• Montag, 27.01.2020

    Die AfD Sachsen plant am 29. Februar und 1. März ihren Landesparteitag im Zentralgasthof Weinböhla am Kirchplatz 2 in 01689 Weinböhla. Die Sachsen-AfD weist „ebenso höflich wie ausdrücklich“ und „rein vorsorglich [...] jedes Mitglied des AfD Landesverbandes Sachsen“ darauf hin, dass „ausschließlich ordentlich Delegierte geladen sind“. Aktuell hat die AfD bundesweit 34.737 Mitglieder, darunter 6.172 Frauen. In Sachsen hat die Nazipartei 2.612 Mitglieder.

  • Sonntag, 26.01.2020

    In Dresden wurden am 22. Januar die vier Tage zuvor besetzten Villen in der Königsbrücker Straße 12-16 in der Dresdner Neustadt geräumt. Ziel war die Schaffung eines sozialen Stadtteilzentrums. Die Räumung wurde von 200 Bullen samt SEK durchgeführt, denn das Erdgeschoss war zugemauert, es waren einige Leute auf den Dächern und mehrere hundert UnterstützerInnen vor dem Haus. Besetzungen in Dresden werden meist innerhalb von 24 Stunden geräumt und so sind vier Tage ohne Räumung eine lange Zeit – nicht nur für Dresden.

  • Sonnabend, 25.01.2020

    In Leipzig demonstrierten am 25. Januar mehr als 1.600 Autonome gegen das Verbot von Indymedia linksunten. Auf dem Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht wurden bei eisiger Kälte gute und bewegende Reden gehalten. Die Demoroute führte vom Bundesverwaltungsgericht in der Innenstadt die Karli runter bis nach Connewitz. Kurz vor dem Connewitzer Kreuz wurden dem Anlass entsprechend die Bullen mit Pyro und Steinen angegriffen, so dass sie rennen mussten. Außerdem gab es leichten Sachschaden an Wannen und einige Scherben. Die Bullen hielten sich nach der Kritik an ihren Silvester-Ausschreitungen eine Woche vor der OB-Wahl zurück. Die Demo konnte sich nach den Angriffen neu formieren und endete in Connewitz.
    Presse: 1 2 3 4 5 6

  • Freitag, 24.01.2020

    Leipziger Ordnungsamt und Bullen haben im Vorfeld der bundesweiten linksunten-Demonstration am Tag (((i))) eine riesige Kontrollzone um die Demonstrationsroute verkündet. Von Freitag 22 Uhr bis Sonntag 6 Uhr haben die Bullen starke Präsenz und willkürliche Kontrollen und Durchsuchungen in weiten Teilen der Südvorstadt und Connewitz angekündigt. Anlass der Demo am 25. Januar ist die Verhandlung der Klage gegen das Vereinsverbot von linksunten.indymedia.org am 29. Januar vor dem Bundesverwaltungsgericht.

  • Donnerstag, 23.01.2020

    Der Bundesinnenminister hat die Naziorganisation „Combat 18“ verboten. Das Verbot wurde nach dem Lübcke-Mord öffentlich angekündigt, so dass die Nazis ausreichend Zeit hatten, um Beweise beiseite zu schaffen. Am Morgen des 23. Januar gab es Durchsuchungen bei Nazis in sechs Bundesländern. Bereits vor 20 Jahren wurde die Schwesterorganisation „Blood & Honour“ verboten. Gegen beide Organisationen gab es zuletzt vermehrt Repression.
    Presse: 1 2 3 4 5

  • Mittwoch, 22.01.2020

    Nach dem Archiv von Tachanka hat nun auch Autistici/Inventati, ein Technikkollektiv aus Italien, mehrere Mirror-Server für das linksunten-Archiv aufgesetzt: linksunten.mirrors.autistici.org. Außerdem gibt es die zip-Dateien auf archive.org zum Download. Damit wird das linksunten Archiv in fünf Ländern auf drei Kontinenten dauerhaft gespiegelt: Eine Zensur liegt außerhalb des Machtbereichs der deutschen Censoren.

  • Dienstag, 21.01.2020

    Nach einem Solirave gegen das WEF im Schweizer Davos im Rahmen der klimakritischen Woche wurde am 21. Januar das Audimax der Uni Freiburg besetzt. Die Unileitung hat die Besetzung und Ausrufung der Transformations-Universität Freiburg im Breisgau zumindest für die erste Nacht geduldet.

  • Montag, 20.01.2020

    Die linksradikale Deutschschweizer Nachrichtenseite barrikade.info hat Domainprobleme. Die Seite ist aber weiter unter brrkd.info erreichbar. La barricade ferme la rue, mais ouvre la voie !

