Am 7. Februar 2026 demonstrierten 450 Menschen in Lothringen gegen einen Nazihangar der Hammerskins. Die Demonstration begann in Saulx-lès-Champlon und zog über eine Landstraße in das Dorf Combres-sous-les-Côtes, wo sich die „Taverne de Thor“ befindet. Anwesend war ein breites linkes Spektrum von Antifas, AnwohnerInnen, Linken aus den umliegenden Städten wie Metz, Nancy, Namur, Liege, Dijon, Freiburg, Karlsruhe und Saarbrücken sowie Politikern aus der Nationalversammlung und dem Europaparlament. Es gab ein bisschen Gerangel und Tränengas, aber für französische Verhältnisse war es ein friedlicher Protest mit Volksfestcharakter und Rockkonzert im Dorfzentrum.
Seit nunmehr zehn Jahren fordern antifaschistische Gruppen die Schließung der Nazieventlocation in der ostfranzösischen Provinz. Dort finden immer wieder Großveranstaltungen wie MMA-Kampfsportturniere und Nazikonzerte statt. In Frankreich gibt es aufgrund der deutschen Besatzung von 1940 bis 1944 eine höhere Sensibilität für Naziaktivitäten, zumal mit deutschem Publikum. Durch die von der Demonstration erzeugte mediale Öffentlichkeit wurde die lothringische Lokalregierung nun politisch unter Druck gesetzt.
Communiqué (als PDF) des Kollektivs „Fermez-la! (Taverne de Thor)“: deutsch | français | manif-est (avec des photos)
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arte (ab 5:33)