• Sonnabend, 16.11.2019

    Bereits Ende Oktober wurden die persönlichen Daten von rund 20.000 chilenischen Bullen geklaut und als Beitrag zu den dortigen Aufständen gegen die autoritäre Regierung veröffentlicht. Seit Beginn der Proteste gegen die Regierung wurden hunderte Menschen von den Hunden verschleppt, verhaftet und ermordet. ¡Contra el autoritarismo con todas estrategias!

  • Freitag, 15.11.2019

    Die Verbandstagung der „Deutschen Burschenschaft“ am 8. und 9. November war ein chaotisches Desaster, auch wenn die Burschen versucht haben, sich das Wochenende schön zu saufen. Ursprünglich war ein Begrüßungsabend auf einem Winzerhof bei Husseren-les-Châteaux, eine Tagung im Gemeindesaal, ein Stadtrundgang durch Colmar sowie ein Festbankett auf der Hohlandsbourg geplant. Unser Communiqué führte zur Kündigung aller Räumlichkeiten sowie der Untersagung des Stadtrundgangs. Die Verbandstagung fand schließlich im kurzfristig angemieteten Hôtel de l’Ange in der Rue Jean Schlumberger in 68500 Guebwiller statt. Beide Abendveranstaltungen waren laut interner Résumés der Burschen sehr kurz und das Essen grauenhaft. Merci pour la résistance !

  • Donnerstag, 14.11.2019

    Am Sonntag, den 8. Dezember, findet von 11 bis 19 Uhr der 1. NiX-Mas Markt auf dem Stühlinger Kirchplatz in Freiburg statt. Initiiert wird der Markt von der Linkspartei und es soll „kein klassischer kommerzieller Markt“ werden, sondern eine „antikapitalistische und antikonsumistische“ Veranstaltung.

  • Mittwoch, 13.11.2019

    Am 11. November marschierten zehntausende Rechtsradikale durch Warschau. Seit zehn Jahren wird der „Marsch der Unabhängigkeit“ in Erinnerung an den 11. November 1918 durchgeführt, als Polen nach 123 Jahren der Besetzung durch Russland, Preußen und Österreich-Ungarn seine Unabhängigkeit wiedererlangte. Es handelt sich bei dem Marsch um die größte jährliche Naziveranstaltung in Europa.
    Presse: 1 2 3

  • Dienstag, 12.11.2019

    Ein halbes Jahr nach der Berichterstattung der taz sorgt der rheinland-pfälzische Raczek und AfD-Politiker Joachim Paul jetzt auch bei NDR und SWR für Schlagzeilen. Der stellvertretende Landesvorsitzende der AfD Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2011 einen Artikel für die Zeitschrift „Hier & Jetzt“ des NPD-Politikers Arne Schimmer geschrieben. Zur Kommunikation mit dem NPDler nutzte Paul die Mailadresse blackshirt@hushmail.com. Zudem wurde bekannt, dass Pauls ehemaliger Doktorvater die Zusammenarbeit mit Paul wegen dessen ideologischer Nähe zu seinem Promotionsthema beendete: Paul beschäftigte sich intensiv mit dem SS-Ahnenerbe. Mehrere Parteifreunde Pauls fordern nun eine eidesstattliches Dementi Pauls und SPD, Grüne und FDP streben seine Abwahl vom Vorsitz des Medienausschusses an – nicht nur wegen seiner Autorenschaft für ein NPD-Blatt, sondern auch, weil er den Landtag diesbezüglich dreist belogen hat. Am 16. und 17. November veranstaltet die AfD Rheinland-Pfalz im Rheintal-Kongresszentrum in Bingen ihren 12. Landesparteitag. Bei der dort anstehenden Neuwahl des Landesvorstands will Paul sich zum neuen Landesvorsitzenden wählen lassen.

  • Montag, 11.11.2019

    Erleuchtende Momente erwärmen schon jetzt bundesweit den sonst so dunklen Herbstbeginn. Gegen die Verdrängungspolitik verkokelten neben Karren bei krachenden Riots nach der Häuser-Demo vergangenes Wochenende bereits am 14. Oktober ein Bagger der PROJECT Immobilien GmbH im Wedding und ein Amazon-Zulieferer in Treptow am 23. Oktober. Wegen des Erdogan-Regimes und türkischen Angriffen in Syrien fackelten Autonome BerlinerInnen am 11. Oktober ein türkisches Diplomatenauto ab. Erdogans mörderische Politik motivierte Menschen in Dortmund Mollies in eine DITIB-Moschee zu schmeißen. In hot old Bremen gab es ein Freudenfeuer gegen die derzeit heißeste Immobiliengesellschaft: Vonovia. In diesem Zusammenhang gab es eine Razzia mit vorübergehender Festnahme. Autonome Gruppen entglasten als Reaktion die städtische Konzernzentrale des Schlafhändlers und Unbekannte zündeten am 7. November einen Laden von Immobilien Bremen an. Besonders feurig ging Sachsen in die Saison, wo in Sachen Immobilienzockerei die CG-Gruppe bei einem der Leipziger Anschläge einen höheren Millionenschaden erlitt, als am 3. Oktober die Baustelle des FourLiving abbrannte. Am 11. Oktober brannten Vinci-Fahrzeuge als solidarische Grüße in die ZAD ab. Auch um Nazis wird sich fleißig gekümmert: Rudi Reinhardt etwa verlor seine Karre in Dresden in den Flammen und die AfD ihren Wahlkampfbus in Reinsdorf. Die Knastprofiteure VSTR GmbH in Rodewisch und Hentschke Bau GmbH in Bautzen verloren am 5. November mehrere LKW durch anarchistische Brandstiftung. Die Ermittlungen wegen zunehmenden Fahrzeugbränden gegen Knastprofiteure gehen unter anderem bis in die Freiburger JVA, aus der Thomas Meyer-Falk über eine Anfrage zur Zeugenaussage wegen dem überaus erfolgreichen MASSAK-Logistik-Anschlag von Bamberg im Mai bekam. In Hamburg wo infolge der G20 Proteste neben Loïc Citation auch zwei Genossen von der Parkbank sowie eine vierte Person inhaftiert sind, gab es in den vergangenen Wochen Anschläge auf eine Polizeiwache Volksdorf und SPIE, sowie die Karre des Hamburger Senatskanzleichefs Jan Pörksen. Zur Einstimmung auf solch militante Einheits-Wochen haben sich schon Anfang Oktober Münchens NachtschwärmerInnen dem Luxus-BMW-Überschuss gewidmete, während Rostocker Fischköppe mit Hassis noch vor Zeitumstellung die Luxuskarren der Yacht-BenutzerInnen am Hafen einschmolzen. Dass in Freiburg neben dem dutzend Fahrzeugbränden der letzten Zeit en passant etwa Burschenhäuser in der Wiehre oder die Bullenwache in der Klarastraße von Antifas eingefärbt wurden, verkommt in diesen feurigen Zeiten zur erquicklichen Randnotiz, wie auch die eingeschwärzte Bullenwache im Stadtteil Finkenwerder zu Hamburg.