  • Sonntag, 19.01.2020

    Den Rassisten der Freiburger Kripo fällt ihr Blackfacing beim letztjährigen Kripo-Ball auf die Füße. Nicht nur wurden die schwarz angemalten Ballbesucher von allen anwesenden Bullen mindestens geduldet, im Anschluss veröffentlichte der Kripo-Ball auch noch ein Foto. Veranstaltet wird der Kripoball seit 62 Jahren vom Kripoball-Komitee, das sich aus sechs Bullen der Kripo Freiburg zusammensetzt. Vorsitzender des Komitees ist der Leiter der Freiburger Kripo, Peter Egetemaier. Der Bullenchef brachte in seinem anschließenden Statement gleich zwei Relativierungen unter: „Die abgebildeten Personen sind sehr wahrscheinlich, sofern erkennbar, KEINE Polizeibeamten.“ Der nächste Kripo-Ball unter dem Motto „Vermummen erlaubt“ ist für den 21. Februar in der Mensa Rempartstraße geplant. Wir sind gespannt, wieviele Bullen sich bei der nächsten Party aus aktuellem Anlass als Prinz Harry verkleiden.
    Presse: 1 2 3 5

  • Sonnabend, 18.01.2020

    Nach einer Medienrecherche wurde die Nazihetzseite judas.watch abgeschaltet. Jahrelang wurden auf der Seite Namen von politischen Feinden der Nazis gesammelt und veröffentlicht. Der Betreiber „Kikel Might“ soll in Wien-Meidling wohnen.
    Presse: 1 | 2 | 3 | 4 | 5

  • Freitag, 17.01.2020

    Nach der Veröffentlichung des linksunten-Archivs gab es bundesweite Presseberichte. In Leipzig findet am Tag (((i))) am 25. Januar eine Demonstration statt. Am Tag des Prozessauftakts im linksunten-Prozess am 29. Januar wird es eine Kundgebung vor dem Bundesverwaltungsgericht geben.
    Presse: neues deutschland | Tagesschau (en) | junge Welt | MOPO | Radio Dreyeckland | Badische Zeitung

  • Donnerstag, 16.01.2020

    Indymedia linksunten wurde am 25. August 2017 vom Bundesinnenminister verboten. Die Seite bleibt als Archiv erhalten: linksunten.tachanka.org. Die einzigen Archive der Bewegungen haben die Bewegungen selbst hervorgebracht und niemand wird unsere Geschichte erzählen, wenn wir es nicht selbst tun. Bewegungen müssen Spuren ihrer Leidenschaft für zukünftige Generationen hinterlassen, denn vergessene Kämpfe sind verlorene Kämpfe.
    Abajo y a la izquierda está el corazón — siamo tutti indymedia !
    Harte Zeiten erfordern unabhängige Medien — vers beaux temps !

  • Mittwoch, 15.01.2020

    Nach den Razzien (1 2) gegen die anarchistische Szene in Grenoble haben die libertären Feuerteufel wieder zugeschlagen. Doch obwohl in der Nacht zum Montag ein Parkhaus der Energiefirma ENEDIS in Seyssinet-Pariset mit 14 Fahrzeugen in Flammen aufging, lehnt es die zentrale Staatsanwaltschaft in Paris ab Ermittlungen wegen Terrorismus aufzunehmen. Damit lassen die Zentralbehörden nach dem Desaster des Tarnac-Verfahrens erneut die Provinzbehörden alleine mit der Anarchie im Stich. Tout continue.

  • Dienstag, 14.01.2020

    Auf die Antwort der Freiburger Corillo Ultras am 17. August 2019 auf die Provokationen des Freiburger Nazistadtrats Dubravko Mandic in Form einer Stadion-Choreographie reagierte dieser wie üblich mit Strafanzeigen. Die Freiburger Bullen stellten sich wie nicht anders zu erwarten willfährig in den Dienst des AfDlers und nahmen am 18. Dezember einen Freiburger Fan im Dreisamstadion brutal in Gewahrsam – wegen des lächerlichen Vorwurfs einer Beleidigung. Im neuen deutschland wird nun das Schweigen der Würdenträger angesichts dieses Skandals thematisiert.

  • Montag, 13.01.2020

    Die Berliner Bullen haben Ende 2019 einen Datenträger entschlüsselt, den sie im Frühjahr 2018 bei einer Hausdurchsuchung bei Sebastian Thom gefunden hatten. Der ehemalige NPD-Chef Sebastian Thom und der ehemalige AfD-Bezirksvorstand Tilo Paulenz sind verantwortlich für eine jahrelange Serie von Brandanschlägen seit 2010 auf Linke in Berlin-Neukölln. Auf dem Datenträger wurde eine Feindesliste mit ausgespähten Daten von späteren Anschlagsopfern und weiteren Linken gefunden.

