Mittwoch, 11.03.2026

Am 14. Februar 2026 fand in Ungarn der jährliche Naziaufmarsch statt, den sie „Tag der Ehre“ nennen. Die Rechercheseite democ berichtet über die Beteiligung deutscher Nazis an dem europaweit größten Naziaufmarsch. Insgesamt kamen wieder mehrere tausend Nazis nach Budapest und marschierten teilweise in Wehrmachts- und SS-Uniformen durch die Stadt.
Antifaschistinnen und Antifas hingegen wurde drangsaliert. Die Gedenkfeier des Opferverbands MEASZ beim Budapester Shoah-Denkmal Cipők a Duna-parton wurde zum ersten Mal verboten. Zur Erinnerung an die Ermordung von Budapester Jüdinnen und Juden durch „Pfeilkreuzler“ 1944 und 1945 sind am Donauufer 60 Paar verrostete Schuhe aus Eisen aufgestellt. Gegen das Verbot gab es in Wien eines Protestkundgebung vor der ungarischen Botschaft.
Im September 2025 hatte Orbáns rechtsradikale Regierung Antifagruppen pauschal als „terroristische Vereinigung“ deklariert. Im Februar 2026 wurde Maja in einem Schauprozess zu acht Jahren Haft wegen des Protests gegen den Budapester Naziaufmarsch im Februar 2023 verurteilt.
Presse: taz | nd 1 | nd 2 | jW | Standard 1 | Standard 2 | DW