  • Sonntag, 10.11.2019

    Laut Presse wurden der „Deutschen Burschenschaft“ die für den 8. und 9. November in der Nähe von Colmar angemieteten Räume für ihre „Verbandstagung“ gekündigt, so dass sie kurzfristig Ersatzräume suchen mussten. Ein „Stadtrundgang“ durch Colmar war nicht möglich und das Schloss Hohlandsbourg kündigte den Nazis ebenso wie die Gemeinde und der Winzer: „Erst die Antifa Freiburg habe die Schlossleitung auf die extrem rechte Ideologie der Veranstalter aufmerksam gemacht. Daraufhin haben die Elsässer der in diesem Jahr von der Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia organisierten Verbandstagung eine Absage erteilt. Schlossbankett, Weinprobe und Arbeitstreffen in Obermohrschwihr sind abgesagt.“
    Presse: 1 2 3

  • Sonnabend, 09.11.2019

    Infolge des Aufmarsches der AfD im Oktober 2018 und der damit verbundenen Proteste wird es kommende Woche erneut einen Prozess gegen einen Antifa geben. Das Verfahren wegen Vermummung findet am Mittwoch, den 13. November, um 10 Uhr im Dienstzimmer 103 des Amtsgerichtes Freiburg statt. Am 19. November gibt es um 19 Uhr ein Treffen der von Repression Betroffenen auf dem Grethergelände. Zeigt euch solidarisch, begleitet die Prozesse, spendet, tretet nach!

  • Freitag, 08.11.2019

    Am 5. November wollte das „Referat gegen Faschismus“ des Studierendenrats einen Vortrag zu „Rechte Szenen im Südwesten – mit Beispielen aus Freiburg“ mit dem Referenten Lucius Teidelbaum in der Uni veranstalten. In der Pressemitteilung des Referats heißt es: „Die Veranstaltung konnte nicht wie geplant im Hörsaal 1199 stattfinden. Grund war das Auftauchen und gezielte Stören einer Gruppe Rechtsextremer, darunter der für seine Aggressivität bekannte AfD-Gemeinderat Dubravko Mandic, die sich Zugang zum Veranstaltungsraum verschaffte und bedauerlicherweise nicht daraus verwiesen werden konnte. Die Universitätsleitung als Hausherrin hatte rechtlich keine ausreichenden Handhabe für diesen Schritt gesehen, obwohl der rechte Mob von Anbeginn äußerst provokant auftrat und schlussendlich sogar handgreiflich wurde.“ Anschließend wurde die Veranstaltung an einem anderen Ort durchgeführt. RDL berichtete über mögliche Klagen der Uni nach dem Abbruch der Veranstaltung und und hat außerdem ein Interview mit dem Referenten zum Thema „Christliche Rechte gewinnt an Sichtbarkeit“ geführt. Die Badische Zeitung fokussiert auf Mandic, nachdem dieser der Zeitung mit einer Abhmahnung gedroht hatte. In einem Kommentar auf der BZ-Seite heißt es: „Es gibt Faschisten und Antifaschisten. Dazwischen gibt es nichts!“

  • Donnerstag, 07.11.2019

    Wir haben ein Communiqué auf deutsch und französisch zur geplanten „Verbandstagung“ der „Deutschen Burschenschaft“ am 8. und 9. November 2019 im Elsass veröffentlicht. Ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht wollen die Burschen unter dem Vorsitz der Freiburger „Burschenschaft Saxo-Silesia“ in einem Schloss bei Colmar saufen und damit ihren deutschnationalen Anspruch auf das Elsaß demonstrieren.

  • Mittwoch, 06.11.2019

    Im Fitnessstudio McFit in der Baslerstaße 109 hat ein Antisemit einem 19jährigen jüdischen Studenten die Kippa vom Kopf gerissen und in den Müll geworfen, ihn als „dreckigen Juden“ beschimpft und „Free Palestine“ geschrien. Obwohl der Umkleideraum voller Menschen war, hat nur eine Person interveniert. Der Angreifer konnte das Fitnessstudio unbehelligt verlassen.
    Presse:  [1]  [2]  [3]  [4]  [5]

  • Dienstag, 05.11.2019

    Die gesammelten Machwerke der deutschen Inlandsgeheimdienste sind auf der Website verfassungsschutzberichte.de öffentlich. Die Berichte der Verfassungsschutzämter sind durchsuchbar und werden als PDF, Text oder per JSON-Schnittstelle zur Verfügung gestellt. Du musst deinen Feind kennen, um ihn besiegen zu können.

  • Montag, 04.11.2019

    In der Nacht auf den 4. November gab es um 03:00 Uhr einen Brandanschlag auf noch einen Vonovia-Transporter in der Wirthstraße in Landwasser. Ein weiteres Fahrzeug wurde schwer beschädigt, weil das Feuer übergesprungen war. Die Badischen Zeitung hat mittlerweile 13 ausgebrannte Autos gezählt, seit die Brandanschläge vor drei Wochen begannen. In Basel gab es derweil einen solidarischen Brandanschlag auf ein Auto von Bouygues „wegen ihrer Beteiligung an Gefängnissen und Lagern“. Was tun, wenn’s brennt?

  • Sonntag, 03.11.2019

    Im elsässischen Plaine im Département Bas-Rhin fand am 2. November ein Nazikonzert der „Hammerskins“ statt. Laut Antifa Saar war der Veranstaltungsort die Mehrzweckhalle der französischen Gemeinde Plaine in 2 Chemin de la Roche, 67420 Plaine. Zum „Hammerfest“ kamen dieses Mal 500 Nazis aus Frankreich und Deutschland, aber auch Nazis aus Australien, Ungarn, Portugal, der Schweiz und Schweden. Das Konzert fand nur rund 15 Kilometer entfernt vom ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof statt.

  • Sonnabend, 02.11.2019

    Die „Burschenschaft Normannia Heidelberg“ war an dem Überfall auf das Linke Zentrum „Ewwe Longt´s“ am 19.01.2019 beteiligt. Leon Stockmann befand sich unter den „identitären“ Nazis, die das Zentrum angegriffen haben. Stockmann war nicht nur im Vorstand der „Jungen Alternative Baden-Württemberg“, sondern auch „Schülerfux“ bei der „Normannia Heidelberg“. Die „Normannia“ hat Stockmann im Sommer 2019 ausgeschlossen, da er mittlerweile „Hammer & Sichel“ sprayt. Auch ansonsten ist die „Normannia“ wieder auf Linie: Zwar hatte die „Burschenschaft Normannia Heidelberg“ Ende 2017 das Gruß- und Paukverhältnis zur „Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg“ wegen Dubravko Mandic aufgekündigt, aber das hat sich mittlerweile wieder eingerenkt. Beide Aktivitas sind auf strammem Nazikurs und da stört es auch nicht, dass sich Mandic nach seinem Ausschluss wieder bei der „Saxo-Silesia“ eingeklagt hat. André Heinrich Rotärmel, Aktiver der „Normannia“, ist wie sein älterer Bruder Sebastian Ernst Rotärmel AfD- und JA-Mitglied. Der derzeitige Aktivensprecher der „Normannia“, Kilian Demant, hat sich am Telefon mit „Heil Hitler“ gemeldet und auf anderen Burschenhäusern „rumgehitlert“, was intern für moderaten Stress sorgte. Die „Normannia Heidelberg“ hat die Idee eines Ausschlusses aber recht schnell wieder verworfen und eine pragmatische Lösung für das Problem und die klamme Burschenkasse gefunden: Ein Hitlergruß kostet jetzt 50 Euro.

  • Freitag, 01.11.2019

    Am 5. November beginnt die erste Verhandlung zu den Hausbesetzungen der WG-Kampagne. Die Guntramstraße 44 wurde am 8. Dezember 2018 von der WG besetzt und noch am gleichen Tag geräumt. Sie gehört einem Zürcher Immobilienhai, der seine Mietparteien wegen „Eigenbedarfs“ mittels Stromabstellen und absurden Mieterhöhungen rausgeekelt hat. Treffpunkt für die Kundgebung ist um 9:30 Uhr vor dem Amtsgericht. Die Verhandlung beginnt um 10:00 Uhr im Sitzunssaal 8. Denkt daran, dass es zu Ausweiskontrollen und temporären Handybeschlagnahmungen kommen kann!
    Update: Der Prozess wurde auf den 26.November verschoben.