  • Sonntag, 12.01.2020

    Am 10. Januar wurde ein Freiburger Antifaschist vom Amtsgericht Freiburg zu 90 Tagessätzen wegen gemeinschaftlichen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte nach § 113 StGB verurteilt. Mit der Verschärfung des Paragraphen im Jahre 2017 gilt faktisch ein Sonderstrafrecht für Bullen. Der Angeklagte soll im vorderen Bereich der Demonstration gegen den AfD-Aufmarsch am 29. Oktober 2018 in Freiburg gewesen sein und dabei gegen Bullen gedrückt haben. Damals wehrten sich 3.000 Linke auf der Straße gegen die AfD-Nazis, was zu extrem vielen und hohen Strafen führte.

  • Sonnabend, 11.01.2020

    In Köln hat der 72-jährige CDU-Kommunalpolitiker Hans-Josef Bähner in der Nacht auf den 30. Dezember 2019 einem 20-jährigen Mann aus rassistischer Motivation in die Schulter geschossen. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung fanden die Bullen fünf scharfe Schusswaffen, von denen nur vier registriert waren, sowie eine „nicht unerhebliche“ Menge Schwarzpulver. Bähner hatte vor dem Schuss eine Gruppe von vier jungen Männern vor seinem Haus in Köln-Porz betrunken als „Scheiß-Kanaken“ beschimpft und mit der Schusswaffe bedroht. Während in Leipzig bei einer unbewaffneten Auseinandersetzung zwischen Linken und Bullen wegen versuchten Mordes ermittelt wird, läuft in Köln der stadtbekannte CDU-Rassist Bähner weiter frei herum und soll lediglich wegen „gefährlicher Körperverletzung“ angeklagt werden. Vertreten wird Bähner von Ralf Höcker, Medienanwalt und Sprecher der rechtsradikalen „Werteunion“ in der CDU.

  • Freitag, 10.01.2020

    Der zunächst für Januar angekündigte und mehrfach verschobene außerordentliche Landesparteitag der zerstrittenen AfD Baden-Württemberg soll nun am 15. und 16. Februar in der Kongresshalle Böblingen stattfinden. Den Mitgliedern will die AfD-Landesgeschäftsstelle den Veranstaltungsort unter anderem mit dem hohen Sicherheitsniveau schmackhaft machen: „Die Kongresshalle verfügt über eine Tiefgarage mit ca. 550 Parkplätzen, so dass das Risiko für die Teilnehmer, fußläufig auf Blockaden der Antifa zu treffen oder ihren Attacken ausgesetzt zu sein, minimiert werden kann; Halle und Zufahrten sind leicht abzusichern, die Sicherheit der Teilnehmer als höchstes Gut kann in Böblingen optimal gewährleistet werden.“ Der Sonderparteitag wurde von mehreren Kreisverbänden erzwungen, auf dem Programm steht die Neuwahl des Landesvorstands.

  • Donnerstag, 09.01.2020

    In Freiburg gibt es in der zweiten Januarhälfte eine Veranstaltungsreihe gegen das linksunten-Verbot anlässlich des anstehenden Prozesses vor dem Bundesverwaltungsgericht am 29. Januar. Für den 25. Januar wurde der Tag (((i))) ausgerufen und in Leipzig wird es an diesem Tag eine bundesweite Demonstration geben. Reisefreudige Autonome treffen sich am 24. Januar um 8:30 Uhr auf Gleis 3 des Freiburger Hauptbahnhofs, um gemeinsam nach Leipzig zu reisen. Los geht die Veranstaltungsreihe am Sonntag, den 12. Januar, um 12 Uhr mit einem Cryptoworkshop in der KTS. Denn die Repression gegen linksunten hat gezeigt: Verschlüsselung schützt!

  • Mittwoch, 08.01.2020

    In der Silvesternacht gab es am Connewitzer Kreuz in Leipzig eine misslungenen Festnahme, bei der ein Bulle verletzt wurde. Die anschließenden Lügen der Bullenschweine führten zu Ermittlungen wegen Mordes gegen Linke: Statt einer angeblichen „Notoperation“ wurde ein Bulle lediglich unter lokaler Betäubung am Ohr operiert. Statt eines Hinterhalts der Autonomen wurde ein chaotisches Einsatzkonzept offensichtlich. In der anschließenden Debatte wurden schwere Vorwürfe gegen die sächsischen Bullen erhoben. Auf Seiten der Linken gab es viele Verletzte, mehrere Festnahmen und absurde Haftbefehle. Der korrupte Polizeigewerkschafter Rainer Wendt wittert wie schon seit zehn Jahren eine neue RAF und auch der Hamburger VS-Chef Voß nutzt das Thema, um einen „sich abzeichnenden neuen Linksterrorismus“ zu propagieren. In Leipzig stehen Proteste zur Begleitung des linksunten-Prozesses am 29. Januar an, darunter eine bundesweite Demonstration am 25. Januar. Am 2. Februar sind Oberbürgermeisterwahlen und im Herbst ist ein EU-China-Gipfel in der Stadt geplant.

