• Montag, 22.07.2019

    Nach der erneuten Besetzung des Waldes bei Bure am 18. Juli räumte eine Hundertschaft der Gendarmerie Mobile mit Unterstützung der Klettereinheit GRIMP in den darauf folgenen Tagen. Dabei wurden Barrikaden und Baumhäuser gleichermaßen zerstört. Zur Verteidigung der Besetzung kam es zu teils heftigen Auseinandersetzungen. Ein festgenommener Mensch, der wegen der Anschuldigung teil der kriminellen Vereinigung gegen CIGEO zu sein das Betretungsverbot offenbar missachtete, wurde in einem Schnellverfahren zu vier Monaten Knast verurteilt. Acht Menschen wurden am Wochenende in Gewahrsam genommen, weitere acht wurden Kontrolliert. Der Widerstand um Bure geht weiter: Kommt in den Wald, kommt zum Bure-Festival Anfang August! Alle FLTI zu den bombes Atomiques am 21. und 22. September – demonstrieren wir gemeinsam gegen das Atomklo in Nancy am 28. und 29. September!

  • Sonntag, 21.07.2019

    Am Samstag, den 21. Juli, haben Bullen die Liebig34 in Berlin gerazzt. Anlass sollen Steinwürfe aus dem Haus in den letzten Wochen gewesen sein. Während der Durchsuchung richteten die Bullen einige Zerstörung an und nahmen großflächig DNA-Proben von Alltagsgegenständen im Haus. Noch während der Razzia gab es Feuerwerk, Farbe, Steine und Barrikaden gegen die Bullen und als Reaktion auf die Repression diverse Sachbeschädigungen.

  • Sonnabend, 20.07.2019

    Der Aufmarsch der „Identitären Bewegung“ in Halle wurde am 20. Juli kurzfristig von der Stadtverwaltung abgesagt. 3.000 Menschen protestierten gegen 250 IBler, die von der IB-Zentrale durch die Stadt marschieren wollten. Es sei „zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gekommen. Außerdem werde ermittelt, ob ein Autobrand in der Hollystraße mit den Protesten im Zusammenhang stehe.“
    Auch ein Naziaufmarsch von „Die Rechte“ in Kassel endete am 20. Juli wenig erfolgreich. Die 120 Nazis konnten zwar marschieren, standen aber rund 10.000 GegendemonstrantInnen gegenüber.

  • Freitag, 19.07.2019

    Am 18. Juli besetzten GegnerInnen des in Lothringen geplanten Atomklos CIGEO erneut den Bois Lejuc in der Gemeinde Bure. Laut Präfektur wurden die den Wald schützende Bullen mit Stahlkugeln und Mollis verjagt und erließ sofort Beschlüsse gegen den Verkauf von Feuerwerk und Benzin, gegen den Transport von Baustoffen und gegen allgemeines Verkehren in den umliegenden Gemeinden. Derzeit gibt es Auseinandersetzungen um die besetzten Bäume. Ein Großaufgebot der Gendarmerie will die Interessen der Atommüllagentur ANDRA wieder herstellen. Unterstützt die Besetzung, kommt in den Wald!

  • Freitag, 19.07.2019

    Nachdem die „Identitäre Bewegung“ nun auch bundesweit vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet wird, greifen Medien die Antifa-Veröffentlichungen zu den IB-Verstrickungen von AfD- und JA-Funktionären verstärkt auf. In Hessen muss sich einer der Landesvorsitzenden der „Jungen Alternative“, Jens Mierdel aus der Berliner Straße 17 in 36119 Neuhof, für seine Zeit bei der IB rechtfertigen. Er ist persönlicher Referent des AfD-Landtagsabgeordneten Heiko Scholz, für die AfD Mitglied des Kreistags Fulda, war als Schriftführer Vorstandsmitglied des Fuldaer AfD-Kreisverbands und war 2014 und 2015 hessische Regionalleiter der IB.