  • Donnerstag, 31.10.2019

    In der Nacht auf den 29. Oktober wurde das Burschenschaftsdenkmal auf der Göpelskuppe in Eisenach mit pinker und schwarzer Farbe angegriffen. Die Presse spricht von 40.000 Euro Sachschaden allein im Außenbereich des Denkmals – Stichwort: „Muschelkalk“. Die Höhe der Schäden im Innenbereich mit dem „Ragnarök“-Wandbild, wo Gedenktafeln für die „Gefallenen“ der „Deutschen Burschenschaft“ mit Teerfarbe besprüht und die Tür verklebt wurden, sei nicht bezifferbar. Kurz nach der Landtagswahl in Thüringen, bei der mit Torben Braga auch ein rechtsradikaler Burschenschafter für die AfD in das Landesparlament gewählt wurde und die AfD mit 23,4% der abgegebenen Stimmen 22 Sitze erzielte, wurde damit ein starkes Zeichen gegen den Faschismus gesetzt.

  • Mittwoch, 30.10.2019

    Der „Lassalle-Kreis“ der Korporierten in der SPD hat bei seiner Jahrestagung 2019 vom 30. August bis 1. September in Bonn das verbindungsinterne Facebook-Forum „Tramizu” („Tradition mit Zukunft”) als Naziforum kritisiert. Der Bundesvorsitzender Florian Boenigk veranstaltete einen Workshop zum Thema „Die akademische Rechte in den Sozialen Netzwerken”, in dem es um „Strategien, wie freiheitlich-demokratische Werte und SPD-Inhalte verstärkt im Verbindungsmilieu verbreitet werden können“ ging. In der Ankündigung heißt es: „Der Lassalle-Kreis hat für die SPD exklusive Einblicke in eine sich verändernde akademische Elite. In Facebook-Gruppen mit bis zu 15.000 Korporierten ist das Erstarken der AfD und damit einhergehend völkischer und nationalsozialistischer Rhetorik täglich offenkundig.” In „Tramizu“ werden die SPDler für ihre antifaschistische Initiative wüst beschimpft und für zukünftige Angriffe verantwortlich gemacht: „Und demnächst auf den örtlichen Antifaseiten: ’Seht! Wir haben es schon immer gesagt! Burschis aufs Maul!’ und dann fliegen wieder Farbbeutel gegen unsere Fasaden.”

  • Dienstag, 29.10.2019

    Vom 24. bis zum 27. Oktober fand in Jena im „Hotel Fair Resort“ der „Burschentag“ der „Allgemeinen Deutschen Burschenschaft“ (ADB) statt. Zur neuen Vorsitzenden des reaktionären Burschen-Dachverbands wurde für das Geschäftsjahr 2020 die „Burschenschaft Hilaritas Stuttgart“ bestimmt. Die „Hilaritas“ folgt damit auf die „Burschenschaft Alemannia Stuttgart“, die große Schwierigkeiten dabei hatte, eine Nachfolge-Burschenschaft für den Vorsitz zu finden.

  • Montag, 28.10.2019

    Nachdem zu drei Brandanschlägen der letzten Woche BekennerInnenschreiben aufgetaucht sind, gibt es nun auch eine Erklärung zu einem Anschlag in Nacht auf den 26. Oktober in der Badenweilerstraße in Weingarten: „In dieser Nacht traf es ein Fahrzeug der Firma Johnson Control, zu der auch die Firma Tyco gehört. Tyco ist beteiligt an dem Profitschlagen der Gefängnisindustrie durch Sicherungssysteme, beispielsweise Alarmsysteme und Chips, welche benutzt werden, um die Gefangenen zu überwachen.“ In der Nacht auf den 26. Oktober gab es um 04:24 Uhr und um 07:52 Uhr weitere brennende Autos. Laut BZ handelt es sich ebenfalls um Brandanschläge, wieder gegen Fahrzeuge von Immobilienfirmen. Das Feuer griff auf zwei weitere Autos über, so dass insgesamt vier Autos in der Nacht auf Samstag abfackelten. In der Nacht auf den 27. Oktober wurden einem Auto der Deutschen Bank die Reifen zerstochen und in der Nacht auf den 28. Oktober brannten zwei Hebebühnen der Firma Butsch und Meier in der Gundelfinger Straße 2, der Schaden hält sich laut BZ in Grenzen. Die Firma hatte sich an der Räumung der besetzten Kronenstraße 21 beteiligt.

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    Update: Aufgrund der Veröffentlichung dieses Communiqués wurden der „Deutschen Burschenschaft“ die Räume gekündigt und die „Verbandstagung“ musste kurzfristig verlegt werden.

    Am 8. und 9. November will der rechtsradikale Dachverband deutscher und österreichischer Burschenschaften, die Deutsche Burschenschaft, in Frankreich in der Nähe des elsässischen Colmar eine „Verbandstagung“ abhalten. Am 81. Jahrestag der antisemitischen Pogrome vom 9. November 1938 treffen sich die von einem „Großdeutschland“ träumenden, völkischen Burschenschafter ausgerechnet im Elsass. Die Tagung mit dem Titel „Fortbestand des Deutschen Volkes in einer multikulturellen Mehrheitsgesellschaft“ soll großteils in Husseren-les-Châteaux stattfinden. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion auch eine Stadtführung in Colmar, ein Besäufnis auf der Hohlandsbourg und eine interne Sitzung des „Verbandsrats“ auf einem Winzerhof. Aber warum findet die Veranstaltung in Frankreich statt? Hier dürften neben der Erwartung, dass die Deutsche Burschenschaft in Frankreich weniger bekannt ist als in Deutschland und folglich mit weniger Widerstand zu rechnen ist, auch ideologische Überlegungen eine Rolle spielen: Das Treffen ist eine deutschnationale Machtdemonstration in Frankreich.

    Was planen die Burschen?

    Vor dem Beginn der Tagung, zu der alle Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft eingeladen sind, findet am 8. November um 18:30 Uhr eine interne Sitzung des Exekutivgremiums des Dachverbands statt, genannt „Verbandsrat“. Die Verbandstagung beginnt am 8. November um 19 Uhr mit einem Begrüßungsabend auf dem Winzerhof Schueller in der Route du Vin in Husseren-les-Châteaux nahe Colmar – von den Burschenschaftern wird das Örtchen konsequent „Häusern“ genannt. Am 9. November beginnt um 8:30 Uhr die Tagung in der Mehrzweckhalle in Husseren-les-Châteaux. Anschließend soll ab 14 Uhr eine Stadtführung durch Colmar angeboten werden. Für den Abend planen die Burschenschafter eine Besichtigung der nahegelegene Hohlandsbourg, wo sie ab 19 Uhr auch zu Abend essen und ab 20:15 Uhr ihren „Festkommers“ veranstalten. Dafür wurde die Brasserie der Hohlandsbourg angemietet.

    Wer sind die Referenten?

    Als Referenten der „Verbandstagung“ sollen drei Mitglieder der rechtsradikalen Partei Alternative für Deutschland auftreten: Dimitrios Kisoudis, Dubravko Mandic und Jens Lange.