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    Warm anzieh’n gegen Zensur

    Veranstaltungsreihe zum Tag (((i)))

    Vor zwei Jahre hat das Innenministerium linksunten verboten. Seit zwei Jahren vermissen wir die OpenPosting-Plattform schmerzhaft. Am 29. Januar 2020 entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Zensur des linken Medienportals linksunten.indymedia.org. Das Verbot von linksunten.indymedia.org und der Angriff auf linke Strukturen führten im Sommer 2017 zu Razzien in Freiburg und setzten Teile der linksradikalen Szene massiver Kriminalisierung aus. Aus diesem düsteren Anlass haben unterschiedliche Zusammenschlüsse zu bundesweiten Aktionen aufgerufen. In Leipzig findet am 25. Januar eine bundesweite Demonstration statt und nach dem Prozesstag wird es am 1. Februar eine Protest-Versammlung in Freiburg geben. Um für die unterschiedlichen Protestaktionen zu mobilisieren, organisieren wir in Freiburg eine Veranstaltungsreihe im Januar.

    Also zieht euch warm an gegen Zensur, dieser Monat wird ereignisreich!

    Linksunten Soligruppe Freiburg

    Veranstaltungsreihe / Broschüre als PDF

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    Update: Aufgrund der Veröffentlichung dieses Communiqués wurden der „Deutschen Burschenschaft“ die Räume gekündigt und die „Verbandstagung“ musste kurzfristig verlegt werden.

    Am 8. und 9. November will der rechtsradikale Dachverband deutscher und österreichischer Burschenschaften, die Deutsche Burschenschaft, in Frankreich in der Nähe des elsässischen Colmar eine „Verbandstagung“ abhalten. Am 81. Jahrestag der antisemitischen Pogrome vom 9. November 1938 treffen sich die von einem „Großdeutschland“ träumenden, völkischen Burschenschafter ausgerechnet im Elsass. Die Tagung mit dem Titel „Fortbestand des Deutschen Volkes in einer multikulturellen Mehrheitsgesellschaft“ soll großteils in Husseren-les-Châteaux stattfinden. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion auch eine Stadtführung in Colmar, ein Besäufnis auf der Hohlandsbourg und eine interne Sitzung des „Verbandsrats“ auf einem Winzerhof. Aber warum findet die Veranstaltung in Frankreich statt? Hier dürften neben der Erwartung, dass die Deutsche Burschenschaft in Frankreich weniger bekannt ist als in Deutschland und folglich mit weniger Widerstand zu rechnen ist, auch ideologische Überlegungen eine Rolle spielen: Das Treffen ist eine deutschnationale Machtdemonstration in Frankreich.

    Was planen die Burschen?

    Vor dem Beginn der Tagung, zu der alle Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft eingeladen sind, findet am 8. November um 18:30 Uhr eine interne Sitzung des Exekutivgremiums des Dachverbands statt, genannt „Verbandsrat“. Die Verbandstagung beginnt am 8. November um 19 Uhr mit einem Begrüßungsabend auf dem Winzerhof Schueller in der Route du Vin in Husseren-les-Châteaux nahe Colmar – von den Burschenschaftern wird das Örtchen konsequent „Häusern“ genannt. Am 9. November beginnt um 8:30 Uhr die Tagung in der Mehrzweckhalle in Husseren-les-Châteaux. Anschließend soll ab 14 Uhr eine Stadtführung durch Colmar angeboten werden. Für den Abend planen die Burschenschafter eine Besichtigung der nahegelegene Hohlandsbourg, wo sie ab 19 Uhr auch zu Abend essen und ab 20:15 Uhr ihren „Festkommers“ veranstalten. Dafür wurde die Brasserie der Hohlandsbourg angemietet.

    Wer sind die Referenten?

    Als Referenten der „Verbandstagung“ sollen drei Mitglieder der rechtsradikalen Partei Alternative für Deutschland auftreten: Dimitrios Kisoudis, Dubravko Mandic und Jens Lange.

    Dimitrios Kisoudis

    Dimitrios Kisoudis, geboren am 21.04.1981, studierte in Freiburg, lebt in Öhringen und trat im Jahr 2015 in die AfD ein. Er publiziert in diversen rechten Verlagen und Zeitschriften, war zunächst Referent des AfDlers Marcus Pretzell im Europäischen Parlament und arbeitet seit 2017 als Referent für den AfD-Abgeordneten Martin Hess im Deutschen Bundestag. Kisoudis soll auf der „Verbandstagung“ zum Thema „Staat und Volk im Lauf der Zeit“ referieren. Im Ankündigungstext seines Vortags beklagt er den Verlust der „Nation“ durch Migration:

    „Die Nation ist das politisch formierte Volk, in ihr kommen Volk und Staat zur Deckung. Doch die Migration stellt die Nation in Frage. Die Homogenität des Staatsvolks geht verloren, der Tribalismus kehrt zurück, der Staat entfremdet sich den Bürgern. Wie kann das Volk auf diese Wende zwischen zwei Epochen reagieren, wie ein Staat noch funktionieren?“

    Kisoudis strebt einen klerikalen Obrigkeitsstaat an, den er „Ordnungsstaat“ nennt.

