Samstag, 28.02.2026

Stoppt die Rechten hat einen Artikel zum diesjährigen „Akademikerball“ unter dem Titel „Rechtsextremes Mordor in der Hofburg“ veröffentlicht: „Die AfD-Bay­ern hat es zuhauf nach Wien gezo­gen. Min­des­tens sechs Land­tags- und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te pfif­fen auf die Fas­ten­zeit und zeig­ten sich am 20. Febru­ar in der Wie­ner Hof­burg.“
Der Ball ist einer unter vielen in der jährlichen Wiener Ballsaison, aber das Publikum ist anders: sinisterer und toxischer, weil buxiger. Der „Akademikerball“ ist die FPÖ-Version des „WKR-Balls“, wie der Ball bis Anfang der 2010er Jahre hieß. Der Ball des „Wiener Korporationsrings“ wurde jährlich von den „schlagenden“ Wiener Korporationen ausgerichtet und er war stets gut besucht.
Doch ab 2011 wurden die Proteste in Wien im Rahmen einer verdeckten Kampagne gegen die „Deutsche Burschenschaft“ von Antifas unterstützt: Burschenschaftliches Heldengedenken in Wien vermiest | Abschied von der Hofburg
Im Jahr 2012 gab es militante Massenproteste: Vienna Calling | Alles Walzer! | Smash WKR
Ab 2013 hieß der Ball dann „Akademikerball“: Den Burschentanz beenden | Beflügelter Niedergang
Der Beliebheitseinbruch unter den Narbengesichtern lag am antifaschistischen Protest. Zwar konnten erst nur wenige „Alte Herren“ vom Ballbesuch abgehalten werden, dafür aber viele ihrer Ehefrauen. Dies wiederum hielt jene „Alte Herren“ von einer Reise nach Wien ab, die lediglich ihrer Jugend nachtrauern wollten, in der es so etwas nicht gegeben habe.
Es stellte sich heraus, dass Nostalgie eine weit verbreitete Motivation für einen WKR-Ballbesuch war, was sich wiederum an der Anzahl der verkauften Eintrittskarten messen ließ. Der „WKR-Ball“ geriet zunehmend in eine finanzielle Schieflage, welche zuerst noch von der FPÖ verdeckt ausgeglichen wurde. Doch die Verkaufszahlen sanken weiter und so forderte die Partei irgendwann ihren Tribut von der „Deutschen Burschenschaft“. Deshalb wurde der „WKR-Ball“ 2013 in „Akademikerball“ umbenannt.