    Dimitrios Kisoudis

    Dimitrios Kisoudis, geboren am 21.04.1981, studierte in Freiburg, lebt in Öhringen und trat im Jahr 2015 in die AfD ein. Er publiziert in diversen rechten Verlagen und Zeitschriften, war zunächst Referent des AfDlers Marcus Pretzell im Europäischen Parlament und arbeitet seit 2017 als Referent für den AfD-Abgeordneten Martin Hess im Deutschen Bundestag. Kisoudis soll auf der „Verbandstagung“ zum Thema „Staat und Volk im Lauf der Zeit“ referieren. Im Ankündigungstext seines Vortags beklagt er den Verlust der „Nation“ durch Migration:

    „Die Nation ist das politisch formierte Volk, in ihr kommen Volk und Staat zur Deckung. Doch die Migration stellt die Nation in Frage. Die Homogenität des Staatsvolks geht verloren, der Tribalismus kehrt zurück, der Staat entfremdet sich den Bürgern. Wie kann das Volk auf diese Wende zwischen zwei Epochen reagieren, wie ein Staat noch funktionieren?“

    Kisoudis strebt einen klerikalen Obrigkeitsstaat an, den er „Ordnungsstaat“ nennt.

    Dubravko Mandic

    Dubravko Mandic ist ein rechtsradikaler Burschenschafter, der nach internen Machtkämpfen von seiner Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg ausgeschlossen wurde, sich jedoch kürzlich erfolgreich wieder einklagte. Unter seiner Regie wurde die Junge Alternative gegründet und die Gründungsfeier fand auf dem Haus der Saxo-Silesia auf dem Freiburger Lorettoberg statt. Mandic ist deutschlandweit nicht nur wegen seiner rechtsradikaler Hetze, sondern auch wegen seiner Straftaten gegen politische GegnerInnen und JournalistInnen bekannt und wurde im Mai 2019 für die AfD in den Freiburger Gemeinderat gewählt. Zuvor war er Vorsitzender des Bundesschiedsgerichts der JA, Mitglied des Landesschiedsgericht der AfD Baden-Württemberg und erfolgloser Bundestagskandidat der AfD für den Wahlkreis Tübingen. Seine „Bundesbrüder“ aus der Aktivitas der Saxo-Silesia verschaffen ihm als Redner auf der „Verbandstagung“ ein Podium zur Verbreitung seiner völkischen Weltanschauung. Mandic soll über die „Ethnogenese der Serben, Kroaten und Bosnier unter der Einwirkung der türkischen Herrschaft“ referieren und Angst vor einer „Islamisierung“ schüren:

    „Michel Houellebecq entwarf in dem Bestseller ‚Unterwerfung‘ ein realistisches Szenario einer möglichen islamischen Machtübernahme in Frankreich. Jean Raspail erzählte in seinem Buch ‚Das Heerlager der Heiligen‘ bereits 1973 wie sich eine westlich-liberale Gesellschaft mit all ihren relevanten Protagonisten im Angesicht einer millionenfachen plötzlichen Einwanderung aus der Dritten Welt verhalten würde und legte damit eine Blaupause für die Grenzöffnung vom September 2015 vor. Sieferle behandelte in seinen posthum erschienen Werken die mögliche Transformation westlicher Gesellschaften hin zu einer Retribalisierung. Angesichts der vielfältig möglichen Szenarien, die alle die Annahme einer Islamisierung beinhalten, lohnt ein Blick auf die islamische Landnahme auf dem Balkan im 14. Jh. und die darauf folgenden Jahrhunderten osmanischer Herrschaft.“

    Jens Lange

    Den dritten Vortrag soll Jens Lange alias „Johann Felix Baldig“ halten: „Das Reservat als konstitutioneller Verfallsgrad – Zur Zukunft Deutscher Verfasstheit“. Hier können sich die Burschen auf einen wirr-schwurbeligen und vor Pathos triefenden Vortrag gefasst machen:

    „Segregation, Tribalisierung, Zonierung mit der Maßgabe des Besser-Nicht-Betreten-Sollens, Raumbeobachtung, Raumneuordnung, Raumneuausverhandlung, endlich Wolfserwartung, ob in der Menschenbiosphäre, ob in der reinen, totalen Biosphäre der maximalen Verwilderung und Austreibung von Technik und Aufklärung – das Reservat wird zum Schrittmacher konstitutionellen Verfalls und zugleich zum Maß einer fortschreitenden Derogation des Grundgesetzes. ‚Wie wollen wir künftig leben?‘ fragen die diversen staatlichen Kommissionen unter der drohlichen Überschrift ‚gleichwertige Lebensverhältnisse‘. Aus verfassungstheoretischer Sicht stellt sich dagegen die neue Frage: Wird das Prinzip praktischer Konkordanz von einer befrieden sollenden Aushandelungsinstanz ersetzt, die immer öfter Freiheits- und Deutschengrundrechte allein im Reservat, im eng abgezirkelten Gefilde zuzulassen die Kraft findet?”

    Jens Lange kommt aus Questenberg im Südharz, wurde am 30.12.1974 geboren und trat im Jahr 2016 in die AfD ein. Lange publiziert unter seinem Pseudonym in rechtsradikalen Zeitschriften wie „Compact“ und „Tumult“. Er arbeitet seit 2017 für die AfD-Bundestagsfraktion und für den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann. Lange kandidierte im November 2016 als Beisitzer für den „Flügel“ und im Mai 2019 für den Kreistag von Mansfeld-Südharz, den Gemeinderat Südharz und Ortschaftsrat Questenberg und bewegt sich im „Umfeld der neonazistisch beeinflussten neuheidnischen Künstlergruppierung Orphischer Kreis“.

    Was ist die Deutsche Burschenschaft?

    Die Deutsche Burschenschaft ist ein Dachverband völkischer deutscher und österreichischer Burschenschaften. Während die Deutsche Burschenschaft in Österreich seit Jahrzehnten de facto das Funktionärs-Reservoir der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) darstellt, hat sie in Deutschland erst seit 2015 in der radikalisierten Alternative für Deutschland (AfD) eine politische Heimat gefunden. Zwischen 2011 und 2015 spaltete sich der Großteil der weniger offen faschistisch auftretenden Bünde von der Deutsche Burschenschaft ab. Übrig blieben nach dem Richtungsstreit etwa die Hälfte der Bünde, ein harter Kern von 67 stramm rechtsradikalen Burschenschaften mit insgesamt mehreren tausend Mitgliedern.

    Das oberste Organ der Deutschen Burschenschaft ist der jährlich nach Pfingsten in Eisenach stattfindende „Burschentag“. Hier wird jedes Jahr eine der Mitgliedsburschenschaften zur „Vorsitzenden Burschenschaft“ gewählt, die dann im kommenden „Geschäftsjahr“ (Kalenderjahr) den Vorsitz innehat. Seit Anfang 2019 ist die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia Vorsitzende der Deutschen Burschenschaft. Im Januar 2020 wird sie von der im Mai 2019 gewählten Burschenschaft Tuiskonia Karlsruhe abgelöst werden. Für die Organisation der Veranstaltung im Elsass ist also die Freiburger Saxo-Silesia verantwortlich. Wie innerhalb der einzelnen Bünde werden auch auf Ebene der Vorsitzenden „Sprecher“ und „Stellvertreter“ bestimmt. Die „Vorsitzmannschaft“ der Saxo-Silesia besteht aus dem Sprecher Falk van der Helm (DBx), dem ersten stellvertretenden Sprecher Marco Erat (DBxx) und dem zweiten stellvertretenden Sprecher Rudolf Gut (DBxxx).

    Was ist der Verbandsrat?

