• Sonntag, 19.09.2021

    In Freiburg haben fünf linke LokalpolitikerInnen, die zuvor auf Plakaten im öffentlichen Raum sichtbar waren, im August 2021 rechtsradikale und pornografische Drohbriefe erhalten. Von der „Partei“ erhielten die Freiburger Stadträtin Sophie Kessl und die Bundestagskandidatin Hanna Kohl, von der „Jupi“-Stadtratsfraktion der Geschäftsführer Simon Waldenspuhl und von der MLPD die Bundestagskandidatin Mira Kaizl Drohbriefe, welche alle die gleiche Handschrift aufwiesen. Ebenfalls im gleichen Stil erhielt im August 2020 der schwule SPD-Politiker Hans-Dieter Straup einen derartigen Drohbrief.

  • Sonnabend, 18.09.2021

    In Leipzig demonstrierten am 18. September rund 5.000 Linke unter dem Motto „Wir sind alle LinX“ für die Freilassung von Lina und für die anderen in Dresden angeklagten Antifas. Aus der Demo heraus wurde eine Polizeiwache, mehrere Banken und ein Luxusstudiwohnheim mit Farbe, Flaschen und Steinen angegriffen. Am Ende der autonomen Demonstration wurden noch Barrikaden in Connewitz errichtet und angezündet.
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  • Freitag, 17.09.2021

    In Gieselwerder im nordhessischen Landkreis Kassel bei Göttingen wurde das 2020 von Meinolf Schönborn als Nazizentrum gekaufte ehemalige „Apartment Hotel Waldmühle“ durchsucht. Bei der Razzia am 10. September wurden Waffen gefunden, Anlass waren rassistische Flyer. Bereits 2012 war in einem von Schönborns Nazizentren in Brandenburg die Leiche des Moderators der Naziseite alpen-donau.info Jörg Lange neben einem Rucksack voller Waffen gefunden worden, was zu mehreren Razzien führte.

  • Donnerstag, 16.09.2021

    Am 13. Oktober organisiert der Motorradclub Kuhle Wampe um 19 Uhr eine Veranstaltung im Vorderhaus der Fabrik in der Habsburgerstraße 9 zum Thema „Daimler, Deutsche Bank u.a. und ihre Rolle im KZ Struthof – Profiteure der Rüstungsindustrie“. Hans-Peter Goergens von der VVN-BdA wird einen Vortrag zu Zwangsarbeit im Konzentrationslager Struthof in den Vogesen halten und an die zehntausenden ZwangsarbeiterInnen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge erinnern, die während des 2. Weltkriegs unter anderem von Daimler-Benz ausgebeutet wurden.

  • Mittwoch, 15.09.2021

    Die Nutzer- und Transaktionsdaten des US-amerikanischen Web- und Domainhosters Epik, der faschistischen und Nazi-Plattformen Infrastruktur zur Verfügung stellt, wurden in einem Hack von Anonymous am 13. September 2021 veröffentlicht. Bei Epik wurde unter anderem das Nazi-Imageboard 8Chan bis zu den rassistischen Amokläufen im August 2019 in El Paso und Dayton gehostet. Das rechte soziale Netzwerk Parler, welches zur Vorbereitung des Sturms auf das US-Kapitol im Januar 2021 genutzt wurde, ist im Anschluss zum Domainhoster Epik umgezogen. Auch eine Meldeplattform, die Denunziationen von Verstößen gegen das seit 1. September in Texas in Kraft getretene Anti-Abtreibungsgesetz sammeln sollte, wurde von der von Rob Monster gegründeten Firma Epik gehostet.

  • Dienstag, 14.09.2021

    Apple hat die Sicherheitslücke CVE-2021-30860 mit dem Namen FORCEDENTRY mittels Updates geschlossen. Die Lücke wurde von der kanadischen Menschenrechts-NGO The Citizen Lab entdeckt und war eines der Einfallstore für den Trojaner der israelischen Spionagefirma NSO-Group, zu deren Kunden auch das Bundeskriminalamt gehört. Mittels einer für normale NutzerInnen nicht sichtbaren Nachricht des Apple-eigenen Chatprogramms iMessage wurde eine Sicherheitslücke des Grafiksystems ausgenutzt, um das Spionageprogramm – den Trojaner – unbemerkt aufzuspielen. Programme, die solche bisher nicht bekannten – also seit null Tagen bekannten – Lücken ausnutzen, werden Zero-Day-Exploits genannt. Statt dafür zu sorgen, dass sie im Interesse der Gesellschaft geschlossen werden, zahlen staatliche „Sicherheitsbehörden“ Unsummen, damit Cybersöldnerfirmen die Lücken für sie ausnutzen.

  • Montag, 13.09.2021

    Am 11. und 12. September fand in der Messe Stuttgart der zuvor mehrfach verschobene Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg statt. Die rechtsradikale Versammlung mit etwa 400 TeilnehmerInnen wurde wie üblich von parteiinternen Streits dominiert. Die Presse wurde mit einem Antrag von „Christoph Schneegans Nr. 10573216, Marion Geschwandtner Nr. 6873, Steffen Hanske Nr. 10633409“ angegriffen, die forderten, „solche Rundfunksender und Medienanbieter vom Parteitag auszuschließen, die durch den Rundfunkbeitrag finanziert werden“. Der Antrag wurde wie mehrere gegen Landesvorstandsmitglieder gerichtete Abwahlanträge und wie der Haushalt für das laufende Jahr abgelehnt. Das Bild eines heillos zerstrittenen Haufens wurde durch die AfD also wieder einmal bestätigt.

  • Sonntag, 12.09.2021

    Am 26. August wurden bei einem Nazi bei einer Razzia in Rouffach im Departement Haut-Rhin im Elsass vier radioaktive Bomben sowie rechtsradikales Propaganda-Material beschlagnahmt. Die Bomben enthielten unter anderem Schwarzpulver und Uranoxid-Pulver, drei der schmutzigen Bomben waren zündfertig. Der 26-Jährige wohnt noch bei seinen Eltern und in seinem Kinderzimmer wurden Ku-Klux-Klan-Masken sowie Hakenkreuze gefunden. Er besuchte ein Weiterbildungszentrum in Colmar und prahlte gegenüber Mitschülern mit seinen Bombenbau-Aktivitäten, von denen daraufhin einer die Polizei informierte.
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  • Sonnabend, 11.09.2021

    Am 8. September gab es in mehreren Bundesländern Razzien bei Nazireservisten. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin wurden Waffen, Waffenteile und Munition in acht Objekten gefunden. Neun Tatverdächtige sollen eine „rechtsextremistische Wehrsportgruppe“ gegründet haben, darunter vier Bundeswehrreservisten und drei Zivilangestellte der Bundeswehr.

