa cohésion interne, un congrès durant lequel les corporations membres se retrouvent pour des conférences, un programme culturel et une beuverie commune. Ce congrès est un rendez-vous obligatoire pour toutes les corporations membres : Une absence coûte de l’argent. Son organisation est assurée par la corporation présidente, et donc, prend souvent place dans la ville de la corporation présidente. Cependant en 2018, la ville de Prague avait été choisie, comme l’Alsace en 2019 ceci est un acte hautement politique. En 2017, la fête du Wartburg à Eisenach avait été proclamée comme congrès et en 2016 celui-ci avait eu lieu à Schärding en Autriche. Les congrès à Jena en 2015 et à Dresde en 2014 se sont déroulés de manière moins spectaculaire que celui de 2013 à Innsbruch, où la Deutsche Burschenschaft a rencontré de la résistance, des contre-manifestations et l’annulation de la location du hall des expositions.

    Alsace : « Ça doit être l’Allemagne entière » (« Das ganze Deutschland soll es sein »)

    La Deutsche Burschenschaft se présente toujours comme consciente des traditions et écrit l’histoire des corporations comme une histoire continue. L’Alsace-Lorraine joue dans cette narration historique un rôle important. En revanche, les crimes commis pendant l’occupation de l’Alsace après le 15 juin 1940 ou même la participation de corpos au nationalsocialisme sont passés sous silence.

    Néanmoins, il y a un hommage détaillé à Johann Georg August Wirth sur la page web de la Deutsche Burschenschaft. Du point de vue des corpos, il était lors de la fête au Wartburg en 1832 « le seul orateur » ayant apporté « des propositions concrètes » : « En même temps, il mettait en garde envers ’l’aide de la France’, qui n’aurait de prix rien de moins que la frontière du Rhin, ce qui, en plus de la demande du retour de l’Alsace-Lorraine, blessait les Français présents au plus haut point. »

    En 2017, la Deutsche Burschenschaft fêtait ses 200 ans pendant la fête au Wartburg à Eisenach. Dans le programme distribués par les corpos se trouvent aussi les textes des chants, qui devaient être entonnés à cette occasion. Dans le diaporama de la Deutsche Burschenschaft pour son 200ème anniversaire, un corpo membre à part entière prend la parole : « Chanter ensemble, être ensemble et vivre quelque chose ensemble, que l’on peut transmettre, est une chose sensationnelle. » L’un des chants en question est « Was ist des Deutschen Vaterland ? » (« Qu’est la patrie de l’Allemand ? ») de Ernst Moritz Arndt de l’année 1813 :

    Qu’est la patrie de l’Allemand ? La Prusse ou bien la Souabe ? Est-elle au Rhin où vient le vin, Est-elle au Belt, plage sans fin. Oh non, non, non ! |:Pour sa patrie il voit plus grand. :|

    (...)

    Qu’est la patrie de l’Allemand ? Dis-moi enfin son nom ! Jusqu’où l’on parle l’allemand, Jusqu’où Dieu même entonne un chant, C’est là qu’est ta patrie, c’est là, |:Fier Allemand, tu es chez toi. :|

    (...)

    C’est la patrie de l’Allemand, Là où la Grande Armée périt, Où les Français sont l’ennemi, Où l’Allemand est un ami ! C’est là, oui là qu’est sa patrie : |:Toute l’All’magne est son pays. :|

    (...)

    La perception nationaliste, les revendications expansionistes allemandes et les ressentiments contre les Français de ce texte, auquel non seulement la Deutsche Burschenschaft historique, mais aussi l’actuelle se réfèrent, se retrouvent également dans le « Programme stratégique de la Deutsche Burschenschaft ». Dans ce programme discuté entre 2010 et 2013, on a pu lire sous le titre « Qu’est-ce que la patrie allemande ? » quelques réflexions du « Chargé de questions relatives à la notion de peuple » de la Deutsche Burschenschaft. Celui-ci remarque que « la fameuse question du chant de Ernst Moritz énoncée il y a presque 200 ans est aujourd’hui aussi actuelle qu’en son temps ». Il y fustige « la France avec sa notion de patrie étatique donc basée sur l’État, si bien que tous ses citoyens sont ’Français’ sans distinction entre par exemple les Normands, les Allemands, les Bretons, etc., qui ne profitent pas d’une protection de leur peuple minoritaire ». Il remarque plutôt le contraire pour « le peuple allemand » : « En conclusion, l’on peut dire que, du moins en ce qui concerne le peuple allemand, l’utilisation d’une notion de nation étatique simplement basée sur l’État n’est pas possible, car qui pourrait donc affirmer qu’un allemand sudète n’est pas un Allemand, bien qu’il vive peut-être aujourd’hui en République Tchèque ? Ou bien était Allemand jusqu’en 1989 seulement qui vivait dans les zones Ouest de la République Fédérale Allemande ? » Il continue son manifeste : « Pour un Allemand du milieu en Europe centrale parlant l’allemand comme langue maternelle, rien de plus ’naturel’ qu’il soit allemand ». Et conclut :