    Dubravko Mandic

    Dubravko Mandic ist ein rechtsradikaler Burschenschafter, der nach internen Machtkämpfen von seiner Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg ausgeschlossen wurde, sich jedoch kürzlich erfolgreich wieder einklagte. Unter seiner Regie wurde die Junge Alternative gegründet und die Gründungsfeier fand auf dem Haus der Saxo-Silesia auf dem Freiburger Lorettoberg statt. Mandic ist deutschlandweit nicht nur wegen seiner rechtsradikaler Hetze, sondern auch wegen seiner Straftaten gegen politische GegnerInnen und JournalistInnen bekannt und wurde im Mai 2019 für die AfD in den Freiburger Gemeinderat gewählt. Zuvor war er Vorsitzender des Bundesschiedsgerichts der JA, Mitglied des Landesschiedsgericht der AfD Baden-Württemberg und erfolgloser Bundestagskandidat der AfD für den Wahlkreis Tübingen. Seine „Bundesbrüder“ aus der Aktivitas der Saxo-Silesia verschaffen ihm als Redner auf der „Verbandstagung“ ein Podium zur Verbreitung seiner völkischen Weltanschauung. Mandic soll über die „Ethnogenese der Serben, Kroaten und Bosnier unter der Einwirkung der türkischen Herrschaft“ referieren und Angst vor einer „Islamisierung“ schüren:

    „Michel Houellebecq entwarf in dem Bestseller ‚Unterwerfung‘ ein realistisches Szenario einer möglichen islamischen Machtübernahme in Frankreich. Jean Raspail erzählte in seinem Buch ‚Das Heerlager der Heiligen‘ bereits 1973 wie sich eine westlich-liberale Gesellschaft mit all ihren relevanten Protagonisten im Angesicht einer millionenfachen plötzlichen Einwanderung aus der Dritten Welt verhalten würde und legte damit eine Blaupause für die Grenzöffnung vom September 2015 vor. Sieferle behandelte in seinen posthum erschienen Werken die mögliche Transformation westlicher Gesellschaften hin zu einer Retribalisierung. Angesichts der vielfältig möglichen Szenarien, die alle die Annahme einer Islamisierung beinhalten, lohnt ein Blick auf die islamische Landnahme auf dem Balkan im 14. Jh. und die darauf folgenden Jahrhunderten osmanischer Herrschaft.“

    Jens Lange

    Den dritten Vortrag soll Jens Lange alias „Johann Felix Baldig“ halten: „Das Reservat als konstitutioneller Verfallsgrad – Zur Zukunft Deutscher Verfasstheit“. Hier können sich die Burschen auf einen wirr-schwurbeligen und vor Pathos triefenden Vortrag gefasst machen:

    „Segregation, Tribalisierung, Zonierung mit der Maßgabe des Besser-Nicht-Betreten-Sollens, Raumbeobachtung, Raumneuordnung, Raumneuausverhandlung, endlich Wolfserwartung, ob in der Menschenbiosphäre, ob in der reinen, totalen Biosphäre der maximalen Verwilderung und Austreibung von Technik und Aufklärung – das Reservat wird zum Schrittmacher konstitutionellen Verfalls und zugleich zum Maß einer fortschreitenden Derogation des Grundgesetzes. ‚Wie wollen wir künftig leben?‘ fragen die diversen staatlichen Kommissionen unter der drohlichen Überschrift ‚gleichwertige Lebensverhältnisse‘. Aus verfassungstheoretischer Sicht stellt sich dagegen die neue Frage: Wird das Prinzip praktischer Konkordanz von einer befrieden sollenden Aushandelungsinstanz ersetzt, die immer öfter Freiheits- und Deutschengrundrechte allein im Reservat, im eng abgezirkelten Gefilde zuzulassen die Kraft findet?”

    Jens Lange kommt aus Questenberg im Südharz, wurde am 30.12.1974 geboren und trat im Jahr 2016 in die AfD ein. Lange publiziert unter seinem Pseudonym in rechtsradikalen Zeitschriften wie „Compact“ und „Tumult“. Er arbeitet seit 2017 für die AfD-Bundestagsfraktion und für den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann. Lange kandidierte im November 2016 als Beisitzer für den „Flügel“ und im Mai 2019 für den Kreistag von Mansfeld-Südharz, den Gemeinderat Südharz und Ortschaftsrat Questenberg und bewegt sich im „Umfeld der neonazistisch beeinflussten neuheidnischen Künstlergruppierung Orphischer Kreis“.