  • Freitag, 10.09.2021

    Vor 14 Jahren überflog ein Tornado-Kampfjet der Bundeswehr in nur 114 Metern Höhe ein Protestcamp gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm – angeblich, um Erddepots und Straßenmanipulationen per Luftbildaufnahmen zu entdecken. Nun hat das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschieden, dass der Überflug ungerechtfertigt in das Versammlungsrecht eingegriffen hat, denn die Machtdemonstration sollte offensichtlich einschüchtern.
    Vor drei Jahren wurden im Hambacher Forst mehrere Baumhäuser geräumt – angeblich, weil der Brandschutz in den Bauten der BraunkohlegegnerInnen mangelhaft gewesen sei. Das Verwaltungsgericht Köln hat nun entschieden, dass die Räumung rechtswidrig war, denn der Grund war nur vorgeschoben. Tatsächlich wollte die CDU-Landesregierung unter dem derzeitigen CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet die AktivistInnen aus dem Wald vertreiben.

  • Donnerstag, 09.09.2021

    Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe musste durch eine Klage der Jüdischen Gemeinde Pforzheim vor dem baden-württembergischen Oberlandesgericht dazu gezwungen werden, gegen antisemitische Wahlplakate der Nazipartei „Die Rechte“ zu ermitteln. Die faschistische Kleinstpartei hatte im Kommunalwahlkampf 2019 „Israel ist unser Unglück“ plakatiert, was die Staatsanwaltschaft als „Meinungsfreiheit“ bewertete. Zwar führte die Klageerzwingung zu Ermittlungen, doch im Mai 2021 wurden die Ermittlungen eingestellt, wogegen die Jüdische Gemeinde nun wiederum Klage auf Anklageerhebung eingereicht hat.
    Im aktuellen Bundestagswahlkampf musste die Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Staatsanwaltschaft Zwickau zu Ermittlungen gegen als Wahlplakate getarnte Mordaufrufe der Nazipartei „Der 3. Weg“ zwingen. Die faschistische Partei hatte „Hängt die Grünen!“ plakatiert, aber die Zwickauer Staatsanwaltschaft fand das für einen Mordaufruf nicht präzise genug. Es sei schließlich nicht klar, ob die grünen PolitikerInnen oder die grünen WählerInnen gemeint seien.

  • Mittwoch, 08.09.2021

    Da der selbstentwickelte Staatstrojaner nicht funktionierte, hat das BKA bei der israelischen Spionagefirma NSO-Group eine eingeschränkte Version des „Pegasus“-Trojaners gekauft und seit März 2021 in einer „mittleren einstelligen Zahl“ von Verfahren eingesetzt. Die ausgeforschten Daten laufen dabei über die Server der israelischen Firma, werden dort gesiebt und nur die „legalen“ Daten ans BKA übermittelt, damit die deutschen Gesetze eingehalten werden. Die dubiosen Umstände der Beschaffung passen zur späten Einbindung des Datenschutzbeauftragen und der Nichteinbindung des Parlaments. Mit der Anschaffung finanziert die Bundesregierung mit Millionenbeträgen eine Cyberwaffe, die weltweit zur Unterdrückung Oppositioneller eingesetzt wird. Aber genau das ist ja auch in Deutschland der Zweck, denn wer glaubt schon das BKA-Märchen von der „Terrorismusabwehr“?
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  • Dienstag, 07.09.2021

    Der derzeitige Lahrer AfD-Bundestagsabgeordnete und frühere Freiburger Staatsanwalt Thomas Seitz kann nicht wie von ihm geplant als selbstständiger Rechtsanwalt arbeiten, falls er bei der Bundestagswahl am 26. September nicht wiedergewählt werden sollte. Durch seine rechtskräftige Entlassung aus dem Staatsdienst durch das Dienstgericht für Richter in Stuttgart ist der Rassist für acht Jahre gesperrt und erhält in dieser Zeit keine Zulassung als Anwalt. Aber vielleicht erbarmt sich ja einer seiner Nazirechtsanwaltskollegen und stellt den feisten Landsmannschafter und genesenen Coronaleugner als juristische Hilfskraft ein.

  • Montag, 06.09.2021

    In Frankenberg im Landkreis Mittelsachsen wurde in der Nacht auf den 5. September ein Nazikonzert aufgelöst. Chemnitzer Bullen kontrollierten 44 Nazis auf einem Privatgelände in der Badstraße und verteilten Platzverweise.
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  • Sonntag, 05.09.2021

    Drei Jahre nach dem Naziüberfall in Fretterode südlich von Göttingen auf zwei Journalisten am 29.04.2018 stehen die beiden Täter Gianluca Bruno und Nordulf Heise nun vor Gericht. Bisher wurden vom Landgericht Mühlhausen elf Prozesstermine angekündigt, der erste ist am 7. September. Gianluca Bruno gilt als politischer Ziehsohn des Nazifunktionärs Thorsten Heise und Nordulf Heise ist sein ältester Sohn. Die beiden Nazis hatten das Auto der beiden Journalisten von Fretterode bis ins etwa 8 km entfernte Hohengandern verfolgt. Dort zerstörten sie die Scheiben, zerstachen alle vier Reifen und versprühten Reizgas ins Wageninnere. Einem der Journalisten fügte Gianluca Bruno mit einem unterarmlangen Schraubenschlüssel eine Schädelfraktur zu. Dem zweiten Journalisten stach Nordulf Heise mit einem Messer in den Oberschenkel und raubte seine Kameraausrüstung. Beide Nazitäter sind noch immer in Freiheit.

  • Sonnabend, 04.09.2021

    Am 8. September beginnt um 10 Uhr vor dem Oberlandesgericht Dresden der Prozess gegen vier Antifas, denen militante Angriffe auf Nazischweine vorgeworfen werden. Zum Prozessauftakt gibt es ab 7 Uhr eine Kundgebung und am 18. September startet in Leipzig um 14 Uhr ab Johannisplatz die Großdemo „Wir sind alle Antifaschist*innen – Wir sind alle LinX“. Die Solidaritäts- und Öffentlichkeitsarbeit zum Verfahren gegen Lina und die anderen nach § 129 angeklagten Antifas wird in Zukunft vom Solidaritätsbündnis Antifa Ost koordiniert.
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  • Freitag, 03.09.2021

    Der 37-jährige Rassist aus Wildberg, der umfangreiche Waffenlager mit Kriegswaffen angelegt hatte und Chemikalien zum Bombenbau besaß, wurde am 31. August vom Landgericht Tübingen zu dreieinhalb Jahren Knast verurteilt. Obwohl mindestens einer der Mitangeklagten, die nach der Verhaftung des Haupttäters die Waffen und den Sprengstoff verstecken wollten, offen rechtsradikal ist, wurde ein 43-jähriger Mitangeklagter lediglich zu acht Monaten, ein 48-Jähriger zu 15 Monaten und die 24-jährige Freundin des Haupttäters zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.
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  • Donnerstag, 02.09.2021

    Laut einer Bullen-PM wurde am „Sonntagmorgen, 29.08.2021, gegen 4.25 Uhr […] im Bereich der Sundgauallee in Freiburg“ ein 27-jähriger Passant von einem 37-jährigen AfDler, der mit einem weiteren AfDler Wahlplakate aufhängte, mit Pfefferspray attackiert. Zuletzt hatte in Freiburg der AfD-Nazi Robert Hagerman am 12.06.2021 Pfeffergel und Messer gegen Linke eingesetzt. Im letzten Kommunalwahlkampf hatte am 16.05.2019 Hagerman mit einer Drahtzange und Dubravko Mandic mit Pefferspray einen Linken attackiert.