  • Donnerstag, 18.07.2019

    Laut aktuellen Medienberichten plante der rechtsradikale Ex-Bundeswehrsoldat, Burschenschafter und JA-Funktionär Tobias Lipski am 24. Juni 2017 einen Anschlag auf die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Sie besuchte an diesem Tag die Bundeswehr-Uni in München-Neubiberg und ein Militär-Event am Schloss Nymphenburg. Am 9. Juni 2017 soll ein Verfahren wegen „Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz“ gegen den verhinderten Attentäter Lipski eingeleitet und eine Razzia durchgeführt worden sein – allerdings ohne Erfolg. Möglicherweise sei er vorgewarnt gewesen. Kurz zuvor, am 24. Mai 2017, war Lipski von der Bundeswehr entlassen worden. Und nach den aktuellen Presseveröffentlichungen gaben die bayerischen Behörden mit zwei Jahren Verspätung bekannt, dass in einem Kanal in München in diesem Zeitraum Handgranaten gefunden wurden.
    Lipski kommt aus Hamburg-Harburg. Seine militärische Grundausbildung absolvierte er ab dem 1. Juli 2013 im Panzerbataillon 393 in Bad Salzungen in Thüringen, den Rest seines freiwilligen Wehrdienstes im Jägerregiment 1 in Hammelburg in Bayern. Anschließend verpflichtete er sich für 14 Jahre und durchlief dabei das Offizieranwärterbataillon 1 in Munster, die Offizierschule des Heeres in Dresden, das Aufklärungsbataillon 8 im bayerischen Freyung und war zum Zeitpunkt seines Rauswurfs an der Universität der Bundeswehr in München. Während seiner Zeit an der Bundeswehr-Uni war Lipski „Fuchs“ bei der „Münchner Burschenschaft Cimbria“, wurde dort allerdings wegen seiner „Verhaltensweisen gegenüber Damen“ rausgeworfen und erhielt Hausverbot. Auch bei der „Burschenschaft Alemannia“ hatte er Hausverbot, hier wegen Zeigens von Hitlergrüßen. Nach dem Ende seiner Offizierskarriere zog Lipski im Juni 2017 nach Schardenberg in Oberösterreich und begann ein Jurastudium an der Uni Passau.
    Im Herbst 2017 wurde Tobias Lipski von der „Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf“ in Passau aufgenommen, nachdem es innerhalb der Burschenschaft Diskussionen über seine politische Gesinnung, seine Aktivitäten bei den „Identitären“, seine Überwachung durch den MAD und seinen Rauswurf als Offiziersanwärter bei der Bundeswehr gab. Bereits im März 2017 war Lipski vom MAD befragt worden. Der Militärgeheimdienst hielt fest, dass Lipski unter anderem IB-Stammtische in München-Trudering besuchte und sogar selbst Vorträge zum Umgang mit Verfassungsschutz und Polizei für die „Identitäre Bewegung“ gehalten haben soll. Und dies sowohl auf dem Haus der „Burschenschaft Danubia“ vor IB-Funkionären als auch am 24. Februar 2017 bei einer „Identitären“-Veranstaltung in Bad Tölz. Im März 2019 wurde Lipski zum stellvertretenden Vorsitzenden in den Vorstand der „Jungen Alternative Ostbayern“ gewählt. Außerdem ist Lipski aktuell Sprecher der Aktivitas seiner Burschenschaft.

  • Mittwoch, 17.07.2019

    In Norditalien wurde ein riesiges Waffenlager in einem Hangar bei Voghera ausgehoben: „Der spektakuläre Waffenfund führte nun zur Festnahme von Fabio Del Bergiolo, einem ehemaligen Zollbeamten, der 2001 bereits einmal für die rechtsextreme ‚Forza Nuova’ kandidierte.“ Weiter wurden Fabio Bernardi (51) und Alessandro Monti (42) festgenommen. Neben Maschinenpistolen, Sturmgewehren, Jagdgewehre, Pistolen, Kampfmesser und einer großen Menge Munition wurde auch eine französische Luft-Luft-Rakete des Typs Matra Super 530 gefunden, welche die Nazis für 470 Millionen Euro an anti-russische Freischärler in der Ostukraine verkaufen wollten.

  • Dienstag, 16.07.2019

    Am 13. Juli griff der 69-jährige Antifaschist Willem Van Spronsen das Northwest Detention Centre und dazugehörige Fahrzeuge in Tacoma mit Brandsätzen an und wurde dabei erschossen. Die Aktion begleitete die von Trump und Pence eingeleiteten Menschenjagden gegen Geflüchtete, in deren Rahmen laut Regierung tausende Papierlose festgenommen und von der U.S. Immigration and Customs Enforcement Behörde abgeschoben werden sollen.

  • Dienstag, 16.07.2019

    Der revolutionäre Kämpfer Nikos Romanos wurde am 11. Juli nach über 6 Jahren Haft freigelassen. Freiheit für alle!