    Was ist die Deutsche Burschenschaft?

    Die Deutsche Burschenschaft ist ein Dachverband völkischer deutscher und österreichischer Burschenschaften. Während die Deutsche Burschenschaft in Österreich seit Jahrzehnten de facto das Funktionärs-Reservoir der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) darstellt, hat sie in Deutschland erst seit 2015 in der radikalisierten Alternative für Deutschland (AfD) eine politische Heimat gefunden. Zwischen 2011 und 2015 spaltete sich der Großteil der weniger offen faschistisch auftretenden Bünde von der Deutsche Burschenschaft ab. Übrig blieben nach dem Richtungsstreit etwa die Hälfte der Bünde, ein harter Kern von 67 stramm rechtsradikalen Burschenschaften mit insgesamt mehreren tausend Mitgliedern.

    Das oberste Organ der Deutschen Burschenschaft ist der jährlich nach Pfingsten in Eisenach stattfindende „Burschentag“. Hier wird jedes Jahr eine der Mitgliedsburschenschaften zur „Vorsitzenden Burschenschaft“ gewählt, die dann im kommenden „Geschäftsjahr“ (Kalenderjahr) den Vorsitz innehat. Seit Anfang 2019 ist die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia Vorsitzende der Deutschen Burschenschaft. Im Januar 2020 wird sie von der im Mai 2019 gewählten Burschenschaft Tuiskonia Karlsruhe abgelöst werden. Für die Organisation der Veranstaltung im Elsass ist also die Freiburger Saxo-Silesia verantwortlich. Wie innerhalb der einzelnen Bünde werden auch auf Ebene der Vorsitzenden „Sprecher“ und „Stellvertreter“ bestimmt. Die „Vorsitzmannschaft“ der Saxo-Silesia besteht aus dem Sprecher Falk van der Helm (DBx), dem ersten stellvertretenden Sprecher Marco Erat (DBxx) und dem zweiten stellvertretenden Sprecher Rudolf Gut (DBxxx).

    Was ist der Verbandsrat?

    Während eines laufenden Geschäftsjahrs werden die Geschäfte der Deutschen Burschenschaft durch die „Vorsitzende Burschenschaft“ und den sogenannten „Verbandsrat“ geführt. Dem Verbandsrat gehören als stimmberechtigte Mitglieder neben dem Sprecher der „Vorsitzenden Burschenschaft“ und einem Vertreter der „gewesenen Vorsitzenden Burschenschaft“ (der Vorsitzenden des Vorjahres) zwei auf dem Burschentag gewählte „Verbandsobmänner“ und zwei „Beisitzer“ an. An den Sitzungen können noch einige weitere Mitglieder mit eingeschränkten Stimm-, Rede- und Antragsrechten teilnehmen, insgesamt sind meist etwa ein Dutzend Burschenschafter anwesend. Es finden meist drei Verbandsratssitzungen pro Jahr statt und eine der Sitzungen wird aus logistischen Gründen an die jährlich stattfindende Verbandstagung gekoppelt. Sie beginnt üblicherweiset vr dem allgemeinen Begrüßungsabend der Verbandstagung, soll also auf dem Öko-Winzerhof Schueller in Husseren-les-Châteaux stattfinden.

    Die Mitglieder des Verbandsrats 2019

    Neben Falk van der Helm, Marco Erat und Rudolf Gut von der Vorsitzenden Burschenschaft Saxo-Silesia gehört Jakob Scheffel als Vertreter der Gewesenen Vorsitzenden Münchner Burschenschaft Alemannia dem Verbandsrat im Geschäftsjahr 2019 an. Der aktuelle „Verbandsobmann für Hochschul- und allgemeine Politik“ ist Christopher von Mengersen von der Wiener Burschenschaft Teutonia und der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn. „Verbandsobmann für burschenschaftliches Fechten, Nachwuchswerbung und Sport“ ist Mattis Mayer von der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz. Beisitzer im Verbandsrat sind Wilhelm Haase von der Burschenschaft Saxo-Silesia Freiburg und John Fritz Hoewer von der Kölner Burschenschaft Germania und der Burschenschaft Germania Magdeburg. „Ersatzobmann“ ist Daniel Malsam von der Braunschweiger Burschenschaft Thuringia.

    Was ist die Verbandstagung?