  • Mittwoch, 01.09.2021

    Das Antifaschistische Dokumentations- und Informationszentrum Baden-Württemberg hat eine Übersicht der baden-württembergischen AfD-KandidatInnen bei der Bundestagswahl am 26. September veröffentlicht. Die Recherche soll „die kritische Perspektive auf die AfD verstärken“ in der Hoffnung auf einen „reflektierteren Umgang mit den einzelnen KandidatInnen von Seiten der Medien und der Öffentlichkeit“. Dennoch gehe von der gesamtes AfD „Rassismus, Nationalismus, Chauvinismus und Antifeminismus“ aus.

  • Dienstag, 31.08.2021

    Ende August hat das Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg versucht, eine Person zum Verrat zu bewegen. Der Anquatschversuch erfolgte am hellichten Tag vorm Einkaufen und wie meistens bei solchen Kontaktaufnahmen war der Inlandsgeheimdienst sehr gut über die Zielperson informiert. Sie wüssten, was sie mit den Nazis mache und dies sei gefährlich. Einige Wochen zuvor gab es in Hamburg bereits einen Anquatschversuch am Tresen einer Szene-Location.

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    Updates zum Communiqué.

    Am Samstag, den 12. Juni, hat um 18 Uhr eine rassistische Hetzjagd in Freiburg stattgefunden. Ein 36-jähriger Lette wurde am Ende von einem Dutzend Männern über mindestens eine halbe Stunde massiv rassistisch beleidigt, mit dem Tode bedroht, körperlich attackiert und durch die Straßen gejagt. Dutzende Menschen wurde ZeugInnen des Vorfalls, rund 30 Menschen wurden erfolglos persönlich um Hilfe gebeten, nicht einmal die Polizei wurde gerufen. Als sich das Opfer schließlich in eine Tankstelle retten konnte und von dort selbst die Polizei rief, verbrüderten sich bei der anschließenden Polizeikontrolle zwei Polizisten mit dem Haupttäter. Die Hetzjagd fand keine zwei Kilometer entfernt und nur knapp zwei Stunden nach dem faschistischen Pfeffer- und Messerangriff von AfD-Stadtratskandidat Robert Hagerman statt, bei dem er vier Menschen verletzte.

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    Rassistische Hetzjagd am 12.06.2021 in Freiburg

    Der Antifa war auf dem Heimweg aus dem Stühlinger nach Haslach. Der Stühlinger ist ein sehr lebendiger, innenstadtnaher Stadtteil von Freiburg während Haslach eher ein ArbeiterInnenquartier war und ist. Es war Samstag Abend um sechs Uhr am zweiten Spieltag der Fußball-EM und es war fast 28 Grad warm. Der Antifa ging stadtauswärts die Eschholzstraße hinunter und traf an der roten Ampel Eschholzstraße/Ferdinand-Weiß-Straße auf eine Gruppe von fünf betrunkenen Männern. Sie waren wie er in Richtung Ochsenbrücke unterwegs und vertrieben sich die Wartezeit auf die grüne Ampel damit, sich in den Schwitzkasten zu nehmen und dumme Sprüche zu reißen. Die rassistische Gruppe bestand zuerst aus fünf Personen:

    Man wird ja wohl noch fahnden dürfen

    (Täter 1) war der Rädelsführer der Gruppe und ist laut Aussage von (Täter 8) Polizist. Es ist völlig unklar, wie glaubwürdig die Aussage von (Täter 8) ist, aber die Verbrüderungsszene bei der Polizeikontrolle am Ende spricht zumindest für eine Freundschaft von (Täter 1) mit zwei Polizisten. Er ist ca. 50-55 Jahre alt, mit ca. 160-165 cm eher klein, trägt einen dichten, grauen Vollbart, etwa 3-4 cm lang. Früher hatte er mal dunkle Haare, aber die sind mittlerweile grau und vor allem wenige, deshalb trägt er Glatze. Er hat braune Augen und gebräunte Haut und spricht badischen Dialekt. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit weißen Motiven, das er vier Mal zur Einschüchterung auszog, genau wie seinen Ehering, den er sich zwei Mal mit großer Geste abstreifte und wegsteckte. Dennoch wirkte er nicht besonders sportlich. Er trug graue Shorts und unauffällige, helle Schuhe. Er war betrunken, aber nicht volltrunken, schwulenfeindlich, dabei nicht besonders laut, aber extrem aggressiv. Er hat mehr als vierzig Mal gesagt, dass er sein Opfer erschießen werde.

    (Täter 2) war der zweite Rädelsführer der Gruppe. Er ist ca. 35-40 Jahre alt, ca. 170-175 cm groß, schlank, muskulös und sportlich. Wie viele der Täter hatte er einen (kurzen) Undercut, der im angelsächsischen Sprachraum auch „Hitler Youth haircut“ genannt wird: Haare an den Seiten kurz und oben etwas länger. Er hatte dunkle Augen und dunkles Haar, hatte helle Haut und trug weiß: Ein weißes T-Shirt, weiße Shorts, weiße Socken und weiße Schuhe. Er war ebenfalls betrunken, aber nicht volltrunken, ebenfalls sehr aggressiv und laut. Trotz seines aggressiven Auftretens – er hat ebenfalls sein T-Shirt ausgezogen und „Schlag zu, ich bringe dich um!“ gerufen – wirkte er in seiner Schläger-Pose doch lächerlich.

    (Täter 3) war der lauteste und betrunkenste „Ausländer raus!“-Gröler der Gruppe. Er war höchstens 40 Jahre alt, ca. 170-175 cm groß, hatte gelb-grün-braune Augen, etwa 4-5 cm lange braune Haare und einen durchschnittlichen Körperbau. Er trug eine normal herum getragene, aber hochgestellte, weiße Baseball-Cap, ein weißes T-Shirt mit schwarzen Motiven und helle Shorts. Er war sehr aggressiv, auch er hat mit Mord gedroht: „Ich bringe dich um!“. Er ist mit (Täter 1) verschwunden, kurz bevor die Bullen kamen.

    (Täter 4) war der ruhigste Mann der Gruppe. Er ist ca. 40 Jahre alt, ca. 175 cm groß, hat blaue Augen und einen blonden Undercut und ist leicht übergewichtig. Er trug eine kleine, runde Brille aus Metall, ein hellblaues T-Shirt, blaue, lange Jeans und braune Schuhe. Er hat (Täter 1), (Täter 2) und (Täter 3) mehrfach beschwichtigt und zurückgehalten. Er hat weder gedroht, noch geschlagen, und stand oft am weitesten vom Geschehen weg.