    Während eines laufenden Geschäftsjahrs werden die Geschäfte der Deutschen Burschenschaft durch die „Vorsitzende Burschenschaft“ und den sogenannten „Verbandsrat“ geführt. Dem Verbandsrat gehören als stimmberechtigte Mitglieder neben dem Sprecher der „Vorsitzenden Burschenschaft“ und einem Vertreter der „gewesenen Vorsitzenden Burschenschaft“ (der Vorsitzenden des Vorjahres) zwei auf dem Burschentag gewählte „Verbandsobmänner“ und zwei „Beisitzer“ an. An den Sitzungen können noch einige weitere Mitglieder mit eingeschränkten Stimm-, Rede- und Antragsrechten teilnehmen, insgesamt sind meist etwa ein Dutzend Burschenschafter anwesend. Es finden meist drei Verbandsratssitzungen pro Jahr statt und eine der Sitzungen wird aus logistischen Gründen an die jährlich stattfindende Verbandstagung gekoppelt. Sie beginnt üblicherweiset vr dem allgemeinen Begrüßungsabend der Verbandstagung, soll also auf dem Öko-Winzerhof Schueller in Husseren-les-Châteaux stattfinden.

    Die Mitglieder des Verbandsrats 2019

    Neben Falk van der Helm, Marco Erat und Rudolf Gut von der Vorsitzenden Burschenschaft Saxo-Silesia gehört Jakob Scheffel als Vertreter der Gewesenen Vorsitzenden Münchner Burschenschaft Alemannia dem Verbandsrat im Geschäftsjahr 2019 an. Der aktuelle „Verbandsobmann für Hochschul- und allgemeine Politik“ ist Christopher von Mengersen von der Wiener Burschenschaft Teutonia und der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn. „Verbandsobmann für burschenschaftliches Fechten, Nachwuchswerbung und Sport“ ist Mattis Mayer von der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz. Beisitzer im Verbandsrat sind Wilhelm Haase von der Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg und John Fritz Hoewer von der Kölner Burschenschaft Germania und der Burschenschaft Germania Magdeburg. „Ersatzobmann“ ist Daniel Malsam von der Braunschweiger Burschenschaft Thuringia.

    Was ist die Verbandstagung?

    Üblicherweise einmal im Jahr veranstaltet die Deutsche Burschenschaft als identitätsstiftendes Event eine sogenannte „Verbandstagung“, bei der sich die Mitgliedsbünde für Vorträge, ein Rahmenprogramm und ein gemeinsames Besäufnis treffen. Bei der Verbandstagung handelt es sich um einen Pflichttermin für alle Bünde: Nichterscheinen kostet Geld. Ausgerichtet wird die Tagung von der jeweiligen „Vorsitzenden“ und oft findet sie auch in dem Ort statt, an dem diese ansässig ist. Im Jahr 2018 allerdings wurde Prag als Ort gewählt – wie das Elsass 2019 ein bewusstes politisches Statement. Im Jahr 2017 wurde das Wartburgfest in Eisenach zur „Verbandstagung“ erklärt und 2016 wurde im österreichischen Schärding getagt. Die Tagungen in Jena 2015 und Dresden 2014 verliefen weniger spektakulär als jene in Innsbruck 2013. In Innsbruck sah sich die Deutsche Burschenschaft mit Widerstand, Gegenprotesten und Kündigungen der von ihr angemieteten Messehalle konfrontiert.

    Elsass: „Das ganze Deutschland soll es sein“

    Die Deutsche Burschenschaft gibt sich stets traditionsbewusst und schreibt die Geschichte der Burschenschaften als eine kontinuierliche Geschichte. Elsass-Lothringen spielt in dieser Geschichtsschreibung eine wichtige Rolle. Ausgeblendet werden allerdings die Verbrechen während der deutschen Besatzung des Elsass nach dem 15. Juni 1940 oder gar die Beteiligung von Burschenschaftern am Nationalsozialismus.

    Auf der Website der Deutschen Burschenschaft wird stattdessen ausführlich Johann Georg August Wirth gefeiert. Aus Sicht der Burschen war er beim Wartburgfest 1832 „der einzige Redner, der konkrete Vorschläge unterbreitet“ hat: „Zugleich warnte er vor der ‚Mithilfe Frankreichs‘, das doch nur die Rheingrenze als Preis dieser Hilfe im Kopf habe, was die anwesenden Franzosen ebenso wie die Rückforderung Elsaß-Lothringens nicht wenig verletzte.”

    Im Jahr 2017 feierte sich die Deutsche Burschenschaft in Eisenach mit ihrer „200-Jahr-Feier“ des Wartburgfests. Im von den Burschen herausgegebenen Programmheft sind auch die Liedtexte der Lieder abgedruckt, die im Rahmen dieser Veranstaltung gesungen werden sollten. Im Imagefilm der „Deutschen Burschenschaft“ zu „200 Jahre Wartburgfest“ kommt ein „Alter Herr“ zu Wort: „Das gemeinsame Singen, das gemeinsame Zusammensein, das gemeinsame Erleben, dassman dann auch weitergeben kann, ist einfach etwas Erhebendes.“ Eines der Lieder ist „Was ist des Deutschen Vaterland“) von Ernst Moritz Arndt aus dem Jahr 1813:

    Was ist des Deutschen Vaterland? Ist’s Preußenland, ist’s Schwabenland? Ist’s, wo am Rhein die Rebe blüht? Ist’s, wo am Belt die Möwe zieht? O nein! nein! Nein! |:Sein Vaterland muß größer sein!:|

    (...)

    Was ist des Deutschen Vaterland? So nenne endlich mir das Land! So weit die deutsche Zunge klingt und Gott im Himmel Lieder singt: Das soll es sein! Das soll es sein! |:Das, wackrer Deutscher, nenne dein!:|

    (...)

    Was ist des Deutschen Vaterland, wo Zorn vertilgt den welschen Tand, wo jeder Franzmann heißet Feind, wo jeder Edle heißet Freund. Das soll es sein! Das soll es sein! |:Das ganze Deutschland soll es sein!:|

    (...)

    Das völkische Selbstverständnis, die großdeutschen Bestrebungen und das antifranzösischen Ressentiment dieses Texts, auf den sich nicht nur die historische, sondern auch die heutige Deutsche Burschenschaft bezieht, findet sich auch im „Strategieprogramm“ der Deutschen Burschenschaft. In einem Entwurf dieses zwischen 2010 und 2013 diskutierten Grundsatzprogramms finden sich unter der Überschrift „Was ist des Deutschen Vaterland“ einige Überlegungen des „Volkstumsbeauftragten“ der „Deutschen Burschenschaft“. Dieser stellt darin fest: „Die berühmte Frage des Liedes von Ernst Moritz Arndt vor knapp 200 Jahren ist heute genauso aktuell wie seinerzeit.“ Er geißelt „Frankreich mit seinem etatistischen, d.h. staatsbezogenen Nationsbegriff, wobei alle Staatsbürger ‚Franzosen‘ sind ohne Berücksichtigung von z.B. Normannen, Deutschen, Bretonen, usw., die auch keinen Volksgruppen-Minderheiten-Schutz genießen“ und stellt für „das deutsche Volk“ das Gegenteil fest: „Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß sich, zumindest was das deutsche Volk betrifft, sicher kein etatistischer, rein staatsbezogener Nationsbegriff anwenden läßt. Denn wer würde wohl behaupten, daß ein Sudetendeutscher kein Deutscher ist, obwohl er vielleicht heute im Staat Tschechien lebt. Oder war bis 1989 ein Deutscher nur, wer in der Westzonen-BRD lebte?“ Der Burschenschafter führt weiter aus: „Für einen Binnendeutschen im zentraleuropäischen Raum mit deutscher Muttersprache ist es nur ‚natürlich‘, daß er ein Deutscher ist“ und schlussfolgert:

    „Die Belgien-Deutschen in Eupen-Malmedy, die Elsässer, die Deutschen Südtirols und vom Kanaltal, die Gottscheer und Untersteirer Deutschen in Slowenien, die deutschen Donauschwaben in Kroatien, Serbien und Ungarn, in Rumänien die Banater Schwaben, Berglanddeutschen, Siebenbürger, usw., die Karpatendeutschen in der Slowakei, die Sudetendeutschen in Tschechien, die Deutschen in Schlesien, Posen, West- und Ostpreußen, die Balten-Deutschen und die Deutschen im dänischen Nord-Schleswig sind ein bedeutender Teil des gesamten deutschen Volkskörpers.“

    „Deutschland“ wird also als Siedlungsraum aller „Deutschen“ im völkischen Sinne begriffen und das Elsass wird als Teil Großdeutschlands verstanden. Dass die Deutsche Burschenschaft im Jahr 2019 ihre „Verbandstagung“ im Elsass durchführen will, ist der physische Ausdruck dieser revisionistischen Bestrebungen.

    Kein „Großdeutschland“ für Naziburschen!

    Autonome Antifa Freiburg

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    Mise à jour : Suite à la publication de ce communiqué, la « Deutschen Burschenschaft » a vu ses réservations annullées et le congrès a du être déplacé à la dernière minute.

    Du 8 au 9 novembre, l’organisation faîtière d’extrême-droite des corporations étudiants allemands et autrichiens, la Deutsche Burschenschaft, veut tenir son congrès en France, non loin de la ville de Colmar. Lors du 81ème jour anniversaire des pogromes antisémites du 9 novembre 1938, les corpos nationalistes rêvant d’une « Grande Allemagne » se réunissent donc, comme par hasard en Alsace, sous le titre « Pérennité du peuple allemand dans une société multiculturelle majoritaire ». Le congrès devrait se dérouler en grande partie à Husseren-les-Châteaux. Au programme sont prévus, en plus de conférences et d’une table ronde, une visite de la ville de Colmar, une beuverie au château du Hohlandsbourg et une réunion interne du « Verbandsrat », l’instance décisionnelle de la Deutsche Burschenschaft, dans une ferme viticole. Mais pourquoi tout cela se déroule en France ? Outre l’absence de célébrité de la Deutsche Burschenschaft en France et donc moins de résistance par rapport à sa présence, une dimension idéologique devrait avoir son importance : Ce congrès est une démonstration de force nationaliste allemande en France.

    Qu’ont prévu les corpos ?

    Avant le début du congrès auquel toutes les corporations membres de la Deutsche Burschenschaft sont invitées, a lieu à 18h30 une réunion interne du comité exécutif, le « Verbandsrat », de la DB. Le congrès débute le 8 novembre à 19 heures avec une soirée d’accueil à la ferme viticole Schueller sur la Route du Vin à Husseren-les-Châteaux près de Colmar, hameau nommé en conséquence par les corpos « Häusern ». Le 9 novembre débute la séance plénière à 8h30 dans la salle polyvalente de Husseren-les-Châteaux. Une visite guidée de Colmar doit ensuite être proposée à partir de 14 heures. Concernant la soirée, les corpos prévoient une visite du château du Hohlandsbourg situé à proximité, où ils ont reservé leur dîner à 19 heures et veulent tenir leur « Festkommers » (NdT : beuverie ritualisée) à partir de 20h15. Pour cela, la brasserie du Hohlandsbourg a été louée.

    Qui sont les intervenants ?

    Trois membres du parti d’extrême-droite Alternative für Deutschland sont prévus comme intervenants lors de ce congrès : Dimitrios Kisoudis, Dubravko Mandic et Jens Lange.

    Dimitrios Kisoudis

    Dimitrios Kisoudis, né le 21 avril 1981, a étudié à Freiburg, vit désormais à Öhringen et a rejoint l’AfD en 2015. Il publie dans des maisons d’édition et des magazines d’extrême-droite divers, a été ensuite l’assistant personnel de Marcus Pretzell, membre de l’AfD au Parlement Européen et travaille depuis 2017 en tant qu’assistant personnel pour le député de l’AfD Martin Hess au parlement national allemand. Kisoudis devrait lors du congrès intervenir sur le thème « État et peuple dans le cours du temps ». Dans l’intitulé de son intervention, il se plaint de la perte de la « nation » dûe à la migration :

    « La nation est le peuple formé politiquement, dans celle-ci le peuple et l’État ne font qu’un. Cependant, la migration remet en cause la nation. L’homogénéité du peuple souverain se perd, le communautarisme revient en force, l’État s’éloigne des citoyens. Comment le peuple peut-il réagir entre deux époques et un État encore fontionner ? »

    Kisoudis ambitionne un état clérical autoritaire qu’il nomme « État de l’ordre ».

    Dubravko Mandic

    Dubravko Mandic est un corpo d’extrême-droite, qui a été rejeté par sa propre corporation suite à des querelles de pouvoir Saxo-Silesia Freiburg, mais qui a pu se réhabiliter récemment. Sous sa régie a été créée l’alternative jeune (NdT : Junge Alternative), organisation de jeunesse de l’AfD et la fête pour cette fondation s’est déroulée dans la maison Saxo-Silesia sur le Lorettoberg fribourgeois. Mandic est connu partout en Allemagne, non seulement pour son incitation à la haine typique de l’extrême-droite, mais aussi pour ses délits commis à l’encontre de journalistes et d’adversaires politiques. En mai 2019, il a été élu pour l’AfD dans le conseil municipal de Freiburg. Avant cela, il était président du tribunal arbitral fédéral de la Junge Alternative, membre du tribunal arbitral de l’AfD de Baden-Württemberg et candidat recalé au parlement national allemand pour la circonscription de Tübingen. Ses « frères de corporation » actifs de la Saxo-Silesia lui donnent un podium lors du congrès en tant qu’intervenant pour propager sa vision nationaliste de la société. Mandic devrait intervenir sur « La Genèse ethnique des Serbes, des Croates et des Bosniaques sous le joug de la domination turque » et ainsi invoquer la peur d’une prétendue « islamisation » :

    « Michel Houellebecq a esquissé dans le best-seller « Unterwerfung » (« Soumission ») un scénario réaliste d’une potentielle prise de pouvoir islamique en France. Jean Raspail racontait déjà en 1973 dans son livre « Das Heerlager der Heiligen » (« Le Camp des Saints ») comment une société libérale occidentale avec l’ensemble de ses protagonistes majeurs se comporterait face à une immigration soudaine de plusieurs millions de personnes du tiers-monde. Il a ainsi présenté une orientation pour l’ouverture des frontières en septembre 2015. Monsieur Sieferle a traité dans son oeuvre posthume, la potentielle transformation des sociétés occidentales jusqu’à une retribalisation (procès d’une transformation vers le tribalisme). Au regard de multiples scénarios possibles, qui contiennent tous l’acceptation d’une islamisation, il vaut la peine de porter un regard sur l’acquisition de terrain dans les Balkans au XIVième siècle et dans les siècles suivants la domination ottomane.