  • Dienstag, 16.07.2019

    Am 13. Juli demonstrierten in Stuttgart rund 1.300 Menschen gegen alte und neue Polizeigesetze. Neben Sprühereien, einer symbolischen Schließung eines Grünenbüros und einigem an Pyrotechnik gab es zum Ende eine Rangelei mit der BFE-Jugend, die das Justizministerium beschützte.

  • Montag, 15.07.2019

    Am 15. Juli wurde der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen in seinem stramm rechten Ortenauer AfD-Kreisverband weder als Delegierter noch als Ersatzmann für den Bundesparteitag gewählt, da er zuvor den Vorzeigenazi Björn Höcke kritisiert hat. Stattdessen wurde als Delegierte der korporierte Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz, der durchgeknallte Landtagsabgeordnete Stefan Räpple und die Offenburger Stadträte Taras Maygutiak und Knut Weißenrieder gewählt. Ersatzdelegierte wurden Sven Rothmann, Thomas Kinzinger, Sebastian Neff und Günter Geng.

  • Sonntag, 14.07.2019

    Der Freiburger Rechtsanwalt und Stadtrat der Linken Liste wurde jahrzehntelang illegal vom Verfassungsschutz überwacht. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart urteilte am 11. Juli, dass die rund vier Jahrzehnte andauernde Beobachtung in Teilen rechtswidrig war und die Daten aus diesen Beobachtungen nicht fristgerecht gespeichert wurden. Zwei Drittel der Verfahrenskosten muss der Verfassungsschutz bezahlen.

  • Sonnabend, 13.07.2019

    In der Nacht auf den 8. Juli gab es einen Farbangriff auf den Freiburger Knast. Außerdem wurde ein Banner aufgehängt und Parolen in der Stadt gesprüht, die auf die immer noch andauernde Repression nach dem G20-Gipfel und dem Verbot von Indymedia linksunten aufmerksam machen.

  • Freitag, 12.07.2019

    In Stuttgart beginnt am 13. Juli, um 12 Uhr, in der Lautenschlager Straße, die erste landesweite Demonstration gegen neue Polizeigesetze im Rahmen der NoPolGBW-Kampagne. Gemeinsam und unkontrollierbar gegen den Polizeistaat!

  • Freitag, 12.07.2019

    In Hamburg wurden in der Nacht auf den 8. Juli drei Menschen festgenommen, denen die Vorbereitung einer Brandstiftung im Zusammenhang mit dem Jahrestag der Krawalle gegen den G20-Gipfel 2017 vorgeworfen wird. Solidarität mit den Drei von der Parkbank!

  • Freitag, 12.07.2019

    In Freiburg gab es am 11. Juli auf dem Platz der Alten Synagoge eine Gedenk-Kundgebung von über 200 AntifaschistInnen anlässlich des Jahrestages der Urteilsverkündung gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe. Kein Schlußstrich!

  • Freitag, 12.07.2019

    In den vergangenen Tagen hat der Freiburger Gemeinderat Ergün Bulut einen von Nazis in Wiesbaden aufgegebenen Drohbrief erhalten. Auch der SPD-Gemeinderat Walter Krögner und weitere Kommunalpolitiker wurden per Post bedroht. Die Badische Zeitung verharmlost den Drohbrief an Ergün als rassistische Beleidigung. Solidarität mit den bedrohten Genossen!

  • Donnerstag, 11.07.2019

    Beim „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ arbeitet ein Hammerskin: Hendrik Stiewe aus Bochum. Der Hammerskin, ehemalige Betreiber von „Wewelsburg Records“ und „Alte Herr“ der Bielefelder „Burschenschaft Normannia-Nibelungen“ in der „Deutschen Burschenschaft“ soll seit zwei Jahren in einer Außenstelle des BAMF an der „Abwicklung“ von „Dublin-Verfahren“ beteiligt gewesen sein. Demnächst dürfte er seinen Job verlieren.