    (Täter 5) blieb weitestgehend im Hintergrund. Er ist ca. 40 Jahre alt, ca. 180 cm groß, hatte mit etwa 3 cm sehr kurze Haare und war schlank, aber nicht sportlich. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit weißen Motiven und längere Jeans. Er hat zwar mehrfach von hinten geschrien, aber nicht gedroht und kam auch nicht in die Nähe des Opfers.

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    (Ort A) einige Tage später

    „Ausländer raus!“

    Auf Höhe der BAR am Funkeneck überholte der Antifa die Gruppe. Alle fünf schauten ihn an und sahen einen 36-jährigen, sportlichen Mann mit Irokesen-Haarschnitt und Piercing, der nicht ihrer Definition von „Deutscher“ entsprach. Die Gruppe wurde leiser und plötzlich stimmten erst zwei, dann mindestens drei den Sprechgesang „Ausländer raus!“ an. Nachdem der Antifa realisiert hatte, dass er gerade am helllichten Tag mitten in Freiburg von einer Gruppe Rassisten beleidigt wird, blieb er stehen und fragte die Gruppe: „Ja, ich bin Ausländer. Und wo soll ich hingehen?“ Erst (Täter 3), dann (Täter 2) und (Täter 1) riefen „Ausländer verschwinde!“

    Der Antifa lief weiter in Richtung Haslach und sagte den Rassisten, dass er dort wohne und jetzt nach Hause gehe. Mittlerweile waren die sechs Personen vor dem Hochhaus in der Escholzstraße 100, bei (Ort A). Hier fragte der Antifa zum ersten Mal fünf Menschen um Hilfe. Zuerst signalisierte er zwei Fahrradfahrern langsamer zu werden und bat sie, die Polizei zu rufen. Sie bremsten jedoch nicht ab und fuhren weiter.

    Dann rief der Antifa „Alerta, alerta, antifascista“, um auf die Situation aufmerksam zu machen und einen Kampf zu vermeiden, was aber lediglich die Rassisten reizte. (Täter 1) sagte zum ersten Mal an diesem Tag: „Ich erschieße dich!“ Diesen Satz hat (Täter 1) mit leichten Abwandlungen mindestens 40 Mal während der Hetzjagd gesagt. Der Antifa hat (Täter 1) gefragt, wie und wann er ihn umbringen wolle und erhielt als Antwort „Wenn ich dich nächste Woche in Haslach treffe, dann erschieße ich dich!“

    Also sprach er einen an der roten Ampel wartenden etwa 40-50 Jahre alten Mann in voller Fahrradmontur mit Rennrad, eine knapp 30-jährige Frau mit Rock und Hollandrad und einen Fahrradfahrer mittleren Alters direkt und persönlich an: „Ich habe kein Handy, können sie bitte die Polizei rufen, ich wurde mit dem Tode bedroht und mit „Ausländer raus!" rassistisch beleidigt.“ KeineR der Angesprochenen hat reagiert.

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    Fließender Verkehr auf der Ochsenbrücke

    Eine Frage der Ehre

    Auf der Ochsenbrücke fand der wohl skurrilste Teil dieses an unglaublichen Ereignissen nicht armen Tages statt. (Täter 2) zog sein T-Shirt aus und drohte dem Antifa aggressiv mit Schlägen („Ich bringe dich um, schlag zu, komm!“) und wurde von (Täter 4) beschwichtigt. Der Antifa sagte, dass (Täter 1) Abstand halten und nicht in seine Nähe kommen solle. Dann zog auch (Täter 1) sein T-Shirt aus und drohte wie (Täter 3), den Antifa zu verprügeln. Der Antifa versuchte mit „dann aber unten am Fluss, 1:1 und nacheinander“ wenigstens eine Chance gegen die fünf auszuhandeln, aber das wollten die deutschen Rassisten dann doch nicht. In den Worten von (Täter 1): “Nächste Woche erschieße ich dich.“

    Insgesamt war die Gruppe etwa 5-8 Minuten auf der Brücke. Während dieser Zeit hat der Antifa mehrere FahrradfahrerInnen in Richtung Haslach erfolglos angesprochen, was von drei PassantInnen in Richtung Stadt beobachtet wurde. Er sprach einen 30-jähriger Mann mit dunklen Haaren und Mittelscheitel, schwarzem T-Shirt und kleiner, grauer Weste und eine ca. 1,50 cm große Teenagerin und noch eine dritte Frau an. Alle drei sind einfach weitergegangen, ohne ihn weiter zu beachten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Antifaschist bereits rund ein Dutzend Personen um Hilfe gebeten, aber niemand griff ein. Er hatte explizit darum gebeten, die Polizei zu rufen, aber niemand rief an. Unseres Wissens nach ist niemand auch nur stehen geblieben, um den rassistischen Angriff zu beobachten.

    Mittlerweile waren die sechs Personen an der Ecke Eschholzstraße/Haslacher Straße bei (Ort B) und der Antifa wurde fortwährend rassistisch und sexistisch beleidigt und bedroht. Er musste mehrfach weglaufen und die Situation wurde immer gefährlicher. Dann kam von hinten eine Gruppe von sechs bis zehn Männern, die er ansprach und um Hilfe bat: „Die haben mich angegriffen und „Ausländer raus!“ gerufen! Bitte rufen Sie die Polizei!" Statt ihm zu helfen, liefen (Täter 6) und (Täter 7) aus der größeren Gruppe auf den Antifa zu, schrien ihn an und bedrohten ihn. Nach etwa einer Minute drohten sie mit erhobenen Fäusten. Schnell wurde klar, dass sich beide Gruppen kannten und spontan beschlossen, gemeinsam Jagd auf den Ausländer zu machen. Zur zweiten Gruppe gehörten:

    Das rassistische Dutzend

    (Täter 6) war einer der Rädelsführer der zweiten Gruppe und kannte (Täter 1) gut. Er ist ca. 50 Jahre alt und ca. 165-170 cm groß, ist sportlich, hat dunkelbraune Augen und Haare sowie badische dunklere Haut und er hatte die Haare schön, ohne Frage die beste Frisur von allen, Undercut, etwa 10 cm lang. Er trug ein grünes T-Shirt und grüne Shorts. Er war sehr aggressiv und hat mehrfach die Fäuste gezeigt: „Verschwinde oder ich bring dich um!“

    (Täter 7) kannte ebenfalls (Täter 1) und war in der schlechtesten körperlichen Verfassung von allen. Er ist ca. 55 Jahre alt, wobei das Alter bei Alkoholikern schwer zu schätzen ist, ca. 170-175 cm groß, hat sehr helle Haut, grün-braune Augen und dunkle mit grauen Haaren. Er trug ein langärmliges schwarzes Hemd und graue Shorts. Er trat sehr bedrohlich auf.

