Samstag, 17.01.2026

Nachdem der Roten Hilfe Mitte Dezember 2025 die Bankkonten gekündigt wurden, gab es Proteste gegen die GLS-Bank und die linke Rechtshilfeorganisation mit Sitz in Göttingen reichte Klage gegen die Göttinger Sparkasse ein. Am 16. Januar 2026 erließ das Landgericht Göttingen eine einstweilige Verfügung, welche die Sparkasse zur vorläufigen Fortführung des Kontos bis zu einer endgültigen Entscheidung in einem möglichen Hauptverfahren zwingt.
Ursprünglich hatte die Göttinger Sparkasse das Konto mit Wirkung zum 9. Februar gekündigt und dabei einen möglichen „Reputationsschaden“ angeführt, der nun eingetreten sein dürfte. Denn als weiteren Grund gab die Bank ausgerechnet vorauseilenden Gehorsam gegenüber der US-Administration an. Das dürfte den Ruf wohl beschädigen in Zeiten, in denen der Antiamerikanismus fröhliche Urständ feiert und drei Viertel der Deutschen der Meinung sind, dass Deutschland den USA nicht vertrauen dürfe.
Presse: Tagesschau | Süddeutsche | taz | HAZ (Archiv)