Sonntag, 29.03.2026

Das Bundesinnenministerium hat über ein Jahr gebraucht, um die InRa-Studie über Institutionellen Rassismus in deutschen Behörden zu veröffentlichen. Einer der beteiligten Wissenschaftler sagte zur jungen Welt:
„Der Bericht lag Ende 2024 vor; die Veröffentlichung hat über ein Jahr gedauert. Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist eine zeitnahe und transparente Kommunikation wichtig – auch gegenüber der Öffentlichkeit und den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, die die Forschung finanziert haben. Aus meiner Sicht wurde die Veröffentlichung nicht in einer Breite kommuniziert, die einer Studie mit 23 Teilprojekten und erheblichem Mitteleinsatz angemessen gewesen wäre.“
Der Spiegel schrieb: „Sechs Millionen Euro hat sich das Innenministerium die mehrjährige Arbeit des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) kosten lassen […]. Die Veröffentlichung der Ergebnisse aber fand still und leise statt. Keine Pressekonferenz, keine O-Töne, nicht einmal eine Mitteilung für Medien verschickte Dobrindts Haus. Lediglich auf der Website des Innenministeriums tauchte eine Nachricht auf.“