    (Täter 8) war der ruhigste Mann in der zweiten Gruppe und hat wie (Täter 4) mäßigend auf die anderen Täter eingewirkt. Er hat insbesondere (Täter 1) und (Täter 6) beschwichtigt. Er ist ca. 40 Jahre alt, ca. 180 cm groß und leicht übergewichtig, hat kurze, schwarze Haare, wie so viele andere einen Undercut, hat dunkle Augen und trägt eine eckige Brille mit dunklem Gestell mit einer hohen Dioptrien-Zahl. Er trug ein graues T-Shirt und Shorts. Er war weder bedrohlich noch beleidigend. Er hat mehrfach behauptet, dass (Täter 1) ein Polizist sei und es besser wäre (Täter 1) in Ruhe zu lassen, weil (Täter 1) betrunken sei.

    (Täter 9) hat zugeguckt und weder bedroht noch beleidigt. Er war ca. 40-50 Jahre alt, war mit ca. 190 cm auffällig groß, hatte dunkelblonde Haare und trug ein braunes T-Shirt und Khaki-farbene Shorts.

    (Täter 10) ist ein älterer Mann, der den Antifaschisten zwar mit „Na und, was???“ angeranzt, aber nicht beleidigt hat. Er ist ca. 50-60 Jahre alt, ca. 175 cm groß, hatte graue Haare und dunkle Augen.

    (Täter 11) ist ein sehr schlanker, junger Mann, ca. 30 Jahre alt und ca. 170 cm groß mit schwarzen Haaren und dunklen Augen. Er war distanziert, hat nicht bedroht, aber auch nicht geholfen. Er hat sich wie alle Täter nicht von der Gruppe entfernt und damit den rassistischen Mob gebildet, ohne den es keine rassistische Hetzjagd gegeben hätte.

    Es fehlen noch Täterbeschreibungen von zwei bis vier oder sogar sechs weiteren Tätern. Somit beläuft sich die Gesamtzahl der Täter auf mindestens 13 Männer.

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    (Ort B) einige Tage später

    Wenn Gefahr, dann Polterabend

    Der Angriff spielte sich am helllichten Tag quer gegenüber der Schwarzwaldmilch ab. Mindestens fünf Ampelphasen lang fuhren Autos in beide Richtungen und niemand reagierte auf die Hilferufe. Die einzige Reaktion von Autofahrern ereignete sich, als der Antifaschist erneut „Alerta, alerta, antifascista!" rief. Ein Mann in einem weißen Achselshirt, mit einer grauen Baseball-Cap, schlank, blaue Augen, blonde Haare, rief vom Beifahrersitz eines kleineren, grauen Kombis: „Wenn ich dich sehe, bringe ich dich um!“ Unterdessen kamen drei bis vier Fahrräder aus Richtung Stadt und mehr als fünf Personen gingen zu Fuß in Richtung Stadt. Alle wurden angesprochen und um Hilfe gebeten, niemand hat reagiert.

    Während der mehrminütigen Angriffe an der Kreuzung Eschholzstraße/Haslacher Straße waren (Täter 6), (Täter 7), (Täter 1), (Täter 2) und (Täter 3) tonangebend. Die Situation war sehr belastend für den Antifaschisten, da er sich einerseits mit mehr als einem Dutzend aggressiven, betrunkenen Rassisten körperlich konfrontiert sah und andererseits keinerlei Hilfe von Dritten bekam – ganz im Gegenteil. Er nahm daraufhin zwei Teller aus einer „zu verschenken“-Kiste auf dem Gehweg und warf sie vor sich auf den Boden.

    Diese Aktion führte dazu, dass eine ältere Frau, bestimmt über 70 Jahre alt, mit grau-weißen Haaren auf einem Fahrrad anhielt. Sie hat blaue Augen, einen Seitenscheitel, sieht gepflegt und fit aus und ist ca. 165-170 cm groß. Auch sie bat der Antifaschist um Hilfe: „Bitte rufen Sie die Polizei an, die bedrohen mich, die haben „Ausländer raus!“ gerufen.“

    Die rassistische Hetzjagd dauerte nun schon 15-20 Minuten und der Antifa musste sich zunehmend gegen direkte, körperliche Angriffe wehren. (Täter 6) schlug ihm auf seine ausgestreckten Hände. Die Frau beobachtete die Szene und intervenierte als erste Person für den Antifaschisten: „Lasst mal den Jungen, lauft weiter!“ Die Frau stand zwischen drei der Männer und hat dann ihr Rad weggeschoben.

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    (Ort C) einige Tage später

    Hetzjagd durch Freiburgs Straßen

    Als (Täter 6) erneut zuschlagen wollte, konnte der Antifaschist sich wehren und lief anschließend in Richtung Stadt auf westlicher Seite über die Ochsenbrücke. (Täter 2) nahm die Verfolgung auf. Ihm folgte mit Abstand (Täter 1). Der Antifa lief am Ende der Brücke quer über die Fahrbahn durch den fließenden Verkehr Richtung E-Werk, die Autos vom Zubringer hatten grün. Niemand hat angehalten, niemand hat Hilfe geholt. Der Antifaschist wurde weiter von (Täter 6) und (Täter 1) verfolgt, weit dahinter kam (Täter 8).

    Vor dem Jugendzentrum „LetzFetz“ stiegen drei junge Männer, ca. 17-18 Jahre alt mit schwarzen Haaren und nahöstlichem Aussehen aus einem schwarzen Taxi aus. Der Mann auf dem Vordersitz war ca. 180 cm groß, hatte einen guten Körperbau und trug schwarze Kleidung. Hinten saßen ein jüngerer mit Baseball-Cap und weißem T-Shirt und der Dritte der Gruppe. Diese drei hielten später (Täter 6) zurück.

    Der Antifaschist stieg vorne auf der Beifahrerseite in das Taxi ein. Der Taxifahrer sah alt aus, war aber vermutlich jünger, ca. 40 Jahre alt. Er war ca. 175 cm groß, schlank, hatte einen sehr kurz geschorenen Undercut und graue Haare. Er trug eine schwarze Hose und ein schwarzes T-Shirt und fuhr einen schwarzen Kombi. Der Antifa bat den Taxi-Fahrer um Hilfe: „Bitte rufen Sie die Polizei, ich werde angegriffen" Die Antwort: „Ich habe kein Handy dabei.“ - „Dann fahren Sie schnell los!“ - „Warum?“ - „Weil ich es eilig habe!“ Die Ampel war zwar rot, aber es stand kein weiteres Fahrzeug vor dem Taxi, doch der Taxifahrer fuhr nicht los. In diesem Moment schlug (Täter 6) mit voller Wucht durchs geöffnete Beifahrerfenster des Taxis zum Kopf des Antifaschisten. Diese konnte sich wegdrehen, so dass der Schlag ihn verfehlte. Der Taxifahrer saß während des Schlags auf dem Fahrersitz.