  • Mittwoch, 10.07.2019

    Bei den Razzien gegen „Blood & Honour“ am 12. Dezember 2018 wurden fünf Nazis verhaftet. Darunter der Chef der „Blood & Honour Sektion Thüringen“ und „Divisions-Chef“ von „Blood & Honour Deutschland“ Sven Büschen. Der bayerische „Sektionsführer“ Ringo Wittig. Der Chef der „Sektion Baden Württemberg“ Alexander Scholl. Und der „Combat 18“-Kader Stanley Röske sowie eine weitere Person.
    Zwei Haftbefehle wurden trotz andauernder Ermittlungen aufgehoben, die drei anderen außer Vollzug gesetzt.
    Ende März 2019, kurz nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft, nahm Röske an einem konspirativen „Combat 18“-Treffen in Mücka in der Oberlausitz teil.
    Ringo Wittig soll im Mai 2018 den gleichfalls beschuldigten Ron Helemann als Chef der „Sektion Bayern“ abgelöst haben – Helemann ging im Streit. Die Partnerin von Ringo Wittig, Tanja Nürnberger, war ebenfalls von den Razzien betroffen. Sie soll die Finanzen des bayerischen „Blood & Honour“-Ablegers organisiert haben. Auch die Wohnung von Dajana Rimbach in Eisenach, der Partnerin von Stanley Röske, wurde durchsucht.
    Von den Durchsuchungen betroffen war auch Marcus Rathgeb, der Chef der „Sektion Mitteldeutschland“. Außerdem Janosch Philipp, Sven Möller, Markus Weigant und Stefan Rockstroh von der „Sektion Bayern“.
    Der „Kassenwart“ der „Sektion Baden-Württemberg“, Fabian Flöß aus Bingen im Landkreis Sigmaringen, soll für die Eintreibung der monatlichen Mitgliedsbeiträge zuständig gewesen sein. Von den 30 Euro pro Person pro Monat sollen 20 Euro an die „Division Deutschland“ weitergeleitet worden und 10 Euro bei der jeweiligen Sektion verblieben sein.
    Federführend bei den Ermittlungen waren die bayerischen Behörden. Den Nazis wird vorgeworfen, gegen das Verbot von „Blood & Honour“ verstoßen und einen Nazi-Sampler mit Hakenkreuz-Cover und den Logos von „Blood & Honour“ und „Combat 18“ produziert zu haben. Trotz der gemeinsam produzierten CD und den personellen Überschneidungen behaupten die Behörden weiterhin, dass „Blood & Honour“ und „Combat 18“ separate Strukturen seien.

  • Dienstag, 09.07.2019

    Bernhard Haase, der ehemalige Landesschatzmeister der Partei „Die Republikaner“, wurde wegen schwerer Entziehung Minderjähriger und sexuellen Missbrauchs in mehr als 100 Fällen vom Landgericht Freiburg zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der 53-jährige Nazi war mit der damals 13-jährigen Maria H. im Mai 2013 untergetaucht und im September 2018 auf Sizilien festgenommen worden.
    Presse: 1 2 3 4 5

  • RSS Meldungen

  • RSS Artikel

    KTS-Jubiläum – 25 Jahre und kein Ende in Sicht!

    Autonome Kulturtage 16.-26. Oktober 2019

    PNG - 2.2 MB

    Das Autonome Zentrum KTS Freiburg existiert seit 25 Jahren und wir wollen mit euch diesen einzigartigen Raum für Kultur und Politik feiern. Vom 16. bis zum 26. Oktober 2019 erwartet euch ein vielfältiges Programm mit unkommerziellen Ausstellungen, DIY-Kultur, Protest, Demos und Festen. Wir erwarten ein krachendes Festival voller libertärer, autonomer, queer-feministischer, radikal-ökologischer und bildungspolitischer Interventionen, das unsere Strukturen stärkt und unsere antikapitalistischen Utopien sichtbar machen kann.

    Das "neue AZ" hat sich nach den Kämpfen der 1980er Jahre und über Besetzungen ab 1994 auf dem Vauban-Gelände seit 1998 an der Baslerstraße etabliert. Hier organisieren wir uns und kämpfen für Emanzipation und gegen die Rechten – und gedenken weiterhin ein Dorn im Auge der Reaktionären zu bleiben. Die Repression der letzten Jahre, Angriffe unserer politischen Feind*innen und das Verfahren gegen Indymedia linksunten halten uns nicht davon ab, weiterhin diesen Raum für anarchistische Politik auszubauen. Mittlerweile feiern und kämpfen mehrere Generationen unter dem Dach des AZ und stellen sich mit aller Kraft gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft – was nötiger erscheint denn je.

