• Dienstag, 06.03.2007

    In letzter Zeit geistert der „Bundestrojaner“ durch die Medien. Zwar hält sich der technische Sachverstand sowohl bei RichterInnen als auch bei JournalistInnen in engen Grenzen, aber mittels automatischer Updates der Firmware von Routern, kann der Staat in Zukunft tatsächlich relativ leicht zumindest ein Intranet ausspionieren. In Zukunft sollten sich Linke also nicht mehr auf die in Routern eingebaute Firewall verlassen.

  • Dienstag, 06.03.2007

    Am 3. März demonstrierten in Gonzerath in Rheinland-Pfalz mehr als 2.000 Menschen gegen die Eröffnung eines Schulungszentrum der NPD, in dem Ende 2006 bereits der Landesparteitag der Nazipartei abgehalten wurde. Die braunen Drahtzieher sind Peter Marx und sein Zögling Safet Babic, der durch die Marx’sche Schule der Spitzelei ging und die Jusos bei den Hochschulwahlen in Trier 2002 dazu brachte, ihm einen Listenplatz anzubieten. In dem Schulungszentrum im Hunsrück wohnt Sascha Wagner, der auch die Nazizentren in Kirchheim und Altleiningen betreibt.

  • Dienstag, 06.03.2007

    Cine Rebelde hat einen Dokumentarfilm zum Thema Klimawandel über ein Aktionscamp im Sommer 2006 in Drax (UK) produziert. Der Film wird am Mittwoch, den 7. März, um 20 Uhr in der KTS gezeigt.

  • Montag, 05.03.2007

    In der Nacht auf den 4. März verwüsteten Nazis eine Kölner Schule. Sie sprühten Hakenkreuze und Naziparolen an Tafeln und Wände, demolierten die Einrichtung der Klassenzimmer und rissen die Abläufe der Waschbecken ab, um dann das Wasser aufzudrehen. Der Angriff war die Rache für die SchülerInnendemo gegen die rechte „Bürgerbewegung Pro Köln“ am 3. März, an der sich 1500 Linke beteiligten.
    Bisher: 1 2 3

  • Montag, 05.03.2007

    Angeblich wurden die Computer der faschistischen „Front National“ von Jean-Marie Le Pen gehackt. Die Daten seien benutzt worden, um Bürgermeistern zu drohen, damit sie ihre für eine Kandidatur des Faschisten bei den kommenden Präsidentschaftswahlen notwendige Unterschrift verweigern. Wir erinnern an dieser Stelle an die Vorgänge um den Ausschluss Günter Deckerts aus der NPD BaWü: Wir sind echt nicht für alles verantwortlich, das braune Intrigantenstadl schießt sich auch gerne mal selbst in den Fuß.
    Presse: 1 2 3 4

  • Montag, 05.03.2007

    Am 3. März fand in Tübingen ein Antifa Action Day der Freien SchülerInnen Union (FSO) statt. An der Demo gegen Burschenschaftler und den faschistischen Grabert Verlag beteiligten sich etwa 250 Antifas.
    Indy berichtete: 1 2

  • Montag, 05.03.2007

    Das geräumte AZ Ungdomshuset in Kopenhagen wurde unter massiver Bullenbewachung abgerissen. Noch ist es ruhig, aber der live im Fernsehen übertragene Abriss wird mit neuen Riots beantwortet werden. Am Samstag gab es in Kopenhagen eine friedliche Großdemo mit 2000 UnterstützerInnen. Alle während der drei Krawallnächte festgenommenen deutschen AktivistInnen wurden nach Deutschland abgeschoben, unsere dänischen GenossInnen befinden sich noch immer im Knast.

