Sonntag, 08.03.2026

Die taz hat eine Recherche über Telegram-Chats des Freiburger AfD-Direktkandidaten bei der Landtagswahl am 8. März 2026, Sebastian Ruth, veröffentlicht:
„Der taz liegen jetzt interne Chats des Direktkandidaten Sebastian Ruth vor, der unter dem Pseudonym ,Sozialpatriotische Bewegung‘ eine gleichnamige Chatgruppe mit rund 300 teils minderjährigen Mitgliedern verwaltete. In der Gruppe lässt sich nachvollziehen, wie junge Rechtsradikale sich gegenseitig anfeuern und aufstacheln, nachdem sie sich bei Tiktok vernetzt haben. Die Chatgruppe besteht heute nicht mehr. Die Screenshots und Inhalte wurden der taz von einem antifaschistischen Recherchekollektiv zur Verfügung gestellt.“
In den rassistischen, frauenfeindlichen und antisemitischen Chats lässt sich die „politische Sozialisation und Radikalisierung“ von Sebastian Ruth nachvollziehen, die Teilnehmer schrieben unter anderem von „Asylheimen“, die „angezündet“ gehören und Ruth erklärte, er fände „sowohl das Judentum als auch den Islam schwierig“. Und „über die Reichsfarben schreibt Ruth dort: ,Ich weiß, Schwarz-Weiß-Rot hat seinen Charme, aber es ist schädlich für die Außenwirkung.‘“