    « Les Allemands belges à Eupen-Malmedy, les Alsaciens, les Allemands du Tirol du Sud et du Val Canale, les Allemands slovènes de Gottscheer et d’Untersteirer, les Allemands souabes du Danube en Croatie, Serbie et Hongrie, les Souabes banates en Roumanie, les Allemands du Bergland et les Siebenbürger, etc., les Allemands des Carpates en Slovaquie, les Allemands sudètes en République tchèque, les Allemands en Silésie, ceux de Poznań, ceux de Prusse Occidentale et Orientale, les Allemands baltes et les Allemands dans le Nord du Schleswig danois font partie intégrale du peuple allemand dans son ensemble. »

    « L’Allemagne » est donc considérée comme un espace à coloniser pour tous les « Allemands » compris dans la notion de peuple. L’Alsace est considérée ici comme une partie de la « Grande Allemagne ». Le fait que la Deutsche Burschenschaft veule réaliser son congrès de l’année 2019 en Alsace est l’expression physique de ces revendications révisionistes.

    Pas de « Grande Allemagne » pour les corpos nazis !

    Autonome Antifa Freiburg

    Toutes les versions de cet article : [Deutsch] [français]

    25 Jahre KTS Freiburg

    Communiqué der KTS vom 28.10.2019

    JPEG - 2.1 MB

    Der Kampf für das Autonome Zentrum KTS begann 1994 und so hatte die KTS Freiburg vom 16. bis 26. Oktober 2019 zu in einer Jubiläumswoche und am 25. Oktober zu einer Nachttanzdemo nach Freiburg eingeladen. Während der zeitgleich zum Jubiläum stattfindenden Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober wurde die Eigentumsfrage mehrfach ganz praktisch gestellt. Trotz Räumungen und Repression war es eine wunderschöne Woche und nicht Wenige sind in diesen Tagen mit einem Lächeln eingeschlafen.

    Während der Jubiläumswoche vom 16. bis 26. Oktober kamen weit über 1.000 Gäste, die zum Teil eine weite Anreise hatten. In den zehn Tagen wurde in der KTS ein vielfältiges und buntes Programm geboten. Es gab Vorträge, Diskussionen und Workshops zu vielen Themen der radikalen Linken, dazu jeden Tag leckeres Essen. Kulturell reichte das Angebot von Improtheater über Filmvorführungen bis zu Konzerten, die gelegentlich zu Partys wurden. Die Badische Zeitung war beeindruckt von den ganzen jungen Leuten und beschrieb die KTS zum 25. Jubiläum als immaterielles Lokalerbe – umstritten, aber akzeptiert.

    Höhepunkt der Woche war die wie immer unangemeldete Nachttanzdemo am 25. Oktober, an der wiederum rund 1.300 Menschen teilnahmen. Bei der Auftaktkundgebung wurde über aktuelle Kämpfe in Rojava und Chile informiert, die Situation Geflüchteter und das neue Polizeigesetz thematisiert und zu mehr und konsequenterem Feminismus und Antifaschismus aufgerufen. Mit zwei Soundwägen zog die Demo durch die Innenstadt bis zum Platz der Alten Synagoge. Auf dem Weg zurück zur KTS kam die Demonstration an einem leerstehenden und geraden besetzten Haus vorbei. Also fand die Abschlusskundgebung vor der besetzten Villa in der Kronenstraße 21 statt.

    Die Hausbesetzung in der Kronenstraße war auch der Höhepunkt der Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober. Es gab drei Hausbesetzungen in einer Woche, beim zweiten Mal mit Konzert, beim dritten Mal mit 800 Leuten vorm Haus – wir leben in bewegten Zeiten. Aber drei Hausbesetzungen bedeuten leider immer noch drei Räumungen, davon zwei durch Sondereinheiten. Wir sind wütend über die Polizeigewalt auf der Straße und die teilweise erniedrigende Behandlung der Gefangenen. Zwar führt Repression zu Wut, aber eben auch zu Solidarität. Und die war in den letzten Tagen in der KTS zu spüren. Wir sagen danke für die schönen Tage und die dunklen Nächte.

    Auf die nächsten 25 Jahre!

    Autonomes Zentrum
    KTS Freiburg


    Antifaschistischer Redebeitrag bei der Auftaktkundgebung der Nachttanzdemo