    Üblicherweise einmal im Jahr veranstaltet die Deutsche Burschenschaft als identitätsstiftendes Event eine sogenannte „Verbandstagung“, bei der sich die Mitgliedsbünde für Vorträge, ein Rahmenprogramm und ein gemeinsames Besäufnis treffen. Bei der Verbandstagung handelt es sich um einen Pflichttermin für alle Bünde: Nichterscheinen kostet Geld. Ausgerichtet wird die Tagung von der jeweiligen „Vorsitzenden“ und oft findet sie auch in dem Ort statt, an dem diese ansässig ist. Im Jahr 2018 allerdings wurde Prag als Ort gewählt – wie das Elsass 2019 ein bewusstes politisches Statement. Im Jahr 2017 wurde das Wartburgfest in Eisenach zur „Verbandstagung“ erklärt und 2016 wurde im österreichischen Schärding getagt. Die Tagungen in Jena 2015 und Dresden 2014 verliefen weniger spektakulär als jene in Innsbruck 2013. In Innsbruck sah sich die Deutsche Burschenschaft mit Widerstand, Gegenprotesten und Kündigungen der von ihr angemieteten Messehalle konfrontiert.

    Elsass: „Das ganze Deutschland soll es sein“

    Die Deutsche Burschenschaft gibt sich stets traditionsbewusst und schreibt die Geschichte der Burschenschaften als eine kontinuierliche Geschichte. Elsass-Lothringen spielt in dieser Geschichtsschreibung eine wichtige Rolle. Ausgeblendet werden allerdings die Verbrechen während der deutschen Besatzung des Elsass nach dem 15. Juni 1940 oder gar die Beteiligung von Burschenschaftern am Nationalsozialismus.

    Auf der Website der Deutschen Burschenschaft wird stattdessen ausführlich Johann Georg August Wirth gefeiert. Aus Sicht der Burschen war er beim Wartburgfest 1832 „der einzige Redner, der konkrete Vorschläge unterbreitet“ hat: „Zugleich warnte er vor der ‚Mithilfe Frankreichs‘, das doch nur die Rheingrenze als Preis dieser Hilfe im Kopf habe, was die anwesenden Franzosen ebenso wie die Rückforderung Elsaß-Lothringens nicht wenig verletzte.”

    Im Jahr 2017 feierte sich die Deutsche Burschenschaft in Eisenach mit ihrer „200-Jahr-Feier“ des Wartburgfests. Im von den Burschen herausgegebenen Programmheft sind auch die Liedtexte der Lieder abgedruckt, die im Rahmen dieser Veranstaltung gesungen werden sollten. Im Imagefilm der „Deutschen Burschenschaft“ zu „200 Jahre Wartburgfest“ kommt ein „Alter Herr“ zu Wort: „Das gemeinsame Singen, das gemeinsame Zusammensein, das gemeinsame Erleben, dassman dann auch weitergeben kann, ist einfach etwas Erhebendes.“ Eines der Lieder ist „Was ist des Deutschen Vaterland“) von Ernst Moritz Arndt aus dem Jahr 1813:

    Was ist des Deutschen Vaterland? Ist’s Preußenland, ist’s Schwabenland? Ist’s, wo am Rhein die Rebe blüht? Ist’s, wo am Belt die Möwe zieht? O nein! nein! Nein! |:Sein Vaterland muß größer sein!:|

    (...)

    Was ist des Deutschen Vaterland? So nenne endlich mir das Land! So weit die deutsche Zunge klingt und Gott im Himmel Lieder singt: Das soll es sein! Das soll es sein! |:Das, wackrer Deutscher, nenne dein!:|

    (...)

    Was ist des Deutschen Vaterland, wo Zorn vertilgt den welschen Tand, wo jeder Franzmann heißet Feind, wo jeder Edle heißet Freund. Das soll es sein! Das soll es sein! |:Das ganze Deutschland soll es sein!:|

    (...)

    Das völkische Selbstverständnis, die großdeutschen Bestrebungen und das antifranzösischen Ressentiment dieses Texts, auf den sich nicht nur die historische, sondern auch die heutige Deutsche Burschenschaft bezieht, findet sich auch im „Strategieprogramm“ der Deutschen Burschenschaft. In einem Entwurf dieses zwischen 2010 und 2013 diskutierten Grundsatzprogramms finden sich unter der Überschrift „Was ist des Deutschen Vaterland“ einige Überlegungen des „Volkstumsbeauftragten“ der „Deutschen Burschenschaft“. Dieser stellt darin fest: „Die berühmte Frage des Liedes von Ernst Moritz Arndt vor knapp 200 Jahren ist heute genauso aktuell wie seinerzeit.“ Er geißelt „Frankreich mit seinem etatistischen, d.h. staatsbezogenen Nationsbegriff, wobei alle Staatsbürger ‚Franzosen‘ sind ohne Berücksichtigung von z.B. Normannen, Deutschen, Bretonen, usw., die auch keinen Volksgruppen-Minderheiten-Schutz genießen“ und stellt für „das deutsche Volk“ das Gegenteil fest: „Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß sich, zumindest was das deutsche Volk betrifft, sicher kein etatistischer, rein staatsbezogener Nationsbegriff anwenden läßt. Denn wer würde wohl behaupten, daß ein Sudetendeutscher kein Deutscher ist, obwohl er vielleicht heute im Staat Tschechien lebt. Oder war bis 1989 ein Deutscher nur, wer in der Westzonen-BRD lebte?“ Der Burschenschafter führt weiter aus: „Für einen Binnendeutschen im zentraleuropäischen Raum mit deutscher Muttersprache ist es nur ‚natürlich‘, daß er ein Deutscher ist“ und schlussfolgert:

    „Die Belgien-Deutschen in Eupen-Malmedy, die Elsässer, die Deutschen Südtirols und vom Kanaltal, die Gottscheer und Untersteirer Deutschen in Slowenien, die deutschen Donauschwaben in Kroatien, Serbien und Ungarn, in Rumänien die Banater Schwaben, Berglanddeutschen, Siebenbürger, usw., die Karpatendeutschen in der Slowakei, die Sudetendeutschen in Tschechien, die Deutschen in Schlesien, Posen, West- und Ostpreußen, die Balten-Deutschen und die Deutschen im dänischen Nord-Schleswig sind ein bedeutender Teil des gesamten deutschen Volkskörpers.“

    „Deutschland“ wird also als Siedlungsraum aller „Deutschen“ im völkischen Sinne begriffen und das Elsass wird als Teil Großdeutschlands verstanden. Dass die Deutsche Burschenschaft im Jahr 2019 ihre „Verbandstagung“ im Elsass durchführen will, ist der physische Ausdruck dieser revisionistischen Bestrebungen.

    Kein „Großdeutschland“ für Naziburschen!

    Autonome Antifa Freiburg

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    25 Jahre KTS Freiburg

    Communiqué der KTS vom 28.10.2019

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    Der Kampf für das Autonome Zentrum KTS begann 1994 und so hatte die KTS Freiburg vom 16. bis 26. Oktober 2019 zu in einer Jubiläumswoche und am 25. Oktober zu einer Nachttanzdemo nach Freiburg eingeladen. Während der zeitgleich zum Jubiläum stattfindenden Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober wurde die Eigentumsfrage mehrfach ganz praktisch gestellt. Trotz Räumungen und Repression war es eine wunderschöne Woche und nicht Wenige sind in diesen Tagen mit einem Lächeln eingeschlafen.

    Während der Jubiläumswoche vom 16. bis 26. Oktober kamen weit über 1.000 Gäste, die zum Teil eine weite Anreise hatten. In den zehn Tagen wurde in der KTS ein vielfältiges und buntes Programm geboten. Es gab Vorträge, Diskussionen und Workshops zu vielen Themen der radikalen Linken, dazu jeden Tag leckeres Essen. Kulturell reichte das Angebot von Improtheater über Filmvorführungen bis zu Konzerten, die gelegentlich zu Partys wurden. Die Badische Zeitung war beeindruckt von den ganzen jungen Leuten und beschrieb die KTS zum 25. Jubiläum als immaterielles Lokalerbe – umstritten, aber akzeptiert.

    Höhepunkt der Woche war die wie immer unangemeldete Nachttanzdemo am 25. Oktober, an der wiederum rund 1.300 Menschen teilnahmen. Bei der Auftaktkundgebung wurde über aktuelle Kämpfe in Rojava und Chile informiert, die Situation Geflüchteter und das neue Polizeigesetz thematisiert und zu mehr und konsequenterem Feminismus und Antifaschismus aufgerufen. Mit zwei Soundwägen zog die Demo durch die Innenstadt bis zum Platz der Alten Synagoge. Auf dem Weg zurück zur KTS kam die Demonstration an einem leerstehenden und geraden besetzten Haus vorbei. Also fand die Abschlusskundgebung vor der besetzten Villa in der Kronenstraße 21 statt.

    Die Hausbesetzung in der Kronenstraße war auch der Höhepunkt der Squatting Days vom 18. bis 29. Oktober. Es gab drei Hausbesetzungen in einer Woche, beim zweiten Mal mit Konzert, beim dritten Mal mit 800 Leuten vorm Haus – wir leben in bewegten Zeiten. Aber drei Hausbesetzungen bedeuten leider immer noch drei Räumungen, davon zwei durch Sondereinheiten. Wir sind wütend über die Polizeigewalt auf der Straße und die teilweise erniedrigende Behandlung der Gefangenen. Zwar führt Repression zu Wut, aber eben auch zu Solidarität. Und die war in den letzten Tagen in der KTS zu spüren. Wir sagen danke für die schönen Tage und die dunklen Nächte.

    Auf die nächsten 25 Jahre!

    Autonomes Zentrum
    KTS Freiburg


    Antifaschistischer Redebeitrag bei der Auftaktkundgebung der Nachttanzdemo