Das Gen-ethische Netzwerk, die Rote Hilfe und die Wau Holland-Stiftung haben eine Infokampagne zum polizeilichen Zugriff auf DNA-Daten initiiert: „Finger weg von meiner DNA“.
„DNA ist überall – und sie verrät mehr, als wir im Zweifel wollen. Während die Polizei DNA-Analysen ausweitet, wachsen Risiken von Fehlern, Überwachung und Diskriminierung. Wissen über die Technik und die eigenen Rechte schützt unsere intimsten Daten. So schützt du dich:
Verweigere eine „freiwillige“ Speichelprobe in jedem Fall.
Unterscheibe bei der Polizei nichts, wenn du festgenommen wurdest.
Kontaktiere eine*n Anwält*in, wenn ein Gerichtsbeschluss zur DNA-Abgabe vorliegt.
Lege Widerspruch ein, wenn eine DNA-Probe entnommen wurde.
Informiere im Falle einer DNA-Entnahme auch deine nächstgelegene Rechtshilfegruppe.
Beantrage bei Gericht, dass deine gespeicherten DNA-Daten gelöscht werden.
Nimm nicht an Massengentests teil.
Prüfe die Möglichkeit, vermeintliche DNA-Beweise vor Gericht anzuzweifeln.
Mache keinen Gentest, ohne dich ärztlich beraten zu lassen.
Informiere dich bei medizinischen Gentests über das Datenschutzkonzept.“