  • Sonntag, 04.03.2007

    In Hechingen bei Tübingen wurden nur drei von elf Nazis im Prozess um den Überfall auf die „Burladinger Bahnhofsclique“ im Mai 2006 wegen schweren Landfriedensbruchs zu Knaststrafen verurteilt — die anderen acht Nazis bekamen lediglich Bewährungsstrafen.
    Presse: 1 2 3

  • Sonntag, 04.03.2007

    Naziskins haben in der Nacht auf den 17. Juli 2005 einen 22-jährigen Meßkircher mit einem Teleskopschlagstock niedergeschlagen, weil er gegen sie ausgesagt hatte. Das Verfahren wegen schwerer Körperverletzung vor dem Amtsgericht Sigmaringen wurde nun „wegen Geringfügigkeit“ bzw. gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt, obwohl das Opfer „an Kopf und Oberkörper nicht unerheblich verletzt“ wurde.

  • Sonntag, 04.03.2007

    In Kopenhagen geht der Konflikt um das am 1. März geräumte Ungdomshuset weiter. Die rechte Christensekte „Faderhuset“ hat den Abriss des 110 Jahre alten Gebäudes beschlossen. Bisher wurden etwa 700 Autonome festgenommen, zahllose wurden bei den Straßenkämpfen verletzt. Die internationalen Soliaktionen halten an und es wird zu Demonstrationen am Tag 7 und 14 nach der Räumung aufgerufen. Unterstützt die GenossInnen durch Soliaktionen in euren Städten! Auf nach Kopenhagen!

  • Sonnabend, 03.03.2007

    Im JuZ Emmendingen in der Steinstraße 1a findet am 10. März ab 19 Uhr das Slap-it-Rockfestival gegen Rechts statt. Das Festival gibt es seit fast zwei Jahren und findet immer am zweiten Samstag im Monat statt.

  • Sonnabend, 03.03.2007

    In Kopenhagen gehen die Riots nach der Räumung des Ungdomshuset immer weiter. Die Nacht auf den 3. März war die zweite Krawallnacht in Folge, weitere werden folgen. Scheiben wurden eingeworfen, Autos angezündet und Barrikaden errichtet. Die Bullen wurden mit Baseballschlägern und Mollis angegriffen, sie wehrten sich mit Verhaftungen, Tränengas und drohten mit Schusswaffen. Am Morgen wurden diverse linke Zentren gestürmt. Though this be madness, yet there is method in it.

  • Sonnabend, 03.03.2007

    Am 1. März wurde ein Aktivist der Magdeburger Linken durch zwei Geheimagenten angequatscht.

  • Sonnabend, 03.03.2007

    In Freiburg radelten am 2. März 70 Autonome für ein neues Autonomes Zentrum in Kopenhagen und gegen den Abriss des geschichtsträchtigen Ungdomshuset. Es wurden 1000 Flugblätter verteilt und die Linken behinderten eine Stunde lang den Verkehr. Nach der Räumung am 1. März hatte es in Kopenhagen Riots und in vielen Städten Soliaktionen gegeben. Am Sonntag ist Aktionsdag för Ungdomshuset: København går amok...

  • Freitag, 02.03.2007

    In Kopenhagen gab es schwere Straßenschlachten nach der Räumung des Ungdomshuset. Die Bullen setzten Tränengas ein, verletzten dutzende Autonome und nahmen hunderte fest. Die DemonstrantInnen entzündeten Barrikaden, bewarfen Bullen mit Steinen und kippten Autos um. In vielen deutschen Städten gab es Soliaktionen, in Freiburg ist eine Fahrraddemo geplant.

  • Freitag, 02.03.2007

    In Freiburg gibt es heute, am Freitag, den 2. März, eine Fahrraddemo für das gestern geräumte Autonome Zentrum Ungdomshuset in Kopenhagen. Startpunkt ist pünktlich um 19 Uhr ab Adlerstraße/ Belfortstraße. Kommt zahlreich, seid kreativ — Freiräume erkämpfen!

