Samstag, 14.03.2026

René Schimanek wurde am 11. März 2026 vom Landgericht Krems in erster Instanz zu einem Jahr Haft ausgesetzt für drei Jahre zur Bewährung verurteilt. René Schimanek hatte für seinen Vater, den ehemaligen niederösterreichischen FPÖ-Landesrat Hans-Jörg Schimanek (sen.), nach dessen Tod eine Todesanzeige auf der Webseite der Stadtgemeinde Langenlois im Bezirk Krems veröffentlichen lassen. Darin enthalten: ein Irminsul-Symbol und der Satz „...und ewig lebt der Toten Tatenruhm“. Die Geschworenen sprachen ihn infolgedessen wegen Wiederbetätigung im nationalsozialistischen Sinne schuldig.
Ein Leak alter Mailkommunikation hatte Anfang 2025 zu René Schimaneks Rücktritt als Büroleiter von Walter Rosenkranz geführt. Rosenkranz ist FPÖ-Nationalratspräsident und „Alter Herr“ der „Wiener Burschenschaft Libertas“ in der „Deutschen Burschenschaft“ (DB).
Die Mailkommunikation war zwar nicht angeklagt, wurde den Geschworenen jedoch von der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis gebracht. Auch die aufgereihten Waffen und die haufenweise Munition, die bei der Razzia Ende 2024 in Schimaneks Haus im niederösterreichischen Langenlois nahe der Burgruine Kronsegg gefunden wurden, dürften die Geschworenen beeindruckt haben. Schimaneks Neffen, also die Söhne von Hans Jörg Schimanek (jun.), stehen zudem gerade als „Sächsische Separatisten“ in Dresden vor Gericht.
Als Konsequenz kündigte René Schimanek seinen Rücktritt als Langenloiser Stadtrat und seinen Austritt aus der FPÖ an. Sein Rechtsanwalt Werner Tomanek verzichtete auf Rechtsmittel. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräfitg, die Staatsanwaltschaft könnte noch in Berufung gehen.
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