Ein Jugendclub in Brandenburg wurde von Nazis niedergebrannt. Die Welt schreibt:
„Die Einrichtung ,Kultberg‘ im Ort Altdöbern brannte im Oktober vergangenen Jahres weitgehend aus. Zunächst schien ein technischer Defekt als Ursache wahrscheinlich zu sein. Nun aber stehen zwei 15-Jährige im Verdacht. Sie sollen einer Gruppe von Rechtsextremisten angehören.“
Das Kulturhaus soll wieder aufgebaut werden, wie am 21. November 2024 der RBB berichtet:
„Das Haus mit jahrzehnterlanger Tradition war Ende Oktober bei einem Brand zerstört worden. Nach Angaben von Matthias Lachmann ist die Amtsverwaltung jetzt beauftragt, einen Wiederaufbau zu prüfen, einzuleiten und umzusetzen.
Bei dem Feuer in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober war ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden. Brandursache war laut Polizei nach bisherigen Erkenntnissen ein technischer Defekt.“
Tatsächlich steckt offenbar die Nazigruppe „Letzte Verteidigungswelle“ hinter dem Brandanschlag. Die beiden jugendlichen Brandstifter sind Mitglied der Gruppe und wurden im Februar verhaftet, einer der beiden befindet sich in Untersuchungshaft:
„Nach Informationen von WELT AM SONNTAG aus den Sicherheitsbehörden gehören die beschuldigten 15-Jährigen der neonazistischen Gruppierung ,Letzte Verteidigungswelle’ an. Diese gilt als eine von mehreren Gruppen, die seit etwa Mitte vergangenen Jahres vor allem in den sozialen Medien aktiv sind, aber auch mit diversen rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten auffielen. Als weitere Zusammenschlüsse dieses Milieus gelten die ebenfalls in der Hauptstadtregion besonders aktive Gruppe ,Deutsche Jugend voran‘ oder der Zusammenschluss ,Jung und Stark‘.“
Wie der RBB berichtet, wurde der alternative Jugendclub „Jamm“ im brandenburgischen Senftenberg Anfang März von 40 Vermummten mit Steinen angegriffen. Von Nazis ist bisher keine Rede.