    Jens Lange

    Jens Lange alias « Johann Felix Baldig » est en charge de la troisième intervention intitulée « La réserve comme degré de déclin constitutionnel – Sur l’avenir de la responsabilité allemande ». Les corpos peuvent déjà se préparer à une oraison confusioniste remplie de pathétisme :

    (NdT : blabla intraduisible)
    „Segregation, Tribalisierung, Zonierung mit der Maßgabe des Besser-Nicht-Betreten-Sollens, Raumbeobachtung, Raumneuordnung, Raumneuausverhandlung, endlich Wolfserwartung, ob in der Menschenbiosphäre, ob in der reinen, totalen Biosphäre der maximalen Verwilderung und Austreibung von Technik und Aufklärung – das Reservat wird zum Schrittmacher konstitutionellen Verfalls und zugleich zum Maß einer fortschreitenden Derogation des Grundgesetzes. ‚Wie wollen wir künftig leben ?‘ fragen die diversen staatlichen Kommissionen unter der drohlichen Überschrift ‚gleichwertige Lebensverhältnisse‘. Aus verfassungstheoretischer Sicht stellt sich dagegen die neue Frage : Wird das Prinzip praktischer Konkordanz von einer befrieden sollenden Aushandelungsinstanz ersetzt, die immer öfter Freiheits- und Deutschengrundrechte allein im Reservat, im eng abgezirkelten Gefilde zuzulassen die Kraft findet ?“

    Jens Lange vient de Questenberg dans le sud du Harz, est né le 30 décembre 1974 et a rejoint l’AfD en 2016. Lange publie sous son peudonyme dans des magazines d’extrême-droite comme « Compact » et « Tumult ». Il travaille depuis 2017 pour la fraction de l’AfD au parlement national allemand et pour le député du même parlement Frank Pasemann. Lange a posé sa candidature en novembre 2016 comme suppléant pour le « Flügel » (NdT : une alliance interne au parti de l’AfD regroupant ses membres les plus à l’extrême-droite) et en mai 2019 pour le conseil de communauté des communes de Mansfeld-Südharz, pour le conseil municipal de Südharz et le conseil du village de Questenberg. Il est actif dans le milieu du groupuscule d’artistes paiens « Orphischer Kreis », d’inspiration néonazie.

    Qu’est-ce que la Deutsche Burschenschaft ?

    La Deutsche Burschenschaft est une organisation faîtière de corporations étudiantes nationalistes d’Allemagne et d’Autriche. Si la Deutsche Burschenschaft en Autriche représente depuis des décennies le réservoir de fonctionnaires du Freiheitlichen Partei Österreichs (NdT : FPÖ, parti d’extrême-droite autrichien), elle a trouvé en Allemagne seulement depuis 2015 une famille politique dans la désormais radicalisée Alternative für Deutschland (AfD). Entre 2011 et 2015, la majorité des corporations membres moins désireuses de porter le message nationaliste publiquement a quitté la Deutsche Burschenschaft. Environ la moitié des corporations sont restées après la dispute sur la ligne politique à adopter, un noyau dur de 67 corporations étudiantes d’extrême-droite avec en totalité quelques milliers de membres.

    L’instance la plus haute de la Deutsche Burschenschaft est le « Burschentag » se dérouland à Eisenach chaque année après la Pentecôte. A cette occasion, une corporation membre de la DB est élue comme corporation présidente pour une année civile. Depuis début 2019, la corporation fribourgeoise Saxo-Silesia préside la DB. En janvier 2020, elle sera relayée par la corporation Tuiskonia Karlsruhe, choisie en mai 2019. La corporation fribourgeoise Saxo-Silesia est donc responsable pour l’organisation du congrès en Alsace. Comme pour les corporations elles-même, le présidium est constitué d’un porte-parole et d’un suppléant. L’« équipe » du présidium de la Saxo-Silesia inclut le porte-parole Falk van der Helm (DBx), le premier suppléant du porte-parole Marco Erat (DBxx) et le second suppléant du porte-parole Rudolf Gut (DBxxx).

    Qu’est-ce que le « Verbandsrat » ?

    Pendant l’année civile en cours, les affaires de la Deutsche Burschenschaft sont menées par la corporation présidente et le soi-disant « Verbandsrat ». Ce comité est constitué de membres habilités à voter : le porte-parole de la corporation présidente, un représentant de la corporation présidente de l’année dernière, deux « Verbandsobmänner » élus lors du « Burschentag » ainsi que leurs deux suppléants. Quelques membres supplémentaires peuvent participer, avec un droit de vote, de parole et de regard restreints, aux réunions. Au total, une douzaine de corpos sont la plupart du temps présents. Plusieurs réunions du « Verbandsrat » ont lieu chaque année et une des séances se déroule pendant le congrès annuel pour des raisons logistiques. Celle-ci commence en règle générale avant la soirée d’accueil du congrès, elle devrait donc se dérouler également à la ferme viticole artisanale Schueller à Husseren-les-Châteaux.

    Les membres du « Verbandsrat » en 2019

    A part Falk van der Helm, Marco Erat et Rudolf Gut de la corporation présidente Saxo-Silesia, Jakob Scheffel appartient également en tant que représentant de la corporation présidente de l’année dernière, la corporation munichoise Alemannia, au « Verbandsrat » pour l’année civile 2019. Le « Verbandsobmann » actuel en charge de la politique universitaire et générale s’appelle Christopher von Mengersen de la corporation viennoise Teutonia et de la corporation silésienne Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn. Le « Verbandsobmann en charge de l’escrime estudiantine, du recrutement et du sport » s’appelle Mattis Mayer de la corporation Germania Halle zu Mainz. Les suppléants au « Verbandsrat » sont Wilhelm Haase de la corporation fribourgeoise Saxo-Silesia ainsi que John Fritz Hoewer de la Kölner Burschenschaft Germania et de la Burschenschaft Germania Magdeburg. Un dernier suppléant s’appelle Daniel Malsam de la Braunschweiger Burschenschaft Thuringia.

    Qu’est-ce que le congrès ?

    En règle générale, la Deutsche Burschenschaft organise une fois par an un événement pour renforcer sa cohésion interne, un congrès durant lequel les corporations membres se retrouvent pour des conférences, un programme culturel et une beuverie commune. Ce congrès est un rendez-vous obligatoire pour toutes les corporations membres : Une absence coûte de l’argent. Son organisation est assurée par la corporation présidente, et donc, prend souvent place dans la ville de la corporation présidente. Cependant en 2018, la ville de Prague avait été choisie, comme l’Alsace en 2019 ceci est un acte hautement politique. En 2017, la fête du Wartburg à Eisenach avait été proclamée comme congrès et en 2016 celui-ci avait eu lieu à Schärding en Autriche. Les congrès à Jena en 2015 et à Dresde en 2014 se sont déroulés de manière moins spectaculaire que celui de 2013 à Innsbruch, où la Deutsche Burschenschaft a rencontré de la résistance, des contre-manifestations et l’annulation de la location du hall des expositions.

    Alsace : « Ça doit être l’Allemagne entière » (« Das ganze Deutschland soll es sein »)

    La Deutsche Burschenschaft se présente toujours comme consciente des traditions et écrit l’histoire des corporations comme une histoire continue. L’Alsace-Lorraine joue dans cette narration historique un rôle important. En revanche, les crimes commis pendant l’occupation de l’Alsace après le 15 juin 1940 ou même la participation de corpos au nationalsocialisme sont passés sous silence.

