Kurz vor Weihnachten wurde das am längsten besetzte Haus Deutschlands nach 44 Jahren von der Polizei geräumt: die Villa Kunterbunt in Bochum. Am 18. Dezember 2025 mussten die Punks die 1981 besetzte und denkmalgeschützte ehemalige Direktorenvilla der „Westfälischen Drahtwerke“ verlassen.
Offizieller Grund waren „Verstöße gegen brandschutzrechtliche Vorschriften“, unanfechtbar und bestätigt in zweiter Instanz durch das Oberverwaltungsgericht Münster. Zwar bot die Stadt Bochum den BewohnerInnen das Gebäude für einen symbolischen Euro zum Kauf an, aber machte gleichzeitig die kostspielige Renovierung des Gebäudes binnen drei Jahren zur Auflage:
„Der Anwalt der ehemaligen Bewohner hat auf das Angebot der Stadt, das Gebäude für einen symbolischen Euro zu kaufen – unter der Bedingung, es innerhalb von drei Jahren umfassend zu sanieren, reagiert. Dafür müssten die Käufer eine Finanzierung von einer Million Euro nachweisen.“