    Der Antifaschist stieg daraufhin aus dem Taxi aus und musste sich erneut gegen einen Angriff von (Täter 6) wehren. Es kam zu einer Schlägerei, nach der (Täter 6) von den drei Jungen, die zuvor aus dem Taxi ausgestiegen waren, zurückgehalten wurde. Der Antifaschist überquerte die vielbefahrene Eschholzstraße Richtung BAR am Funkeneck. Dort wurde er erneut von (Täter 1) bedroht, der schnellen Schrittes auf ihn zu kam: „Ich bringe dich um, du Schwuchtel!“. Ihm folgte mit Abstand (Täter 8). Vor der BAR am Funkeneck gegenüber (Ort C) hat ein gepflegter, fülliger, mittelalter, mittelgroßer Mann mit gut frisierten blonden seitengescheitelten Haaren in einem weißen Achselshirt mit einem ca. 5-6 Jahre alten Kind gefilmt, wie (Täter 1) mit nacktem Oberkörper auf den Antifa zurennt und ihn mit Mord bedroht.

    Der Antifaschist lief zurück auf die Straße auf die Mitte der Fahrbahn, als eine Frau mit hochgesteckten Haaren mit grüner Hose und einem kleinen, blauen Hemd, die mit ihrem Kind unterwegs war, verbal eingriff. Sie fragte: „Warum machen Sie das? Warum muss mein Kind das mit ansehen?“ Der Antifaschist rief ihr zu, sie solle bitte die Polizei rufen. Während des Angriffs saßen Gäste im Biergarten der Bar. Niemand hat geholfen, niemand hat Hilfe geholt.

    Weitere rassistische Angriffe

    Währenddessen hat (Täter 8) (Täter 1) zurückgehalten und (Täter 1) ging wieder zurück nach Haslach über die Ochsenbrücke. Der Antifaschist lief ebenfalls wieder nach Haslach, denn er wollte ja nach Hause. So kam es, dass er neben (Täter 8) lief, der versuchte, Schadensbegrenzung zu betreiben. Er sagte über (Täter 1): „Lass ihn in Ruhe, er ist ein Polizist, er ist betrunken. Geh weg in Richtung Stadt.“ (Täter 8) wiederholte mehrfach die Behauptung, dass (Täter 1) Polizist sei. Auf seine Beschwichtigungsversuche und die ausgestreckte Ghetto-Faust mit „Alles gut, alles gut“-Gebrabbel, antwortete der Antifaschist: „Nichts ist gut.“

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    (Ort D) einige Tage später

    Kaum zurück an der Kreuzung vor der OMV-Tankstelle (Ort B), wurde der Antifa sofort wieder von (Täter 1) bedroht, inklusive T-Shirt ausziehen und Ehering abstreifen: „Ich bringe dich um du Schwuchtel. Ich erschieße dich nächste Woche in Haslach.“ Daraufhin lief der Antifa zur Tankstelle (Ort D) und wurde von (Täter 1), (Täter 2) und (Täter 3) verfolgt, dahinter (Täter 7). An der Tankstelle stand ein Mann mit einem Großroller, ca. 180-185 cm groß, lange braune Haare zum Zopf gebunden, mit einem dunkelblauen Hemd, drei Jungen in einem dunklen Auto, während der Vierte gerade bezahlte und ein Paar, das gerade tankte. Alle wurden angesprochen und um Hilfe gebeten, niemand hat reagiert. Auch als der Antifa direkt zu den drei Jungen im Auto ging und sie bat, die Polizei zu rufen, war die Antwort lediglich: „Kein Handy“.

    Schließlich lief der Antifaschist in die Tankstelle und bat die Kassiererin, die Polizei zu rufen. Diese reichte ihm ein Telefon, so dass am Ende der Antifa selbst die Polizei rief. Die OMV-Tankstelle hat mittlerweile bestätigt, dass von der Tankstelle aus am letzten Wochenende die Polizei gerufen wurde. Sowohl die OMV-Tankstelle als auch die Freie Tankstelle auf der Stühlinger-Seite haben bestätigt, dass die Polizei die Videoaufzeichnungen der Tankstellen geholt haben.

    Das Gespräch mit der Polizei dauerte 2:18 Minuten und der Antifa konnte währenddessen beobachten, wie die Täter in Richtung Feuerwehr flüchteten. Das teilte er der Polizei auch mit und lief dann in Richtung Feuerwehr, um die Täter nicht entkommen zu lassen.

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    (Ort E) einige Tage später

    Kein Freund, kein Helfer

    Die Rassisten hatten sich in verschiedene Richtungen entfernt. (Täter 2), (Täter 4), (Täter 5), (Täter 7) und (Täter 9) versteckten sich gegenüber der Feuerwehr hinter einer Hecke in der Kleingartensiedlung an (Ort E). (Täter 10), (Täter 11) und (Täter 8) standen offen sichtbar auf der Seite der Feuerwehr und (Täter 1), (Täter 3) und (Täter 6) waren verschwunden.

    Der erste Polizeiwagen wurde von dem Antifa herangewunken, in dem eine mindestens 40-jährige Polizistin, mit schwarzen, zum Zopf zusammengebundenen Haaren und ein ca. 30-35 Jahre alter Polizist, ca. 190 cm groß, blau-grüne Augen, dunkelblonde, kürzere Haare, saßen. Der Antifaschist sagte, dass er es gewesen sei, der die Polizei gerufen habe, erklärte die Situation und erzählte von den „Ausländer raus!“-Rufen.

    Insgesamt waren acht PolizistInnen mit drei Streifenwagen und einem Polizeibus vor Ort. Bei der Kontrolle wurden die Personalien von mehreren Rassisten und die des Antifas aufgenommen, Taschen wurden kontrolliert und Alkoholtests gemacht. Der Antifa war empört, dass ihn zwar nicht alle, aber viele der PolizistInnen wie einen Täter behandelten.

    Der Antifa gab der Polizei noch vor Ort entscheidende Hinweise für die Ermittlungen. Er sagte, dass (Täter 8) den (Täter 1) kenne und die Polizei (Täter 8) nach (Täter 1) fragen solle, was sie nicht taten.

    Am Ende der Kontrolle, nachdem er bereits alles zurückerhalten hatte, entdeckte der Antifaschist (Täter 1) am zweiten Querweg in der Staudingerstraße, der sich dort versteckt hatte und die Polizeikontrolle beobachtete. Der Antifa wies die PolizistInnen darauf hin, dass der Haupttäter sich an (Ort F) befinde und forderte sie auf (Täter 1) festzunehmen. Doch die Polizei machte keine Anstalten, (Täter 1) auch nur zu kontrollieren. Also lief der Antifaschist in Richtung (Täter 1) und ignorierte die Aufforderungen der Polizei stehen zu bleiben.