  • Donnerstag, 01.03.2007

    Der Prozess gegen den einschlägig vorbestraften Inhaber des 2005 gehackten Naziversandes „Front Records“, Thomas Persdorf, sowie einen Mitarbeiter wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung, Gewaltverherrlichung und der Verbreitung jugendgefährdender Medien wurde vom Amtsgericht Grimma ohne Angabe von Gründen gegen eine Zahlung von 5.000 bzw. 2.000 Euro eingestellt. Aufgrund der vom Richter als mangelhaft gerügten Arbeit des LKA kam Persdorf mit seiner völlig absurden Behauptung durch, er habe die Nazidevotionalien „als Geschenk erhalten“ und sie seien „nicht zum Versand bestimmt“. Auch die beiden in der Nacht auf den 1. März an ihren Wohnorten geouteten Nazis David Schlegel, Dornwaldstraße 7, 76227 Karlsruhe und Sophia Sackmann, Weinbrennerstraße 3, 76135 Karlsruhe, haben zu dem enormen Jahresumsatz des Versandes von 250.000 Euro beigetragen.

  • Donnerstag, 01.03.2007

    Maurice Papon, der „Generalsekretär für Judenfragen“ in der Präfektur der Gironde (1942-1944), Polizeipräfekt von Paris (1958–1967), Präsident der Firma Sud Aviation (1967–1968), Schatzmeister der gaullistischen Partei (1968–1971), Abgeordneter (1968–1981), Bürgermeister (1971–1983) und Finanzminister (1978–1981), ist endlich tot. Papon organisierte von Bordeaux aus die Deportation von mindestens 1.645 Menschen in die Todeslager des NS-Regimes. Als Chef der Polizei von Paris war er 1961 für die Repression gegen eine Demonstration verantwortlich, bei der hunderte AlgerierInnen erschlagen wurden.
    Presse: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

  • Donnerstag, 01.03.2007

    Am 1. März wurde das Ungdomshuset in Kopenhagen von den Bullen geräumt. Eine Sondereinheit wurde von zwei Hubschraubern auf dem Dach des Autonomen Zentrums abgesetzt und stürmte von da das Gebäude. Es wurden Barrikaden errichtet und Bullen mit Steinen beworfen. Ein deutsches Mitglied der Internationalen Brigaden schwer verletzt, dutzende UnterstützerInnen wurden festgenommen. Im Vorfeld hatte es Widerstand und viele Soliaktionen gegeben. Die Räumung wird mit Sachschäden beantwortet werden.

  • Mittwoch, 28.02.2007

    In Nordhessen haben Nazis „Schwarze Listen“ ihrer FeindInnen veröffentlicht und Antifas mit Gewalt gedroht. Unter anderem wurde die Liste eines gehackten Antifa-Versandes in internen Naziforen ausgewertet.
    Presse: 1 2 3

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    Landesweite Kampagne #NoPolGBW

    Gegen die Verschärfung der Polizeigesetze

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    In den vergangenen Monaten ist in Baden-Württemberg ein Bündnis aus linken Gruppen, NGOs und Parteien entstanden, dass sich zum Ziel gesetzt hat die Freiheits-feindlichen Gesetzgebungsverfahren der aktuellen Regierung anzufechten. Wie in Bayern, NRW und Sachsen ist es auch hier höchste Zeit, dass der Unmut über diese Aufrüstung im Inneren sichtbarer wird.

    Wir sehen die Verschärfung der Polizeigesetze als einen bedrohlichen Angriff auf die Freiheitsrechte aller. Schon jetzt sind die Einschränkungen durch die Regelung der Befugnisse der Repressionsbehörden massiv. Der voranschreitende Überwachungsstaat ist auch angesichts des offenkundigen Rechtsrucks eine Bedrohung für demokratische Verhältnisse.

    Bereits Ende 2017 wurde in Baden-Württemberg eine der schärfsten Polizeigesetzes-Novellen der Bundesrepublik verabschiedet. In dieser sind unter anderem die Verwendung von Explosivmitteln, Aufenthaltsanordnungen und deren elektronische Kontrolle, Hausarrest, Kontaktverbote zwischen „Gefährdern“ und „intelligente Videoüberwachung“ beinhaltet. Innenminister T. Strobl plant nun eine weitere Verschärfung die unter anderem eine massive Ausweitung der Schleier-Fahndung, Präventivhaft für sogenannte „Gefährder“ und die Onlinedurchsuchung legalisieren soll. Auf Bundesebene plant die Innenministerkonferenz (IMK) eine Vereinheitlichung der Gesetzgebung, die unter dem Vorsitz der CSU zur schärfsten Unterdrückung bürgerlicher Freiheiten seit dem 3. Reich führen dürfte.