    Während der zehntägigen Festlichkeiten im Oktober erwarten wir Freund*innen aus nah und fern, um uns über die Lage der verschiedenen linken Räume auszutauschen und gemeinsam gegen Verdrängung aktiv zu werden. Wir freuen uns auf heiße Herbsttage mit euch, das Programm ist in Arbeit und wird im Laufe des Sommers verfügbar gemacht. Wir organisieren die Infrastruktur und das Kulturprogramm sowie einige Überraschungen in der Hoffnung, dass auch ihr etwas beitragen werdet. Bei Fragen und Rückmeldungen könnt ihr an die untenstehenden Kontaktadressen schreiben.

    Lasst uns lautstark und ausgelassen das 25-jährige Bestehen der KTS feiern – für mehr Autonome Zentren und eine antifaschistische Zukunft!

    do-it-together(at)kts-freiburg.org

    Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [English] [français] [italiano]

    Am 16.05.2019 gegen 20:45 Uhr attackierten die AfD-Gemeinderatskandidaten Dubravko Mandic und Robert Hagerman auf der Kaiserstuhlbrücke bei der Freiburger Messe einen Radfahrer und verletzten ihn. Die AfDler hatten nahezu ausschließlich auf der Brücke provozierende Wahlplakate aufgehängt und warteten in einem Hinterhalt auf Linke, die versuchen würden, die Plakate abzuhängen. In Freiburg wenig verwunderlich geschah dies auch nach kurzer Zeit, wie von den beiden AfDlern erhofft. Mandic als Fahrer und Hagerman als Beifahrer fuhren in einem Mercedes aus ihrem Versteck auf die Brücke, stiegen aus, brüllten die Linken an, hielten ihre Fahrräder fest und riefen dann die Polizei. Ein unbeteiligter Fahrradfahrer stoppte und fragte nach dem Grund der aggressiven Festhaltesituation. Er wurde wegen eines linken Aufklebers an seinem Rad sofort verbal von den beiden AfDlern angegangen und von Hagerman in ein Gerangel verwickelt.

    Die beiden Linken konnten sich in dieser Situation auf ihren Rädern entfernen, während Mandic eine große Pfefferspray-Flasche aus dem Auto holte. Hagerman schlug dem Radfahrer unvermittelt mit einer Metallzange mit voller Wucht an die Schläfe. Nur durch den Fahrradhelm des Radfahrers wurden schwere Kopfverletzungen verhindert, der Helm wurde dabei irreparabel beschädigt. Mandic sprühte ihm unmittelbar nach dem Zangenangriff Pfefferspray ins Gesicht und hüllte ihn in eine dichte Pfefferspray-Wolke. Der Fahrradfahrer wurde von Mandic und Hagerman zu Boden gestoßen und als „Ratte“ und „Zecke“ beschimpft, während er vor Schmerzen schrie. Als der Fahrradfahrer versuchte sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen, wurde er wieder zu Boden gestoßen und Mandic attackierte ihn erneut mit einer großen Menge Pfefferspray. Das ganze Geschehen wurde von mindestens einer Zeugin beobachtet. Der Radfahrer bat mehrere vorbeifahrende Autofahrer inständig die Polizei zu rufen, während die AfDler sie beschwichtigten, so dass niemand anhielt. Gegen die beiden AfDler wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.

    Neben Polizei kam auch ein Rettungswagen zur Kaiserstuhlbrücke, so dass eine Erstversorgung des verletzen Radfahrers durch Sanitäter durchgeführt werden konnte. Noch am Tatort hatten die beiden AfDler versucht, die Situation gegenüber der Polizei auf eine für sie günstige Weise zu verdrehen. Sie erstatteten ihrerseits Anzeige gegen den Fahrradfahrer und behaupteten, dass nicht sie sondern er die Zange mitgeführt hätte. Dreist versuchte die AfD Freiburg anschließend aus dem Überfall auch noch politisches Kapital zu schlagen. In ihrer Pressemitteilung behauptet die AfD, der „Angriff [des Radfahrers] konnte abgewehrt werden“, obwohl doch tatsächlich die AfDler eine Falle gestellt und Waffen mitgeführt hatten. Dieses scheinheilige Verhalten entspricht der Linie von Dubravko Mandic, der zum Wahlkampf für den Gemeinderat mehrfach angekündigt hat, Linke zu „jagen“ und mit Anzeigen zu überziehen. Allein in der letzten Woche erstatte er dann auch Strafanzeigen gegen rund ein Dutzend Freiburger Linke.