    Néanmoins, il y a un hommage détaillé à Johann Georg August Wirth sur la page web de la Deutsche Burschenschaft. Du point de vue des corpos, il était lors de la fête au Wartburg en 1832 « le seul orateur » ayant apporté « des propositions concrètes » : « En même temps, il mettait en garde envers ’l’aide de la France’, qui n’aurait de prix rien de moins que la frontière du Rhin, ce qui, en plus de la demande du retour de l’Alsace-Lorraine, blessait les Français présents au plus haut point. »

    En 2017, la Deutsche Burschenschaft fêtait ses 200 ans pendant la fête au Wartburg à Eisenach. Dans le programme distribués par les corpos se trouvent aussi les textes des chants, qui devaient être entonnés à cette occasion. Dans le diaporama de la Deutsche Burschenschaft pour son 200ème anniversaire, un corpo membre à part entière prend la parole : « Chanter ensemble, être ensemble et vivre quelque chose ensemble, que l’on peut transmettre, est une chose sensationnelle. » L’un des chants en question est « Was ist des Deutschen Vaterland ? » (« Qu’est la patrie de l’Allemand ? ») de Ernst Moritz Arndt de l’année 1813 :

    Qu’est la patrie de l’Allemand ? La Prusse ou bien la Souabe ? Est-elle au Rhin où vient le vin, Est-elle au Belt, plage sans fin. Oh non, non, non ! |:Pour sa patrie il voit plus grand. :|

    (...)

    Qu’est la patrie de l’Allemand ? Dis-moi enfin son nom ! Jusqu’où l’on parle l’allemand, Jusqu’où Dieu même entonne un chant, C’est là qu’est ta patrie, c’est là, |:Fier Allemand, tu es chez toi. :|

    (...)

    C’est la patrie de l’Allemand, Là où la Grande Armée périt, Où les Français sont l’ennemi, Où l’Allemand est un ami ! C’est là, oui là qu’est sa patrie : |:Toute l’All’magne est son pays. :|

    (...)

    La perception nationaliste, les revendications expansionistes allemandes et les ressentiments contre les Français de ce texte, auquel non seulement la Deutsche Burschenschaft historique, mais aussi l’actuelle se réfèrent, se retrouvent également dans le « Programme stratégique de la Deutsche Burschenschaft ». Dans ce programme discuté entre 2010 et 2013, on a pu lire sous le titre « Qu’est-ce que la patrie allemande ? » quelques réflexions du « Chargé de questions relatives à la notion de peuple » de la Deutsche Burschenschaft. Celui-ci remarque que « la fameuse question du chant de Ernst Moritz énoncée il y a presque 200 ans est aujourd’hui aussi actuelle qu’en son temps ». Il y fustige « la France avec sa notion de patrie étatique donc basée sur l’État, si bien que tous ses citoyens sont ’Français’ sans distinction entre par exemple les Normands, les Allemands, les Bretons, etc., qui ne profitent pas d’une protection de leur peuple minoritaire ». Il remarque plutôt le contraire pour « le peuple allemand » : « En conclusion, l’on peut dire que, du moins en ce qui concerne le peuple allemand, l’utilisation d’une notion de nation étatique simplement basée sur l’État n’est pas possible, car qui pourrait donc affirmer qu’un allemand sudète n’est pas un Allemand, bien qu’il vive peut-être aujourd’hui en République Tchèque ? Ou bien était Allemand jusqu’en 1989 seulement qui vivait dans les zones Ouest de la République Fédérale Allemande ? » Il continue son manifeste : « Pour un Allemand du milieu en Europe centrale parlant l’allemand comme langue maternelle, rien de plus ’naturel’ qu’il soit allemand ». Et conclut :

    « Les Allemands belges à Eupen-Malmedy, les Alsaciens, les Allemands du Tirol du Sud et du Val Canale, les Allemands slovènes de Gottscheer et d’Untersteirer, les Allemands souabes du Danube en Croatie, Serbie et Hongrie, les Souabes banates en Roumanie, les Allemands du Bergland et les Siebenbürger, etc., les Allemands des Carpates en Slovaquie, les Allemands sudètes en République tchèque, les Allemands en Silésie, ceux de Poznań, ceux de Prusse Occidentale et Orientale, les Allemands baltes et les Allemands dans le Nord du Schleswig danois font partie intégrale du peuple allemand dans son ensemble. »

    « L’Allemagne » est donc considérée comme un espace à coloniser pour tous les « Allemands » compris dans la notion de peuple. L’Alsace est considérée ici comme une partie de la « Grande Allemagne ». Le fait que la Deutsche Burschenschaft veule réaliser son congrès de l’année 2019 en Alsace est l’expression physique de ces revendications révisionistes.

    Pas de « Grande Allemagne » pour les corpos nazis !

    Autonome Antifa Freiburg

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    25 Jahre KTS Freiburg

    Communiqué der KTS vom 28.10.2019

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    Der Kampf für das Autonome Zentrum KTS begann 1994 und so hatte die KTS Freiburg vom 16. bis 26. Oktober 2019 zu in einer Jubiläumswoche und am 25. Oktober zu einer Nachttanzdemo nach Freiburg eingeladen. Während der zeitgleich zum Jubiläum stattfindenden Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober wurde die Eigentumsfrage mehrfach ganz praktisch gestellt. Trotz Räumungen und Repression war es eine wunderschöne Woche und nicht Wenige sind in diesen Tagen mit einem Lächeln eingeschlafen.

    Während der Jubiläumswoche vom 16. bis 26. Oktober kamen weit über 1.000 Gäste, die zum Teil eine weite Anreise hatten. In den zehn Tagen wurde in der KTS ein vielfältiges und buntes Programm geboten. Es gab Vorträge, Diskussionen und Workshops zu vielen Themen der radikalen Linken, dazu jeden Tag leckeres Essen. Kulturell reichte das Angebot von Improtheater über Filmvorführungen bis zu Konzerten, die gelegentlich zu Partys wurden. Die Badische Zeitung war beeindruckt von den ganzen jungen Leuten und beschrieb die KTS zum 25. Jubiläum als immaterielles Lokalerbe – umstritten, aber akzeptiert.

    Höhepunkt der Woche war die wie immer unangemeldete Nachttanzdemo am 25. Oktober, an der wiederum rund 1.300 Menschen teilnahmen. Bei der Auftaktkundgebung wurde über aktuelle Kämpfe in Rojava und Chile informiert, die Situation Geflüchteter und das neue Polizeigesetz thematisiert und zu mehr und konsequenterem Feminismus und Antifaschismus aufgerufen. Mit zwei Soundwägen zog die Demo durch die Innenstadt bis zum Platz der Alten Synagoge. Auf dem Weg zurück zur KTS kam die Demonstration an einem leerstehenden und geraden besetzten Haus vorbei. Also fand die Abschlusskundgebung vor der besetzten Villa in der Kronenstraße 21 statt.

    Die Hausbesetzung in der Kronenstraße war auch der Höhepunkt der Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober. Es gab drei Hausbesetzungen in einer Woche, beim zweiten Mal mit Konzert, beim dritten Mal mit 800 Leuten vorm Haus – wir leben in bewegten Zeiten. Aber drei Hausbesetzungen bedeuten leider immer noch drei Räumungen, davon zwei durch Sondereinheiten. Wir sind wütend über die Polizeigewalt auf der Straße und die teilweise erniedrigende Behandlung der Gefangenen. Zwar führt Repression zu Wut, aber eben auch zu Solidarität. Und die war in den letzten Tagen in der KTS zu spüren. Wir sagen danke für die schönen Tage und die dunklen Nächte.

    Auf die nächsten 25 Jahre!

    Autonomes Zentrum
    KTS Freiburg


    Antifaschistischer Redebeitrag bei der Auftaktkundgebung der Nachttanzdemo