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    (Ort F) einige Tage später

    Zwei Polizisten in dem Polizeibus verfolgten den Antifa durch die Staudingerstraße. Der erste der beiden Polizisten war ca. 170 cm groß, mit kleinen, eng zusammenstehenden Augen und einem guten Körperbau. Er wirkte fit, mit fast grauen Haaren und Undercut und hatte mindestens drei schwarze Tattoos, Bildmotive, keine Schrift, verteilt auf beiden Unterarmen. Der andere Polizist war auffällig schlank, ca. 180-185 cm groß, mit schwarzen, kurzen Haaren, die ca. 2-3 cm lang waren und sehr auffälligen dunkelblauen Augen. Beide Polizisten trugen Schutzwesten. Als die beiden Polizisten zu (Täter 1) kamen, begannen der tättowierte Polizist und (Täter 1) zu grinsen und der Polizist ging zu (Täter 1). Der tättowierte Polizist legte seinen linken Arm um (Täter 1) und die beiden lächelten sich an. Es war offensichtlich, dass auch der zweite Polizist (Täter 1) kannte. Der Antifaschist wurde anschließend weggeschickt und (Täter 1) konnte weiter die Kontrolle beobachten.

    Auf die Beschwerden des Antifas gegenüber einem anderen Polizisten an (Ort E), wie es sein könne, dass der rassistische Haupttäter jetzt unbehelligt am Rande stehen könne, kamen Antworten mit verschränkten Armen wie „Wollen Sie uns sagen, wie wir unsere Arbeit zu machen haben?“, „Was ist mit dem Teller, der kaputt gegangen ist?“ und „Sie haben die Männer provoziert und „Scheiß Nazis“ genannt. Wissen Sie eigentlich, dass das eine Beleidigung ist?“ Und: „Gegen Sie liegen auch Anzeigen vor, gehen Sie jetzt nach Hause, sie bekommen dann Post von uns.“

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    Wer kennt diesen Mann?

    Zum Jagen tragen

    Bei der Polizeikontrolle waren acht PolizistInnen anwesend. Nur ein Polizist hatte Tattoos an seinen Unterarmen. Dieser Polizist kennt (Täter 1). Es dürfte also nun eine leichte kriminalistische Fingerübung für die Freiburger Polizei sein, den Haupttäter der rassistischen Hetzjagd zu ermitteln. Allerdings ist unser Vertrauen sowohl in den Ermittlungseifer als auch in die Fähigkeiten der Freiburger Polizei nach einschlägigen Erfahrungen in der Vergangenheit begrenzt. Was ist auch von einer Polizei zu erwarten, die nach „Ausländer raus!“-Rufen eines rassistischen Mobs keine Pressemitteilung veröffentlicht?

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    Polizeipropaganda der Freiburger Polizei vom 16.06.2021

    Obwohl die beiden rechtsradikalen Angriffe am 12. Juni in Freiburg keinen direkten Zusammenhang haben dürften, weisen sie doch einige Parallelen auf. In beiden Fällen wurde Linke von Rechtsradikalen angegriffen. In beiden Fällen machten die Opfer durch Scherbengeklirr auf sich aufmerksam (die beiden von Hagerman angegriffenen Antifas hatten Cola-Flaschen auf den Boden fallen lassen). Erst danach griffen in beiden Fällen als Erste ältere, unbeteiligte PassantInnen ein und kamen den Antifas zu Hilfe.

    Aber sie weisen auch starke Unterschiede auf. Robert Hagerman ist in der AfD organisiert und im Querdenker-Spektrum zu Hause, während die Ochsenbrücken-Rassisten vermutlich zusammen saufen und Fußball gucken waren. Während (Täter 1) von Erschießen redete und mit bare knuckles poste, setzte Hagerman Pfeffergel und Messer ein. Hagerman ist ein Außenseiter wohingegen der rassistische Mob zum Großteil aus Kollegen und Ehemännern bestand. Besonders auffällig jedoch ist die vollständige Ignoranz so vieler vermeintlich Unbeteiligter gegenüber rassistischer Gewalt im oben geschilderten Fall.

    Zwei rechtsradikale Angriffe an einem Tag und die massenhafte Verweigerung von Hilfe in der Not vor rassistischen Übergriffen widersprechen fundamental dem Freiburger Selbstverständnis einer liberalen Stadt. Wieder einmal hat sich eine besoffene Männerbande nach einem Fußballspiel zusammengerottet und Straftaten gegen Linke verübt. Denn nichts hat die Rassisten so aufgebracht wie das offensive „Alerta, alerta, antifascista!“ ihres Opfers, das sich, obwohl allein, nicht in seine Opferrolle gefügt hat.

    Aus einer ähnlichen Stimmung heraus wurde 2012 von Faschisten ein Brandanschlag auf das besetzte Haus in der Gartenstraße 19 in der Freiburger Innenstadt verübt. Auch damals waren die ersten Reaktionen von Polizei und Badischer Zeitung wie im Falle des Messerangriffs am 12. Juni in Freiburg empörend verharmlosend. Die Polizei hat in ihrer von der Staatsanwaltschaft autorisierten Pressemitteilung ausschließlich Hagermans Lügen kolportiert. Wir sind froh, dass sich die Verletzungen des Ersthelfers durch Hagerman als weniger schlimm herausgestellt haben, als von ZeugInnen vor Ort beobachtet. Aber deshalb Hagermans Messerangriff zu verharmlosen und zu relativieren kann sich nur ein Lokalblatt erlauben, das gleichzeitig Monopolblatt ist. Es ist keine „Provokation“ einen Faschisten einen Faschisten zu nennen, sondern das Gebot der Stunde.

    Schaut nicht weg! Holt Hilfe! Greift ein!

    Autonome Antifa Freiburg


    Korrekturen:
    In einer früheren Version des Communiqués schrieben wir, dass der Kassierer dem Antifaschisten in der OMV-Tankstelle ein Handy gab. Tatsächlich jedoch gab die Kassiererin ihm ein Telefon.
    Wir haben das Alter des Antifaschisten zuerst mit 35 angegeben, tatsächlich jedoch war er bereits 36 Jahre alt.

    Updates zum Communiqué.

    Am 12.06.2021 gegen 17 Uhr hat der Faschist, „Querdenker“ und AfD-Gemeinderatskandidat Robert Hagerman in Freiburg einen Mann mit einem Messer verletzt. Der Mann hatte Zivilcourage gezeigt und als Ersthelfer zwei junge AntifaschistInnen versorgt, die Hagerman zuvor niedergepfeffert hatte. Der Verletzte wurde mit einer tiefen und langen Schnittverletzung knapp unterhalb der Brust ins Krankenhaus gebracht. Hagerman wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen. Die Mindeststrafe für versuchten Totschlag beträgt fünf Jahre Knast.

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    Robert Hagerman

    Die Tat fand in unmittelbarer Nähe von Hagermans Wohnort in der Langemarckstraße 86A statt. Die Straßennamen des Freiburger Stadtteils Unterwiehre stammen größtenteils aus der NS-Zeit und sind seit vielen Jahren umstritten. Die Nazis wählten Namen wie Langemarckstraße in Anlehnung an die Erste-Weltkriegsschlacht 1914 oder Skagerrakstraße wegen der Seeschlacht 1916, um die verstorbenen „Helden“ zu ehren. Trotz dieser Kritik wird dieser Teil der Unterwiehre immer noch „Heldenviertel“ genannt, die NS-belasteten Straßennamen wurde bisher nicht umbenannt.