    Gegen diese Entwicklungen regt sich seit diesem Winter auch im Südwesten Protest. Sowohl auf der Straße als auch vor Gerichten werden diese Freiheits-feindlichen Maßnahmen teilweise erfolgreich angefochten. Daran wollen wir mit unserer Kampagne anknüpfen und werden in den kommenden Monaten durch Aktionen und Demonstrationen unseren Unmut bekunden. Die Verschärfung der neuen "Sicherheitsgesetze" geht auch dich etwas an.

    Weg mit dem Polizeigesetz! Für eine solidarische Zukunft in Freiheit!

    Mehr Informationen und Termine: nopolgbw.org
    Kontakt: no-polg-bw [at] mtmedia.org (pgp)

    Nachdem wir am 24. Januar unser Communiqué „Keine Stimme den Korporationen“ veröffentlicht haben, ist die „Junges Freiburg“-Vorsitzende Kathrin Vogel am 28. Januar zurückgetreten. Begründet wird ihr Rücktritt nicht etwa mit der Fortsetzung ihrer Mitgliedschaft in der „Akademischen Damenverbindung Merzhausia“ oder ihren nicht aufgearbeiteten Nazikontakten, sondern mit vermeintlichen Bedrohungen und Diskreditierungen durch uns. Wir haben Kathrin Vogel weder bedroht noch diskreditiert, bemühen uns aber nach Kräften, eine politische Bedrohung für alle Korporierten zu sein – in Freiburg und darüber hinaus.

    Als öffentliche Person muss Kathrin Vogel Kritik an ihrem politischen Verhalten aushalten – auch an Verhalten, das sie selbst vor der Öffentlichkeit verbirgt. Vogels Selbstdarstellung als Opfer verdreht die Tatsachen. Sie ist nicht Opfer, sondern Handelnde: Durch ihre Mitgliedschaft in der reaktionären Damenverbindung „Merzhausia“.

    Auf Radio Dreyeckland hatten sich vor der Veröffentlichung unseres Communiqués die „Junges Freiburg“-Stadträte Lukas Mörchen und Sergio Schmidt zu Wort gemeldet und vor Vogels Rücktritt auch der „Partei“-Stadtrat Simon Waldenspuhl und die „Grüne Alternative“-Stadträtin Monika Stein, die alle vier zusammen die JPG-Stadtratsfraktion bilden. „Der Sonntag“ hat Kathrin Vogel zu Wort kommen lassen. Nach Vogels Rücktritt hat „Junges Freiburg“ eine Pressemitteilung veröffentlicht, die von der Badischen Zeitung aufgegriffen und von der sich Sergio Schmidt auf RDL distanziert hat.

    Die in den Interviews bei Radio Dreyeckland geäußerten Argumente wurden vom „Sonntag“ ignoriert und genauso ignorieren Teile von „Junges Freiburg“ unsere Argumente gegen die „Merzhausia“. Gerade in der momentanen politischen Situation ist aber eine Abgrenzung gegen reaktionäre Organisationen wichtig und notwendig. „Junges Freiburg“ muss sich darüber klar werden, ob es eine Zusammenarbeit mit Korporationen für vertretbar hält. Es macht uns wütend, dass „Junges Freiburg“ dieser Diskussion ausweicht und mit Schuldzuweisungen an die Antifa von ihrem Abgrenzungsproblem ablenken will.

    Es ist gut, dass die „Merzhausia“ keinen Platz im nächsten Gemeinderat bekommt. Aber mit Andreas Schumacher von der „Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia“ und Detlef Huber von der „Burschenschaft Teutonia Freiburg“ und der „Hamburger Burschenschaft Germania“ kandidieren zwei Korporierte ganz oben auf der Liste der AfD für die Freiburger Gemeinderatswahlen am 26. Mai 2019.

    Keine Stimme den Korporationen!

    Autonome Antifa Freiburg