Donnerstag, 12.02.2026

Dem Naziburschen und Jurastudenten John Hoewer von der „Kölner Burschenschaft Germania“, der „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“ und der „Magdeburger Burschenschaft Germania“ in der „Deutschen Burschenschaft“ wurde in Rheinland-Pfalz die Übernahme in den Staatsdienst wegen fehlender Verfassungstreue verweigert. In Sachsen hingegen wäre er genommen worden, ein Refu­gium für Nazis.
Doch Hoewer zieht es in ein anderes Refugium weiter im Süden, nach Oberösterreich, nach Linz. Dort will er im FPÖ-Umfeld promovieren, bei Andreas Hauer, seines Zeichens Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und österreichischer Verfassungsrichter. Im Corps-Magazin 1/2021 wird Hauer als „Verfassungsrichter Prof. Dr. Andreas Hauer Alemanniae Wien zu Linz“ vorgestellt. Hauers Corps ist im „Kösener Senioren-Convents-Verband“ organisiert.
Beim Akademikerball 2017 in Wien war Andreas Hauer einer von drei Rednern. Die beiden anderen waren die FPÖler Norbert Hofer und Johann Gudenus. Im gleichen Jahr schrieb Andreas Hauer einen Gastbeitrag für eine Sonderausgabe des österreichischen Hetzmagazins „Wochenblick“ zum Thema „Warum wir nicht die Wahrheit sagen dürfen“. Die rechtsradikale „Junge Freiheit“ aus Deutschland rezensierte damals:
„So hält es Andreas Hauer für ,kein Wunder, wenn das Vertrauen in die etablierten Medien sinkt‘. Er kritisiert den Begriff ,Haßsprache‘, der an Orwells ,1984‘ erinnere. Die Begriffswahl diene dazu, den ,Widerstand zu deligitimieren‘.“