    Hagerman und die beiden AntifaschistInnen trafen aus unterschiedlichen Richtungen kommend in der Skagerrakstraße/Ecke Matthias-Erzberger-Straße aufeinander. Die beiden AntifaschistInnen erkannten Hagerman auf der anderen Straßenseite und beschimpften ihn als Faschisten. Hagerman reagierte wie so oft, indem er sein Handy zückte, um „Beweisvideos“ zu drehen. Die beiden AntifaschistInnen entfernten sich in nördliche Richtung und gingen die Matthias-Erzberger-Straße entlang. Hagerman nahm die Verfolgung auf und filmte die ganze Zeit.

    An der Kreuzung Matthias-Erzberger-Straße/Ecke Weddingenstraße hielten die AntifaschistInnen an. Hagerman kam bedrohlich nahe und sagte, dass er die beiden wegen Beleidigung anzeigen wolle. Die AntifaschistInnen wollten nicht weiter gefilmt werden und hielten ihre Hände vor Hagermans Handy. Daraufhin holte Hagerman ein größeres Pfeffergel hervor und setzte es mehrfach aus direkter Nähe gegen die beiden AntifaschistInnen ein. Beide versuchten zu entkommen, wurden aber von Hagerman weiter mit Pfeffergel attackiert.

    Bei der Flucht ließen die AntifaschistInnen ihre Cola-Glasflaschen zu Boden fallen, wodurch AnwohnerInnen auf das Geschehen aufmerksam wurden. Ein Auto kam aus der Matthias-Erzberger-Stichstraße von Norden auf die Kreuzung zu und hielt an. Der 61 Jahre alte Fahrer des Wagens stieg aus, eilte den verletzten AntifaschistInnen zu Hilfe und versorgte sie mit Wasser. Seine etwas jüngere Begleiterin wartete im Auto. Hagerman hatte weiter Handy und Pfeffergel in der Hand und machte keine Anstalten, die beiden verletzten AntifaschistInnen in Ruhe zu lassen.

    Mittlerweile wurde das Tatgeschehen durch mehrere AnwohnerInnen beobachtet. Der Ersthelfer stellte sich Hagerman in den Weg, welcher die AntifaschistInnen verfolgen wollte. Er fragte Hagerman empört, warum er Jugendliche angreife. Nach einem Wortgefecht holte Hagerman ein Messer hervor, was er trotz lauter und eindeutiger Aufforderung nicht weglegte. Dann hat Hagerman den Ersthelfer geschnitten.

    Nach der notärztlichen Erstversorgung vor Ort wurde der stark blutende Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Auch seine Beifahrerin musste medizinisch versorgt werden, da sie von Hagerman mit Pfeffergel angegriffen worden war.

    Robert Hagerman ist 39 Jahre alt und seit vielen Jahren als Nazi in Freiburg aktiv. Schon während des zweiten Stechprozesses 2013 saß er im Publikum. Am 01.10.2011 hatte der Nazi Florian Stech auf einem Pendlerparkplatz in Riegel am Kaiserstuhl einen Antifaschisten mit seinem Auto angefahren. Er wurde trotzdem in zwei Prozessen freigesprochen.

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    Robert Hagerman als AfD-Redner am 02.05.2020 in Freiburg

    Hagerman filmt und provoziert häufig am Rande linker Demonstrationen, macht aktiv Anti-Antifa-Arbeit und hält öffentlich Nazireden. Seit Beginn der Corona-Pandemie nimmt er regelmäßig an Aufmärschen und Autokorsos der Coronaleugner teil. Er ist AfD-Aktivist und hat 2019 bei den Wahlen zum Freiburger Gemeinderat für die AfD kandidiert.

    Während dieses Wahlkampfes kam es zu einem AfD-Angriff auf Linke am 16.05.2019 in Freiburg. Damals hatten Dubravko Mandic und Robert Hagerman in einem Hinterhalt auf der Kaiserstuhlbrücke an der Freiburger Messe gewartet und zwei Linke festgehalten, die sich an den AfD-Wahlplakaten zu schaffen machen wollten. Als sich ein zufällig vorbeikommender Fahrradfahrer in das Geschehen einmischte, wurde er von Mandic mit Pfefferspray und von Hagerman mit einer Metallzange angegriffen. Hagerman schlug dem Fahrradfahrer mit voller Wucht gegen den Kopf, traf aber zum Glück nur den Fahrradhelm.

    In der Folge wurde Mandic nach drei Prozesstagen am 15.12.2020 vom Amtsgericht Freiburg wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Strafmaß war die Mindeststrafe: Sechs Monaten Haft, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Mandic Berufung eingelegt hat. Hagermans Prozess wurde am ersten Prozesstag abgetrennt, weil seine Nazianwältin Nicole Schneiders nicht aufgetaucht war. Hagerman sollte in Mandics Prozess auf Initiative von Mandics Anwalt Jochen Lober als Zeuge geladen werden. Schneiders bemühte sich vergeblich um Beiordnung als Zeugenbeistand, was sie mit Hagermans Autismus begründete.

    Vor Gericht werden Nazis für ihre Gewalttaten auch in Freiburg bisher kaum zur Rechenschaft gezogen. Florian Stech wurde zweimal freigesprochen. Obwohl Hagerman das Beweisvideo des Angriffs auf der Kaiserstuhlbrücke an Dubravko Mandic übergab, der es dem Staatsschutz frei Haus lieferte, wurde Mandic lediglich zur Mindeststrafe verurteilt. Hagermans Prozess steht noch aus, aber irgendein deutscher Jurist wird ihm schon Rosen auf den Weg streuen.

    Es gibt auffällige Parallelen zwischen beiden Angriffen am 16.05.2019 und am 12.06.2021. Beide Male haben AfD-Nazis in Freiburg am helllichten Tag auf offener Straße Menschen angegriffen und teils lebensgefährlich verletzt. Die Nazis waren jeweils mit Pfefferspray bewaffnet und Hagerman führte eine potenziell tödlichen Waffe. Beide Male intervenierte eine mutige unbeteiligte Person gegen die Selbstjustiz der Nazis und wurde daraufhin selbst zum Opfer von Nazigewalt.

    Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

    Autonome Antifa Freiburg


    Korrekturen:
    In der ersten Version des Communiqués haben wir geschrieben, dass der Ersthelfer „niedergestochen“ worden sei und er eine „Stichverletzung im Bauchbereich“ erlitten habe. Wie sich später herausstellte, hat Hagerman den Ersthelfer eine 4cm lange und 1cm tiefe Schnittwunde knapp unterhalb der Brust beigebracht. Wir haben das Communiqué entsprechend korrigiert.
    Außerdem stellte sich später heraus, dass Hagerman nicht nur die Begleiterin des Ersthelfers mit Pfefferspray verletzt hat, sondern auch dem Ersthelfer zweimal Pfeffergel ins Gesicht sprühte, bevor er ihn mit dem Messer verletzte. Wir haben das im Communiqué nicht ergänzt, weil es zum Veröffentlichungszeitpunkt noch nicht bekannt war.