    Die Plakate mit dem Mandic-Konterfei auf der Kaiserstuhlbrücke waren offensichtlich eine gezielte Falle für die Schattenparker. Mandic schrieb am Folgetag abfällig auf Facebook, dass „in der Nähe [Wagenburgler]“ (in Anführungszeichen) „wohnen“, die in der Lage sind „die ganze linke Szene in Freiburg“ zu mobilisieren. Mandic versucht nicht nur in Freiburg und nicht erst seit Kurzem durch gewalttätige Angriffe und Provokationen eine maximale Öffentlichkeit zu erreichen. Beim Flügel-Treffen am 05.05.2019 fränkischen Greding entriss er einer Journalistin ihr Mobiltelefon und am 01.03.2016 schlug er vor dem Freiburger Konzerthaus mit einem Regenschirm auf einen Anti-AfD-Demonstranten ein, um dann anschließend wahrheitswidrig zu behaupten, er sei attackiert worden. Sein Wählerklientel weiß Mandic am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums, wo körperliche Angriffe auf Linke mit Wahlstimmen honoriert werden.

    Doch die Strafanzeigen der AfDler erfüllen noch einen anderen, perfideren Zweck. Dubravko Mandic und zunehmend auch seine jungen Nachläufer instrumentalisieren die Ermittlungsbehörden, um an die Wohnanschriften von Linken zu gelangen. Die im Rahmen von Akteneinsichten ausgehändigten Polizeidossiers werden in rechten Kreisen herumgereicht und teilweise von Mandic auf Facebook veröffentlicht. Mandic und Hagerman filmen zudem systematisch Linke auf Demonstrationen, um diese anschließend in sozialen Medien als zukünftige Ziele zu markieren. Auch beim Hinterhalt an der Kaiserstuhlbrücke hat Hagerman die Linken gefilmt, aber die Kamera kurz vor dem gewalttätigen Angriff auf Geheiß von Mandic abgeschaltet. Robert Hagerman aus der Langemarckstraße 86A wurde von uns bisher fälschlicherweise als Julian Delitzsch identifiziert.

    Dubravko Mandic zieht in Freiburg seit Jahren systematisch Nazinachwuchs heran. Bevor der Korporierte in der AfD von der „Saxo-Silesia“ ausgeschlossen wurde, „keilte“ er mehrere junge Burschen aus dem Spektrum der „Identitären“. Auf seine Initiative hin wurde die Freiburger Ortsgruppe der „Jungen Alternative“ auf dem Burschenhaus begründet. Versprengte Kameradschaftler wie Harald Dresel werden von Mandic protegiert und verhetzt.

    Mandic imponiert dem Nachwuchsnazis durch sein autoritäres und anmaßendes Sheriff-Gehabe. Beispielsweise hielten Mandic und Hagerman am 16.05.2019 gegen 10 Uhr in der Freiburger Bertoldstraße zwei Linke beim Plakatieren fest und riefen die Polizei. Mandic weitete diese inszenierte Festnahme sogar noch zu einer rassistischen Kontrolle aus, indem er einen zufällig vorbei gehenden Schwarzen auffordert, den Inhalt seines Rucksacks vorzuzeigen. Auch bei antifaschistischen Protesten gegen einen AfD-Wahlkampfstand am 19.05.2019 in der Freiburger Innenstadt verwendeten Trillerpfeifen und Transparente dramatisierte Mandic zu einem „Angriff“ und setzte gegenüber der Polizei ein hartes Durchgreifen gegen die jugendlichen Antifas durch.

    Durch seine dreisten Anwaltsfloskeln versteht es Dubravko Mandic immer wieder juristische Laien und die Polizei einzuschüchtern. Doch Selbstjustiz durch vorsätzliche gefährliche Körperverletzung wie auf der Kaiserstuhlbrücke bringt Mandic nicht nur in Konflikt mit dem Gesetz, sondern auch mit der rechtsanwaltlichen Berufsordnung. Aber es wäre falsch, einzig auf eine Verurteilung oder einen Entzug der Anwaltzulassung zu hoffen, denn bisher arbeitet die bürgerliche Justiz für und nicht gegen den Nazianwalt Mandic. Jemand, der sich selbst in Anlehnung an den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann den Spitznamen „Mandy Eichmann“ gibt, muss mit allen Mitteln bekämpft werden.

    Autonome Antifa Freiburg